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recht.de :: Thema anzeigen - Vter-Foren und PAS (Entfremdungssyndrom) - Chaos?
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Vter-Foren und PAS (Entfremdungssyndrom) - Chaos?
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MichaelaT
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Anmeldungsdatum: 21.07.2007
Beitrge: 311

BeitragVerfasst am: 14.03.09, 00:43    Titel: Vter-Foren und PAS (Entfremdungssyndrom) - Chaos? Antworten mit Zitat

Ein freundliches Hallo,

wir haben eine neue Spielplatzbekanntschaft, eine Mutti mit zwei Kindern.
Wohnt noch nicht lange hier, macht aber einen sehr netten Eindruck.

Gestern hat sie mir ihr Herz ausgeschttet, whrend unsere Kids auer Hrweite im Sand tollten...

Nun hab ich mal gegoogelt und bin auf unzhlige Beitrge in Vterforen und auf wissenschaftliche Verffentlichungen im Netz gestoen, Thema PAS.
Auch auf die Ausarbeitung des Herrn Dr. Walter Andritzky, welcher PAS und Borderline verknpft.

PAS - ist das die neue "Allzweckwaffe" gegen alleinerziehende Mtter oder Vter?
Blickt da berhaupt jemand durch, braucht es fr eine solche "Diagnose" eine spezielle Ausbildung oder kann ein ganz normaler Jugendamtsmitarbeiter tatschlich PAS bescheinigen?
Ist PAS eine psychische Krankheit beim entfremdenden Elternteil oder beim Kind?

Dr. Andritzky verweist auf diverse "Erkennungsmerkmale" fr PAS - ich vermute mal, dann betrifft das Problem PAS mindestens 98% aller Scheidungen bzw. deren Grnde.

Auerdem habe ich im Netz gelesen, dass Kindern unmissverstndlich klar gemacht werden muss, dass es kein Kinder-Recht auf Nicht-Umgang-haben-wollen gibt. (gelesen im Pappa-Forum)

Dort heisst es auch, dass kein Kind von Natur aus ein negatives Bild von einem Elternteil hat - schreibt ein Vater, der sein Kind verprgelt hat und dessen Signatur lautet "Frher bekamen die Frauen was aufs Maul - heute ist alles verweichlicht".

Was ist PAS also?
Der groe Holzhammer der Nicht-Sorgeberechtigten gegen die Sorgeberechtigten?
Wer sind die Fachleute fr PAS und wie nennt sich die Berufsbezeichnung? Danach wrde ich gern mal googlen, denn irgendwie hab ich den Eindruck, da blickt keiner so wirklich durch...

Herzlichen Dank im voraus und
liebe Gre,
Michaela
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hws
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Anmeldungsdatum: 07.07.2007
Beitrge: 2038
Wohnort: Unna

BeitragVerfasst am: 14.03.09, 02:28    Titel: Re: Vter-Foren und PAS (Entfremdungssyndrom) - Chaos? Antworten mit Zitat

Ach ja, mal wieder unsere Michaela mit einem Scheidungsproblem (aber nicht ihrem eigenen - vermutlich)
MichaelaT hat folgendes geschrieben::
wir haben eine neue Spielplatzbekanntschaft, eine Mutti mit zwei Kindern....
PAS - ist das die neue "Allzweckwaffe" gegen alleinerziehende Mtter oder Vter?
Dort heisst es auch, dass kein Kind von Natur aus ein negatives Bild von einem Elternteil hat -

Nein, nicht "von Natur aus" und man sollte sich hten, den anderen dem Kind gegenber als "der Bse" darzustellen. Wenn es nicht stimmt, merkt das auch ein kleines Kind bald und der angestrebte Effekt schlgt ins Gegenteil um.

Ist zwar schwer und oft wird der Rosenkrieg auf dem Rcken der Kinder ausgetragen. Aus Hass gegen den (ehemaligen) Partner, als "naturgegebenes Recht des Strkeren" gegenber der Frau oder finanzielle Vorteile der Frau (Unterhaltszahlungen gegenber den Mann). Aus reinem Egoismus- und wissentlich gegen die Interessen der Kinder.

