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Kredit nicht bekommen, Fahrtgeld trotzdem zahlen?
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Wittener78
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Anmeldungsdatum: 09.03.2009
Beitrge: 3

BeitragVerfasst am: 09.03.09, 12:16    Titel: Kredit nicht bekommen, Fahrtgeld trotzdem zahlen? Antworten mit Zitat

Guten Tag, Kreditnehmer A habe bei einem Kreditverleiher einn Kredit ber 3000 Euro haben wollen, hat alle Unterlagen eingeschickt. Ihm wurde telefonisch und per Brief mitgeteilt, das Ihm der Kredit genehmigt wird und zur Vertragsunterzeichnung eine Frau extra zu Ihm nach Hause kommt. Dafr wrden dann Fahrtkosten entstehen, die er zu tragen habe. Nun war sie da, hat alles unterzeichnet, unter anderem auch die "Fahrtkostenrechnung" der Dame ber 198Euro.
Sie sagt ihm, das seine 3000 Euro sptestens 7 Tage spter auf seinem Konto sind.

In diesr Woche erhielt er einen Brief, das der Kredit doch nicht zustande kommt, warum auch immer. Aber die 198 Euro fr die Dame wurden trotzdem abgebucht und diese Abbuchung ist laut seiner Bankfrau nicht selbst rckgngig zu machen.

Daher die Frage, die 198 Euro drften doch nur dann eingefordert werden, wenn der Vertrag Zustande kommt, weil aufgrund dessen wollte er das ja berhaupt.

Wie ist die Rechtslage?
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Paddy82
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Anmeldungsdatum: 09.06.2008
Beitrge: 785
Wohnort: Hamburg

BeitragVerfasst am: 09.03.09, 12:38    Titel: Antworten mit Zitat

Klingt fr mich sehr unseris das ganze.
Wieso sollte die Abbuchung nicht rckgngig gemacht werden knnen?
Jeder Lastschrift kann man bei seiner Bank widersprechen.
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Das wichtigste ist, wenn ich sterbe:
Begrabt mich in Hamburger Erde.
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Ronald
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Anmeldungsdatum: 01.11.2004
Beitrge: 3478
Wohnort: Dresden

BeitragVerfasst am: 09.03.09, 13:05    Titel: Antworten mit Zitat

Paddy82 hat folgendes geschrieben::
Klingt fr mich sehr unseris das ganze.
Wieso sollte die Abbuchung nicht rckgngig gemacht werden knnen?
Jeder Lastschrift kann man bei seiner Bank widersprechen.


Nein, nicht jeder Lastschrift kann man bei seiner Bank widersprechen.

Wenn es eine "echte" Lastschrift war, zu erkennen daran, da der Bank vor der Abbuchung eine Genehmigung fr "Firma XY" zur Abbuchung gegeben wurde, ist sie nach Ausfhrung nicht widerspruchsfhig.

Die anderen Lastschriften (aufgrund Einzugsermchtigung, die jedoch nicht vom Kontoinhaber gegenber seiner Bank gegeben wurde, sondern nur dem Glubiger) sind innerhalb von 6 Wochen nach Rechnungsabschlu widerspruchsfhig.

Mit freundlichen Gren

Ronald
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"Wer Steuergesetze nicht kennt, mu fr den zahlen, der sie gut kennt." (Louis Verneuil, 1893 - 1952)
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Wittener78
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Anmeldungsdatum: 09.03.2009
Beitrge: 3

BeitragVerfasst am: 09.03.09, 13:08    Titel: Antworten mit Zitat

und wie sollte man in diesem Fall vorgehen?
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Ronald
FDR-Mitglied
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Anmeldungsdatum: 01.11.2004
Beitrge: 3478
Wohnort: Dresden

BeitragVerfasst am: 09.03.09, 13:12    Titel: Antworten mit Zitat

Was fr eine "Art" von Lastschrift wurde denn erteilt?
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Wittener78
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Anmeldungsdatum: 09.03.2009
Beitrge: 3

BeitragVerfasst am: 09.03.09, 13:23    Titel: Antworten mit Zitat

keine ahnung, auf jeden Fall so eine, das die Bankfrau das nicht zurckbuchen kann. Ich war ja bereits bei der Bank.

