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Erbschaftssteuer Freibetrag gegenber Eltern

 
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penny71
Interessierter


Anmeldungsdatum: 03.10.2005
Beitrge: 11

BeitragVerfasst am: 21.03.09, 09:54    Titel: Erbschaftssteuer Freibetrag gegenber Eltern Antworten mit Zitat

Guten Tag,

mein Vater ist vor 5 Wochen verstorben und meine Mutter hat jetzt eine Einladung zum Notar bekommen. Da meine Eltern vor ber 20 Jahren ein gegenseitiges Testament gemacht haben, drfte ich keine Einladung bekommen.

Zum Glck verstehe ich mich mit meiner Mutter hervorragend (bin Einzelkind) und sie wollte mir sowieso etwas davon abgeben. Das wrde aber nicht mehr den Freibetrag meines Vaters berhren, sondern ihren gegenber mir. Ich wrde gerne alles bei meiner Mutter belassen, aber dann hlt frher oder spter der Staat die Hand auf.

Die Steuergesetzgebung stellt mich jetzt vor eine Gewissensfrage. Wenn ich jetzt nichts Erbe, verfllt der Freibetrag gegenber meinem Vater, d.h. ich msste meinen Pflichtteil einklagen (was ich furchtbar fnde), nur damit der Freibetrag genutzt wird. Ich wrde unter dem Hintergrund, dass ein Angehriger verstorben ist, das Thema sowieso gerne aufschieben, was aber nicht geht.

Sie wollte mich zum Notar mitnehmen (wenn das geht). Aber ich wollte vorher schon mal abklren, was es da noch fr Mglichkeiten gibt.

Kann meine Mutter auch auf einen Teil verzichten, der dann automatisch an mich geht ? Das wre fr mich moralisch gesehen noch eine akzeptable Lsung.

Oder verfllt der Freibetrag gar nicht, sondern wird nur aufgeschoben?
Wie ist die Rechtslage?

Grsse,
Penny71
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Franz Knigs
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied


Anmeldungsdatum: 07.10.2007
Beitrge: 4915
Wohnort: Bad Honnef

BeitragVerfasst am: 21.03.09, 15:33    Titel: Antworten mit Zitat

Wenn die Eltern sich in einem Testament gegenseitig als Erben eingesetzt haben, tritt die in dem Testament vorgesehene Erbfolge kraft Gesetzes ein, ohne dass der Erbe etwas dazu tun muss oder dagegen tun kann. Der Erbe kann nur das Erbe insgesamt ausschlagen, aber nicht auf einen Teil des Erbes verzichten.

Ein Pflichtteilsberechtigter kann von dem Erben die Zahlung des Pflichtteils verlangen. Fordert ein Pflichtteilberechtigter den Pflichtteil nicht, verjhrt der Anspruch in drei Jahren.

Zur Zahlung der Erbschaftsteuer ist der Erbe verpflichtet. Zahlt der Erbe einem Pflichtteilsberechtigten den Pflichtteil, ist der Pflichtteilsberechtigte insoweit zur Zahlung der Erbschaftsteuer verpflichtet. Die von dem Erben zu zahlende Erbschaftsteuer verringert sich entsprechend.
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matthias.
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied


Anmeldungsdatum: 07.06.2005
Beitrge: 12402

BeitragVerfasst am: 22.03.09, 10:54    Titel: Antworten mit Zitat

Das Problem scheint ja eher ein Kommunikationsproblem zu sein oder verstehe ich das falsch?

0. Erstmal herzliches Beileid

1. Wrde ich mal abklren ob es wirklich um soviel Geld geht, dass du mal Erbschaftssteuer zahlen musst, wenn ja gratuliere fr deine sparsamen Eltern!

2. Wenn du dir mit deiner Mutter einig bist, dass du dein Pflichtteil aus dem Erbe deines Vaters bekommen sollst, dann muss man nichts gerichtlich einklagen. Das verstehst du falsch. "Dein Mutter gibt dir das Geld und gut ist."

3. Wenn du das jetzt nicht ansprechen willst, htte man wie gesagt 3 Jahre Zeit das zu klren.

4. Oder deine Mutter schenkt dir irgendwann mal was (steuerfrei max. soviel wie du auch steuerfrei erben kannst) und wenn sie dann noch 10 Jahre lebt, fllt das nicht mehr unter die Erbschaftssteuern.

MfG
Matthias
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penny71
Interessierter


Anmeldungsdatum: 03.10.2005
Beitrge: 11

BeitragVerfasst am: 23.03.09, 18:02    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

danke fr die Antworten.

Es geht eigentlich um die Nutzung des Pflichtteils meines Vaters.

Das gesamte Erbe wrde schon ber dem Freibetrag liegen (es sind auch 2 Wohnungen dabei), deshalb wre es ja sinnvoll, den Freibetrag, den ich gegenber meinem Vater habe, noch auszunutzen. Wenn mir meine Mutter etwas schenkt, geht das ja von Ihrem Freibetrag weg.

Das mit den 3 Jahren ist ein guter Hinweis. Dann kann ich noch berlegen.


Gru, Penny71
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matthias.
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied


Anmeldungsdatum: 07.06.2005
Beitrge: 12402

BeitragVerfasst am: 24.03.09, 12:42    Titel: Antworten mit Zitat

penny71 hat folgendes geschrieben::
Wenn mir meine Mutter etwas schenkt, geht das ja von Ihrem Freibetrag weg.


Nur wenn sie innerhalb 10 Jahren stirbt.

MfG
Matthias
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