Wenn man keine Agressionen gegen den Partner im Kinde schrt, wenn man versucht, dem Kind Sicherheit zu bietern (Tchterchen - bei der Mama - bekam mit 4 Jahren ein Handy, dass es Papa und Opa/Oma jederzeit anrufen konnte. Sie erinnern sich, die jetzt 12 Jhrige Selbstndige "wir schaffen das schon" mit alleinerziehendem Vater!?) dann merkt das Kind bald, wer es nur "gebrauchen" will und wer sich wirklich um das Kind kmmert.

Auch irgendwie blde, wenn bei einem Jugendamtstermin Mutter mit Kind (damals 4..5Jahre) sowie mit Freundin und deren Kind erscheint und beide "Blagen" den Vater kaum zu Wort komen lassen, weil sie mit ihm rumturnen und spielen wollen. Ein "Umgang mit dem Vater ist nicht gut fr das Kind" ist so natrlich schlecht zu belegen.

Auch Kinder in dem Alter spren schon, wer sich wirklich fr das Kind interessiert und wer es nur fr eigene Zwecke benutzen will. Nur dauert sowas lnger und man sollte sich treu bleiben und nicht zu frh verzweifeln. Wenn dann irgendwann kommt: "Mama trinkt Sekt und fllt dann immer vom Stuhl ..."

Kurz und gut (und vielleicht weiter in der SC ?) bei vielen Trennungen gibts ne Schlammschlacht (massiv gegen die Interessen der Kinder) und da wird jeder miese Trick genommen. Wenn man irgendwelche (mehr oder minder) wissenschaftlichen Erkenntnisse dazu missbrauchen (oder umdeuten) kann - umso besser.

Vielleicht sollte man "rosenkriegnde" ex-Partner grundstzlich von den Kindern abschirmen, solange die Schlammschlacht dauert?

hws


Zuletzt bearbeitet von hws am 14.03.09, 02:54, insgesamt 1-mal bearbeitet
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Dipl.-Sozialarbeiter
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Anmeldungsdatum: 09.12.2006
Beitrge: 11996

BeitragVerfasst am: 14.03.09, 02:42    Titel: Antworten mit Zitat

MichaelaT hat folgendes geschrieben::
... kann ein ganz normaler Jugendamtsmitarbeiter tatschlich PAS bescheinigen?
...

Im ASD der Jugendmter arbeiten in der Regel staatlich anerkannte Dipl.-Sozialarbeiter/Dipl.-Sozialpdagogen.

Bei Sorgerechtsstreitigkeiten geht es meist nicht um die Frage, was das Beste fr das Kind ist, sondern um die am wenigsten schdliche Alternative. Dem Kindschaftsrecht von 1998 liegt die Annahme zu Grunde, da selbst wenn sich ein Paar trennt, sie dennoch Eltern des Kindes bleiben. Mit der Reform des Kindschaftsrecht steht den Eltern auch nach der Trennung in der Regel das gemeinsame Sorgerecht zu. Nur wenn die Eltern sich nicht einigen knnen ( 1671 BGB) kommt das Familiengericht ins Spiel. Das Jugendamt kann allenfalls beraten, aber es stellt in der Regel keine Diagnosen ( 17 und 18 in Verbindung mit 50 SGB VIII, sowie 49a FGG).

Seit 2005 gibt es zudem den 8a SGB VIII. In schwierigen Situationen stehen dem Jugendamt weitere Fachkrfte (Psychologen, Psychiater, Therapeuten etc.) fr die Diagnostik zur Verfgung.

Fr das Familiengericht erstellt das Jugendamt eine "gutachterliche Stellungnahme" (keine Diagnosen). In der Stellungnahme uert sich das Amt zum Kindeswohl. Der theoretische Rahmen bildet dabei u.a. die Bindungstheorie und die Systemische Theorie bzw. Systemische Sozialarbeit (als Zusatzausbildung). Zur Vertiefung siehe auch ASD und Kindeswohlgefhrdung.

Es gibt sicher einen Zusammenhang zwischen konflikthaften Trennungssituation zwischen den Eltern und der Eltern-Kind-Entfremdung. Als Stichwort drfte "Rosenkrieg" gengen.

Die Sozialarbeit ist ein Gemischtwarenladen (was das Studium angeht) und in der Praxis findet dann eine Spezialisierung (nach Arbeitsfeld/Arbeitsgebiet) statt.

