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Schuldrechtsreform 2002 und Verbraucherschutz
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wiefke
FDR-Mitglied


Anmeldungsdatum: 19.01.2007
Beitrge: 49

BeitragVerfasst am: 12.03.09, 13:55    Titel: Schuldrechtsreform 2002 und Verbraucherschutz Antworten mit Zitat

Hallchen,

ich muss einen Vortrag halten ber die gravierendsten Probleme, die Verbrauchern durch die o.g. Reform entstanden sind. Die meisten Quellen sind von 2000-2001 , enthalten zudem oft nur die "tollen" Vorteile des Verbrauchers (oftmals Quelle BMJ)

Ich brauche aber genau das Gegenteil, also ab viell 2004 , Arikel, die sich auf die sich in der Praxis entstandenen Probleme und Nachteile beziehen.

Was isind denn eurer Meinung nach die wichtigsten negativen Auswirkungen?

Danke fr Eure Meinungen schon vorab
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Karsten11
FDR-Moderator


Anmeldungsdatum: 17.06.2005
Beitrge: 3169

BeitragVerfasst am: 12.03.09, 14:59    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

da wird sich wahrscheinlich wenig finden. Aus zwei Grnden: Zunchst interessiert sich niemand im Jahr 2009 damit beschftig, wie sich heutige Sachverhalte rechtlich mit der Rechtslage vor 2001 ergeben htte. Es gibt daher auch keine Untersuchungen darber. Zum anderen weil der Verbraucherschutz eine Asymetrie aufweist: Die Vorteile kommen wenigen, dafr stark betroffenen zugute. Die Kosten trgt atomisiert und fr jeden einzelnen nicht erkennbar die Allgemeinheit. Daher gibt es keine Lobby, die die Themen treiben wrde.

Zu den Punkten:

Die Verlngerung der Gewhrleistungspflicht sieht auf den ersten Blick fr den Verbraucher prima aus. Allerdings bedeutet dies fr die Hersteller/den Handel zustzliche Aufwendungen, die ber erhhte Kosten vom Verbraucher getragen werden. Da die Gewhrleistungsrechte nicht vertraglich abdingbar sind, muss der Verbraucher diese (kostentreibenden) Rechte auch zahlen, wenn er sie gar nicht braucht.

hnlich ist es auch bei der Verkrzung der Regelverjhrung. Auch hier profitiert der (nicht zahlungsbereite) Verbraucher auf den ersten Blick. Aber auch hier gilt, dass er die Kosten fr erhhte Zahlungsausflle zahlen muss. Auch ist der Verbraucher teilweise Glubiger (z.B. bezglich Gewhrleistungsforderungen) und hat damit durch die Verkrzung einen Nachteil.
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wiefke
FDR-Mitglied


Anmeldungsdatum: 19.01.2007
Beitrge: 49

BeitragVerfasst am: 12.03.09, 15:09    Titel: Antworten mit Zitat

Karsten11 hat folgendes geschrieben::
Hallo,

da wird sich wahrscheinlich wenig finden. Aus zwei Grnden: Zunchst interessiert sich niemand im Jahr 2009 damit beschftig, wie sich heutige Sachverhalte rechtlich mit der Rechtslage vor 2001 ergeben htte. Es gibt daher auch keine Untersuchungen darber. Zum anderen weil der Verbraucherschutz eine Asymetrie aufweist: Die Vorteile kommen wenigen, dafr stark betroffenen zugute. Die Kosten trgt atomisiert und fr jeden einzelnen nicht erkennbar die Allgemeinheit. Daher gibt es keine Lobby, die die Themen treiben wrde.

Das ist ja mein Problem. Nichtsdestotrotz muss ich den Scheiss Vortrag halten. Hlfe! Irgendwo muss es doch was geben, bzw jemand, der sich schon damit befasst hat / befassen musste

Zu den Punkten:

Die Verlngerung der Gewhrleistungspflicht sieht auf den ersten Blick fr den Verbraucher prima aus. Allerdings bedeutet dies fr die Hersteller/den Handel zustzliche Aufwendungen, die ber erhhte Kosten vom Verbraucher getragen werden. Da die Gewhrleistungsrechte nicht vertraglich abdingbar sind, muss der Verbraucher diese (kostentreibenden) Rechte auch zahlen, wenn er sie gar nicht braucht.

