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Privater Mailempfang - Grundstzlich verboten?

 
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Sven_He
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Anmeldungsdatum: 27.03.2009
Beitrge: 3

BeitragVerfasst am: 27.03.09, 17:09    Titel: Privater Mailempfang - Grundstzlich verboten? Antworten mit Zitat

Da ich glaube, dass es keine ganz einfache Antwort gibt (oder doch??), wrde ich mich ber Meinungen freuen.

Gesetzt den Fall, ein Arbeitgeber hat die private Nutzung oder den privaten Versand von E-Mails untersagt (was ja hufig nur zum Ziel hat, nicht unter das TKG zu fallen), darf ein Arbeitnehmer sich dann private E-Mails zusenden lassen?

Klar, dass dann die privaten Mails vom Arbeitgeber behandelt werden drfen, wie die geschftlichen, aber wenn das meinem Arbeitnehmer gleichgltig ist-wie ist die Lage?

Meine Firma betreibt einen Mail-Service, der mehrere E-Mails (z.B. die privaten) zusammengefat in einer Mail versendet-da mchte ich natrlich diejenigen anprechen, denen das Surfen (und damit das Kontrollieren von Web-Mails) verboten ist.

Freue mich ber Meinungen!
Sven_He
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FM
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Anmeldungsdatum: 05.12.2004
Beitrge: 7320

BeitragVerfasst am: 27.03.09, 17:18    Titel: Re: Privater Mailempfang - Grundstzlich verboten? Antworten mit Zitat

Sven_He hat folgendes geschrieben::

Gesetzt den Fall, ein Arbeitgeber hat die private Nutzung oder den privaten Versand von E-Mails untersagt (was ja hufig nur zum Ziel hat, nicht unter das TKG zu fallen), darf ein Arbeitnehmer sich dann private E-Mails zusenden lassen?


Den *Empfang* zu verbieten ist schwierig, wie will man eine eintreffende Mail verhindern? Da kann wohl hchstens verlangt werden, da sie sofort nach Erkennen gelscht wird.
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Sven_He
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Anmeldungsdatum: 27.03.2009
Beitrge: 3

BeitragVerfasst am: 27.03.09, 17:42    Titel: Antworten mit Zitat

Danke fr die Antwort! Ich mchte es noch etwas deutlicher formulieren:

Der AN veranlat ein automatisches System, ihm E-Mails zuzusenden. Diese kann er dann lesen und natrlich sofort lschen. Aber wie weit ist er denn in der vom AG ggf. untersagten "privaten Nutzung", die ja zufllig empfangene E-Mails wohl auch nicht erfassen kann?

Gibt es eine eindeutige Antwort?

Was, wenn der AG in der Richtlinie das Versenden privater E-Mails untersagt hat?

Gre
Sven_He
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FM
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Anmeldungsdatum: 05.12.2004
Beitrge: 7320

BeitragVerfasst am: 27.03.09, 23:55    Titel: Antworten mit Zitat

Der Arbeitgeber kann im Zweifel das Verbot ja auch leicht konkretisieren.

Wenn man Ihr Mailsammelprogramm vom Arbeitsplatz-PC aus benutzt, sollte die erste Frage eigentlich sein, ob das berhaupt erlaubt ist. Normaler Weise darf man fremdes Eigentum nicht einfach mal so verwenden, nur weil der Eigentmer noch nicht ausdrcklich gesagt hatte, da genau diese Verwendung nicht erlaubt ist.

Der Spediteur mu dem LKW-Fahrer auch nicht extra mitteilen, da er den LKW nicht nur zum Familieneinkauf nicht benutzen darf, sondern auch nicht zur Fahrt zum Zahnarzt.
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Smiler
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Anmeldungsdatum: 08.03.2005
Beitrge: 5641
Wohnort: 4928'54.64"N 748'26.90"E

BeitragVerfasst am: 28.03.09, 08:03    Titel: Antworten mit Zitat

Sven_He hat folgendes geschrieben::
Danke fr die Antwort! Ich mchte es noch etwas deutlicher formulieren:

Der AN veranlat ein automatisches System, ihm E-Mails zuzusenden. Diese kann er dann lesen und natrlich sofort lschen. Aber wie weit ist er denn in der vom AG ggf. untersagten "privaten Nutzung", die ja zufllig empfangene E-Mails wohl auch nicht erfassen kann?

Gibt es eine eindeutige Antwort?

Was, wenn der AG in der Richtlinie das Versenden privater E-Mails untersagt hat?