Das Jugendamt steht immer in der Kritik wenn eine konflikthafte Trennung im Raume steht. In den neunziger Jahren war dies die Diskussion ber den "Mibrauch mit dem Mibrauch" und jetzt ist es "PAS".
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MichaelaT
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Anmeldungsdatum: 21.07.2007
Beitrge: 311

BeitragVerfasst am: 14.03.09, 08:37    Titel: Antworten mit Zitat

Guten Morgen Sehr glcklich

hws - anscheinend habe ich Sie verletzt mit meinem Posting ber Bastian, das tut mir aufrichtig leid und ich entschuldige mich dafr.

Es geht tatschlich nicht um meine Scheidung, die ist bereits sieben Jahre her. Winken
Betrfe mein Posting mich selbst, wrde ich das offen sagen - siehe meine Anfragen wegen PKH-Rckweisung, Umgang usw.

Danke aber fr die Erluterung zum Thema Rosenkrieg und deren Ausfhrlichkeit.

Klaus, auch Dir ein Dankeschn fr die Antwort und die Darstellungen zum Jugendamt.

Ich wollte mit meinem Ursprungsposting eigentlich fragen, was PAS nun genau ist, wie es definiert ist, woran es erkannt wird und inwieweit es in der deutschen Rechtssprechung verankert ist.
Alles, was ich gelesen habe, bezieht sich auf amerikanische Forschungsergebnisse und Fallbeispiele.

Im Netz bin ich auf Artikel von Fr. Anita Heiliger wie diesen hier http://www.kofra.de/htm/PDF/Pas.pdf gestoen und darin wird nun wieder alles ganz "andersrum" gesehen.

Also nochmal meine Frage, mit der Bitte um Nachsicht und Geduld: WAS ist PAS und WER kennt sich damit stichhaltig im deutschen Recht aus?

Dankeschn und liebe Gre,
Michaela

ps: laut Aussage des Dr. Gardner waren in den 80er Jahren die Mtter jene, welche die Vter entfremdeten, in den 90ern Mtter und Vter, jetzt zunehmend (nicht sorgeberechtigte) Vter, die durch massive Herabwrdigung der Mtter die Kinder faktisch sich selbst entfremden.

pps: ich habe beruflich mit Kindern zu tun, daher interessiert mich dieses Thema.
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Dipl.-Sozialarbeiter
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Anmeldungsdatum: 09.12.2006
Beitrge: 11996

BeitragVerfasst am: 14.03.09, 09:03    Titel: Antworten mit Zitat

MichaelaT hat folgendes geschrieben::
...
Ich wollte mit meinem Ursprungsposting eigentlich fragen, was PAS nun genau ist, wie es definiert ist, woran es erkannt wird und inwieweit es in der deutschen Rechtssprechung verankert ist. ..

Hierzu hatte ich schon zu Wiki: "Eltern-Kind-Entfremdung" verlinkt.

Siehe auch Walter Andritzky: Verhaltensmuster und Persnlichkeitsstruktur entfremdender Eltern in: Psychotherapie 7. Jahrg. 2002, Bd. 7, Heft 2. Winken
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MichaelaT
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Anmeldungsdatum: 21.07.2007
Beitrge: 311

BeitragVerfasst am: 14.03.09, 09:25    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Klaus Sehr glcklich

und ich hatte den Link auch gesehen + benutzt, danke dafr.

Der gesamte Artikel bei Wiki ist folgendermaen berschrieben:
Wiki hat folgendes geschrieben::
In diesem Artikel oder Abschnitt fehlen folgende wichtige Informationen: Der Schwerpunkt des Artikels liegt in der Beschreibung des Geschlechterkonfliktes, nicht in der des Kindesleids (s. Disku). Eine Bearbeitung, welche die Perspektive Kindes innerhalb des Geschehens betont und die langfristigen Auswirkungen beschreibt, ist erforderlich.


