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recht.de :: Thema anzeigen - Wie kann man als Jugendliche/r auf Schmerzensgeld klagen?
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Wie kann man als Jugendliche/r auf Schmerzensgeld klagen?
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anja8495
Interessierter


Anmeldungsdatum: 26.06.2008
Beitrge: 17

BeitragVerfasst am: 13.02.09, 08:19    Titel: Wie kann man als Jugendliche/r auf Schmerzensgeld klagen? Antworten mit Zitat

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich ( 18, Schlerin) hatte gestern einen Unfall. Mir wurde die Vorfahrt genommen, bzw. der Autofahrer ist ber die rote Ampel gefahren und hat mich dann beim berqueren der Strae whrend meiner Grnphase umgefahren (ich war auf dem Fahrrad). Die Polizei hat den Fall dann aufgenommen und ermittelt jetzt weiter, ob der Autofahrer ein Bugeld zahlen muss. Dieser behauptete nmlich, dass seine Ampel auch grn angezeigt hat, wobei die Polizisten aufgrund einiger Tatsachen weiterhin davon ausgegangen sind, dass er eine Vorfahrtsregel gebrochen haben muss. Bei dem Sturz bin ich auf meine rechte Krperhlfte gefallen und hatte dann starke Schmerzen in Hfte und Ellenbogen. Auerdem begannen dort die Kopfschmerzen. Als ich dann zu Hause war wurde mir pltzlich schwindelig und schlecht. Ich musste auch erbrechen und bin sofort in die Notaufnahme gefahren. Der Arzt hat eine Prellung am Ellenbogen und eine HWS-Distorsion festgestellt. Auerdem sind bei dem Sturz meine Jacke und meine Schuhe kaputt gegangen und das Fahrrad ist ebenfalls beschdigt. Nun mchte ich gerne Schadensersatz und Schmerzensgeld einklagen, habe aber finanziell nicht die Mittel, mir selbst einen Anwalt zu finanzieren, da ich noch Schlerin bin. Auf welchem Weg ist es mir mglich, Schadensersatz und Schmerzensgeld zu bekommen?

Wie ist die Rechtslage ?

Mit freundlichen Gren
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Old Piper
FDR-Mitglied
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Anmeldungsdatum: 14.09.2004
Beitrge: 2538

BeitragVerfasst am: 13.02.09, 08:29    Titel: Antworten mit Zitat

Wenn die Schuld des Autofahrers festgestellt wurde, kommt fr alle Ihre Schden/Kosten dessen Versicherung auf. Ggf. auch fr die eines Anwalts.
Allerdings besteht auch fr den geschdigten eine Schadensminderungspflicht, d.h. wenn die Versicherung schon von sich aus alle Ihre Ansprche anerkennt drfte es schwierig werden, auch evtl. Anwaltskosten erstattet zu bekommen.
_________________
MfG
Old Piper
_____________________
Behrden- und Gerichtsentscheidungen sind zwar oft recht mig, aber meistens rechtmig.
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Dummerchen
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied


Anmeldungsdatum: 21.01.2005
Beitrge: 6447
Wohnort: Prinz Philip seine Frau sein Insel

BeitragVerfasst am: 13.02.09, 08:32    Titel: Antworten mit Zitat

Die Versicherung wird aber kaum Schmerzensgeld zahlen. Daher kann es sich durchaus lohnen, dennoch einen Anwalt zu beauftragen.

Da ein Jugendlicher hierzu die Einwilligung der Eltern braucht, sollte es doch nicht so schwer sein, die Eltern gleich einmal zu fragen, ob sie vielleicht eine geeignete Rechtschutzversicherung haben.
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anja8495
Interessierter


Anmeldungsdatum: 26.06.2008
Beitrge: 17

BeitragVerfasst am: 13.02.09, 09:05    Titel: RE Antworten mit Zitat

Hallo nochmal,

meine Eltern wissen von dem Unfall . Sollen wir dann zuerst die Rechtsschutz anrufen und denen alles schildern, oder ist der Autofahrer derjenige, der dazu verpflichtet ist? Denn, so wie er sich verhalten hat, wird er sich nicht rhren, mir entgegenzukommen. Zudem luft ber unsere Rechtsschutz momentan auch ein anderer Fall, knnte diese sich evtl weigen, diesen jetzt auch zu bernehmen?

