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Sexualstraftter zieht von Bayern nach NRW
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J_Denver
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Anmeldungsdatum: 16.05.2006
Beitrge: 3777
Wohnort: hinterm Deich

BeitragVerfasst am: 03.03.09, 19:07    Titel: Sexualstraftter zieht von Bayern nach NRW Antworten mit Zitat

Kreis Heinsberg (RPO) Der Landrat des Kreises Heinsberg, Stephan Pusch (CDU), hat die Bevlkerung von der Kreispolizei ber den Zuzug eines Sexualstraftters informieren lassen, der nach verbter Strafe aus der Haft entlassen worden ist.

quelle und vollstndiger Artikel

http://www.rp-online.de/public/article/erkelenz/679871/Landrat-warnt-vor-Sexualstraftaeter.html


Wurde auch mal Zeit, da in einem derartigen Fall schnell und richtig gehandelt wurde.
_________________
.........geschmeidig wie zwei Flachmnner

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Gammaflyer
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Anmeldungsdatum: 06.10.2004
Beitrge: 8793

BeitragVerfasst am: 03.03.09, 19:12    Titel: Antworten mit Zitat

Sehe ich anders.
(Da ich mir vorstellen kann, dass die Diskussion sehr anstrendend werden wird, gibt's von mir nur dieses Statement.)
_________________
Dass Laien am Rechtsverkehr teilnehmen ist zwar rgerlich aber eben unvermeidbar. spraadhans (cave: Ironie)
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J_Denver
FDR-Mitglied
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Anmeldungsdatum: 16.05.2006
Beitrge: 3777
Wohnort: hinterm Deich

BeitragVerfasst am: 03.03.09, 19:28    Titel: Antworten mit Zitat

noch ein Artikel

http://www.welt.de/vermischtes/article3312168/Polizei-warnt-Bevoelkerung-vor-Kinderschaender.html
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Holzschuher
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Anmeldungsdatum: 18.02.2006
Beitrge: 6354
Wohnort: Nrnberg

BeitragVerfasst am: 03.03.09, 19:52    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

Zitat:
Was wir vermeiden wollen, ist Hysterie. Aber die Leute sollen sensibel sein und sich des Themas bewusst sein, sagte Polizeisprecher Karl-Heinz Frenken


...wird damit nicht das Gegenteil erreicht? Vermittelt die Polizei dadurch nicht den Eindruck,"wir schaffen das nicht alleine, euch vor solchen Leuten zu schtzen, ihr mt uns untersttzen!"??

Ganz abgesehen davon, dass ich aus rechtsstaatlichen und menschenrechtlichen Erwgungen heraus ein derartiges Vorgehen fr gelinde gesagt untauglich erachte.

In Bayern gibt es seit - glaube ich - 2005 eine Datei/Liste entlassener, rckfallgefhrdeter Sexual-Straftter, sog. HEADS. Finde ich zwar auch nicht unbedingt unbedenklich, doch wird somit zumindest dem Prinzip der Gewaltenteilung und der Verhltnismigkeit ansatzweise Rechnung getragen.
_________________
Gru
Peter H.
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J_Denver
FDR-Mitglied
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Anmeldungsdatum: 16.05.2006
Beitrge: 3777
Wohnort: hinterm Deich

BeitragVerfasst am: 03.03.09, 20:08    Titel: Antworten mit Zitat

Holzschuher hat folgendes geschrieben::


Ganz abgesehen davon, dass ich aus rechtsstaatlichen und menschenrechtlichen Erwgungen heraus ein derartiges Vorgehen fr gelinde gesagt untauglich erachte.

I.


Da stellt sich die Frage: Sollen Tter oder Opfer geschtzt werden?

Ich weiss, dass ist polemisch aber letztlich der Knackpunkt.
_________________
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Dipl.-Sozialarbeiter
FDR-Moderator


Anmeldungsdatum: 09.12.2006
Beitrge: 11996

BeitragVerfasst am: 03.03.09, 20:43    Titel: Antworten mit Zitat

Holzschuher hat folgendes geschrieben::
Hallo,

Zitat:
Was wir vermeiden wollen, ist Hysterie. Aber die Leute sollen sensibel sein und sich des Themas bewusst sein, sagte Polizeisprecher Karl-Heinz Frenken


...wird damit nicht das Gegenteil erreicht? Vermittelt die Polizei dadurch nicht den Eindruck,"wir schaffen das nicht alleine, euch vor solchen Leuten zu schtzen, ihr mt uns untersttzen!"??
...

Hallo Peter,

Wie lassen sich deiner Meinung nach Kinder und Jugendliche schtzen?

Seit Jahrzehnten hlt sich in Fachkreisen die Zahl, da (statistisch gesehen) jedes vierte Mdchen und jeder siebte Junge Opfer sexueller Gewalt wird. Die meisten Taten geschehen im sozialen Umfeld des Kindes (Familie, Verwandschaft, Schule, (Sport-)Vereinen, usw.).

