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recht.de :: Thema anzeigen - Mehrfacher Betrugsverdacht von Mieterin- wie verhalten?
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Mehrfacher Betrugsverdacht von Mieterin- wie verhalten?

 
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Ellen67
noch neu hier


Anmeldungsdatum: 11.03.2009
Beitrge: 1

BeitragVerfasst am: 11.03.09, 10:04    Titel: Mehrfacher Betrugsverdacht von Mieterin- wie verhalten? Antworten mit Zitat

Guten Tag,

Es geht um folgendes. Wir haben ein Mietshaus und Schler einer berufsbildenden Schule hier wohnen. Jetzt kommt fr eine Mieterin Post an, allerdings ist ihr Vorname gendert. Nun, es kommt vor, da die Schler mal Post fr ihre Schwester etc. hierherbekommen- ich nehme als Vermieterin immer die Post an. Die junge Dame war leider immer unterwegs, also lege ich die Post wie immer vor ihre Tr, es kamen auch Pakete (zwei Stck), die nehme ich mit in meine Wohnung, hnge eine Nachricht an das schwarze Brett und die Mieter knnen sich diese abholen. Die Post war immer an der Tr weg und dann kommt die Dame und sagt, die Pakete hat sie nicht bestellt, sie will sie zurcksenden. Ferner meint sie, die Briefe seieni nicht fr sie, ebenso htte mal jemand Mnzen fr sie bestellt, das sei aber schon lange her, sie htte es retourniert und gut. In den Briefen waren Bcher bestellt ber das Internet bei Antiquariaten, ber eine email- Adresse, die die Dame auch nicht kannte.
So, doch es kommt noch besser. Es kommen zwei Pakete, adressiert an meinen Sohn, Playstation Sachen- habe ich nicht bestellt, also retourniere ich die Sachen bei der Post. Dann wird Geld vom Konto meines Sohnes abgebucht (er ist zehn Jahre alt)- ich lasse es zurckgehen. Ein dubioser Anruf bei mir, ob besagte Dame mit falschem Vornamen bei mir wohnt- ich sage nein, die heit anders, der Anrufer redet von Internetauktionshaus [Name gendert] und irgendwelchen geflschten Sachen- nachweislich haben wir kurz vor dieser Geschichte einen Trojaner auf dem Rechner gehabt, auch eine Phishing- Geschichte.
Ich sage es der jungen Dame (von dem Telefonat), sie wei von nichts. Hat angeblich kein Internetauktionshaus [Name gendert].
So, sie ist seit zwei Wochen ausgezogen, jetzt kommen Mahnungen an sie hier an, die Polizei war gestern da wegen einer Strafanzeige- ich habe eines der Pakete angenommen, es wurde nicht retouniert (von der Dame!), sie hat aber keinen Nachsendeantrag bei der Post gestellt und ist mal wieder nicht zu erreichen, weder Handy, noch neue Adresse. Ich habe fr das Paket, also die Annahme, aber beim Postboten unterschrieben.
Ich habe in den letzten Wochen, nach der Abbuchung, Passwrter etc. fr alles gendert und surfe jetzt nur noch sicher auf Linux.
Aber meine Frage- mu ich jetzt fr das Paket bezahlen, kann man mich wegen Betrugs anzeigen- ich habe doch nichts gemacht. Ich bin Witwe, habe sechs Kinder, das Haus (Miete) ist mein Einkommen- ich bin doch nicht verantwortlich fr das alles.
Was soll ich tun? Darf man einfach so die Aussage verweigern, wenn die Polizei im Haus steht?
Vielleicht hat jemand hier hnliches erlebt und kann mir einen Tipp geben, was ich machen soll- bin vllig fertig.

Vielen Dank,

Ellen Werner
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rettich
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied


Anmeldungsdatum: 28.07.2005
Beitrge: 1053
Wohnort: Baden-Wrttemberg

BeitragVerfasst am: 11.03.09, 11:31    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Vielleicht hat jemand hier hnliches erlebt und kann mir einen Tipp geben, was ich machen soll- bin vllig fertig.


Zuallererst sollten Sie im Internet elementare Vorsichtsmaregeln einhalten. Dazu gehrt es, nicht mit vollstndigem Namen in irgendwelchen Foren zu posten.

Dann gilt es die Forenregeln zu beachten. Wir drfen hier keine konkreten Handlungsempfehlungen geben, sondern nur allgemeine Hinweise zur Rechtslage.

Anzeigen kann jeder jeden. Ob etwas daraus folgt, ist die andere Frage.

Aus der bloen Annahme eines Paketes kann man meiner Ansicht nach keinen Betrugsversuch konstruieren.

Gegenber der Polizei muss man keine Aussage machen (und sollte dieses meiner Ansicht nach auch nicht machen, wenn auch nur die kleinste Mglichkeit besteht, dass man sich pltzlich als Beschuldigter wiederfindet.)
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SeeD
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied


Anmeldungsdatum: 25.04.2005
Beitrge: 113

BeitragVerfasst am: 12.03.09, 13:40    Titel: Antworten mit Zitat

Aus dem annehmen des Packetes sollten keine groen Probleme entstehen knnen. Sie sind lediglich die Besitzerin des Packetes und mssen es auf Wunsch des Eigentmers (mglicherweise die Junge Dame, vielleicht aber auch der Versender wenn er den Eigentumsbergang erst bei Bezahlung vereinbart hat) herausgeben. Eine direkte Mglichkeit sie irgendwie zu belangen sehe ich da nicht.

