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Kurz vor Mahnverfahren - Internetauktionshaus [Name gendert] unseriser Verkufer

 
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N-rG
FDR-Mitglied


Anmeldungsdatum: 02.01.2005
Beitrge: 39

BeitragVerfasst am: 11.03.09, 15:57    Titel: Kurz vor Mahnverfahren - Internetauktionshaus [Name gendert] unseriser Verkufer Antworten mit Zitat

Hallo,

rein Interesse halber fr ein hypotetischen Fall wrde mich folgendes interessieren:

Person A hat ber Internetauktionshaus [Name gendert] einen Artikel gekauft und erhalten. A ffnet das Paket und erkennt umgehend, dass der Artikel ungeeignet ist und sendet ihn zurck, ordentlich verpackt und unbenutzt.

Der Verkufer behauptet nun, der Artikel htte massive Gebrauchsspuren und er kann das nicht mehr als neu verkaufen und behlt sich 25% des Artikelwerts ein.

Muss der Kufer nun ein Mahnverfahren einleiten ber das Amtsgericht oder erst einmal einen Brief/Einschreiben schicken? Knnen die Kosten fr das Mahnverfahren und auch das Einschreiben dann geltend gemacht werden? Der Kufer knnte ja Student sein und nicht soviel Geld zum verschenken haben.

Wichtig erscheint mir auch der Punkt: Wie sieht das generell mit der Beweislast aus? Der Kufer hat definitiv den Artikel nicht genutzt und/oder beschdigt. Wenn es nun zu einem Prozess kommt, knnte der Verkufer doch einfach selbst den Artikel beschdigen um sich einen Vorteil zu verschaffen.
Der Kufer kann damit nicht nachweisen, dass er den Artikel sorgfltig retourniert hat.

Freue mich ber eine Antwort.

P.S.

Sollte der Kufer zur Polizei gehen, wenn der Verkufer deen Kufer um Leistungen erpresst, damit er sein Geld erhlt?
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Methew
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied


Anmeldungsdatum: 02.05.2007
Beitrge: 542
Wohnort: NRW

BeitragVerfasst am: 11.03.09, 21:14    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo!

Ich denke hier sind verschiedene Fragen relevant:

1.) Handelt es sich hierbei um einen Gegenstand mit einem gewissen Wert, oder reden wir ber einen 1,00 Euro Artikel?
Bei einem 1,00 Euro Artikel ist m.E. nach jede Mhe absolute Zeit- und Geldverschwendung.

2.) Als der Kufer den Artikel zurck geschickt hat, gab es dafr Zeugen die die Ware unmittelbar vor dem Einpacken oder - noch besser- bei dem Einpacken gesehen haben?

3.) Bevor man die groe Keule Polizei, gerichtliches Mahnverfahren etc. rausholt, sollte man vielleicht erstmal den Weg der sachlichen Kommunikation gehen.

Der Kufer knnte sich ja erst einmal an den Verkufer wenden und Bilder, etc. einfordern um sich selber einen berblick ber die vermeidliche Beschdigung zu machen.
_________________
Alle meinen Beitrge sind nur meine Meinung, die ich nach bestem Wissen und Gewissen abgebe. Man beachte besonders, dass ich nur Geldvernichter (Bnker) bin...
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N-rG
FDR-Mitglied


Anmeldungsdatum: 02.01.2005
Beitrge: 39

BeitragVerfasst am: 11.03.09, 21:41    Titel: Antworten mit Zitat

Also in dem hypotetischen Fall hat der Kufer bereits mit allen Kommunikationsmitteln gearbeitet. Der Verkufer erpresst den Kufer mittlerweile und ist nicht Konsensbereit.

Der Kufer htte als Zeugin seine Freundin und Mutter, aber solche enge Mitglieder zhlen vor Gericht ja nicht viel.

Sagen wir, in dem Fall ginge es um eine hochwertige Bettdecke mit Bezug. Der Bezug soll dabei verschmutzt worden sein. Der Verkufer habe den Bezug nun entsorgen mssen.

Der Ausstehende Betrag beluft sich auf 40,-. Dem Kufer ist bewusst das es nicht viel ist, wurde vllt. aber schon einmal auf dieser Plattform um sein Geld gebracht und mchte solchen Leuten zeigen, dass es Menschen gibt die sich wehren. Wenn solche Leute das 10x in der Woche machen, sind das auch 400,- frs nichts tun.