Irgendwie klingen alle Verffentlichungen zum Thema PAS, als ob die Verfasser selbst sich nicht einig sind und selbst Dr. Gardner scheint ber die "inflationre Verwendung als Waffe" entsetzt zu sein. Geschockt

hws hatte ja geschrieben, dass selbst junge Kinder in der Lage sind zu erkennen, wer es nur gegen den Ex-Partner "gebrauchen" will - dies wird zum Abwenden des Kindes von diesem Elternteil fhren und schlimmstenfalls unterstellt man dem Falschen die Gehirnwsche. Geschockt

Liebe Gre,
Michaela
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Dipl.-Sozialarbeiter
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Anmeldungsdatum: 09.12.2006
Beitrge: 11996

BeitragVerfasst am: 14.03.09, 10:25    Titel: Antworten mit Zitat

MichaelaT hat folgendes geschrieben::
...
Irgendwie klingen alle Verffentlichungen zum Thema PAS, als ob die Verfasser selbst sich nicht einig sind und selbst Dr. Gardner scheint ber die "inflationre Verwendung als Waffe" entsetzt zu sein. Geschockt
...

Hallo MichaelaT,

wie so oft fehlt der ganzheitliche Ansatz, wenn sich "spezialisierte Spezialisten" zu einem Thema uern. Das Ganze wird schnell ein Kampf der Theorien (Theorie als Modell) oder Ideologie, wenn sich eine Interessensvertretung (hier meist Vterorganisationen) eine Theorie besonders zu eigen macht.

Jede Zeit bringt ihre eigenen Theorien und Gegentheorien heraus. Was wahr oder nicht wahr ist, ist meist objektiv nicht berprfbar.

Es reicht m.E. auch nicht aus sich mit den Arbeiten eines/r Wissenschaftler/in auseinander zu setzen. Neben den Bchern von Alice Miller und Anna Freud mten m.E. auch die Bcher von Gisela Zenz u.a. gelesen werden.

Die damalige "erregte" Diskussion ber den "Mibrauch mit dem Mibrauch" begann, nachdem die Frauenbewegung mit Tabu ber den Mibrauch zu reden und schreiben gebrochen hatte (statt vieler siehe Ursula Enders, Gisela Braun) und wurde ebenfalls von Vterorganisationen hochgepowert.

In/mit ihren Kindern begegnen sich Eltern ihrer eigenen Kindheit. Eigene ungelste Kindheitskonflikte werden zu dem zur Problemlsung der nchsten Generation bertragen (Miller). Das traditionelle System Familie ist aus den Fugen geraten.

Bei einem Rosenkrieg werden die Interessen und Bedrfnisse von Kindern mit Fen getreten. Die Frage: "Hrt ihr die Kinder weinen" ist aktueller denn je, oder auch "Was hat man Dir, du armes Kind, getan?".

MichaelaT hat folgendes geschrieben::
ich habe beruflich mit Kindern zu tun, daher interessiert mich dieses Thema.

Unter diesem Aspekt habe ich diese Zeilen geschrieben. Winken

Liebe Gre

Klaus
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MichaelaT
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Anmeldungsdatum: 21.07.2007
Beitrge: 311

BeitragVerfasst am: 14.03.09, 10:46    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Klaus Sehr glcklich

Danke fr die Literaturverweise, ich habs mir ausgedruckt und beglcke jetzt anschlieend die nette Dame der Bibliothek... zum Glck gibt es ja Fernausleihe, auch wenn es immer etwas lnger dauert.

Was ist Deine Empfehlung, mit welchem Buch anfangen?
Ich muss dazu sagen, dass "lesen" bei mir immer etwas ausfhrlicher gert - so mit Notizen auf Zetteln, Querverweisen und zustzlich besorgten Hintergrundinfos. Verlegen

Dankeschn im voraus und liebe Gre,
Michaela
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hws
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Anmeldungsdatum: 07.07.2007
Beitrge: 2038
Wohnort: Unna

BeitragVerfasst am: 14.03.09, 12:33    Titel: Antworten mit Zitat

MichaelaT hat folgendes geschrieben::
hws - anscheinend habe ich Sie verletzt mit meinem Posting ber Bastian, das tut mir aufrichtig leid und ich entschuldige mich dafr..
Wofr entschuldigen?
Ach Gott (nein, nicht M.A.S gemeint Lachen ) erstens sehe ich nix, was mich da verletzen knnte oder htte.
Und Zweitens msste da schon was richtig massives kommen, um einen alleinerziehenden Vater mit erfolgreicher Trennung "zu verletzen". ("das schaffen wir schon!" - sie erinnern sich?)
Das war eine eher lustig / scherzhaft gemeinte Bemerkung.

