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Fragen zur Abwicklung bei anteilmssigem Erbe

 
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blarch
FDR-Mitglied


Anmeldungsdatum: 09.06.2006
Beitrge: 65

BeitragVerfasst am: 22.03.09, 16:46    Titel: Fragen zur Abwicklung bei anteilmssigem Erbe Antworten mit Zitat

Hallo zusammen

Nehmen wir mal an in einem Testament wird folgendes festgelegt:

A wird als Haupterbin eingesetzt und erbt das gesamte Vermgen sowie 50% vom Haus. Weiter ist A verantwortlich vor die Anwicklung des Hausverkaufes und fr die Auszahlung der weiteren erben.

Die weiteren Erben B und C bekommen je 15% und D und E je 10% vom Hausverkauf.

Im Testament ist folgende Regelung zur Verkaufsumme des Hauses niedergeschrieben:

"(...) Von der Verkaufssumme des Hauses gehen alle Kosten fr die Abwicklung z.B. Rumung des Hauses durch eine Firma usw. ab (...) Die Auszahlung der weiteren Erben erfolgt nach Abwicklung des Hausverkaufes und Geldeingang. Die Auszahlung dieser Erben erfolgt nur vom Hausverkauf (...)"

Dazu nun ein paar Fragen:

1.)
Wenn das Haus nicht so schnell verkauft werden kann wie gedacht und weiter Unterhaltskosten wie Energiekosten, Grundsteuer, Reparaturen anstehen und gemacht werden mssen, drfen dann diese Kosten ebenfalls von der Verkaufssumme abgezogen werden?

2.)
Haben die anderen Erben (B, C, D oder E) bei einem schleppenden Verkauf des Hauses eine Mglichkeit an das Geld zu kommen, z.B. durch eine Ausbezahlung durch die Haupterbin auch wenn dies anders im Testament niedergeschrieben wurde?

3.)
Wenn nun z.B. C das Haus kaufen mchte, welcher Preis wird dann als Grundlage festgelegt und wer bestimmt diesen?

Besten Dank im voraus fr die Beantwortung meiner Fragen.
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matthias.
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied


Anmeldungsdatum: 07.06.2005
Beitrge: 12402

BeitragVerfasst am: 22.03.09, 17:27    Titel: Antworten mit Zitat

zu 2.) Wenn B, C, D u. E wirklich Erben sind gehrt denen das Haus mit A zusammen als Erbengemeinschaft. Dann knnen sie von A nicht die Auszahlung ihres Wertes verlangen. Eine Mglichkeit frher an das Geld zu kommen wre die Zangsversteigerung zu betreiben, dabei knnte aber ein Betrag rauskommen der unter einen Verkauf auf dem freien Markt bliebe.

zu 3) Letztlich mssten sich alle auf eine Preis einigen. Den bestimmt keiner. Was der wahre Preis einer Sache ist, ist auch eine fast philosophische Frage die garnicht so einfach zu beantworten ist. Letztlich ist es der Preis den jemand bereit ist zu bezahlen.

Man knnte sich von einem unabhngigen Gutachter einen Preis ermitteln lassen damit man mal eine Grundlage hat. Scheinbar wird das Haus ja auch im Moment zu teuer angeboten, da keiner darauf anspringt. Leider haben viele Leute einen falschen Anspruch an den Wert von Husern. Das eigene Haus wird meist weit berschtzt im erzielbaren Preis.
Da ist es halt auch schwierig bei 5 Leuten auf einen Preis zu kommen mit dem alle Leben knnen.

MfG
Matthias
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blarch
FDR-Mitglied


Anmeldungsdatum: 09.06.2006
Beitrge: 65

BeitragVerfasst am: 22.03.09, 19:44    Titel: Antworten mit Zitat

Vielen Dank fr Deine Antworten.

Aber wie sieht es bei meine Frage 1.) aus? Drfen die Unterhaltskosten vom Kaufpreis abgezogen werden oder nicht? Im Testament ist dazu ja nichts vermerkt.