Liebe Gre
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Editor
FDR-Mitglied


Anmeldungsdatum: 05.04.2005
Beitrge: 32

BeitragVerfasst am: 12.03.09, 16:36    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Der Kufer htte als Zeugin seine Freundin und Mutter, aber solche enge Mitglieder zhlen vor Gericht ja nicht viel.


Das kann man pauschal nicht so sagen. Der Richter/die Richterin kann die Zeugenaussagen nach seinem Ermessen gewichten.
Da es in diesem Fall nur um einen Betrag von 40,00 geht, bin ich der Meinung, dass den Zeugen (bei sonst glaubhaftem Auftreten und stimmigen Zeugenaussagen) geglaubt wird. Immerhin wre es schwachsinnig fr 40 zwei falsche Zeugen zu "kaufen" (oder zu berreden), die dann eine Anzeige wegen uneidlicher Falschaussage riskieren.

Zitat:
Der Ausstehende Betrag beluft sich auf 40,-. Dem Kufer ist bewusst das es nicht viel ist, wurde vllt. aber schon einmal auf dieser Plattform um sein Geld gebracht und mchte solchen Leuten zeigen, dass es Menschen gibt die sich wehren. Wenn solche Leute das 10x in der Woche machen, sind das auch 400,- frs nichts tun.


Diese Meinung des fiktiven Kufers ist natrlich nachvollziehbar, aber er sollte sich bewusst sein, dass es fr einen solchen "Denkzettel" auch fr ihn sehr teuer werden knnte. Wenn er da ein zivilrechtliches Verfahren in Gang bringt, wird er wahrscheinlich viel Geld "vorzahlen" mssen, wobei es dann fraglich ist, ob er das Geld jemals wiederbekommt. Nehmen wir mal an, dass der Verkufer verurteilt wird die 40 plus Zinsen plus Prozesskosten zu zahlen. Das heit dann aber noch lange nicht, dass er das auch kann und der Kufer so auf den Kosten sitzen bleibt (wobei ich nicht genau wei, wie genau sich das dann berechnet und ob der Staat nicht
die Prozesskosten/Urteilskosten "vorstreckt" und diese dann einfordert)

Wenn es sich um eine wirkliche "Erpressung" handelt, dann kann natrlich auch Strafanzeige erstattet werden (wegen Ntigung o..)
Wenn es da vernnftige Beweise gibt (z.B. E-Mails) , sehe ich die Chance schon grer, dass die Polizei ttig wird. Dann knnte der Betrug(sversuch) ebenfalls auffliegen und der Kufer sein Geld (irgendwann) erhalten.
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N-rG
FDR-Mitglied


Anmeldungsdatum: 02.01.2005
Beitrge: 39

BeitragVerfasst am: 12.03.09, 18:05    Titel: Antworten mit Zitat

Das ist eine sehr gut Antwort, vielen Dank. Einem Kufer in so einer Lage wrde das sicher helfen und bekrftigen, den Weg, auch wenn er zunchst mit Kosten verbunden ist, ber Amtswege zu gehen.

Ach eins noch:

Msste in so einem fiktiven Fall der Kufer zunchst noch einmal schriftlich Mahnung 1 - 3 senden oder reicht der gesetzliche Zahlungsverzug von 30 Tage mit einer Mahnung per Einschreiben, dass der Weg ber das gesetzliche Mahnverfahren frei ist?

Gru
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Editor
FDR-Mitglied


Anmeldungsdatum: 05.04.2005
Beitrge: 32

BeitragVerfasst am: 13.03.09, 10:22    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
auch wenn er zunchst mit Kosten verbunden ist, ber Amtswege zu gehen.


Ich mchte noch einmal betonen, dass das zunchst nicht unwahrscheinlich auch ein "dauerhaft" werden knnte. So ein "Denkzettel" sollte einem schon einiges an Zeit und Geld Wert sein...
Ein solcher Kufer sollte mit Sicherheit, wenn er ein zivilrechtliches Verfahren anstrebt, dann auch einen Anwalt einschalten.

Zitat:
Msste in so einem fiktiven Fall der Kufer zunchst noch einmal schriftlich Mahnung 1 - 3 senden oder reicht der gesetzliche Zahlungsverzug von 30 Tage mit einer Mahnung per Einschreiben, dass der Weg ber das gesetzliche Mahnverfahren frei ist?


Ich bin Laie, glaube aber gelesen zu haben, dass generell bei Zahlungsverzug keine (drei) Mahnungen ntig sind.
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