Mir fllt halt auf, dass sie sich viel mit "Scheidungskinderproblemen" befassen.
(Nicht unbedingt) ihre eigenen.
Diese Auseinandersetzung mehr auf der Gefhleseite diskutieren, denn auf der Paragraphenseite.
Sie etwas ... hmmm .. (zartbesaitet vielleicht?) sind.

Sie haben vermutlich bemerkt, dass man bei einer Trennung - insbesondere bei Rosenkrieg - auch mal hart sein muss. Nicht hinterhltig auf dem Rcken der Kinder seine Rache oder (kurzfristige) persnliche Vorteile ausnutzen, aber freundlich und bestimmt gewisse Forderungen bzw Zurckweisungen vertreten.
Jammern in so einer Situation hilft nix (bestenfalls der Gegenpartei)

Und um himmelwillen NEIN. Ich will ihnen nix, nicht kritisieren, nicht beleidigen ... ist halt so mein Eindruck und der ist nicht negativ. Winken

hws
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MichaelaT
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Anmeldungsdatum: 21.07.2007
Beitrge: 311

BeitragVerfasst am: 15.03.09, 09:07    Titel: Antworten mit Zitat

huch - wo ist der Thread denn jetzt gelandet? Geschockt
Hab ich irgendwas verkehrt gemacht oder so? Verlegen

Hallo, hws - Danke fr Dein Posting. Hat bei mir einige Beklemmung weggenommen, ich wollte echt nix Bses.

"Etwas zart besaitet" ist wahrscheinlich ein Volltreffer, ich bin Musikpdagogin. *lach*
Und selbst ein Scheidungskind, der Rosenkrieg wurde eine regelrechte Schlammschlacht.
Ich (Einzelkind, damals 7 Jahre alt) wurde von der gesamten Familie bestochen, gentigt, gekdert, eingeschchtert, gestreichelt und geschlagen - frchterlich!

Vielleicht sind deshalb meine Antennen automatisch auf Empfang, wenn es um Kinder geht...

Viele liebe Gre,
Michaela

Hallo, liebe Fachleute Sehr glcklich

Liegt in diesem Fall von der KM verschuldetes PAS vor?

KV nicht sorgeberechtigt, gewaltttig und mit punktuellem Alkoholproblem. Kinder verweigern den Kontakt, nachdem KV mehrfach Unwahrheiten ber die KM zu ihnen gesagt hat, KM wird verunglimpft und KV stellt sich als Opfer dar. Kinder wurden erpresst und gentigt bei Besuchskontakten ("Wenn ihr nicht...., dann bringe ich eure Mutter ins Gefngnis und ihr kommt ins Heim!")
Liegt durch die KM verschuldetes PAS vor?

Dankeschn und liebe Gre!
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Dipl.-Sozialarbeiter
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Anmeldungsdatum: 09.12.2006
Beitrge: 11996

BeitragVerfasst am: 15.03.09, 09:54    Titel: Antworten mit Zitat

MichaelaT hat folgendes geschrieben::
huch - wo ist der Thread denn jetzt gelandet? Geschockt
Hab ich irgendwas verkehrt gemacht oder so? Verlegen
...

Lachen Hallo MichaelaT,

ich habe den Thread verschoben, da dein Thema durchaus fr eine virtuelle Schulung geeignet ist.

Bei dem Thema sind zudem verschiedene Disziplinen/Wissenschaften (Rechtswissenschaft, Psychologie, Soziologie, Pdagogik und Sozialwissenschaft usw.) betroffen.

Es ist also nichts schlimmes mit der Verschiebung passiert. Winken

Liebe Gre

Klaus
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hws
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Anmeldungsdatum: 07.07.2007
Beitrge: 2038
Wohnort: Unna

BeitragVerfasst am: 15.03.09, 12:22    Titel: Antworten mit Zitat

MichaelaT hat folgendes geschrieben::
Kinder verweigern den Kontakt
Sieh an Lachen , und da befrchten sie, dass Kinder nicht unterscheiden konnen, wer sie "lieb hat" und wer sie "besch.. will" Cool

MichaelaT hat folgendes geschrieben::
Liegt durch die KM verschuldetes PAS vor?!
Ich weiss nicht ob man die Frage so stellen kann bzw ob PAS (schon) eine strafbare Handlung ist.

hws
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Dipl.-Sozialarbeiter
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Anmeldungsdatum: 09.12.2006
Beitrge: 11996

BeitragVerfasst am: 15.03.09, 12:48    Titel: Antworten mit Zitat

hws hat folgendes geschrieben::
... man die Frage so stellen kann bzw ob PAS (schon) eine strafbare Handlung ist. ...

