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berhhte Anwaltsrechnung ????

 
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ibizu56
noch neu hier


Anmeldungsdatum: 02.02.2009
Beitrge: 2

BeitragVerfasst am: 02.03.09, 12:08    Titel: berhhte Anwaltsrechnung ???? Antworten mit Zitat

Nehmen wir an es wird ein Anwalt beauftragt sich einem Ermittlungsverfahren wegen Straftat in kleinem Umfang (Verletztung/Umgehung einer Codierungssoftware bei einem Satreceiver) anzunehmen. Der Auftrag fand mndlich statt, ohne Unterschrift einer Bevollmchtigung und ohne jegliche Absprache ber konkrete Kosten nur der Bitte diese niedrig zu halten. Nach Einstellung des Ermittlungsverfahrens, erklrt der Anwalt das sein regulre Preis bei knapp 700 Euro liegen wrde, er mir aber das Angebot ber 350 machen knnte.
Die Straftat liegt knapp 4 Jahre her, 1 Akteneinsicht durch Anwalt, restlicher Arbeitsaufwand unbekannt. Ich tippe mal wegen Verjhrung eingestellt. Wren 350 Euro angemessen fr den "Aufwand?" Darf er ohne Vorherige Absprache einer konkreten Vergtung in der Rechnung schreiben "vereinbarte Vergtung 4 RVG" Muss er konkrete Arbeitsschritte nachweisen wie die Kosten entstanden sind? Wie ist die Rechtslage? Wie hoch wre in etwa der Betrag, wenn er nur die ihm gesetzlich zustehenden Kosten geltend machen kann?
Danke fr die Antworten.
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Milo
FDR-Moderator


Anmeldungsdatum: 13.12.2004
Beitrge: 1572
Wohnort: Neu-Ulm

BeitragVerfasst am: 03.03.09, 11:54    Titel: Antworten mit Zitat

Grundgebhr 4100: 165,00
Verfahrensgebhr 4104: 140,00
Auslagenpauschale 7002: 20,00
Dokumentenpauschale 7000: 50 Cent je Seite, ab der 50 Seite 15 Cent
+ 19 % Umsatzsteuer

+ 12 Akteneinsichtspauschale fr die Justiz

Wenn er an der Einstellung mitgewirkt hat, kommt nochmal 140 zzgl. Ust dazu.

Also ca. 400,- wenn er nicht zur Einstellung beigetragen hat, sonst 566,- .

Dies sind die Mittelgebhren, also der Regelfall. Der Anwalt hat Spielraum nach oben
(Ohne Mitwirkung zur Einstellung und ohne Dokumentenpauschale und ohne die 12 frs Gericht) bis 618,80, kann aber auch nach unten abweichen, bis 85,68 .


Zur Frage: Nachdem er mit den Mittelgebhren ber den 350 liegt, ist es schon zulssig, was niedrigeres zu "vereinbaren". Dann spart er sich die Aufschlsselung. Sonst sieht die Rechnung aus wie meine ersten paar Zeilen.

Konkrete Arbeitsschritte muss er nicht nachweisen. Er muss nachweisen, dass er sich erstmalig in den Fall eingearbeitet hat (fr die Grundgebhr) und dass er im Verfahren irgendwas gemacht hat (fr die Verfahrensgebhr). Die Rechtsprechung ist da Recht grozgig. Wenn der Anwalt nach dem kurzen Erstgesprch die Akten anfordert, durcharbeitet und mit dem Mandanten bespricht, reicht das vllig.

Zur letzten Frage: 369,- + Anzahl der Aktenseiten X 50 Cent.
_________________
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"Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit, aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher.

Albert Einstein
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Seevetaler
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied


Anmeldungsdatum: 21.12.2006
Beitrge: 229

BeitragVerfasst am: 03.03.09, 15:31    Titel: Antworten mit Zitat

Wie kommt man auf 369? Hab mal nachgerechnet, und ich komme ohne Kopierkosten auf 401,03 Euro brutto (165 + 140 + 20 +12 ) * 1,19 = 401,03.

M.E. muss auf die Aktenversendungspauschale USt berechnet werden, weil Kostenschulder der Anwalt war und der Mandant keine Akteneinsicht bekommen htte.

Stimmt meine Vermutung, hat Milo ohne die Aktenversendungspauschale 386,75 errechnet und dann mit Zahlendreher auf 369 aufgerundet.
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