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Durchfahrtsrecht

 
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mja
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Anmeldungsdatum: 30.10.2006
Beitrge: 20

BeitragVerfasst am: 05.03.09, 21:42    Titel: Durchfahrtsrecht Antworten mit Zitat

Hallo,

ich bitte euch einmal folgenden Fall zu beurteilen:

Familie A erbt ein Haus in einem kleinen Ort. Das Haus ist sehr alt und zu beiden Seiten wurde spter ebenfalls je ein Haus gebaut. Familie A muss also gezwungener Massen ber das Nachbargrundstck, da sie keine direkte Straenanbindung haben.
Das Haus von Familie A ist an der Straenseite "B" gemeldet, dort knnen sie aber mit dem Auto nicht durch, da dort der Nachbar sein Auto in seiner Einfahrt stehen hat und dort ein hoher Absatz ist, den man mit dem Auto nicht berwinden kann um zu ihrem Grundstck zu gelangen.
Bis jetzt war es kein Problem ber die Einfahrt des Nachbarn, der an der gegenberliegenden Straenseite "C" gemeldet ist zu fahren. Dies mchte der Nachbar aber nun unterbinden, da Familie A seiner Meinung nach zu oft hinein- und hinausfhrt. Der Nachbar ist ein Mann im Rentenalter und benutzt seine Einfahrt nicht, Familie A hat ihn noch nie belstigt oder behindert. Nur einmal hat er sie angeschnauzt, sie sollen geflligst seine Einfahrt rumen, was Familie A aufgrund des aggressiven Tonfalls dann unterlies.

Jetzt war Familie A beim Anwalt und dieser sagte, die ganze Sache sei kein Problem, der Nachbar msse ein nachbarschaftliches Gemeinschaftsrecht gewhren und sie im normalen Rahmen rein- und rausfahren lasen. Der Anwalt wollte nur noch die Grundbuchauszge der Grundstcke anfordern und wenn dort nichts geregelt ist, schickt er den Brief an den Nachbarn sofort ab.
So nun sind die Grundbuchauszge bei ihm eingegangen dort ist nichts geregelt. Aber pltzlich sagt der Anwalt, dass Familie A dem Nachbarn eine Rente im dreistelligen Bereich bezahlen msse, wenn sie hindurchfahren wolle. Von dem anfangs erwhnten nachbarschaftlichem Gemeinschaftsrecht war nun keine Rede mehr.

Familie A kann es sich natrlich nicht leisten dem Nachbarn im Jahr eine dreistellige Rente zu zahlen. Hat Familie A noch eine Chance auf ein Durchfahrtsrecht? Und was ist aus dem vom Anwalt erwhnten "nachbarschaftlichem Gemeinschaftsrecht" geworden?

Gru

MJA
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ktown
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Anmeldungsdatum: 31.01.2005
Beitrge: 4210
Wohnort: Auf diesem Planeten

BeitragVerfasst am: 06.03.09, 09:07    Titel: Antworten mit Zitat

Kurze Frage: Welches Bundesland?
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mja
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Anmeldungsdatum: 30.10.2006
Beitrge: 20

BeitragVerfasst am: 06.03.09, 11:28    Titel: Antworten mit Zitat

Bayern
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ktown
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Anmeldungsdatum: 31.01.2005
Beitrge: 4210
Wohnort: Auf diesem Planeten

BeitragVerfasst am: 06.03.09, 11:39    Titel: Antworten mit Zitat

Hier mal einpaar ntzliche Infos zum Thema Notwegerecht
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Big Guro
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Anmeldungsdatum: 19.03.2007
Beitrge: 2888

BeitragVerfasst am: 06.03.09, 12:37    Titel: Re: Durchfahrtsrecht Antworten mit Zitat

mja hat folgendes geschrieben::


So nun sind die Grundbuchauszge bei ihm eingegangen dort ist nichts geregelt.

Aber pltzlich sagt der Anwalt, dass Familie A dem Nachbarn eine Rente im dreistelligen Bereich bezahlen msse, wenn sie hindurchfahren wolle.


Hier wre M.E. noch mal eine Rcksprache mit dem Anwalt ntig. Dieser sollte begrnden, aufgrund welcher Sachlage die Rente zu zahlen wre.


Meine Glaskugel sagt mir, es wurde ein Wegerecht auf des Rentners Grundstck eingetragen. Im Gegenzug erhlt er eine Vergtung in Form der Rente.
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ktown
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Anmeldungsdatum: 31.01.2005
Beitrge: 4210
Wohnort: Auf diesem Planeten

BeitragVerfasst am: 06.03.09, 12:44    Titel: Re: Durchfahrtsrecht Antworten mit Zitat

Big Guro hat folgendes geschrieben::
Dieser sollte begrnden, aufgrund welcher Sachlage die Rente zu zahlen wre.


Deswegen: 917 Abs. 2BGB
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hws
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Anmeldungsdatum: 07.07.2007
Beitrge: 2038
Wohnort: Unna

BeitragVerfasst am: 06.03.09, 12:53    Titel: Re: Durchfahrtsrecht Antworten mit Zitat

mja hat folgendes geschrieben::
.. Haus ist sehr alt und zu beiden Seiten wurde spter ebenfalls je ein Haus gebaut. Familie A muss also gezwungener Massen ber das Nachbargrundstck, da sie keine direkte Straenanbindung haben.
Also links und rechts gibts jeweils eine Strae, aber da blockieren die beiden Nachbarshuser den Zugang.
Und was ist hinten und vorn? Gibts da keine Strae, von der man einen Zugang hat oder machen knnte?Wie kommt denn der Postbote zu ihrem Haus bzw sie selbst zu Fu?
hnliches Problem hatte unser Nachbar. Ein Reihen-Mittelhaus und lngs hinter den Reihenhausgrundstcken liegt unser Grundstck. Nun kann er von vorn zwar von der dortigen Strae an seine Haustre, aber beim Roden der Bsche in seinem Garten auf der Rckseite htte er das Zeugs duch sein Wohnzimmer schleppen mssen. Er hat mich gefragt, wir haben ne Flasche Bier getrunken und fertig.
Darf ich mal annehmen, ihr verhltnis ist nicht so "entspannt"?

hws
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mja
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Anmeldungsdatum: 30.10.2006
Beitrge: 20

BeitragVerfasst am: 07.03.09, 22:47    Titel: Antworten mit Zitat

Hinten und vorne ist alles zugebaut mit Husern und Scheunen. Der Postbote geht auch immer ber das Nachbargrundstck.
Der Anwalt sagte, dass in smtlichen Unterlagen zu den Grundstcken nirgends etwas von einem Durchfahrtsrecht stnde.
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Big Guro
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Anmeldungsdatum: 19.03.2007
Beitrge: 2888

BeitragVerfasst am: 09.03.09, 12:30    Titel: Antworten mit Zitat

M.E. hat Familie nur eine NotweGE(H)recht (zu Fu), dies muss im Zweifel eingeklagt werden. Ein FAHRrecht wre ggf. auch durch Urteil zu bestimmen.

Je grer der "Nutzungsumfang" des Wegerecht, jesto hher die "Entschdigung" die Familie A zu zahlen hat..
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