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Wettbewerbsverbot

 
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robi
FDR-Mitglied


Anmeldungsdatum: 09.03.2006
Beitrge: 39

BeitragVerfasst am: 12.02.09, 07:34    Titel: Wettbewerbsverbot Antworten mit Zitat

Moin,
mal angenommen A und B sind Gesellschafter und Geschftsfhrer eine GmbH zu 50 %.
Im Gesellschaftervertrag ist Wettbewerbsverbot genannt.
Nun kndigt B als GF, geht zum Mitbewerber, will aber GS bleiben. (Er will Geld fr seinen Anteile, die Firma ist aber nichts Wert, sondern verschuldet)
A glaubt, wenn er ohne B weitermacht, das er es schaffen kann.
Wrde eine Klage helfen (das er die Anteile 'verschenkt', da wertlos)
Wer zahlt die Klagekosten? Der Verlierer oder jeder fr sich.
Gibt es andere Mittel, aufgrund des Wettbewerbverbotes, B zu "berreden" seine Anteile aufzugeben? Wie mchtig ist dieses Verbot?
Vielen lieben Dank
Robi
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Chess45
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied


Anmeldungsdatum: 15.09.2004
Beitrge: 1813

BeitragVerfasst am: 12.02.09, 12:51    Titel: Re: Wettbewerbsverbot Antworten mit Zitat

robi hat folgendes geschrieben::
Moin,
mal angenommen A und B sind Gesellschafter und Geschftsfhrer eine GmbH zu 50 %.
Im Gesellschaftervertrag ist Wettbewerbsverbot genannt.
Nun kndigt B als GF, geht zum Mitbewerber, will aber GS bleiben. (Er will Geld fr seinen Anteile, die Firma ist aber nichts Wert, sondern verschuldet)
A glaubt, wenn er ohne B weitermacht, das er es schaffen kann.
Wrde eine Klage helfen (das er die Anteile 'verschenkt', da wertlos)
Wer zahlt die Klagekosten? Der Verlierer oder jeder fr sich.
Gibt es andere Mittel, aufgrund des Wettbewerbverbotes, B zu "berreden" seine Anteile aufzugeben? Wie mchtig ist dieses Verbot?
Vielen lieben Dank
Robi

Warum soll B seine Anteile nicht behalten?
Wenn B seine GF-Funktion auf gibt kann er doch ruhig zum Mitbewerber gehen.
_________________
Mit freundlichen Gren
Hans-Jrgen
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mwjm
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied


Anmeldungsdatum: 06.03.2007
Beitrge: 927
Wohnort: Hauptstadtspeckgrtel

BeitragVerfasst am: 12.02.09, 15:43    Titel: Antworten mit Zitat

Nee, Chess, nicht ganz. Das wre nur dann richtig, wenn B in seinem GF-Vertrag ein relativ lasches Wettbewerbsverbot htte. Als Gesellschafter aber verstt er gegen den Vertrag. Grundstzlich knnte darin ein Grund fr die Einziehung seines Geschftsanteils liegen. Das sollte schon ordentlich geprft werden. Es kann - mu aber nicht, da dies ein wichtiger Grund ist, der die Gesellschafterversammlung evtl. ohne Stimmrecht des Betroffenen zur Einziehung berechtigt.
_________________
Falsche Urteile sind schlimm. Schlimmer sind Anwlte, die das nicht erkennen.
War mein Beitrag hilfeich? Falls ja, ein KLICK auf die grnen Punkte wre nett.
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Chess45
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied


Anmeldungsdatum: 15.09.2004
Beitrge: 1813

BeitragVerfasst am: 12.02.09, 16:42    Titel: Antworten mit Zitat

mwjm hat folgendes geschrieben::
Nee, Chess, nicht ganz. Das wre nur dann richtig, wenn B in seinem GF-Vertrag ein relativ lasches Wettbewerbsverbot htte. Als Gesellschafter aber verstt er gegen den Vertrag. Grundstzlich knnte darin ein Grund fr die Einziehung seines Geschftsanteils liegen. Das sollte schon ordentlich geprft werden. Es kann - mu aber nicht, da dies ein wichtiger Grund ist, der die Gesellschafterversammlung evtl. ohne Stimmrecht des Betroffenen zur Einziehung berechtigt.