Die Folgen fr die Opfer sexueller Gewalt knnen verheerend sein. Mache Opfer/innen leiden ihr Leben lang.

Seit 2006 wurden etliche Gesetze gendert, um dem Opferschutz gerechter als bisher zu werden.

Auf der anderen Seite gibt es die nicht therapierbare bzw. therapiewillige Sexualstraftter, die auch nach einer Strafverbung eine latente Gefahr bleiben und m.E. wirklich nur die Sicherheitsverwahrung in Betracht kommt.

Hast Du eine Idee, wie der Opferschutz ansonsten verbessert werden knnte?

Liebe Gre

Klaus
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Biber
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Anmeldungsdatum: 21.11.2005
Beitrge: 11363
Wohnort: This world is not my home - I'm only passing through!

BeitragVerfasst am: 03.03.09, 20:57    Titel: Antworten mit Zitat

J_Denver hat folgendes geschrieben::
Da stellt sich die Frage: Sollen Tter oder Opfer geschtzt werden?
Gilt diese Frage nur fr Sexualstraftter?
_________________
Das Denken ist zwar allen Menschen erlaubt, aber vielen bleibt es erspart.
Sapere Aude! (Kant)
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Hafish
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Anmeldungsdatum: 26.04.2006
Beitrge: 1168

BeitragVerfasst am: 03.03.09, 21:02    Titel: Antworten mit Zitat

Dipl.-Sozialarbeiter hat folgendes geschrieben::
Seit Jahrzehnten hlt sich in Fachkreisen die Zahl, da (statistisch gesehen) jedes vierte Mdchen und jeder siebte Junge Opfer sexueller Gewalt wird. Die meisten Taten geschehen im sozialen Umfeld des Kindes (Familie, Verwandschaft, Schule, (Sport-)Vereinen, usw.).
Hier wird aber gerade nicht vor Ttern in der Familie o. Verwandschaft gewarnt, sondern vor einem Einwohner einer Stadt. Er wird wohl keine Chance mehr haben, da einen Fuss auf den Boden zu kriegen.

Zitat:
Auf der anderen Seite gibt es die nicht therapierbare bzw. therapiewillige Sexualstraftter, die auch nach einer Strafverbung eine latente Gefahr bleiben und m.E. wirklich nur die Sicherheitsverwahrung in Betracht kommt.
Richtig, aber im Namen des Volkes wurde entschieden, dass die Sicherungsverwahrung fr diesen Straftter nicht durchgefhrt wird. Und jetzt meint der Herr Landrat, dass er dem Mann ein normales Leben unmglich machen muss. Finde ich nicht gerade beruhigend.

Zitat:
Mache Opfer/innen leiden ihr Leben lang.
Fast so gut wie Mitglieder/innen. Winken
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Mount'N'Update
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Anmeldungsdatum: 17.09.2007
Beitrge: 1177
Wohnort: Berlin

BeitragVerfasst am: 03.03.09, 21:06    Titel: Antworten mit Zitat

J_Denver hat folgendes geschrieben::

Da stellt sich die Frage: Sollen Tter oder Opfer geschtzt werden?

Ich weiss, dass ist polemisch aber letztlich der Knackpunkt.


Wenn wir schon bei der Polemik sind:

Was ist besser: Strafttern eine Chance zur Resozialisierung zu geben, oder sie an den Pranger zu stellen?

Nur mal so aus der Geschichte: Den Hauptmann von Kpenick htte es nie gegeben, wenn letzteres vermieden und ersteres gefrdert worden wre. Wir sollten also nicht dieselben Fehler wie vor 100 Jahren machen. Die Manahmen wirkten schon damals nicht...
_________________
Ich habe zu diesem Thema vor 15 Jahren eine Langzeitstudie anfertigen lassen, die ist allerdings noch in Arbeit.
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J_Denver
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Anmeldungsdatum: 16.05.2006
Beitrge: 3777
Wohnort: hinterm Deich

BeitragVerfasst am: 03.03.09, 21:13    Titel: Antworten mit Zitat

Biber hat folgendes geschrieben::
J_Denver hat folgendes geschrieben::
Da stellt sich die Frage: Sollen Tter oder Opfer geschtzt werden?
Gilt diese Frage nur fr Sexualstraftter?


Gegenfrage....worum gehts bei diesem Thema? Der Landrat htte sich wohl kaum gerhrt wenn Zumwinkel in den Landkreis gezogen wre.

Zitat:
Strafttern eine Chance zur Resozialisierung zu geben


die hat er doch gehabt,aber nicht genutzt. Therapieangebote wurden von dem Tter nicht angenommen.
_________________
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Holzschuher
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Anmeldungsdatum: 18.02.2006
Beitrge: 6354
Wohnort: Nrnberg

BeitragVerfasst am: 03.03.09, 21:17    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

verbesserten Schutz von und fr Menschen, bevor sie Opfer werden, finde ich immer gut. Das war jedoch - zumindest meinem Eindruck nach - nicht die Ausgangsfrage.