Gre
Sven_He

Verstehe das Problem nicht, private Nutzung ist verboten also woher sollte jemand die Adresse des TE haben, wenn er nicht selbst zum Zwecke des Missbrauchs von Firmeneigentum diese weiter oder in einem Programm eingegeben hat?
Was ist daran zufllig? Und im Zivilrecht muss der AG es nicht ber jeden Zweifel hinaus beweisen.
Der TE verursacht Traffic im System durch private Nutzung, in Zeiten wo AG wegen dem Aufladen des Akku vom privaten Handy kndigen, wrde ich mir solche Spe schenken.
_________________
Beitrge erheben keinen Anspruch auf Vollstndigkeit,
zu Risiken und Nebenwirkungen befragen sie den Anwalt ihres Vertrauens.
Und falls wir uns nicht mehr sehen, guten Tag, guten Abend und gute Nacht!
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Sven_He
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Anmeldungsdatum: 27.03.2009
Beitrge: 3

BeitragVerfasst am: 28.03.09, 08:16    Titel: Antworten mit Zitat

Hab mir so was gedacht, aber viele Texte gehen ja auf das "versenden" von E-Mails ein, whrend der Empfang ja oft nicht erwhnt wird.

Dann eine Ergnzung: Kann ein Arbeitgeber, der normalerweise eine private Nutzung des Internets verbietet, den Empfang von privat veranlaten Mails ausdrcklich gestatten, ohne damit zum Dienstanbieter nach TKG/TMG zu werden? Z.B. indem er darauf hinweist, dass er private mails zwar gestattet, grundstzlich aber alles behandelt, als sei es dienstlich?

Auch, wenn es ungewhnlich klingt-ich suche diese Mglichkeit...

Danke fr die Kommentare bisher!

Sven_He
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kdM
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Anmeldungsdatum: 27.09.2004
Beitrge: 3223
Wohnort: Raum Flensburg-Regensburg

BeitragVerfasst am: 28.03.09, 10:29    Titel: Antworten mit Zitat

Sven_He hat folgendes geschrieben::

Auch, wenn es ungewhnlich klingt-ich suche diese Mglichkeit...



Sven Hesxxxxxxx , ist das denn wirklich so sinnvoll, da der Geschftsfhrer einer Firma zur Erbringung von wirtschaftlichen Dienstleistungen fr Unternehmen und Privatpersonen, nmlich der in Wxxxxxx ansssigen axxxxx GmbH unter seinem kaum verschlsselten Klarnamen und unter Hinweis auf seine eigene Firma in der Signatur seine eigenen Unzulnglichkeiten ffentlich ausbreitet?

Wenn man schon seinen Service so bewirbt:
Zitat:

Sie haben ein oder mehrere private und ein geschftliches E-Mailaccount, aber Sie knnen oder wollen die privaten E-Mails nicht am Arbeitsplatz lesen? Ihr Arbeitgeber knnte ja ohnehin mitlesen oder hat den Zugang zu den E-Mailprovidern gesperrt?

Mit mxxx-rxxxxxx lassen Sie sich Ihre E-Mails von bis zu 10 E-Mailaccounts in einer Mail zusammenfassen und an den Arbeitsplatz schicken. So sehen Sie, was los ist, ohne sich bei Ihrem E-Mailprovider anmelden zu mssen.
- diese Firma aber selber offenbar so "professionell" fhrt, da sie damit verbundenen rechtlichen Fragen von anonymen Internet-Forenteilnehmern zweifelhafter Reputation geklrt werden - dann klingt das alles wenig vertrauenserweckend. Meine e-mails bekommt diese Firma jedenfalls nicht zum lesen und weiterleiten...
_________________
Ich habe zu keiner Zeit krperliche Gewalt gegen Kinder und Jugendliche in irgendeiner Form angewandt. Die ein oder andere Watschn kann ich nicht ausschlieen.
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Anmeldungsdatum: 14.02.2005
Beitrge: 6312
Wohnort: Mein Krbchen.

BeitragVerfasst am: 28.03.09, 16:25    Titel: Antworten mit Zitat

Private Nutzung umfasst Versand und Empfang.

Wenn ein Freund oder Angehriger im Einzelfall einmal auf die Adresse eine Email schickt, mag es schwer beweisbar sein, dass der Arbeitnehmer selbst das Ganze veranlasst hat.

Beauftragt er aber einen Zusendeservice oder kommen solche Mails regelmig, so wird man die vorstzliche private Nutzung nicht von der Hand weisen knnen.

Wenn dann auch noch diese Mails fr den AN vor ffnen als privat erkennbar sind und er /sie diese trotzdem in der Dienstzeit ffnet und liest, dann kann das sehr schnell zum Grund fr eine Kndigung fhren.

Noch interessanter: Ein Nichtberechtigter kann nicht ber etwas Verfgen, was ihm nicht zusteht. Also wre seine Genehmigung, ihm auf diese Adresse Emails zu senden, fr einen gewerblichen Versender keinen Schuss Pulver wert.
_________________
Few people are capable of expressing with equanimity opinions which differ from the prejudices of their social environment. Most people are even incapable of forming such opinions.
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