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Flugzeiten nderung Linienflug
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Hannover10
Interessierter


Anmeldungsdatum: 04.04.2005
Beitrge: 14

BeitragVerfasst am: 04.04.05, 09:40    Titel: Flugzeiten nderung Linienflug Antworten mit Zitat

Hallo,

ich habe ein Problem.
Ich habe - ber ein Bonusprogramm - bei einer Fluggesellschaft einen Flug in die USA gebucht.
Dabei war einmal umsteigen auf US Boden angesagt.
Um den Flug fix zu haben, habe ich um die Ausstellung der Tickets gebeten. Da der Flug erst im Aug. stattfinden soll, sagte man mir, da die Tickets ausgestellt seien, sie aber erst (aus techn. Grnden) ab den 20. Juli am Automaten aubrufbar seien, der Flug sei aber fix.

Ich habe dann entsprechend Hotel, Mietwagen etc. gebucht.
Jetzt kommt es zu einer nderung des Inlandsfluges in den USA (die Abflugzeit ist um 1 1/2 Stunden vorverlegt worden). Dieser wird nicht von der Gesellschaft, bei der ich gebucht habe, sondern einem Kooperationspartner durchgefhrt.
Durch die nderung habe ich nur noch 1 Stunde Zeit zw. Landung und Weiterflug, was bei den Sicherheitsbestimmungen der USA nicht geht (darauf mute ich erst hinweisen, von selbst sind die nicht drauf gekommen).
Jetzt hat man mich umgebucht auf einen Flug, welcher 7 Stunden nach meiner Landung weitergeht und erst gegen Mitternacht am Ziel ist (dazu kommt dann noch, da man erst in die Stadt mu und zwar wohl mit Taxi, was doppelt so teuer ist wie das dann nicht mehr fahrende Shuttle etc.).
Ich hatte eigentlich geplant und gebucht, da ich in einer andere Stadt, 3 Autostunden entfernt, weiter fahre, was jetzt kaum noch mglich ist, da ich aus Erfahrung wei, da man nach einem soooo langen Flug einfach platt ist (ich bin dabei schon mal fast am Steuer eingeschlafen).
Die Airline reagiert ziemlich trotzig und bietet mir als einzige Alternative einen anderen Flug ber einen anderen Flughafen (auf den sie mich jetzt auch einfach ungefragt umgebucht hat) und mit stopp- over an, der tatschlich 30 Minuten eher vor Ort landet.
Sie begrnden dies damit, da
1) eine Flugzeitennderung nicht von Ihnen veranlat wurde (aber von IHREM Kooperationspartner, den ich mir nicht ausgesucht habe und mit ihm auch keinen Vertrag habe)
2) wir keinen Vertrag (und damit keine Befrderungspflicht) htten, weil die Tickets nichts ausgestellt seien (aber der Flug ist fix, was angeblich nur bei Ausstellung der Tickets der Fall ist und ich auch ausdrcklich darum gebeten habe).

Bezeichnender Weise bietet die Airline noch einen Direktflug zu meinem Ziel an, der auch nicht ausgebucht ist, sie weigern sich aber dort Pltze freizugeben, weil sie diese noch verkaufen wollen......

Meine Frage:
Habe ich ein Recht darauf, einen entsprechenden Flug, d.h. einen Flug, der zu avisierten Zeit (meinetwegen + 1 Stunde oder - X Stunden) zu bekommen.
Mglich ist dies ja, sie wollen nur nicht....


Danke MfG
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mosaik
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Anmeldungsdatum: 22.09.2004
Beitrge: 1055
Wohnort: Anif

BeitragVerfasst am: 04.04.05, 19:45    Titel: Antworten mit Zitat

nur ein paar Gedanken dazu:

... der Vertrag kommt auch ohne ausgedrucktem Papier zustande... durch die Willenserklrung, ein Angebot, das in Preis, Leistung und Inhalt passt, angenommen zu haben (durch Bezahlung beispielsweise)

... ein Recht hat man schon auf den gebuchten Flug, nur, was tun, wenn dieser eben (aus welchen Grnden auch immer) verschoben wurde oder gar ausfllt? Theoretisch msste die Fluglinie in so einem Fall ein kostenloses Storno anbieten.

Allerdings... war nicht eindeutig beiderseits vereinbart, nur den gebuchten und sonst keinen Flug zu akzeptieren (was ja in der Regel der Fall sein wird), ist nur die Befrderungspflicht bestehend, die aus dem Transportvertrag resultiert.

Dass hinter den Landezeiten noch sonstigen Planungen, Leistungen usw. stehen, sind allerdings rein auf den Transportvertrag der Fluglinie nicht auswirkend...

