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Kann Mitgliederwerbung ein Haustrgeschft sein?

 
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Volker Kles
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Anmeldungsdatum: 10.09.2008
Beitrge: 580

BeitragVerfasst am: 02.03.09, 09:16    Titel: Kann Mitgliederwerbung ein Haustrgeschft sein? Antworten mit Zitat

Hallo

kann ein an der Haustr geworbenes Mitglied eines gemeinn. Vereins die Mitgliedschaft widerrufen (Haustrgeschft)?
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Jeder hat in seinem Leben auf sich selber achtzugeben
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JS
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Anmeldungsdatum: 14.09.2004
Beitrge: 1241

BeitragVerfasst am: 02.03.09, 10:11    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,
ich denke, dass ein solches Widerrufsrecht besteht.

An der Haustr geworbene Mitgliedschaften erfllen m.E. die Definition von Haustrgeschften im Sinne des 312 Abs. 1 BGB, bei denen ein Widerrufsrecht besteht. Es liegen auch nicht die Flle des 312 Abs. 3 BGB vor, durch die ein Widerrufsrecht ausgeschlossen wird.

JS
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... aber fragt lieber nochmal eure Eltern, denn gaaanz sicher bin ich mir nicht ... (Hein Bld)
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Volker Kles
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Anmeldungsdatum: 10.09.2008
Beitrge: 580

BeitragVerfasst am: 02.03.09, 14:23    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

danke fr die Auskunft. Freilich gilt 312 nur fr entgeltliche Leistungen eines Unternehmers. Insofern liegt zumindest nach dem Wortlaut kein Haustrgeschft vor. M.E. kommt ein Widerruf nur in Betracht, wenn die Mitgliedschaft ber das rein organisatorische hinausgeht und der Mitgliedsbeitrag praktisch ein Entgelt fr eine Gegenleistung (wie z.B. die Benutzung des Tennisplatzes oder beim Beitritt zu Time-Sharing-Vereinen die Nutzung einer Ferienwohnung) ist. Frdermitgliedschaften, bei denen der Frderbeitrag lediglich der Verfolgung eines gemeinntzigen Vereinszweckes dient, beinhalten m.E. keine entgeltliche Gegenleistung i.S.v. 312 BGB und ich denke, das gilt auch fr Spenden, die ber 40,-- hinausgehen.
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JS
FDR-Moderator


Anmeldungsdatum: 14.09.2004
Beitrge: 1241

BeitragVerfasst am: 03.03.09, 10:29    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,
nachdem ich mich etwas eingehender mit dieser Thematik befasst habe, stimme ich dir im Wesentlichen zu.
Zwar kann auch ein Verein Unternehmer sein, der Einwerbung einer Vereinsmitgliedschaft mangelt es allerdings tatschlich an einer entgeltlichen Gegenleistung, sofern mit dem eingeworbenen Mitgliedschaftsbeitrag lediglich solche Vorteile verbunden sind, die jedem Mitglied des Vereines zustehen. Dann steht einem so eingeworbenen Mitglied in der Tat kein Widerrufsrecht aus 312 BGB zu.

JS
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Volker Kles
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Anmeldungsdatum: 10.09.2008
Beitrge: 580

BeitragVerfasst am: 03.03.09, 10:55    Titel: Antworten mit Zitat

Halo JS,,

auch ich mute mich mit dem Thema erst nher befassen und freue mich, dass wir uns im Wesentlichen einig sind. Doch Vorsicht: Sofern mit dem eingeworbenen Mitgliedschaftsbeitrag lediglich solche Vorteile verbunden sind, die jedem Mitglied des Vereines zustehen, kann nach meiner Aufassung gleichwohl ein Rcktrittsrecht bestehen, und zwar dann, wenn - wie dargelegt - dem Beitrag eine Gegenleistung gegenber steht, die durchaus allen Mitgliedern (die ja ebenfalls Beitrge entrichten) zugute kommen darf. Typische Beispiele habe ich bereits genannt. Z.B. knnte die Mitgliedschaft in einem Tennisverein, der als Gegenleistung fr den Mitgliedsbeitrag ein Spielrecht auf dem vereinseigenen Court verleiht, gem. 312 BGB widerrufen werden.
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