z.b. Welche Kosten? Einfache Preissteigerung? Denn die Kosten der Nachbesserung muss ja der VK tragen.

hnlich ist es auch bei der Verkrzung der Regelverjhrung. Auch hier profitiert der (nicht zahlungsbereite) Verbraucher auf den ersten Blick. Aber auch hier gilt, dass er die Kosten fr erhhte Zahlungsausflle zahlen muss. Auch ist der Verbraucher teilweise Glubiger (z.B. bezglich Gewhrleistungsforderungen) und hat damit durch die Verkrzung einen Nachteil.
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juggernaut
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied


Anmeldungsdatum: 10.03.2009
Beitrge: 1479
Wohnort: derzeit: Thringen

BeitragVerfasst am: 12.03.09, 15:10    Titel: Antworten mit Zitat

hnliches gilt fr den fernabsatz: sicher ist es ein vorteil fr den verbraucher, vor voreiligen vertrgen durch klicks geschtzt zu sein und gar bestellte waren wieder zurckschicken zu knnen. andererseits sind die durch das "grundlose" zurckschicken anfallenden kosten natrlich eingepreist.
_________________
.
juggernaut

wahllos in meine beitrge hineingestreute zahlen sind meistens paragraphen des BGB.
backpulver schnffeln soll ne stobilisierende wirkung ham, auffn piephohn (dittsche)
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wiefke
FDR-Mitglied


Anmeldungsdatum: 19.01.2007
Beitrge: 49

BeitragVerfasst am: 12.03.09, 15:10    Titel: Antworten mit Zitat

naja, sorry, das mit dem quoten blick ich wohl nich Traurig
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juggernaut
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied


Anmeldungsdatum: 10.03.2009
Beitrge: 1479
Wohnort: derzeit: Thringen

BeitragVerfasst am: 12.03.09, 15:13    Titel: Antworten mit Zitat

neee ... Smilie

die kosten die karsten meint sind nicht die fr gewhrleistungsarbeiten, die gabs schon vorher (und die waren auch frher schon eingepreist). aber der rcktritt vom (fernabsatz)vertrag durch bloes zurckschicken der ware, ggf gar nach gebrauch, verursacht kosten, die bekanntlich nur bei waren bis 40 eus vom verbraucher zu tragen sind - da hndler nicht das sozialamt sind, mssen diese kosten wohl irgendwo wieder reingeholt werden Smilie
und das sind nicht nur die reinen versandkosten, sondern die ganze retourenbehandlung - einbuchen, ausbuchen, buchen, nachsehen ob alles da ist, wieder verpacken, wieder als "on stock" deklarieren ... etc. eine firma in hannover beschftigt sich ausschlielich mit dem retourenhandling und hat pro tag einen durchlauf von ca. 30.000 paketen/pckchen ...
_________________
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juggernaut

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wiefke
FDR-Mitglied


Anmeldungsdatum: 19.01.2007
Beitrge: 49

BeitragVerfasst am: 12.03.09, 15:30    Titel: Antworten mit Zitat

...du meinst wohl den Widerruf Sehr glcklich , oder?

Ach Mensch ist das nervig dieser Kack Vortrag. Eure Anstze sind ja sicher ganz gut, ohne "Belege" bringen sie mir aber nich viel Geschockt
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juggernaut
FDR-Mitglied
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Anmeldungsdatum: 10.03.2009
Beitrge: 1479
Wohnort: derzeit: Thringen

BeitragVerfasst am: 12.03.09, 17:30    Titel: Antworten mit Zitat

ja, widerruf ... der verbraucher ist halt das geschtzte wesen schlechthin, der wird sogar vor sich selbst geschtzt ... nur whlen darf er Smilie
_________________
.
juggernaut

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John Robie
FDR-Mitglied
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Anmeldungsdatum: 03.12.2007
Beitrge: 1786
Wohnort: Baden-Wrttemberg

BeitragVerfasst am: 12.03.09, 19:55    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo juggernaut!

Ich stimme Ihnen zu. Wenn ein Staat seine Brger zu "Verbrauchern" degradiert muss er sich nicht wundern, dass sie sich verhalten, wie sie sich nun mal verhalten.