Die Frage ist doch, wie ist es um den bestehenden Schutz vor Rckfllen von entlassenen Sexualstrafttern bestellt ist und wie kann man diesen ggf. verbessern.

Glaubt man diesem Interview, sind die Zahlen der begangenen Sexualstraftaten rcklufig und besteht eine Rckfallquote von etwa 20%.

Ist es denn nicht auch so:

Steffen Dauer, der Vorsitzende Rechtspsychologe im Berufsverband Deutscher Psychologen hat folgendes geschrieben::
Es werden immer nur die Flle bekannt, in denen es einen Rckfall gibt. Im Grunde genommen ist dies eine geringe Zahl, aber es sind natrlich die Flle, die extrem betroffen machen.


Klar, mir wre es auch lieber, es gbe keine Rckflle einschlgig vorbestrafter Straftter, eben auch Sexualstraftter. Ich bin auch dafr, dass es insgesamt weniger Straftaten und Sexualstraftaten geben sollte.

Ich muss dennoch nicht jedes Mittel fr gut und legitim befinden, dass vorgibt diesem Schutz vermeintlich zu verbessern.

Klar stellen will ich auch: Ich wte nicht, wie ich reagieren und schreiben wrde, wre ich selbst - zumindest indirekt - betroffen.

Aufklrung und "berwachung" in gewissen Grenzen ja; Sensibilisierung auch ja. Nicht aber wenn dies einhergeht mit Diffamierung, Stigmatisierung, Ausgrenzung von Menschen sowie Miachtung essentieller Grund- und Menschenrechte.
_________________
Gru
Peter H.
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Dipl.-Sozialarbeiter
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Anmeldungsdatum: 09.12.2006
Beitrge: 11996

BeitragVerfasst am: 03.03.09, 21:20    Titel: Antworten mit Zitat

Der Titel des Threads lautet:
    " Sexualstraftter zieht von Bayern nach NRW ".
Wie wrde wohl die Diskussion verlaufen, wenn der Titel:
    " Sexualstraftter zieht von Bayern nach NRW und vergewaltigt weitere Mdchen "?
Mit den Augen rollen
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Hafish
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Anmeldungsdatum: 26.04.2006
Beitrge: 1168

BeitragVerfasst am: 03.03.09, 21:31    Titel: Antworten mit Zitat

Vermutlich anders, aber die Frage ist mig, denn soweit ich wei hat er nichts getan seit er aus dem Knast raus ist. Ich knnte -auch in Bezug auf den von Holzschuher verlinkten Artikel- auch fragen:

Wie she die Diskussion aus, wenn ein der Titel lautete:
"Dieb zieht von Bayern nach NRW ".

Wie wir aus der im Artikel zitierten Statistik erfahren, ist die Rckfallquote bei Eigentumsstraftaten 3x so hoch wie bei Sexualstraftaten, es wre als angebrachter, jeden Dieb oder Ruber zu brandmarken, als einen Sexualstraftter.

Die Frage die hier weiter oben schon aufgeworfen wurde ist doch ganz einfach: Wollen wir (entlassenen) Sexualstrafttern Grund- und Menschenrechte absprechen? Und wenn ja - warum nur denen und nicht jedem anderen Verbrecher auch?
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Dipl.-Sozialarbeiter
FDR-Moderator


Anmeldungsdatum: 09.12.2006
Beitrge: 11996

BeitragVerfasst am: 03.03.09, 21:48    Titel: Antworten mit Zitat

Hafish hat folgendes geschrieben::
... Wollen wir (entlassenen) Sexualstrafttern Grund- und Menschenrechte absprechen? Und wenn ja - warum nur denen und nicht jedem anderen Verbrecher auch?

Gegenfrage: Was ist mit den Grund- und Menschenrechte der Kinder, die Opfer sexueller Gewalt wurden oder werden knnten?

Die Grund- und Menschenrechte gelten nicht nur fr die "(entlassenen) Sexualstrafttern", sondern auch fr deren (mglichen) Opfer. In dieser Hinsicht ist Art. 2 GG eindeutig und keine Einbahnstrae.
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Mount'N'Update
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Anmeldungsdatum: 17.09.2007
Beitrge: 1177
Wohnort: Berlin

BeitragVerfasst am: 03.03.09, 22:05    Titel: Antworten mit Zitat

Dipl.-Sozialarbeiter hat folgendes geschrieben::
Hafish hat folgendes geschrieben::
... Wollen wir (entlassenen) Sexualstrafttern Grund- und Menschenrechte absprechen? Und wenn ja - warum nur denen und nicht jedem anderen Verbrecher auch?

Gegenfrage: Was ist mit den Grund- und Menschenrechte der Kinder, die Opfer sexueller Gewalt wurden oder werden knnten?

Die Grund- und Menschenrechte gelten nicht nur fr die "(entlassenen) Sexualstrafttern", sondern auch fr deren (mglichen) Opfer. In dieser Hinsicht ist Art. 2 GG eindeutig und keine Einbahnstrae.


So ist es. Und deshalb gilt sie auch fr beide. Winken
_________________
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