Gerade letztes Wochenende habe ich wieder in einer Reiserechtsliteratur gelesen, dass man bei Fernreisen, und dazu zhlt auch ein Flug nach Amerika, mit Unwgbarkeiten, Versptungen usw. rechnen muss. Das heit, man msste jetzt konkret mit so einem Fall zu Gericht ziehen und wrde dann in Fall A Recht und in Fall B aber vielleicht schon wieder nicht Recht bekommen.

Gru
Peter
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Hannover10
Interessierter


Anmeldungsdatum: 04.04.2005
Beitrge: 14

BeitragVerfasst am: 05.04.05, 07:24    Titel: Weitere Entwicklung Antworten mit Zitat

Hallo,

erstmal vielen Dank.

Das mit dem Vertrag wollten die mir bei der Airline nicht glauben, zumal sie ja mir einen Fehler Ihrerseits vorhalten wollen......

Mir ist auch klar, da sich ein Flug verschieben kann, auch wenn dabei Planungen betroffen sind. Die entscheidenende Frage ist eigentlich die:
Darf eine Airline auf einen ungnstigeren Flug verweisen, wenn ein - oder sogar mehrere - bessere Flge fliegen ????

Konkret: Es gibt noch mind. 2 Flge vorher vom Umsteigeort, es gibt mind. 2 Direktflge von Deutschland zum Ziel und es gibt die Mglichkeit, andere Umsteigeflughfen zu whlen und von dort aus frher wegzukommen....
Diese Flge werden jedoch mit dem Hinweis darauf verweigert, da das Kontingent an Prmienflgen ausgeschpft ist.
Nun stellt sich mir (als juristisch vorgebildeten) die Frage, ob die Airline sich einfach darauf zurckziehen kann, da sie, bei einer von Ihr zu vertretenden Unmglichkeit des Fluges, dem Fluggast einfach einen Flug zuweist, der ihr genehm ist, anstatt einen entsprechenden Flug zu whlen..... ???!!


Im brigen ist die ganze Vorgehensweise einfach unter aller Sau (entschuldigung, aber man mu es mal deutlich sagen).
Hier verweist eine Stelle an die andere Stelle, wobei ich das Gefhl habe, die Einen wrden gerne helfen, knnen aber nicht, die Anderen wollen nicht, knnten aber. Und keiner kann oder will eine Entscheidung treffen. Man hrt immer nur: " Ich kann das nicht entscheiden..." Mit Vorgesetzten wird man nicht verbunden, man hngt dann immer 5 Minuten in der Warteschleife und bekommt dann die Meinung des Vorgesetzten mitgeteilt.
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nce
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Anmeldungsdatum: 13.09.2004
Beitrge: 963
Wohnort: Halle/Saale

BeitragVerfasst am: 05.04.05, 08:27    Titel: Antworten mit Zitat

Hannover10 hat folgendes geschrieben::
Diese Flge werden jedoch mit dem Hinweis darauf verweigert, da das Kontingent an Prmienflgen ausgeschpft ist.


Das ist in meinen Augen soweit stichhaltig.

Rechtlich sehe ich eine interessante Frage:

Sind auf eine Prmienflugbuchung dieselben gesetzlichen Bestimmungen anzuwenden wie auf einen "normalen" Linienflug?

Anmerkung:

mosaik hat folgendes geschrieben::
... ist nur die Befrderungspflicht bestehend, die aus dem Transportvertrag resultiert


Das sehe ich nicht so - die Flugzeiten sind bei einem Linienflug nicht so frei disponibel wie im Charterverkehr.

Aber wie auch immer: ich sehe nicht, dass man aus dem Befrderungsvertrag eine Pflicht der Airline ableiten kann, einen Platz auf dem nchstbesten Flug zur Verfgung zu stellen, wenn das Kontingent fr die jeweilige Tarifklasse ausgeschpft ist.

Nils-Christian Engel
Moderator des Forums fr Reiserecht
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Hannover10
Interessierter


Anmeldungsdatum: 04.04.2005
Beitrge: 14

BeitragVerfasst am: 05.04.05, 09:04    Titel: Aber warum ? Antworten mit Zitat

"Aber wie auch immer: ich sehe nicht, dass man aus dem Befrderungsvertrag eine Pflicht der Airline ableiten kann, einen Platz auf dem nchstbesten Flug zur Verfgung zu stellen, wenn das Kontingent fr die jeweilige Tarifklasse ausgeschpft ist."