Ich meinte auch mit der Frage, ob ich mir nen ANwalt nehmen soll, wegen den 198 Euro
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kiheinou
FDR-Mitglied


Anmeldungsdatum: 15.04.2006
Beitrge: 24

BeitragVerfasst am: 12.03.09, 10:16    Titel: Antworten mit Zitat

Klingt in der Tat hchst unseris. Kommt ganz darauf an, was genau unterzeichnet wurde bzw. was sich beweisen lsst. U.U. besteht auch Anspruch auf Auszahlung des Kredits.
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Folkert Janke
Interessierter


Anmeldungsdatum: 03.09.2008
Beitrge: 12

BeitragVerfasst am: 12.03.09, 10:24    Titel: Antworten mit Zitat

Fr mich klingt das ganze auch sehr unlauter.

Vielleicht ist das sogar Masche und es geht nur um die Fahrtkosten. Kredite sollen gar nicht ausbezahlt werden.

Dies wre auch wohl ein Fall fr die Verbraucherzentrale (auch wenn es sonst immer besser ist, einen Anwalt aufzusuchen Smilie). Der sind wohlmglich weitere "Geschdigte" bekannt.
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danyb
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied


Anmeldungsdatum: 21.03.2005
Beitrge: 1535
Wohnort: frankfurt

BeitragVerfasst am: 12.03.09, 22:59    Titel: Antworten mit Zitat

Anzeige erstatten ?!

lg
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Bin klein und gemein
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r.doll
FDR-Mitglied


Anmeldungsdatum: 22.09.2008
Beitrge: 55

BeitragVerfasst am: 12.03.09, 23:40    Titel: Antworten mit Zitat

Folkert Janke hat folgendes geschrieben::
Vielleicht ist das sogar Masche und es geht nur um die Fahrtkosten. Kredite sollen gar nicht ausbezahlt werden.

Ich wrd sagar sagen das ist doch ganz offensichtlich. Ach was die Leute nicht alles tun um an Kohle zu kommen... Das war dann wohl ein prchtiges Lehrgeld.

Zitat:
Anzeige erstatten ?!

Woher stammt eigentlich der Satz "dmmer als die Polizei erlaubt"?
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hws
FDR-Mitglied
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Anmeldungsdatum: 07.07.2007
Beitrge: 2038
Wohnort: Unna

BeitragVerfasst am: 12.03.09, 23:49    Titel: Re: Kredit nicht bekommen, Fahrtgeld trotzdem zahlen? Antworten mit Zitat

Wittener78 hat folgendes geschrieben::
..unter anderem auch die "Fahrtkostenrechnung" der Dame ber 198Euro....
hnliches hat es in anderen Formen schon gegeben.
Merke: es handelt sich um einen Kreditvermittler.
Auch wenn mndlich eine Kreditzusage erteilt wird, steht vermutlich irgendwo im Vertrag, dass dies vorbehaltlich der Zusage des tatschlichen Kreditgebers gilt. Und das gewisse Gebhren auch bei Ablehnung bezahlt werden mssen. (hier: die Fahrtkosten)

Man knnte vermuten (ich wette ne Pulle Sekt drauf), dass die tatschliche Auszahlungsrate sehr gering ist und der berwiegende Anteil des Umsatzes ber solche "vergebliche Fahrtkosten" gemacht werden.

Nach dem Vermittlungsunternehmen mal gegoogelt? (nein, Namen hier nicht nennen)
Bei der Verbraucherberatung nachgefragt?
Rechtschutzversicherung vorhanden?
Genug Geld fr den Rechtsanwalt?

Und jetzt mal ehrlich: wenn man nirgendwo mehr einen Kredit kriegt (vielleicht Konto gnadenlos berzogen, weitere Ratenkredite die schon nicht mehr zurckgezahlt werden knnen usw..) dann kriegt man hier ohne Probleme nen weiteren Kredit?

Zitat:
Anzeige erstatten ?!