Wie ist es z.B. wenn A etwas am Haus reparieren lsst ohne die anderen zu informieren? Wer trgt da die Kosten?
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blarch
FDR-Mitglied


Anmeldungsdatum: 09.06.2006
Beitrge: 65

BeitragVerfasst am: 24.03.09, 10:33    Titel: Antworten mit Zitat

Da ich auf meine erste Frage bisher immer noch keine Antwort erhalten habe, mchte ich sie hiermit nochmals konkretisieren.

Zu Frage 3.)

Ein Haus wird anteilsmssig wie folgt vererbt:

Haupterbe A bekommt 50%
B und C bekommen je 15%
D und E bekommen je 10%

vom Hausverkauf. Im Testament steht folgendes:

(...) Von der Verkaufssumme des Hauses gehen alle Kosten fr die Abwicklung z.B. Rumung des Hauses durch eine Firma usw. ab (...)

Welche Kosten drfen vom Hausverkauf abgezogen werden? Nur die Kosten die fr die Abwicklung des Hausverkaufes anfallen (z.B. Rumung, Makler, etc.) oder auch etwaige Unterhaltskosten wie (Energiekosten, Reparaturen, etc.)?

Wenn auch Unterhalts- und Reparaturkosten abgezogen werden drfen, wer bestimmt darber ob evtl. Reparaturen ausgefhrt werden mssen?

Zu Frage 2.)

Gibt es einen Unterschied zwischen den "normalen" Erben und dem Haupterbe?

Ich habe vor einiger Zeit bei einem anderen Erbbeispiel gehrt, dass der Haupterbe die anderen Erben nach einer gewissen Zeit vom dem Schtzpreis des Hauses auszahlen muss, egal ob das Haus verkauft wurde oder nicht.

Ist dem so? Oder war diese Information falsch?
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Franz Knigs
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied


Anmeldungsdatum: 07.10.2007
Beitrge: 4915
Wohnort: Bad Honnef

BeitragVerfasst am: 24.03.09, 11:16    Titel: Antworten mit Zitat

Zu Frage 3:
Von der Verkaufssumme des Hauses drfen die im Testament genannten Kosten abgesetzt werden.

Zu Frage 2:
Das hngt von den Bestimmungen im Testament ab. Wenn der Erbe den Verkauf des Hauses verhindert, das Haus unter seinem Verkehrswert verkauft oder den Verkauf des Hauses grundlos verzgert, knnten diejenigen, die einen Teil des Verkaufserlses beanspruchen knnen, ihren Anspruch gegebenenfalls auf der Grundlage eines Verkehrswertgutachtens geltend machen.
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blarch
FDR-Mitglied


Anmeldungsdatum: 09.06.2006
Beitrge: 65

BeitragVerfasst am: 24.03.09, 15:36    Titel: Antworten mit Zitat

Vielen Dank.

Franz Knigs hat folgendes geschrieben::
Zu Frage 3:
Von der Verkaufssumme des Hauses drfen die im Testament genannten Kosten abgesetzt werden.


nur um sicher zu gehen, dass ich Sie richtig verstanden habe ... im Testament steht, so wie ich es angegeben habe, nur etwas von den Kosten fr die Abwicklung die Kosten fr den Unterhalt (Heizung, Strom, ...) durfen demnach nicht von der Verkaufssummer abgezogen werden und hat der Haupterbe zu tragen!?
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Franz Knigs
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied


Anmeldungsdatum: 07.10.2007
Beitrge: 4915
Wohnort: Bad Honnef

BeitragVerfasst am: 24.03.09, 17:11    Titel: Antworten mit Zitat

blarch hat folgendes geschrieben::
nur um sicher zu gehen, dass ich Sie richtig verstanden habe ... im Testament steht, so wie ich es angegeben habe, nur etwas von den Kosten fr die Abwicklung, die Kosten fr den Unterhalt (Heizung, Strom, ...) durfen demnach nicht von der Verkaufssumme abgezogen werden und hat der Haupterbe zu tragen!?

So ist meines Erachtens die testamentarische Bestimmung zu verstehen.
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