"PAS" (Begriff aus der Psychologie) wird sicher nicht als Rechtsbegriff Eingang in das BGB oder StGB finden. Aber es gibt den 1684 BGB und den 235 StGB.
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MichaelaT
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Anmeldungsdatum: 21.07.2007
Beitrge: 311

BeitragVerfasst am: 15.03.09, 21:49    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo hws Sehr glcklich

ich bin mir sicher, dass meine Kids wissen, dass ich sie wirklich lieb habe.

Ein Gutachten aus 2005 besagt, ich wrde meine ngste vor dem KV unbewusst auf die Kinder projizieren, die gegnerische Anwltin machte daraus "die KM instrumentalisiert" und nun heit es "Die Umgangsverweigerung der Kinder knnte auf PAS zurckzufhren sein."

Klar - damals hatte ich einfach panische Anst vor ihm, das ist nun mal so nach jahrelanger schlimmster Misshandlung. Da auch die misshandelten Kinder Angst hatten, war nur begleiteter Umgang mglich (den ich auch nie boykottiert hab).

Wenn etwas "falsch luft" so wie jetzt der Kampf mit dem Umgang, dann suche ich zuerst bei mir nach den Fehlern.
Aber egal, wie ich grble und im Gedchtnis whle: ich hab nie Schimpfworte gebraucht, ihn nie als Mistkerl hingestellt oder ihm die Pest an den Hals gewnscht. Auch nicht die Kinder gengstigt, immer wieder von den Vorfllen geredet.
Haben die Kinder mich gefragt, habe ich wahrheitsgem geantwortet und den Satz drangehngt "aber jeder Mensch kann sich ndern und das alles ist doch lange her".

Unsere Dame vom Jugendamt wollte mir verbieten, mit den Kindern ber die Gewalterlebnisse zu reden - das wre nicht meine Aufgabe. Mein Sohn hat seinen Vater einmal danach gefragt, dieser hllte sich in Schweigen und die Dame vom Jugendamt fand dieses Verhalten prima.
Der Richter dagegen meinte zum KV "Natrlich haben Sie auf die Fragen zu antworten und es kann nur eine Antwort darauf geben: Ich habe Mist gebaut und es tut mir leid!"
Diese Antwort hat mein Ex jedoch nie gebracht.

Nach nur zwei unbegleiteten Kontakten, in welchen der KV sich als unschuldiges Opfer hinstellte, ber mich krftig herzog und die Kinder zu weiteren Kontakten zu erpressen versuchte, stellen sich Beide quer. Sohnemann ist knapp 12 und meinte letztens "Wenn du da hin willst, dann geh doch - ich jedenfalls nicht!" Geschockt
(Sohnemann war drei bei unserer Trennung, fr dessen Misshandlung bekam der KV die hchste Einzelstrafe).

Die gegnerische Anwltin beruft sich nun auf das Gutachten aus 2005, ignoriert meine erfolgreich absolvierte Gewaltverarbeitungstherapie und stellt mich als psychisch schwerst krank dar. (Ihr Satz, meine Gewalterlebnisse wren ja vielleicht sogar nicht mal unverschuldet - der zog mir glatt die Socken aus)

Im Netz habe ich jetzt folgendes gefunden, ich kopiere mal hier rein:

"Doch selbst Gardner erwhne, dass seine Theorie nicht anwendbar sei in Fllen, in denen Gewalt gegen das Kind, sexueller Missbrauch und Vernachlssigung die Umgangsverweigerung begrndet (vgl. ebd.), whrend die deutschen Protagonisten der PAS-Theorie, allen voran Jopt/Behrend (2000), dies gar nicht in Betracht ziehen, sondern verweigernde Kinder als Opfer eines Programmierungsprozesses darstellen, deren Willensuerung nicht beachtet werden msse."

Die Dame vom Jugendamt erklrte mir vor einiger Zeit, dass mir auch das Sorgerecht entzogen werden knne, wenn ich die Durchfhrung der Umgangskontakte nicht ermgliche. Geschockt
Prompt stellte der KV einen Antrag auf bertragung des alleinigen Sorgerechts, dieser wurde jedoch zurckgewiesen.