Aber warum ?
Zum Einen kann niemand nachprfen, ob dies tatschlich der Fall ist, womit der Willkr der Airlines Tr und Tor geffnet wre (auf die Art und Weise knnen die Airlines die bereits gebuchten Passagiere auf die wenig frequentierten Flge in den Nachtstunden umbuchen und die Pltze in den besseren Tagesmaschinen quasi doppelt verkaufen !).
Zum Anderen mu man sich m.E. immer fragen, wer fr die Verzgerung verantwortlich ist - der Kunde ja in keinem Fall , also kann es nicht unbegrenzt zu seinen Lasten gehen, whrend die Airline hieraus einen Vorteil zieht.

Noch eine Anmerkung zu Mosaik:
Ich meine, da sogar die Zeit ein (wichtige)r Bestandteil des Vertrages (geworden) ist. Htte man mir, bei Buchung, den Abend-Flug angeboten, htte ich nicht gebucht. Da das ganze vor 2 Monaten lief htte ich auch noch die Chance auf einen billigeren (bezahlten) Flug gehabt. Jetzt kann ich - soweit berhaupt noch mglich - nur noch zu hheren Preisen ausweichen. Eine kostenlose Stornierung ist also nicht alles, was m.E. geschuldet wird, sondern darberhinaus auch noch die Differenz zw. gnstigerer Buchung und teurerer.
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nce
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Anmeldungsdatum: 13.09.2004
Beitrge: 963
Wohnort: Halle/Saale

BeitragVerfasst am: 05.04.05, 12:30    Titel: Re: Aber warum ? Antworten mit Zitat

Hannover10 hat folgendes geschrieben::
Zum Einen kann niemand nachprfen, ob dies tatschlich der Fall ist, womit der Willkr der Airlines Tr und Tor geffnet wre


Tatschlich kann niemand in die Steuerung der Tarifklassen zu 100% hineinschauen - das wrde ich mir als Unternehmen auch verbitten Winken brigens ndert sich der Umfang der jeweiligen Buchungsklassen auf einem Flug laufend, um eine optimale Auslastung (und einen optimalen Gewinn natrlich) zu erreichen. Reisebros und andere Flugverkufer, die an die jeweiligen Buchungssysteme angeschlossen sind, knnen entsprechende Daten in einem gewissen Umfang aber schon abrufen. Ganz so intransparent ist die Praxis hier also nicht.

Hannover10 hat folgendes geschrieben::
auf die Art und Weise knnen die Airlines die bereits gebuchten Passagiere auf die wenig frequentierten Flge in den Nachtstunden umbuchen und die Pltze in den besseren Tagesmaschinen quasi doppelt verkaufen!


Das wre IMHO wirtschaftlich wenig sinnvoll. a) verursacht die Umbuchung ihrerseits Prozesskosten, was bei den in aller Regel schwachen Margen nicht so lecker ist, und b) gibt es rechtliche Schranken, denn zumindest nach deutschem Recht sind die Flugzeiten bei Linienflgen Vertragsbestandteil.

Hannover10 hat folgendes geschrieben::
Zum Anderen mu man sich m.E. immer fragen, wer fr die Verzgerung verantwortlich ist - der Kunde ja in keinem Fall , also kann es nicht unbegrenzt zu seinen Lasten gehen, whrend die Airline hieraus einen Vorteil zieht.


Sicher kann es nicht zu Lasten des Kunden gehen, wenn er nicht verantwortlich zu machen ist. Aber man kann aus der Nicht-Einhaltung des Vertrages IMO eben nicht den Schluss ziehen, dass die Airline verpflichtet ist, deshalb ihr Tarifkonzept fr andere Flge zu ndern, sprich: eine Buchungsklasse grer zu machen als geplant; das wrde zu weit in die unternehmerische Freiheit eingreifen. Wahrscheinlich muss man es daher ganz einfach so sehen, dass es die fraglichen Flge gar nicht "gibt". Denn es gibt sie nicht in der bentigten Buchungsklasse.

Das nur zur nheren Erluterung meiner Meinung Smilie

Nils-Christian Engel
Moderator des Forums fr Reiserecht
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mosaik
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Anmeldungsdatum: 22.09.2004
Beitrge: 1055
Wohnort: Anif

BeitragVerfasst am: 05.04.05, 16:19    Titel: Antworten mit Zitat

Nils-Christian Engel hat folgendes geschrieben::
[Das sehe ich nicht so - die Flugzeiten sind bei einem Linienflug nicht so frei disponibel wie im Charterverkehr.


diesen Punkt habe ich vor ein paar Wochen "untersucht". Es gibt aber keine Hinweise mehr darauf, dass, wie man frher bejahte, dass Linienflge zu festen und Charterflge zu variablen Zeiten fliegen knnen, drfen. Ich meine, es gibt keinen Passus zu finden, der KEINE Flugplannderungen NACH Erscheinen desjenigen verbietet.

