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KFZ in Unternehmergesellschaft, Zulassung auf Person
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hobi
Interessierter


Anmeldungsdatum: 02.05.2006
Beitrge: 19

BeitragVerfasst am: 06.03.09, 21:48    Titel: KFZ in Unternehmergesellschaft, Zulassung auf Person Antworten mit Zitat

Hallo es geht um folgenden Fall.
Eine Unternehmergesellschaft mchte ein Auto kaufen und als Firmenfahrzeug nutzen. Da die UG aber relativ jung ist, geht eine Finanzierung nicht durch.
Jetzt besteht die Mglichkeit, das der Geschftsfhrer das Auto kauft und den Kredit aufnimmt.
Die Kaufrechnung kann auf die Firma ausgestellt werden. Allerdings muss vom Kreditinstitut aus das Auto auf den Privatnamen zugelassen werden. Genauso wie die Versicherung.
Wie sieht es hier aus?
Geht das berhaupt?
Gibt es Probleme mit dem Vorsteuerabzug?

Falls es nicht geht. Vielleicht hat irgendjemand ja eine Idee wie man das lsen knnte?

Vielen Dank im Voraus
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Ronald
FDR-Mitglied
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Anmeldungsdatum: 01.11.2004
Beitrge: 3478
Wohnort: Dresden

BeitragVerfasst am: 06.03.09, 22:41    Titel: Antworten mit Zitat

Es ist mir nicht mglich, verbindliche Ausfhrungen zum Kfz-Zulassungsrecht zu machen. Ich habe da nur so ein Gefhl, da es nicht geht, die Zulassung auf einen anderen Namen als die Kaufrechnung zu erstellen... Hierzu vielleicht einfach mal die Zulassungsbehrde fragen.

Steuerrechtlich sieht die Geschichte in Ordnung aus - das Kfz wird per Rechnung auf die UG gekauft, also steht dem Vorsteuerabzug unter Annahme der sonstigen Voraussetzungen nichts im Weg.

Mit freundlichen Gren

Ronald
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hobi
Interessierter


Anmeldungsdatum: 02.05.2006
Beitrge: 19

BeitragVerfasst am: 06.03.09, 23:29    Titel: Zulassung Antworten mit Zitat

Die Zulassung interessiert es nicht, wer das Auto gekauft hat.
Zugelassen wird auf den, der den Brief dabei hat.

Interessant ist nur die Frage, wenn im Brief, im Schein und in der Versicherung nicht die Firma steht, sondern der Geschftsfhrer als Privatmann. Ob das steuerrechtlich dann durch geht und das KFZ in der Firma steuerrechtlich sozusagen rechtens ist und dort der VST-Abzug und die Abschreibung gemacht werden kann.
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Raiden
FDR-Mitglied
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Anmeldungsdatum: 16.10.2007
Beitrge: 759

BeitragVerfasst am: 07.03.09, 17:02    Titel: Antworten mit Zitat

Wenn das Fzg zu mehr als 50% betrieblich genutzt wird gehrt es zum notwendigen BV. Umsatzsteuerrechtlich gehrt es bei einer Nutzung von mehr als 10% zum Unternehmensvermgen.

Problematisch sehe ich allerdings den vom Unternehmer aufgenommenen Kredit.

Fr Unternehmensgesellschaften (mit Haftungsbeschrnkung) gelten hnlichen strenge Regelungen wie fr GmbH's.
Hier lge also eine einlagefhige Vorteilsgewhrung ohne Gegenleistung vor.

M.E. also eine verdeckte Einlage.
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MfG Raiden

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hobi
Interessierter


Anmeldungsdatum: 02.05.2006
Beitrge: 19

BeitragVerfasst am: 07.03.09, 17:38    Titel: Antworten mit Zitat

Danke fr die Antwort.

Aber was zieht das dann nach sich?
Soweit ich wei wrde die verdeckte Einlage das Stammkapital erhhen, oder?