Wie ist die Rechtslage?

Mit freundlichen Gren
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Dummerchen
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied


Anmeldungsdatum: 21.01.2005
Beitrge: 6447
Wohnort: Prinz Philip seine Frau sein Insel

BeitragVerfasst am: 13.02.09, 09:11    Titel: Antworten mit Zitat

Der Unfallgegener wird sich sicherlich nicht mit eurer Rechtschutzversicherung in Verbindung setzen; damit hat er nichts zu tun.

Ob ihr eure Rechtschutzversicherung nun mit einem zweiten Fall "belasten" wollt oder lieber darauf verzichtet, muesst ihr schon selber wissen.
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Dipl.-Sozialarbeiter
FDR-Moderator


Anmeldungsdatum: 09.12.2006
Beitrge: 11996

BeitragVerfasst am: 13.02.09, 09:17    Titel: Antworten mit Zitat

Dummerchen hat folgendes geschrieben::
...
Da ein Jugendlicher hierzu die Einwilligung der Eltern braucht, sollte es doch nicht so schwer sein, die Eltern gleich einmal zu fragen, ob sie vielleicht eine geeignete Rechtschutzversicherung haben.

Die Eltern sind aus dieser Nummer raus, denn

anja8495 hat folgendes geschrieben::
...
ich ( 18, Schlerin) hatte gestern einen Unfall.
...

Auch wenn der Titel des Threads heit: "Wie kann man als Jugendliche/r auf Schmerzensgeld klagen?".
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Versicherungsmensch
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied


Anmeldungsdatum: 10.04.2007
Beitrge: 2919
Wohnort: Stadt mit Abtei an einem Fluss

BeitragVerfasst am: 13.02.09, 09:32    Titel: Re: RE Antworten mit Zitat

anja8495 hat folgendes geschrieben::
Hallo nochmal,

meine Eltern wissen von dem Unfall . Sollen wir dann zuerst die Rechtsschutz anrufen und denen alles schildern, oder ist der Autofahrer derjenige, der dazu verpflichtet ist? Denn, so wie er sich verhalten hat, wird er sich nicht rhren, mir entgegenzukommen. Zudem luft ber unsere Rechtsschutz momentan auch ein anderer Fall, knnte diese sich evtl weigen, diesen jetzt auch zu bernehmen?

Wie ist die Rechtslage?

Mit freundlichen Gren


Weigern kann sich der Rechtsschutzversicherer schon, aber das sollte er nicht. Winken Der Versicherer kann aber durchaus auch merhere Flle gleichzeitig bearbeiten. Die Meldung erfolgt dann aber ber die Eltern.
_________________
Ich kann lnger nicht rauchen als ein Nichtraucher rauchen. Ich bin somit der mental Strkere. (Horst Evers)
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ChrisR
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied


Anmeldungsdatum: 08.09.2005
Beitrge: 751
Wohnort: Marburg

BeitragVerfasst am: 13.02.09, 09:35    Titel: Antworten mit Zitat

Das stimmt so nicht.
Es kommt immer auf die Versicherung an.
Ich selbst bin mit 21 und anderem Wohnsitz immer noch ber meine Elterne versichert, da ich Student bin.
Man sollte deshalb einfach mal bei der Versicherung anrufen und nachfragen.

Vielleicht reagiert die gegnerische Versicherung auch von selbst, so ich es zumindest mal erlebt. Da gab es innerhalb kurzer Zeit einen schnen Check ber 500 Schmerzensgeld
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Versicherungsmensch
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied


Anmeldungsdatum: 10.04.2007
Beitrge: 2919
Wohnort: Stadt mit Abtei an einem Fluss

BeitragVerfasst am: 13.02.09, 09:51    Titel: Antworten mit Zitat

Was genau stimmt so nicht?
_________________
Ich kann lnger nicht rauchen als ein Nichtraucher rauchen. Ich bin somit der mental Strkere. (Horst Evers)
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ChrisR
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied


Anmeldungsdatum: 08.09.2005
Beitrge: 751
Wohnort: Marburg

BeitragVerfasst am: 13.02.09, 09:58    Titel: Antworten mit Zitat

Dipl.-Sozialarbeiter hat folgendes geschrieben::
Dummerchen hat folgendes geschrieben::
...
Da ein Jugendlicher hierzu die Einwilligung der Eltern braucht, sollte es doch nicht so schwer sein, die Eltern gleich einmal zu fragen, ob sie vielleicht eine geeignete Rechtschutzversicherung haben.

