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Abwicklung der Gewhrleistung ber Anwalt?

 
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wunderland
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Anmeldungsdatum: 17.02.2009
Beitrge: 3

BeitragVerfasst am: 17.02.09, 21:48    Titel: Abwicklung der Gewhrleistung ber Anwalt? Antworten mit Zitat

So knnte die Vorgeschichte aussehen:

A ist Privatperson und kauft bei Bautrger B ein schlsselfertiges EFH. Bei bergabe werden vorhandene Mngel in einem bergabeprotokoll festgehalten. Die Mngel werden nicht vollstndig beseitigt. Es kommt letztendlich zum Streit, der Bautrger verklagt A auf Herausgabe der Vertragserfllungsbrgschaft.
A hat die restlichen Mngel von einem Sachverstndigen bewerten lassen. Diese bersteigen in Summe den Wert der Vertragserfllungsbrgschaft. A reicht seinerseits Klage ein.

Einige Monate spter treten kleinere Mngel am Haus von A auf: Rollladen klemmen, Fenster frieren zu und lassen sich nicht ffnen.
A reklamiert beim Bautrger B die Mngel im Rahmen der Gewhrleistung und setzt B eine Frist zur Mngelbeseitigung.
Erst nach Ablauf dieser Frist nennt die Bauleitung von B Termine zur Durchfhrung der Mngelbeseitigung. Diese Termine kann A nicht wahrnehmen, da sie in den geplanten Urlaub fallen. A setzt der Baufirma B eine erneute, relativ grozgig bemessene Frist zur Mngelbeseitigung.
B nennt A neue Termine ohne mitzuteilen, welche Subunternehmer wann welche Arbeiten in den Privatrumen von A verrichten werden. Entsprechende Nachfragen von A bleiben unbeantwortet.
Die Mngel werden nun teilweise beseitigt, zum Teil bleiben noch Restarbeiten brig. Vorher schriftlich vereinbarte Termine lsst B ohne Ankndigung oder Begrndung entfallen.

Nach Ablauf der Frist stellt A fest, dass die Bauleitung von B die Mngelbeseitigung nicht nachverfolgt und beschwert sich darber, bleibt dabei im Wesentlichen sachlich und informiert darber hinaus die Bauleitung ber den Stand der Arbeiten.

So weit, so gut. Die Vorgeschichte dient an sich nur dem besseren Verstndnis:
- es liegt ein Rechtsstreit vor
- whrend dieser Zeit treten kleinere Mngel auf.

Nun veranlasst B seinen Anwalt, A ein Schreiben mit etwa folgendem Wortlaut zu senden:

da in vorgenannter Angelegenheit einerseits zwischenzeitlich ein Rechtsstreit anhngig ist,
Sie (A) andererseits aber mit stndigen weiteren Tatsachenverdrehungen gegenber unserer
Partei auftreten, teilen wir mit, dass nunmehr smtlicher Schriftverkehr zwischen Ihnen und
Bautrger B ausschlielich ber uns zu erfolgen hat. Dies dient im brigen
auch der Beschleunigung des weiteren Verfahrens.

Mich wrde nun die Meinung interessieren bzw. wie ist hier die Rechtslage:

- Muss A eventuelle Gewhrleistungsansprche zuknftig tatschlich an den Anwalt von B melden? Darf der Anwalt von B das berhaupt fordern?
- Kann man so ein Schreiben noch als sachlich werten?

danke.
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Seevetaler
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied


Anmeldungsdatum: 21.12.2006
Beitrge: 229

BeitragVerfasst am: 17.02.09, 21:54    Titel: Antworten mit Zitat

Der Anwalt von B ist doch von B bevollmchtigt worden.

Also kann der Anwalt von B auch fr B sprechen. Und wenn der sagt, es gibt kein Geld, dann ist das so, als ob B das selbst gesagt htte. Und wenn der Anwalt von B sagt, Korrespondenz sei ber ihn zu fhren, will er vermeiden, in den Rechtsstreit involviert zu sein, aber nicht alle Schreiben zu kennen (weil B z.B. das verschlft, das letzte Schreiben an den Anwalt weiter zu leiten).

Also alles vllig normal. Ja, ist vllig sachlich. Darin liegt doch keine Beleidigung oder dergleichen.
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wunderland
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Anmeldungsdatum: 17.02.2009
Beitrge: 3

BeitragVerfasst am: 17.02.09, 22:24    Titel: Antworten mit Zitat

Vielleicht habe ich mich da missverstndlich ausgedrckt.
Die Mngel treten spter auf, whrend das Verfahren luft und sind an sich nicht Bestandteil des Rechtsstreits.
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Milo
FDR-Moderator


Anmeldungsdatum: 13.12.2004
Beitrge: 1572
Wohnort: Neu-Ulm

BeitragVerfasst am: 18.02.09, 19:04    Titel: Antworten mit Zitat

Die Aufforderung des Anwalts der Gegenseite, nur noch mit ihm zu kommunizieren, ist fr Privatpersonen im Allgemeinen rechtlich ohne Belang (ein paar Ausnahmen im Zusammenhang mit Gewaltschutzverfahren mal ausgenommen...)
_________________
_______________________________________________
"Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit, aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher.

Albert Einstein
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wunderland
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Anmeldungsdatum: 17.02.2009
Beitrge: 3

BeitragVerfasst am: 26.02.09, 17:09    Titel: Antworten mit Zitat

Danke fr eure Beitrge. Ich komme erst jetzt dazu zu antworten.

Ich sehe das auch so, dass A als Privatperson so nicht aufgefordert werden darf.
Im Prinzip fordert ja die Baufirma den Auftraggeber (Kunden, Privatperson) auf, etwaige Mngel whrend der Gewhrleistung in Zukunft ber deren Anwalt zu reklamieren. D.h. nicht etwa direkt bei dem Vertragspartner (Fachfirma), sondern bei deren Rechtsvertretung.

Muss A eine pauschale Anschuldigung wie "da Sie mit stndigen weiteren Tatsachenverdrehungen ..." ohne Begrndung einfach so hinnehmen?

Ach ja: A ist nicht etwa das Sekretariat von B oder dessen Anwalt Winken

Wrde mich ber eure Meinung freuen.
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Biber
FDR-Mitglied
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Anmeldungsdatum: 21.11.2005
Beitrge: 11363
Wohnort: This world is not my home - I'm only passing through!

BeitragVerfasst am: 26.02.09, 17:51    Titel: Antworten mit Zitat

wunderland hat folgendes geschrieben::
Ich sehe das auch so, dass A als Privatperson so nicht aufgefordert werden darf.
Das haben Sie dann wohl falsch verstanden: selbstverstndlich darf man jemanden auffordern, in Zukunft nur noch auf einem bestimmten Weg mit einem zu kommunizieren. Daran mu man sich nicht halten, und das hat mit privat oder nicht nichts zu tun.

Ich frage mich allerdings, warum A sich querstellen und einen vllig berflssigen Nebenkriegsschauplatz erffnen will. Wenn A weiter direkt an B schreibt, wird der die Briefe ffnen, sich Mit den Augen rollen denken und sie an seinen Anwalt weiterleiten. A gewinnt dadurch nichts, er verliert allerhchstens - und sei es nur Zeit.
_________________
Das Denken ist zwar allen Menschen erlaubt, aber vielen bleibt es erspart.
Sapere Aude! (Kant)
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