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Bevollmchtigungen des Anwalts

 
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Thali
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied


Anmeldungsdatum: 29.03.2006
Beitrge: 125
Wohnort: Stuttgart

BeitragVerfasst am: 11.03.09, 23:15    Titel: Bevollmchtigungen des Anwalts Antworten mit Zitat

Hallo Kollegen,

meines Wissens mssen einseitige rechtsgestaltende Willenserklrungen des Rechtsanwalts fr einen Mandanten mit der schriftlichen Originalvollmacht versehen sein, damit die Willenserklrung wirksam ist.

Gilt dies auch fr Willenserkrungen im Namen des Mandanten fr gegenseitige Vereinbarungen, z.B. eine Ratenzahlungsvereinbarung u..?

In welchen Fllen muss zumindest eine Kopie der Vollmacht angelegt werden?


Gibt es den Fall, dass Anwaltsschreiben nur mit Unterschrift

und zustzlich mit Stempel wirksam sind, bzw. wann gibt es die Verpflichtung zum Kanzleistempel?
_________________
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Milo
FDR-Moderator


Anmeldungsdatum: 13.12.2004
Beitrge: 1572
Wohnort: Neu-Ulm

BeitragVerfasst am: 12.03.09, 00:53    Titel: Antworten mit Zitat

Jein.

Zitat:
174
Einseitiges Rechtsgeschft eines Bevollmchtigten

Ein einseitiges Rechtsgeschft, das ein Bevollmchtigter einem anderen gegenber vornimmt, ist unwirksam, wenn der Bevollmchtigte eine Vollmachtsurkunde nicht vorlegt und der andere das Rechtsgeschft aus diesem Grunde unverzglich zurckweist. Die Zurckweisung ist ausgeschlossen, wenn der Vollmachtgeber den anderen von der Bevollmchtigung in Kenntnis gesetzt hatte.


Somit ist die Erklrung nicht per se unwirksam.

Ansonsten ist immer die Frage, wie weit die Bevollmchtigung geht.

Stempel verwenden wir nie in Schreiben an die Gegenseite. Der Stempel dient bei uns nur fr Empfangsbekenntnisse ans Gericht, um Papier zu sparen. Der Anwaltsstempel ist in der Praxis eigentlich "wertlos".


Das einzige, was beim Anwalt zaehlt, ist die Unterschrift bei bestimmenden Schriftstzen (Z.B. Klage usw..)
_________________
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"Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit, aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher.

Albert Einstein
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Folkert Janke
Interessierter


Anmeldungsdatum: 03.09.2008
Beitrge: 12

BeitragVerfasst am: 12.03.09, 10:17    Titel: Antworten mit Zitat

Wie Milo schon schreibt: Bei einseitigen WE muss keine Vollmacht beigefgt sein, sollte aber um eine eventuelle Zurckweisung zu verhindern. Dann aber auch bitte eine Originalvollmacht, keine (beglaubigte) Kopie, kein Telefax o..
Um kein Risiko einzugehen, sollte der Mdt am besten selbst die WE abgegeben. Aber auch da bitte der richtige, also nicht die Sekretrin fr den GF mit i.A. oder so.

Bei nicht einseitigen WE muss der RA keine Vollmacht vorlegen.
Wenn der Gegner aber uert, mit dem RA keinen Vertrag schlieen zu wollen, ohne dass dieser ihm seine Bevollmchtigung nachweist, hat man ein tatschliches Problem.
Im Eigeninteresse sollte man sich auch den Inhalt des zu schlieenden Vertrages vom Mandanten besttigen lassen, um nicht nachher als vollmachtsloser Vertreter darzustehen.

Dass eine Unterschrift des RA nur mit Stempel "wirksam" sein soll, ist Quatsch. Den Stempel kann der RA wie Milo schreibt fr EB nutzen, aber in denen steht auch meistens schon der Absender (=RA) vorgedruckt. Fr fensterlose Umschlge ist ein Stempel auch ganz praktisch.
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juggernaut
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied


Anmeldungsdatum: 10.03.2009
Beitrge: 1479
Wohnort: derzeit: Thringen

BeitragVerfasst am: 12.03.09, 13:25    Titel: Antworten mit Zitat

es gibt flle, in denen die rechtsprechung bei einseitigen willenserklrungen die beifgung einer original-vollmacht verlangt, ohne dass es auf die zurckweisung ankme - zB mieterhhungsverlangen nach 558 bgb.
_________________
.
juggernaut

wahllos in meine beitrge hineingestreute zahlen sind meistens paragraphen des BGB.
backpulver schnffeln soll ne stobilisierende wirkung ham, auffn piephohn (dittsche)
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