Gibt es fr Gutachten eigentlich ein "Verfall-Datum"?
Damals war ich ein verschrecktes Etwas, heute gucke ich ihm mit geradem Rcken ins Gesicht und bekomme auch kein Herzflattern mehr.
Das Gericht hatte mir diese Therapie empfohlen, da laut Aussage des Staatsanwaltes die gesamte Famile schwerst traumatisiert war (der KV wurde rechtskrftig wegen 14facher Misshandlung Schutzbefohlener verurteilt).
Der KV hat weder die Antiagressionstherapie noch die Alkoholtherapie gemacht, weil er ja angeblich "gar nichts gemacht" hat.

Wie gehe ich nun mit dem Vorwurf um, ich wrde die Kinder entfremden??
Im Laufe von 13 Verhandlungen wurden die Kinder zweimal begutachtet, zweimal durch Richter angehrt, vom Jugendamt befragt, vom Verfahrenspfleger und einer Umgangspflegerin durchleuchtet. Sie haben die Nase gestrichen voll, wollen vom KV in Ruhe gelassen werden und meine Kleine weint, weil er "hssliche Sachen" ber mich sagt.

Die gegnerische Anwltin sagt auch, Sohnemann knne sich an die Misshandlungen gar nicht mehr erinnern ... das wre alles von mir "eingeimpft".
Das Kind war damals drei Jahre alt und im Lehrbuch der Kinderpsychologie steht, traumatische Erlebnisse hinterlassen bereits Kindern unter einem Jahr bleibende Spuren.
Wer hat nun Recht?

Noch eine Frage: Verlangt man von mir, die Kinder anzulgen, wenn sie nach "damals" fragen?
Fragen kommen zwangslufig vor oder nach Besuchskontakten.
Wenn ich dann erzhle, damals wre alles super und toll gewesen - wieso sind wir dann geschieden? Ich verliere an Glaubwrdigkeit, wenn ich nicht ehrlich bin.

Irgendwie drehen sich meine Gedanken im Kreis, immer wieder suche ich die Fehler bei mir. Die begleiteten Umgangskontakte waren vllig okay, ich hab die Kids immer gut drauf vorbereitet und sie teilweise sogar mit neuem Spielzeug dazu gekdert. Bei unbegleiteten Kontakten hatte ich so meine Zweifel und immer hie es, ich solle doch nicht bertreiben... und nun soll ich Schuld sein, dass die Kids "nein!" sagen.

Meine Gedanken drehen sich im Kreis, es ist frchterlich.
PAS hngt wie ein Damoklesschwert ber mir.

Liebe Grbelgre,
Michaela
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hws
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Anmeldungsdatum: 07.07.2007
Beitrge: 2038
Wohnort: Unna

BeitragVerfasst am: 16.03.09, 09:26    Titel: Antworten mit Zitat

MichaelaT hat folgendes geschrieben::
ich bin mir sicher, dass meine Kids wissen, dass ich sie wirklich lieb habe.
Uii, jetzt wirds persnlich, und damit meist subjektiv.
Selbst die Formulierung "A und B haben ..." bewirkt schon etwas Objektivierung, auch wenn man genau weiss, dass A der Schreiber ist, B seine Ex und der Fall sein persnicher Fall. (oder so hnliches)

Ich habe langsam dass Gefhl, sie mchten hier ber ihre persnliche Situation reden und benutzen fremde Flle, die eine hnliche Situation haben.

Wenn ich sie persnlich oder/und bessr kennen wrde, wrde ich ihnen mglicherweise einen in den Hintern treten: "jetzt nimm geflligst deinen Ar... hoch, wehr dich. Hr auf, dir alles gefallen zu lassen und ber die Situation und den ach so bsen Ex zu jammern. Lern geflligst "nein" zu sagen. Und bei der nchsten unrechtmigen Aktion des Ex SOFORT nein sagen und (evtl per Rechtsanwalt) dagegen vorgehen.
Selbst wenn das objektiv nicht viel Erfolg zeigt, merkt der Ex subjektiv, dass "das kleine Dummchen" sich nun nix mehr gefallen lsst und die Drohungen/Demtigungen nun nix mehr ntzen.
Prgelknabe wird man nur dann, wenn man sich alles gefallen lsst. Da ist schwer wieder rauszukommen. Aber (besonders im Interesse der Kinder) wre das ntzlich und notwendig. Nicht, dass die auch noch Prgelknaben werden. Heute heisst das wohl Mobbingopfer. Und gemobbt wird auch nur der, der es sich gefallen lsst - ausser vielleicht der Chef will einen Angestellten loswerden, den er so einfach nicht kndigen kann.