Die Eltern sind aus dieser Nummer raus, denn

anja8495 hat folgendes geschrieben::
...
ich ( 18, Schlerin) hatte gestern einen Unfall.
...

Auch wenn der Titel des Threads heit: "Wie kann man als Jugendliche/r auf Schmerzensgeld klagen?".
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ganascia528
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied


Anmeldungsdatum: 31.05.2005
Beitrge: 321

BeitragVerfasst am: 13.02.09, 10:27    Titel: Antworten mit Zitat

Ich denke, das es noch wichtig wre, zu klren, ob das ganze auf dem Schul- bzw. Arbeitsweg passiert ist. Dann mte die Schule, bzw. Berufsgenossenschaft informiert werden.
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Dipl.-Sozialarbeiter
FDR-Moderator


Anmeldungsdatum: 09.12.2006
Beitrge: 11996

BeitragVerfasst am: 13.02.09, 13:59    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo zusammen,

wir diskutieren hier ber einen normalen Verkehrsunfall zwischen einem PKW- und Fahrradfahrer (beide volljhrig).

Nach erstem Anschein mte die KFZ-Haftpflichtversicherung (Schuldfrage mte evtl. anderweitig geklrt werden) die Schden des Radfahrers ersetzen.

Weitere Schden - wie Verdienstausfall und Krankenhauskosten - mten ebenfalls mit der KFZ-Versicherung des PKW-Fahrers geklrt werden.

Der Radfahrer knnte evtl. ein Schmerzengeld erhalten, dieses mte dem PKW-Fahrer gegenber geltend gemacht werden (notfalls Privatklage).

Fr die Klage braucht ein 18jhriger nicht die Erlaubnis der Eltern (da volljhrig). Allerdings trgt der 18jhrige (wenn keine Rechtsschutzversicherung vorhanden) das mgliche Prozerisiko.

Die Hauptfrage lautet:

anja8495 hat folgendes geschrieben::
Auf welchem Weg ist es mir mglich, Schadensersatz und Schmerzensgeld zu bekommen?

... und drfte damit beantwortet sein. Winken

Liebe Gre

Klaus
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Biber
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied


Anmeldungsdatum: 21.11.2005
Beitrge: 11363
Wohnort: This world is not my home - I'm only passing through!

BeitragVerfasst am: 13.02.09, 15:40    Titel: Antworten mit Zitat

Old Piper hat folgendes geschrieben::
wenn die Versicherung schon von sich aus alle Ihre Ansprche anerkennt drfte es schwierig werden, auch evtl. Anwaltskosten erstattet zu bekommen.
Ich frage lieber gar nicht nach einer Quelle fr diese - nunja, ausgesprochen erstaunliche Behauptung! Mit den Augen rollen Sehr bse
_________________
Das Denken ist zwar allen Menschen erlaubt, aber vielen bleibt es erspart.
Sapere Aude! (Kant)
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anja8495
Interessierter


Anmeldungsdatum: 26.06.2008
Beitrge: 17

BeitragVerfasst am: 13.02.09, 18:02    Titel: RE Antworten mit Zitat

Hallo nochmal,

danke fr die vielen hilfreichen Mitteilungen. Ich habe jetzt noch zwei Fragen. Meine Eltern sind rechtsschutzversichert. Welche Rechtsschutzversicherung wrde denn in diesem Fall angemessen sein? Und bin ich jetzt als 18-jhrige Schlerin ber meine Eltern mitversichert oder eher nicht?

Wie ist die Rechtslage?

MfG
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Dipl.-Sozialarbeiter
FDR-Moderator


Anmeldungsdatum: 09.12.2006
Beitrge: 11996

BeitragVerfasst am: 13.02.09, 18:06    Titel: Re: RE Antworten mit Zitat

anja8495 hat folgendes geschrieben::
... Und bin ich jetzt als 18-jhrige Schlerin ber meine Eltern mitversichert oder eher nicht?

Wie ist die Rechtslage?

Dies steht im Kleingedruckten der Versicherungspolice. Winken
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