Wie sieht die Mglichkeit aus, das der Geschftsfhrer widerum der Gesellschaft einen Kredit gewhrt? Mit marktblicher Verzinsung...
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Weeper
Interessierter


Anmeldungsdatum: 18.03.2008
Beitrge: 11

BeitragVerfasst am: 08.03.09, 13:36    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

es gelten fr UGs die gleichen Grundstze wie fr eine GmbH und keine hnlichen.

Die Hingabe eines unverzinslichen Darlehens stellt keine verdeckte Einlage dar, erst der Verzicht auf die Rckzahlung des Darlehens fhrt zu einer vE.
Somit kann der Fragende seiner GmbH/UG sogar ein unverzinsliches Darlehen ausreichen. Wenn Du allerdings das Auto einfach so in deiner UG bilanzierst liegt wohl eine vE vor.

Wenn eine verdeckte Einlage das Stammkapital erhhen wrde wre es keine verdeckte Einlage mehr. Zumal fr eine Kapitalerhhung gewisse Formerfordernisse eingehalten werden mssen.

Eine vE fhrt u. a. zur Erhhung der Anschaffungskosten der UG Anteile.

MfG
Weeper
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Raiden
FDR-Mitglied
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Anmeldungsdatum: 16.10.2007
Beitrge: 759

BeitragVerfasst am: 08.03.09, 15:54    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
es gelten fr UGs die gleichen Grundstze wie fr eine GmbH und keine hnlichen


Das ist Quatsch!

Es gibt definitv Unterschiede! u.a. beim Stammkapital und bei gesetzlichen Gewinnrcklagen.
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MfG Raiden

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towel day
FDR-Mitglied
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Anmeldungsdatum: 25.05.2006
Beitrge: 1162

BeitragVerfasst am: 09.03.09, 09:52    Titel: Antworten mit Zitat

Weeper hat folgendes geschrieben::
Wenn Du allerdings das Auto einfach so in deiner UG bilanzierst liegt wohl eine vE vor.
Lt. Sachverhalt hat die UG das Fahrzeug erworben und ist damit Eigentmer. Damit wre das Auto zwingend bei der UG zu bilanzieren. Eine verdeckte Einlage sehe ich da nicht. Nur weil der Wagen auf den Gesellschafter zugelassen wird, geht nicht das Eigentum auf ihn ber.
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towel day

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hobi
Interessierter


Anmeldungsdatum: 02.05.2006
Beitrge: 19

BeitragVerfasst am: 16.03.09, 15:18    Titel: Abwicklung Antworten mit Zitat

Vielen, vielen Dank.

Nun nochmal eine Verstndnisfrage zur Abwicklung. Soll der Kredit vom Privatmann bezahlt werden, der wiederum der Firma das Auto weiter verkauft und Kredit gibt? Oder ist es schlauer, der Firma einfach den richtigen Autokredit sozusagen "zu berlassen".
Das die Zahlungen schon direkt von der Firma an die Autokredit-Bank gehen...

Weil sonst besteht ja wieder das Problem, das der Privatmann Zinseinknfte hat, oder bin ich da jetzt falsch?
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Ronald
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Anmeldungsdatum: 01.11.2004
Beitrge: 3478
Wohnort: Dresden

BeitragVerfasst am: 16.03.09, 16:40    Titel: Re: Abwicklung Antworten mit Zitat

hobi hat folgendes geschrieben::
Weil sonst besteht ja wieder das Problem, das der Privatmann Zinseinknfte hat, oder bin ich da jetzt falsch?


Wie ist das mit den Zinseinknften gemeint?
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Raiden
FDR-Mitglied
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Anmeldungsdatum: 16.10.2007
Beitrge: 759

BeitragVerfasst am: 16.03.09, 20:07    Titel: Antworten mit Zitat

Warum keine Einlage?

Ich habe hier doch eine Vermgenszufhrung, welche durch den Gesellschafter veranlasst ist, eine Erhhung der Aktiva der UG und eine einseitige Vorteilsgewhrung, da die Finanzierung/ das Fremdkapital nirgends in der Bilanz der UG auftaucht...