So, das war der "Klartext". Wenn sie jetzt geschockt nen Weinkrampf bekommen, dann vergessen sie das ganze. Wenn sie nach dem Winkrampf vielleicht doch etwas selbstbewusster werden, dann freuit mich das fr sie.
Auch wenn ich ab sofort ihr Hassgegner bin, der ihnen ja so viel Gemeinheiten gesagt hat.
Sie erinnern sich an meinen / Tchterschens Spruch: "wir schaffen das schon"? Diesen Spruch fand ich schon bei Bob, der Baumeister gut.

So, das wars mit persnlicher Ansprache, die ich im Forum auch nur dieses eine mal gemacht habe.


MichaelaT hat folgendes geschrieben::
Ein Gutachten aus 2005 besagt, ich wrde meine ngste vor dem KV unbewusst auf die Kinder projizieren
Ist oft so, ngstliche Eltern haben oft ngstliche Kinder. Kinder eifern den Eltern nach - imguten wie im "schlechten". Daher mein Rat, Strke zu zeigen.

MichaelaT hat folgendes geschrieben::
ich hab nie Schimpfworte gebraucht, ihn nie als Mistkerl hingestellt oder ihm die Pest an den Hals gewnscht ...
Das muss man auch nicht. Das Kind merkt die Einstellung auch so. Ebenso wie: "das Kind merkt auch so, wer es lieb hat und wer es nur benutzen will"

MichaelaT hat folgendes geschrieben::
Auch nicht die Kinder gengstigt, immer wieder von den Vorfllen geredet.
Es reicht, wenn das Kind merkt, dass SIE sich nsgstigen. Es bernimmt das Verhalten. (dummerweise)

MichaelaT hat folgendes geschrieben::
Gibt es fr Gutachten eigentlich ein "Verfall-Datum"?
Dann, wenn ein neueres Gutachten prsentiert (oder angeordnet) wird und dieses (in einigen Punkten zumindest) dem alten Gutachten widerspricht.
Urteile zum Unterhalt gelten auch solange, bis man eine Abnderungsklage einreicht.

MichaelaT hat folgendes geschrieben::
Damals war ich ein verschrecktes Etwas, heute gucke ich ihm mit geradem Rcken ins Gesicht und bekomme auch kein Herzflattern mehr.
Na prima, dann wird sie meine "klare Ansprache" wohl auch nicht aus der Bahn geworfen haben Frage Lachen

MichaelaT hat folgendes geschrieben::
Wie gehe ich nun mit dem Vorwurf um, ich wrde die Kinder entfremden??
In dem Alter vermutlich gar nicht mehr - wenn sie die Umgangskontakte nicht vorstzlich torpedieren. Sie sollten auch nachweisen, dass sie den Kindern immer wieder gesagt haben: besucht doch mal wieder euern Vater.
Wenn ich heute Tchterchen(12) zwingen wollte, bestimmte "uncoole" Sachen anzuziehen, wrde ich scheitern. Mag auch daran hngen, das ich sie zur Selbstndigkeit erzogen habe.

MichaelaT hat folgendes geschrieben::
Noch eine Frage: Verlangt man von mir, die Kinder anzulgen, wenn sie nach "damals" fragen?
Wer verlangt das? Komplett anlgen wrde ich nie - hab ich auch nie gemacht. Mit einem "nun ja, aber.." vielleicht auf die zweispltige Situation hinweisen.

MichaelaT hat folgendes geschrieben::
Meine Gedanken drehen sich im Kreis, es ist frchterlich.
PAS hngt wie ein Damoklesschwert ber mir.
Zum Mobbingopfer macht man sich oft selbst durch stndiges Nachgeben. Probieren sie's auch mal mit der "wir schaffen das schon" Motivation.

(Mist, schon wieder kaum was rechtlich relvantes in meinem Beitrag Sehr bse Mit den Augen rollen )

hws
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