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nichteheliche Lebensgemeinschaft

 
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andrea1332
FDR-Mitglied


Anmeldungsdatum: 29.04.2005
Beitrge: 25

BeitragVerfasst am: 19.03.09, 06:36    Titel: nichteheliche Lebensgemeinschaft Antworten mit Zitat

Hallo, guten Morgen

In einer nichtehekichen Lebensgemeinschaft hat der berlebende Partner ja keinen Erbanspruch.
Was aber aus dem gemeinsamen Hausstand steht den gesetzlichen Erben dann zu?

Beispiel:

A+B wohnen gemeinsam in einer ETW, die auf A eingetragen ist.
Auch die Hausratversicherung luft auf A.
A+ B haben beide Einkommen, keine Kinder.

Der Hausstand besteht sowohl aus Dingen von A, als auch von B und auch aus Dingen, die gemeinsam angeschaftt wurden.
Einige Dinge sind entweder A oder B zuzuordnen, zu anderen Dingen gibt es keinen Nachweis, wem was gehrt.

Nun stirbt B ohne ein Testament gemacht zu haben.
Was gehrt zum Erbe vom B?
Was muss A den gesetzlichen Erben von B geben?

Fr Antworten schon mal im Voraus vielen Dank!

Andrea
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matthias.
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied


Anmeldungsdatum: 07.06.2005
Beitrge: 12402

BeitragVerfasst am: 19.03.09, 09:53    Titel: Antworten mit Zitat

Alles was B gehrt gehrt zum Erbe und was gemeinschaftlich angeschafft wurde da wird man den Erben einen entsprechenden Anteil auszahlen mssen wenn man es als A behalten will. Im Einzelfall ist das allerdings wahrscheinlich schwer nachweisbar und meistens ist ein 5 Jahre altes Sofa z.b. ja auch praktisch nichts mehr wert, ausser es wre ein Designerteil.
Die meisten Erben werden auf alte Mbel aus einem Nachlass auch durchaus gerne verzichten. Also ich denke mit ein bisschen Menschverstand muss man sich da einigen knnen.

Wenn man sich darber ernsthaft zerstreitet, dann wrde ich als A einfach mal eine Aufstellung machen wem gehrt was und was gehrte A+B zusammen.

MfG
Matthias
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andrea1332
FDR-Mitglied


Anmeldungsdatum: 29.04.2005
Beitrge: 25

BeitragVerfasst am: 19.03.09, 10:12    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Matthias,

danke fr Ihre Antwort.

Es geht aber nicht nur um ein Sofa, sondern schon um hochwertige Dinge.

Wer muss den Nachweis erbringen?
Die Erben der B, dass es B gehrt hat?
Oder muss A den Nachweis erbringen, dass es ihm und nicht B gehrt hat?

Was ist mit der ETW?
Wird unterstellt, dass gemeinsam getilgt wurde, womit die Erben der B einen Ausgleichsanspruch htten?
Oder mssen die Erben der B nachweisen, dass sich B an der Tilgung beteiligt hat?

Beste Gre, Andrea
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hws
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied


Anmeldungsdatum: 07.07.2007
Beitrge: 2038
Wohnort: Unna

BeitragVerfasst am: 19.03.09, 10:46    Titel: Antworten mit Zitat

andrea1332 hat folgendes geschrieben::
Oder mssen die Erben der B nachweisen, dass sich B an der Tilgung beteiligt hat?
Der, der was will, muss es beweisen.
Luft Kaufvertrag, Grundbucheintrag usw allein auf A, ist erstmal davon auszugehen, dass es A's alleiniges Eigentum ist. B bzw B's Erben mssten dann nachweisen, dass B die Wohnung "miterworben" hat. Z.B. durch berweisungen, Quittungen ber Zinsen und Tilgung.
A war B's Lebenspartner? und nun will A nicht mit der Wahrheit raus und B's Erben "besch..."?
Na gut, wenn er damit was von "seiner Wohnung an fremde Leute abgeben msste" mglicherweise verstndlich, aber rechtlich trotzdem nicht korrekt. Kommt eben drauf an, was beweisbar ist

hws
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andrea1332
FDR-Mitglied


Anmeldungsdatum: 29.04.2005
Beitrge: 25

BeitragVerfasst am: 19.03.09, 10:59    Titel: Antworten mit Zitat

hws hat folgendes geschrieben::

A war B's Lebenspartner? und nun will A nicht mit der Wahrheit raus und B's Erben "besch..."?
Na gut, wenn er damit was von "seiner Wohnung an fremde Leute abgeben msste" mglicherweise verstndlich, aber rechtlich trotzdem nicht korrekt. Kommt eben drauf an, was beweisbar ist

hws



Hallo hws,

A+B sind gesund und munter, denn es handelt sich hier um eine allgemeine Frage, wie es im Falle wenn ausshe.