Wegen was? In dem schriftlichen Vertrag wird sich der Kredithai .. hh Verlegen .. Vermittler wohl abgesichert haben.

hws
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DMC
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied


Anmeldungsdatum: 12.07.2005
Beitrge: 166
Wohnort: Schwaben

BeitragVerfasst am: 13.03.09, 10:34    Titel: Re: Kredit nicht bekommen, Fahrtgeld trotzdem zahlen? Antworten mit Zitat

Der Kreditvermittler hat seine allgemeinen Aufwendungen (z.B. Fahrtkosten) selbst aus seinen verdienten Provisionen abzudecken und zwar auch dann, wenn der Kreditvertrag nicht zustande kommt und ungeachtet dessen, ob der Interessent eine anderslautende Klausel unterschrieben hat (OLG Karlsruhe, AZ: 6 U 74/97, AG Daun AZ: 3 C 564/02)

hws hat folgendes geschrieben::
[In dem schriftlichen Vertrag wird sich der Kredithai .. hh Verlegen .. Vermittler wohl abgesichert haben.

Ihren Lebensunterhalt bestreiten diese Gauner aus der Unwissenheit ihrer Opfer und deren Angst vor Verfahrenskosten. Insofern gibt es keinen Anhaltspunkt dafr, dass sie sich in irgendeiner Weise rechtlich absichern. Winken

Meiner Einer wrde folgendermaen vorgehen:
1) Rckbuchung versuchen.
2) Sollte das aus irgendeinem Grund nicht mglich sein, den Zahlungsempfnger schriftlich (Einschreiben) zur Rckberweisung innerhalb einer mit Datum bestimmten Frist auffordern.
3) Sollte 2) erfolglos bleiben, beim Amtsgericht einen Mahnbescheid beantragen (Kann jeder Online machen).
4a) Sollte gezahlt werden, sich des Lebens freuen. (Nicht unwahrscheinlich, da Verbrecher i.d.R. mit Gerichten nichts zu tun haben wollen).
4b) Sollte weder widersprochen noch gezahlt werden -> Vollstreckungsbescheid beantragen.
4c) Sollte diesem widersprochen werden -> Zivilprozessverfahren einleiten (ggf. mit anwaltlicher Hilfe)
5) Knftig seine Kredite bei serisen Banken beantragen.

Gru
DMC
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Ronald
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied


Anmeldungsdatum: 01.11.2004
Beitrge: 3478
Wohnort: Dresden

BeitragVerfasst am: 13.03.09, 14:39    Titel: Re: Kredit nicht bekommen, Fahrtgeld trotzdem zahlen? Antworten mit Zitat

DMC hat folgendes geschrieben::

Meiner Einer wrde folgendermaen vorgehen:
1) Rckbuchung versuchen.


Ja, das steht an erster Stelle. Und wenn die Bank sagt, da es nicht mglich ist, unbedingt schriftlich besttigen und begrnden lassen. Sagen kann man viel...

Ansonsten das bliche - gerichtlicher Mahnbescheid oder gleich Klage, wenn die Vermittler nicht freiwillig zurckzahlen wollen... Bei der Summe besteht noch nichtmal Anwaltszwang.

Mit freundlichen Gren

Ronald
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danyb
FDR-Mitglied
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Anmeldungsdatum: 21.03.2005
Beitrge: 1535
Wohnort: frankfurt

BeitragVerfasst am: 13.03.09, 23:33    Titel: Re: Kredit nicht bekommen, Fahrtgeld trotzdem zahlen? Antworten mit Zitat

[quote="hws"]
Wittener78 hat folgendes geschrieben::

Zitat:
Anzeige erstatten ?!


Wegen was? In dem schriftlichen Vertrag wird sich der Kredithai .. hh Verlegen .. Vermittler wohl abgesichert haben.

hws


Evtl ja Evtl nein
Wir kennen den Vertrag nicht im Detail
Eine Anzeige ist kostenlos

lg
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hws
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied


Anmeldungsdatum: 07.07.2007
Beitrge: 2038
Wohnort: Unna

BeitragVerfasst am: 14.03.09, 00:36    Titel: Re: Kredit nicht bekommen, Fahrtgeld trotzdem zahlen? Antworten mit Zitat

[Anzeige erstatten ?! ]

danby hat folgendes geschrieben::
Evtl ja Evtl nein
Wir kennen den Vertrag nicht im Detail
Eine Anzeige ist kostenlos
Und evtl kontraproduktiv.
Es kommt dem TE wohl eher auf die (zivilrechtliche) Rckforderung "seines" Geldes an als die (strafrechtliche) Verurteilung, dessen Geldstrafe an den Staat geht.

Und was als Strafe an den Staat bezahlt wurde, steht nicht mehr als Rckzahlung an den TE zur verfgung.

hws
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