Bitte korrigiert mich falls ich das falsch sehe!

Die Nutzungsberlassung des PKW's an die UG wre keine, mangels Bilanzierbarkeit. Sehe ich auch so.

Da der PKW aber im BV der UG aktiviert wird, liegt m.E. eine Einlage vor. Ein fremder Dritter htte der Gesellschaft diesen Vermgensvorteil nicht eingerumt.
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Zuletzt bearbeitet von Raiden am 16.03.09, 21:35, insgesamt 1-mal bearbeitet
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hobi
Interessierter


Anmeldungsdatum: 02.05.2006
Beitrge: 19

BeitragVerfasst am: 16.03.09, 21:35    Titel: zur Erklrung Antworten mit Zitat

Ich meinte, das der Kredit ja auf die Privatperson luft.

Jetzt wrde die Rate dann ja auch von der Privatperson abgebucht werden. Somit bestnde ein Kredit zwischen Autohaus und Privatmann - und widerum ein Kredit zwischen Privatmann und der Firma.

Damit hat der Privatmann die Zinsen fr den Kredit zu zahlen und msste die Zinsen wieder weiter berechnen (also Zinseinknfte)


Oder ist es schlauer gleich die Raten vom Firmenkonto weg buchen zu lassen? Und den Kredit praktisch in der Bilanz als Verbindlichkeit zu bilanzieren. Damit wre es eine berlassung des Kredits durch den Gesellschafter.

Oder wie mache ich es sonst, das die Zinsen, die fr den Kredit gezahlt werden auch in der Firma landen?


Vielen Dank!
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Ronald
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Anmeldungsdatum: 01.11.2004
Beitrge: 3478
Wohnort: Dresden

BeitragVerfasst am: 16.03.09, 22:24    Titel: Re: zur Erklrung Antworten mit Zitat

hobi hat folgendes geschrieben::
Damit hat der Privatmann die Zinsen fr den Kredit zu zahlen und mte die Zinsen wieder weiter berechnen (also Zinseinknfte)


N. Erstmal Zinseinnahmen. Davon werden dann die Zinsausgaben abgezogen. Wenn man es 1:1 macht, sind die Zinseinnahmen genauso hoch wie die Zinsausgaben.

Die Zinseinknfte wren dann genau Null Euro.

Mit freundlichen Gren

Ronald
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towel day
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Anmeldungsdatum: 25.05.2006
Beitrge: 1162

BeitragVerfasst am: 16.03.09, 23:19    Titel: Antworten mit Zitat

Raiden hat folgendes geschrieben::
Ein fremder Dritter htte der Gesellschaft diesen Vermgensvorteil nicht eingerumt.
Welcher Vermgensvorteil?

Die GmbH kauft ein Fahrzeug und wird Eigentmer. Also hat sie dieses zu aktivieren. Logischerweise steht dem auf der Passivseite eine Verbindlichkeit gegenber. Sofern der Gesellschafter das privat bezahtl, besteht eben eine Verbindlichkeit gg. dem Gesellschafter. Erst wenn dieser auf die Forderung gg. der GmbH verzichtet, kommt es ggf. zu einer verdeckten Einlage. Aber offensichtlich ist das hier nicht geplant.
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Raiden
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Anmeldungsdatum: 16.10.2007
Beitrge: 759

BeitragVerfasst am: 17.03.09, 08:01    Titel: Antworten mit Zitat

Eigentumsverhltnisse spielen im Steuerrecht bei der Beurteilung der Zuordnung zum BV im brigen keine groe Rolle, soviel vorweg.

Das im Passiva eine VB steht ist eben nicht logisch, sonst gbe es den Begriff der vE nicht! In der ursprnglichen Frage war eben genau dieses Szenario beschrieben. Zunahme des Aktiva, nmlich PKW, ohne Zunahme des Passiva, da dies innerhalb der Privatsphre des Gesellschafter geschiet.

Und genau das ist m.E. weiterhin eine vE!
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MfG Raiden

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