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Erbfall: Aus 1/3 Sachwert wird 50% Geldwert?

 
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Isis_Osiris
FDR-Mitglied


Anmeldungsdatum: 10.04.2008
Beitrge: 41
Wohnort: Schleswig-Holstein

BeitragVerfasst am: 19.03.09, 07:49    Titel: Erbfall: Aus 1/3 Sachwert wird 50% Geldwert? Antworten mit Zitat

Mich wrde folgendes interessieren:

Annahme: Im notariellen Testament will die verwitwete Mutter ihr Haus den 2 Kindern (alleinstehend) zu 1/3 und 2/3 vererben. ber Geldvermgen wird nichts festgelegt. Gleichzeitig hat sie ihren 2 Kindern General- und Vorsorgevollmacht -je fr sich allein- erteilt. Mutter kommt in ein Altersheim, wird dement und verliert dadurch ihre Geschftsfhigkeit. Um die Kosten des Heimes zu tragen, wird das Haus verkauft. Das Geld wird -soweit nicht fr Kosten der Mutter erforderlich- angelegt.
Die Mutter stirbt nach einiger Zeit. Geldvermgen ist noch vorhanden.

Frage: Erhalten nunmehr die Kinder je ihren gesetzlichen Anteil (50%) mangels testamentarischer Verfgung oder, da die Herkunft des Geldvermgens nachweislich aus dem Hausverkauf stammt, die ursprnglich gewollte Aufteilung von 1/3 und 2/3 ?
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maconaut
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied


Anmeldungsdatum: 13.11.2006
Beitrge: 3479

BeitragVerfasst am: 19.03.09, 09:18    Titel: Re: Erbfall: Aus 1/3 Sachwert wird 50% Geldwert? Antworten mit Zitat

Isis_Osiris hat folgendes geschrieben::

Frage: Erhalten nunmehr die Kinder je ihren gesetzlichen Anteil (50%) mangels testamentarischer Verfgung oder, da die Herkunft des Geldvermgens nachweislich aus dem Hausverkauf stammt, die ursprnglich gewollte Aufteilung von 1/3 und 2/3 ?


Da bei Eintreten des Erbfalls der Gegenstand des Testaments nicht mehr im Besitz der Erblasserin war, regelt das Testament hier nichts mehr. Also bei gesetzlicher Erbfolge 50/50 fr die beiden Kinder.

Anders she es vielleicht aus, wenn die Mutter das Haus den Kindern schon vorab geschenkt htte (in 1/3 zu 2/3) und diese dann das Haus gemeinsam verkauft htten...
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Notaranwrter
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied


Anmeldungsdatum: 19.03.2008
Beitrge: 195
Wohnort: Stuttgart

BeitragVerfasst am: 20.03.09, 16:14    Titel: Antworten mit Zitat

Grundstzlich sehe ich das auch so, aber im Detail ist das eine Auslegungsfrage, bei der es auf den genauen Wortlaut des Testaments ankommt. Hat die Mutter beispielsweise geschrieben. Meine Kinder sollen mein Haus als meinen einzigen Vermgensgegenstand zu 1/3 und zu 2/3 erben, wrde ich im Wege der Auslegung dazu kommen, dass auch eine generelle Erbeinsetzung in diesen Quoten vorliegt. Aber wie gesagt, dass kann so pauschal nicht gesagt werden.
_________________
"Frher litten wir an Verbrechen, heute an Gesetzen"
Tacitus
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Isis_Osiris
FDR-Mitglied


Anmeldungsdatum: 10.04.2008
Beitrge: 41
Wohnort: Schleswig-Holstein

BeitragVerfasst am: 20.03.09, 17:41    Titel: Antworten mit Zitat

Danke fr Eure Meinung. Das zeigt wieder, wie genau Testamente ausformuliert sein sollten.
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