Halt wenn B auf Grund des Vertrages auch als Gesellschafter einem Wettbewerbsverbot unterlieg, was M.E. Schwachsinn ist, dann muss Ihn erst mal eine Entschdigung gezahlt werden. Wenn die GmbH dies nicht kann ist solch eine Vereinbarung nichtig. Erst wenn diese Voraussetzung erfllt ist, ergibt sich die Frage ob B wirklich gegen dieses Wettbewerbverbot verstoen hat. Wenn soetwas vereinbart wurde ohne auch eine Abfindung zu vereinbaren dann hat die GmbH wirklich ein Problem. Die Rechtsanwlte, Buchprfer, Steuerberater werden sich freuen.
_________________
Mit freundlichen Gren
Hans-Jrgen
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robi
FDR-Mitglied


Anmeldungsdatum: 09.03.2006
Beitrge: 39

BeitragVerfasst am: 14.02.09, 15:13    Titel: Antworten mit Zitat

Hi,
es kann sein, das A und B zuknftig um den selben Kunden werben.
B profitiert immer, gewinnt er, weil es sein Kunde wird, gewinnt A, weil er am Erfolg beteiligt ist.
Und das soll ok sein ?
Eine Entschdigung ? Wofr? B schadet seiner EX-GmbH durch den Weggang in der Auenwirkung fr die GmbH. Auerdem hat er, wie A nun feststellen mute, seinen Job, vorsichtig gesagt, schlecht gemacht.
Erst eine Fa. ruinieren, dann zum Wettbewerb gehen und, wenn der Ex-Partner es schafft, von dessen Arbeit profitieren ? Und das ist OK?
nochmal danke
Robi
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Phnix3
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied


Anmeldungsdatum: 21.02.2008
Beitrge: 2531

BeitragVerfasst am: 20.02.09, 03:08    Titel: Antworten mit Zitat

Mal ganz simpel nachgedacht, meine ich, wenn B Gesellschafter bleibt, hat er doch ein berechtigtes Interesse, da es seiner GmbH auch wieder finanziell besser geht. B sollte sich mit A darauf verstndigen, da das Wettbewerbsverbot, das ich tatschlich als umunstlich erachte, solange damals bei Grndung keine Ausnahmeregelungen vorsorglich getroffen wurde, AUFGEHOBEN wird, damit B in Ruhe und erfolgreich arbeiten kann und seine (immer noch an seiner mitteilhabt seiende GmbH) wieder auf Vordermann kommt. Vielleicht entwickeln sich die Dinge ja auch so, da er der Konkurrenz dermaen den Rcken strken kann, da die in der Lage ist, die schwchelnde GMBH aufzukaufen und sie dann alle friedlich miteinander ihre neue, groe und erfolgreiche Firma abends mit Sekt begiessen. Verzeiht meinen rosaroten, romantischen Vortrag......das Temperament ist mit mir eben durchgegangen.... aber mal ernst, ist das so abwegig, was ich schreib ?
Ich verabscheue nmlich diesen dummen und stupiden "Verdrngungswettbewerb" auch in derselben Branche, unter dem immer ALLE Beteiligten leiden. "Preis-Dum(m)ping" und der ganze Wahnsinn, der da noch veranstaltet wird. "Kooperation" ist doch die neue Formel fr Erfolg. Einbindung, Miteinander, sich den Markt (auf)teilen.
Ich empfehle, GF der GmbH zu bleiben und mit A eine Einigung erreichen. Ansonsten bleibe nur "Vertragsbruch", indem B zum Mitbewerber geht. Die Folgen trgt er natrlich in voller Hrte. Allerdings, ich glaube in der Realitt luft das so nicht. Eine schwchelnde GmbH hat wahrlich andere Sorgen, als ein entlaufendes Pferd einzufangen, wenn der Stall brennt.
Es ist auch eine Frage der Konstellation, der Entscheidungsbefugnisse, der Charakteure, die involviert sind. Wenn mein Teilhaber eine Ampel ist, die immer auf rot steht, unflexibel ist, sich ber alles hinwegsetzt und ich darunter leiden wrde, da er innovative, gute Ideen stndig ausbremst, ich aber meine Familie und mich ernhren mu und bei der "Konkurrenz" besser aufgehoben wre und Zukunft htte, da wrde ich gar nicht lange berlegen. Ich wrde allerdings vorher wirklich alles versuchen, um keinen Vertragsbruch begehen zu mssen.
Lg Phnix
_________________
Gru
Ph-nixe

Zitat @ Dipl.-Sozialarbeiter: FDR heit "Forum deutsches Recht" und FGR = "Forum gefhltes Recht"...Lachen
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