Phishing ist natrlich sehr gefhrlich...Je nach dem knnten natrlich Ihre persnlichen Daten verwendet worden sein, dann mag die Geschichte anders aussehen (Sie mssten wahrscheinlich nachweisen, dass sie keinen Vertrag eingegangen sind), diesbezglich sollte sich aber lieber ein rechtskundiger zu Wort melden.

Bye
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thomys
FDR-Mitglied


Anmeldungsdatum: 10.08.2005
Beitrge: 89

BeitragVerfasst am: 12.03.09, 20:25    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Ellen,

wer hat denn versucht, vom Konto Ihres 10jhrigen Sohnes (mit 10 schon ein Konto ??)
Geld abzuheben??

Was haben die geflschten Sachen von der Dame mit dem Trojaner auf Ihrem Rechner zu tun ???

Kann es sein, dass Ihr Sohn einen Internetauktionshaus Account hat und damit Mist baut,
die Abbuchung vielleicht Internetauktionshaus Gebhren sind ?


Viele Gre

Thomas
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cuQa
FDR-Mitglied


Anmeldungsdatum: 28.12.2008
Beitrge: 67

BeitragVerfasst am: 12.03.09, 20:49    Titel: Antworten mit Zitat

Ich hoffe ihr habt den PC komplett formatiert.
Einmal befallene PCs sollte man grundstzlich komplett neu aufsetzen, weil sich die Programme/Viren whatever, im System festsetzen und dort nicht mehr zu entfernen sind.

Allerdings bezweifel ich, dass jemand der Daten von Ihnen via Trojaner ausspioniert ber ihren Namen Sachen bestellt an ihre Adresse. Das wre absolut sinnfrei.
Was fr ein Konto hat ihr Sohn? Ein Giro Konto mit Online Banking?
Falls Nein, dann ist die Frage wie seine Daten aus dem Sparbuch ins Internet kommen. Wobei die Frage einfach zu erklren sein sollte.
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Kalex
FDR-Mitglied


Anmeldungsdatum: 10.07.2007
Beitrge: 56

BeitragVerfasst am: 13.03.09, 13:12    Titel: Antworten mit Zitat

cuQa hat folgendes geschrieben::
Ich hoffe ihr habt den PC komplett formatiert.
Einmal befallene PCs sollte man grundstzlich komplett neu aufsetzen, weil sich die Programme/Viren whatever, im System festsetzen und dort nicht mehr zu entfernen sind.

Allerdings bezweifel ich, dass jemand der Daten von Ihnen via Trojaner ausspioniert ber ihren Namen Sachen bestellt an ihre Adresse. Das wre absolut sinnfrei.
Was fr ein Konto hat ihr Sohn? Ein Giro Konto mit Online Banking?
Falls Nein, dann ist die Frage wie seine Daten aus dem Sparbuch ins Internet kommen. Wobei die Frage einfach zu erklren sein sollte.


Nicht zum Thema:
( Einmal befallene PCs muss man grundstzlich nicht sofort formatieren. Grundstzlich kann man alles was digital gespeichert (und beschreibbar) ist entfernen/berschreiben.
Bei Viren muss man nur den einzelnen Verweisen folgen, ber die sie im System gestartet werden. )

Zum Thema:
Ich denke nicht, dass er Sohn im Internet schon mit 10 Jahren zu sowas in der Lage sein knnte. Ich erlaube mir mal Ellen als schon etwas lter einzuschtzen und komme mit dem Vorurteil, dass sie viele persnliche Daten auf dem vom Trojaner befallenen Rechner gespeichert haben wird, die dem Autoren des Trojaners zum Opfer fielen.
Unter Umstnden befanden sich auf dem PC auch die Daten ber die Mieter, beispielsweise nur mit dem Nachnamen der jungen Dame, weshalb der Vorname dem Trojanerautoren nicht bekannt war und er nur auf "Gut Glck" Sachen bestellte.
Die Motive des Trojanerautoren werden uns vermutlich verborgen bleiben. (Kann natrlich ein anderer Mieter des Hauses sein, der mit der Dame im Groll war.)

Alles Mutmaungen!
_________________
mit freundlichen Gren,
Kalex
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thomys
FDR-Mitglied


Anmeldungsdatum: 10.08.2005
Beitrge: 89

BeitragVerfasst am: 15.03.09, 20:52    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Ich hoffe ihr habt den PC komplett formatiert.


Wenn schon ein Betrug stattgefunden hat, wrde man so alle Beweise, die zur
eigenen Entlastung dienen, vernichten.

Idealerweise spiegelt man die Festplatte und verwahrt diese oder gibt
die Originalplatte an die Polizei.

Viele Gre

Thomas
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