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Versorgungsausgleich

 
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aida
Gast





BeitragVerfasst am: 04.10.04, 18:11    Titel: Versorgungsausgleich Antworten mit Zitat

Hallo,
ich war knapp 20 Jahre verheiratet. Whrend de Ehe habe ich "nur" die ersten Jahre Vollzeit gearbeitet, danach ein Kind bekommen und viele Jahre in einem Minijob gearbeitet.
Wie ist das nun mit dem Versorgungsausgleich. Werden die Rentenansprche zu gleichen Teilen dem Rentenkonto bertragen oder bekomme ich nur einen bestimmtem Anteil zu meiner Rente dazu.
Vielen Dank
aida
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Melly
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied


Anmeldungsdatum: 13.09.2004
Beitrge: 1595

BeitragVerfasst am: 04.10.04, 18:34    Titel: Re: Versorgungsausgleich Antworten mit Zitat

Ganz einfach...es werden die von Ihnen erworbenen Rentenanteile in der Ehezeit errechnet und auch die des Mannes.
Hat der Mann mehr als Sie erworben, findet ein Ausgleich statt.Sie bekommen dann soviel aufs Rentenkonto bertragen, was Sie weniger als der Mann hatten.
Am Ende hat jeder das Selbe auf dem Rentenkonto.
Dabei gilt, es werden nur die Rentenpunkte geteilt, die in der Ehezeit erwirtschaftet wurden, nicht die vorher.
Sie haben ein Kind bekommen, das sind brigens auch Rentenanwartschaften, die in die Berechnung einflieen.
NNach Versorgungsausgleich bekommt man beide Konten schriftlich zugestellt, da werden Sie auch die Berechnung sehen und was an Ausgleich statt findet.
Gru
Melly
_________________
Smilie Melly
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Heinz-Peter Nobert
FDR-Moderator


Anmeldungsdatum: 13.09.2004
Beitrge: 1197
Wohnort: Saarlouis

BeitragVerfasst am: 05.10.04, 06:53    Titel: Re: Versorgungsausgleich Antworten mit Zitat

Melly hat folgendes geschrieben::
Sie bekommen dann soviel aufs Rentenkonto bertragen, was Sie weniger als der Mann hatten.


Richtig ist: Die Hlfte von der Differenz beider Anwartschaften wird bertragen.
_________________
Mit freundlichen Gren
RA Peter Nobert
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Hans
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied


Anmeldungsdatum: 13.09.2004
Beitrge: 239
Wohnort: Kln

BeitragVerfasst am: 05.10.04, 11:16    Titel: Re: Versorgungsausgleich Antworten mit Zitat

O Melly,

wenn Versorgungsausgleich einfach wre, bruchte man ja nicht 17 (!) Paragraphen im BGB und ein weiteres Gesetz zur Regelung von Hrten im Versorgungsausgleich.

1. Wir mssen unterscheiden zwischen Anwartschaften aus der gesetzlichen Altersversorgung und einer betrieblichen Altersversorgung sowie der Beamtenversorgung.

Die Ansprche aus der gesetzlichen Rentenversicherung werden wie folgt ausgeglichen:

1. Es werden die whrend der Ehezeit erworbenen Anwartschaften ermittelt,

z.B. Mann 700,00 EUR, Frau 300,00 EUR. Daraus wird die Differenz gebildet, also 400,00 EUR. Die Hlfte der Differenz wird - in Entgeltpunkten umgerechnet - auf das Rentenkonto der Frau bertragen, weil sie die geringeren Versorgungsanwartschaften hatte.

Die gesetzliche Rentenversicherung rechnet mit sog. Entgeltpunkten. Jeder Punkt hat einen bestimmten Wert, z.B. 27,50 EUR. Wenn man also whrend der Ehezeit 10 Entgeltpunkte erworben hat, betrgt der Anspruch aus der Ehezeit 275,00 EUR.

Die jhrlichen Rentenerhhungen sind nichts anderes als Erhhungen des Werts des Entgeltpunktes. Daher nehmen die jetzt im Wege des Versorgungsausgleichs bertragenen Entgeltpunkte auch an den zuknftigen Steigerungen - sofern es denn berhaupt noch welche gibt - teil.

2. Wenn der Ausgleichspflichtige neben der Versorgung aus der gessetzlichen Rentenversicherung noch eine betriebliche Altersversorgung hat, mssen diese Ansprche auch noch nach einem komplizierten System umgerechnet werden, so dass sie mit den Ansprchen aus der gesetzlichen Rentenversicherung vergleichbar sind. Ausgleichsansprche aus der betrieblichenn Altersversorgung knnen jedoch nur zu einem minimalen Teil durch bertragung von Ansprchen in der gesetzlichen rentenversicherung ausgeglichen werden, sondern fallen in den schuldrechtlichen Versorgungsausgleich, aber das ist einweites Feld.

Gruss Hans
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