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Rechtsstreit wegen vermeintlich kopierter Internetinhalte

 
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StPauli20359
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Anmeldungsdatum: 17.03.2009
Beitrge: 2

BeitragVerfasst am: 17.03.09, 20:29    Titel: Rechtsstreit wegen vermeintlich kopierter Internetinhalte Antworten mit Zitat

Im September 08 erhielt Werbeagentur B einen Auftrag fr die Erstellung einer Internetseite. Dazu zhlten die grafische Umsetzung und die textlichen Inhalte. Mitarbeiter A wurde nachdem das grafische Konzept stand mit den Texten beauftragt. Da vom Kunden keinerlei Input kam, recherchierte Mitarbeiter A im Internet und fand diverse Konkurrenzseiten und Artikel, wie Abhandlungen zum Thema. Mit der Anregung und frischem Input wurden die Texte erstellt. Wissentlich wurde dabei nichts kopiert.

Vor ein paar Tagen erhielt Agentur B von dem Kunden ein Information darber, dass ein Wettbewerber Markenrechtsverletzungen beanstandet sowie das Kopieren diverser Inhalte einer Imagebroschre. Dabei ist Folgendes Fakt: Die Markerechtsverletzung beruht auf einer Eintragung, die aber vom Wettbewerber in der Form nirgends kommuniziert wird und in diversen Artikeln in gleicher Form formuliert wurde. Dabei ist die Formulierung auch "nur" Bestandteil einer Wort-Bildmarke. Zum anderen wurde eine allgemein fr diese Branche verwendete Formulierung beanstandet sowie eine Sprachgebruchliche Redewendung. Des Weiteren wurden Textpassagen beanstandet, die beim Abgleich sehr hnlich klingen, aber nicht eins zu eins bereinstimmen.

Nehmen wir an, das Ganze ginge eventuell vor Gericht. Der Anwalt des Kunden von Agentur B wrde eine Erklrung von Mitarbeiter A verlangen, in der die Vorgehensweise der Texterstellung errtert wird. Diese soll an Eides statt verfasst werden, um eine Zeugenaussage zu vermeiden.
Die Erklrung wrde von Mitarbeiter A wie folgt verfasst:
Stellungnahme zum Abmahnschreiben an X
Wann genau wurden die Texte erstellt?
Am 7. und 8. Oktober 2008. Korrekturen erfolgten am 20.10.2008.
Von wem wurden die Texte erstellt?
A
Auf welche Weise wurden die Texte erstellt?
Zur Erstellug der Texte fehlte von Kundenseite jeglicher schriftliche Input. Daher
diente das Internet zur Recherche. Seiten von Konkurrenzunternehmen wurden dabei
weitestgehend nicht bercksichtigt. Konkurrenzmaterial in Form von Broschren wurden
niemals als Vorlage genutzt. Ich vergewissere daher auch, zu keinem Zeitpunkt Broschren der Z angefordert oder zu Hilfe genommen zu
haben. Dieser Vorwurf ist absolut nicht haltbar. Das Internet gab mit diversen Artikeln
und Abhandlungen genug Potenzial zur Information und demnach zur anschlieenden
Erstellung der Texte. hnliche Formulierungen knnen also nur Ableitungen diverser
anderer Quellen oder reiner Zufall sein. Wissentlich wurden von mir keine Inhalte
kopiert. Es handelt sich ja immerhin um eine identische Dienstleistung. Einige
Dokumente und Screenshots, die Grundlage der entstandenen Texte waren, sind als
Anlage beigefgt.
Aus diesen Unterlagen ergibt sich auch, dass im Breich der Empfangsdienstleistungen,
die ein Me-too-Produkt sind, Inhalte und Termini nahezu identisch sind und auch so
verwendet werden. Der Bereich der Empfangsdienstleistung umfasst ein recht eng
gestecktes Feld, Daher sind beschreibende Formulierungen sowie Inhaltsbeschreibungen auch in diversen Publikationen hnlich.
Der Claim [Gelscht. Biber] ist abgeleitet von der Abhandlung [Gelscht. Biber]. Auf diese Abhandlung stt man unausweichlich, wenn man zu dem Thema im Internet recherchiert.
Es wird allgemein beim Empfang von der Visitenkarte und dem Gesicht eines Unternehmens gesprochen. Daher ist es naheliegend, dass man auch fr X diese
Formulierungen verwendet.
Fr den ersten Eindruck gibt es keine zweite Chance ist eine gebruchliche Sprachwendung.



Wie ist die Rechtslage?
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Biber
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Anmeldungsdatum: 21.11.2005
Beitrge: 11363
Wohnort: This world is not my home - I'm only passing through!

BeitragVerfasst am: 17.03.09, 22:02    Titel: Antworten mit Zitat

Textlschungen genau deshalb:
StPauli20359 hat folgendes geschrieben::
Auf diese Abhandlung stt man unausweichlich, wenn man zu dem Thema im Internet recherchiert.


StPauli20359 hat folgendes geschrieben::
Wie ist die Rechtslage?
Um welches rechtliche Problem geht es denn? Textdiebstahl?
_________________
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Sapere Aude! (Kant)
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StPauli20359
noch neu hier


Anmeldungsdatum: 17.03.2009
Beitrge: 2

BeitragVerfasst am: 18.03.09, 08:41    Titel: Antworten mit Zitat

Ja, es geht um Textdiebstahl.
A mchte nicht so ohne Weiteres einer eidesstattliche Erklrung abgeben, obwohl A sich keiner "Kopier-Schuld" bewusst ist. Aber die Sachlage zeigt, dass beide Texte Parallelen aufzeigen.
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Biber
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Anmeldungsdatum: 21.11.2005
Beitrge: 11363
Wohnort: This world is not my home - I'm only passing through!

BeitragVerfasst am: 18.03.09, 10:18    Titel: Antworten mit Zitat

StPauli20359 hat folgendes geschrieben::
Ja, es geht um Textdiebstahl.
Gut. Das wre dann wohl eher Urheberrecht, deshalb verschiebibert. Da finden sich sicherlich Fachleute, die nheres sagen knnen.

Wenn ich nicht vllig falsch liege, ist eine
StPauli20359 hat folgendes geschrieben::
eidesstattliche Erklrung
die gewissermaen 'einfach so' abgegeben wird, ein reichlich schwaches Beweismittel. Ich kann mir auch eher nicht vorstellen, da ein Gericht bei Vorlage einer solchen Erklrung auf eine Zeugenladung des Hauptbeteiligten verzichtet (schon allein deshalb, weil auch die Gegenseite mglicherweise doch noch die eine oder andere Frage an den Herrn hat). Das drfte umso mehr gelten, wenn
StPauli20359 hat folgendes geschrieben::
die Sachlage zeigt, dass beide Texte Parallelen aufzeigen.

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