Den Erben soll auch nichts vorenthalben bleiben. Geld/Aktien/Immobilien von B wrden sie ja bekommen.
Hier geht es darum, ob A anschlieend in einer halbleeren Wohnung sitzt und womglich noch die ETW verkaufen muss, um B's Erben den Ausgleichsanspruch zahlen zu knnen.

Gru, Andrea
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matthias.
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied


Anmeldungsdatum: 07.06.2005
Beitrge: 12402

BeitragVerfasst am: 19.03.09, 11:09    Titel: Antworten mit Zitat

Das Problem mit der Wohnung knnte man in meinen Augen ganz einfach so umgehen, dass B einfach Miete zahlt.

MfG
Matthias
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Franz Knigs
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied


Anmeldungsdatum: 07.10.2007
Beitrge: 4915
Wohnort: Bad Honnef

BeitragVerfasst am: 19.03.09, 14:57    Titel: Antworten mit Zitat

Beim Tode einer Person geht deren Vermgen als ganzes auf deren Erben ber. Den Erben gehrt also alles, was dem Erblasser bei seinem Tod gehrte. Das gleiche gilt auch fr die Schulden, die der Erblasser hatte. So weit, so klar und so einfach.

Schwierig es ist hufig festzustellen, was ganau dem Erblasser gehrte.

Bei im Grundbuch eingetragenen Immobilien, z.B. einer Eigentumswohnung, ist die Feststellung noch einfach: Das Eigentum richtet sich ausschlielich nach der Eintragung im Grundbuch.

Nicht schwierig ist es normalerweise auch bei Geldwerten. Das Guthaben auf einem Konto gehrt dem Inhaber des Kontos. Bei Gemeinschaftskonten ist davon auszugehen, dass jedem Kontoinhaber die Hlfte des Guthabens gehrt, sofern nichts Anderes vereinbart ist.

Wenn bei beweglichen Sachen die Eigentumsverhltnisse nicht feststehen, werden in Zweifelsfllen die Erben nachweisen mssen, dass der Erblasser Eigentmer oder Miteigentmer der jeweiligen Sache war. Dabei knnte es sein, dass ein Gericht von einem so genannten Anscheinsbeweis ausgeht. Das bedeutet, dass in Fllen, in denen der uere Anschein dafr spricht, dass der Erblasser Eigentmer oder Miteigentmer einer bestimmten Sache war, der Besitzer der Sache den Anschein entkrften muss.

Eine besondere Verpflichtung gegenber den Erben trifft denjenigen, der zur Zeit des Todes des Erblasser mit ihm in huslicher Gemeinschaft lebt. Von diesem kann der Erbe Auskunft darber verlangen, welche der Sachen, die sich in der gemeinsamen Wohnung befinden, zum Nachlass gehren, d.h. dem Erblasser ganz oder teilweise gehrt haben. Der Erbe kann die Vorlage eines Verzeichnisses verlangen, in dem alle Sachen, die zum Nachlass des Erblassers gehren, einzeln aufgefhrt sind. Die Erben knnen zudem verlangen, dass die Aufstellung durch eine eidesstattliche Versicherung bekrftigt wird.
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matthias.
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied


Anmeldungsdatum: 07.06.2005
Beitrge: 12402

BeitragVerfasst am: 19.03.09, 20:05    Titel: Antworten mit Zitat

Die Aufstellung sollte man vielleicht schon zu Lebzeiten machen, hilft auch bei Versicherungen oder einem Versicherungsfall (Hausrat).
Dann kann man sich hinterher eigentlich kaum noch streiten, wenn das Verzeichnis von beiden unterschrieben ist.

MfG
Matthias
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