Freundliche Gre
-John
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John Robie
FDR-Mitglied
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Anmeldungsdatum: 03.12.2007
Beitrge: 1786
Wohnort: Baden-Wrttemberg

BeitragVerfasst am: 12.03.09, 20:01    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo wiefke!

Zitat:
Ach Mensch ist das nervig dieser Kack Vortrag.


Ob das ein "Kack Vortrag" wird liegt in Ihren Hnden.
Warum nehmen Sie denn nicht den Faden der Bevormundung durch den Staat auf? Und den, dass ehrliche Verbraucher fr die mitbezahlen, die Kleidung bestellen, tragen und binnen zwei Wochen zurcksenden?

Was meinen Sie mit "Belegen"? Belegen Sie es doch selbst durch eine schlssige Argumentation.

Freundliche Gre
-John
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spraadhans
FDR-Moderator


Anmeldungsdatum: 26.11.2005
Beitrge: 7758
Wohnort: SMS Bayern

BeitragVerfasst am: 13.03.09, 08:12    Titel: Antworten mit Zitat

wiefke hat folgendes geschrieben::
...du meinst wohl den Widerruf Sehr glcklich , oder?

Ach Mensch ist das nervig dieser Kack Vortrag. Eure Anstze sind ja sicher ganz gut, ohne "Belege" bringen sie mir aber nich viel Geschockt


Es sind ja auch sie, der den Vortrag vorbereiten und halten soll, oder?
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spraadhans
FDR-Moderator


Anmeldungsdatum: 26.11.2005
Beitrge: 7758
Wohnort: SMS Bayern

BeitragVerfasst am: 13.03.09, 08:16    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Wenn ein Staat seine Brger zu "Verbrauchern" degradiert muss er sich nicht wundern, dass sie sich verhalten, wie sie sich nun mal verhalten.

Zitat:
ja, widerruf ... der verbraucher ist halt das geschtzte wesen schlechthin, der wird sogar vor sich selbst geschtzt ... nur whlen darf er


Stimmt, Verbraucherschutz, sowas Bldes!
Kostet nur Wirtschaftswachstum.

Wobei ich Grundrechte auch ziemlich hinderlich finde, am besten gleich mit abschaffen, dann sparen wir uns auch diese alberne Verwalgungs- und Verfassungsgerichtsbarkeit, kostet sowieso nur Geld.
_________________
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John Robie
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied


Anmeldungsdatum: 03.12.2007
Beitrge: 1786
Wohnort: Baden-Wrttemberg

BeitragVerfasst am: 13.03.09, 08:42    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Stimmt, Verbraucherschutz, sowas Bldes!
Kostet nur Wirtschaftswachstum.


Stimmt, Freiheit, sowas Bldes!
Erfordert selbstndiges Denken.

Mal ernsthaft: Es geht mir um Auswchse wie 475 Abs. 1. Denn warum sollte ein mndiger Brger seinen Anspruch auf Gewhrleistung nicht z. B. gegen einen Preisnachlass eintauschen und der Unternehmer sich auf eine solche Vereinbarung verlassen knnen?

Freundliche Gre
-John
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spraadhans
FDR-Moderator


Anmeldungsdatum: 26.11.2005
Beitrge: 7758
Wohnort: SMS Bayern

BeitragVerfasst am: 13.03.09, 10:40    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Weil die Rechte des Verbrauches immer dann umgangen werden, wenn sie keinen zwingenden Charakter haben. Das heit, letztlich wrde nicht der mndige Brger diese Gestaltungsmglichkeit nutzen, sondern manch findiger Unternehmer (sie ausnutzen).


Passender htte ich es nicht ausdrcken knnen.
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John Robie
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied


Anmeldungsdatum: 03.12.2007
Beitrge: 1786
Wohnort: Baden-Wrttemberg

BeitragVerfasst am: 13.03.09, 11:17    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Beitragsschreiber!

Zitat:
Letztlich ist dabei der Markt und der Kampf um die Kunden zwingende Kraft.


Eben.

Wobei es natrlich auch "findige" Verbraucher gibt, zum Beispiel solche, die Kleidung beim Versandhaus bestellen, tragen und binnen 2 Wochen zurcksenden.

Freundliche Gre
-John
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