Auerdem verweisen ja selbst verschiedene Richter in ihren Urteilsbegrndungen bereits darauf, dass sich die Zeit gewandelt hat und man im Massentourismus und Billigfluglinienzeitalter nicht mehr mit jener Genauigkeit rechnen kann. Das heit fr mich, einzelfallartige Entscheidungen knnten hier durchaus differenziert ausfallen.


Hannover10 hat folgendes geschrieben::
Noch eine Anmerkung zu Mosaik:
Ich meine, da sogar die Zeit ein (wichtige)r Bestandteil des Vertrages (geworden) ist. Htte man mir, bei Buchung, den Abend-Flug angeboten, htte ich nicht gebucht. Da das ganze vor 2 Monaten lief htte ich auch noch die Chance auf einen billigeren (bezahlten) Flug gehabt. Jetzt kann ich - soweit berhaupt noch mglich - nur noch zu hheren Preisen ausweichen. Eine kostenlose Stornierung ist also nicht alles, was m.E. geschuldet wird, sondern darberhinaus auch noch die Differenz zw. gnstigerer Buchung und teurerer.


Teil 1 - wichtiger Bestandteil - bejahe ich so betrachtet

Teil 2 - ...eine kostenlose Stornierung ist also nicht alles... - verneine ich so betrachtet:
Aus den Grnden, wie du und Nils schon errtert haben - man kann nicht hineinsehen in die wahren Grnden usw. - wird wohl der Fluglinie das Recht zugestanden werden, Plne aufgrund ...wichtiger... Faktoren zu ndern - aber bestehenden Buchungen das kostenlose Rcktrittsrecht einrumen mssen. Und - ich betrachte es analog zum Pauschalreiserecht: sofern er in der Lage ist, einen Alternativflug anbieten, deren Mehrkosten er jedoch nicht zu tragen hat.

Ich bin gerade dabei, diverse neuere Rechtsliteratur zu studieren und hoffe, fr diesen Fragenkomplex in ein paar Wochen Eckpunkte geben zu knnen, die der jngeren Rechtserkenntnis in diesen Fragen entsprechen.

Gru
Peter
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Hannover10
Interessierter


Anmeldungsdatum: 04.04.2005
Beitrge: 14

BeitragVerfasst am: 07.04.05, 07:40    Titel: Neuigkeiten Antworten mit Zitat

Hallo,

es gibt zwar noch keine neue Entwicklung in dieser Sache, aber ich habe mich auch mal ein bischen kundig gemacht.
Es gibt ein Urteil des LG Frankfurt (wie schn, wo doch die betroffene Airline gerade da sitzt), wonach Flugzeitennderungen grds. zulssig sind, auch bei Linienflgen.
Sehe ich ein, kein Thema.

Die Frage ist aber - wie gesagt, in welchem Umfang ?! Und da hat das LG gesagt, da dies in jedem Fall nicht mehr zulssig ist, wenn die Nachtruhe des Passagiers erheblich tangiert wird. Und hier sprechen wir doch recht deutlich von einer solchen, denn, abgesehen von der erheblichen Flugdauer und der Zeitverschiebung, die sich sicherlich zustzlich auswirken, geht es hier um eine Verschiebung von ca. 6 Stunden. D.h. von 18 Uhr auf 24 Uhr, also eben mitten in die Nacht !!
Hinzukommt eben noch der Punkt, da, grob geschtzt, ca. 10 weitere Verbindungen , direkt oder indirekt (mit Umsteigen) an jenem Tag angeflogen werden, die alle nicht ausgebucht sind.
Ich denke, da kann sich die Airline nicht darauf berufen, da es sich hier um ein Buchungsklassenproblem handelt (ob dies nun transparent ist oder nicht). Wer eine Abweichung vom ursprnglich gebuchten Vertrag zu vertreten hat, der mu den Ersatz beschaffen, der fr den betroffenen Vertragspartner am wenigsten belastend ist und dem ursprnglichen am nchsten kommt. Ggf. mu er dem Kunden ein Wahlrecht einrumen.
Wir sprechen hier nmlich nicht ber eine Pauschalreise, sondern eben ber eine Befrderung, die Werkvertrag ist.

Nils-Christian Engel hat folgendes geschrieben::
Das wre IMHO wirtschaftlich wenig sinnvoll. a) verursacht die Umbuchung ihrerseits Prozesskosten, was bei den in aller Regel schwachen Margen nicht so lecker ist, und b) gibt es rechtliche Schranken, denn zumindest nach deutschem Recht sind die Flugzeiten bei Linienflgen Vertragsbestandteil.


Wre es eben nicht. Die Umbuchung ist schnell gemacht und wenn ich 10 Leute umbuche, werden hchsten 2 Konsequenzen ziehen, aber ich habe 8 neue PPltze geschaffen, ls 8 neue Leute die zahlen !
Das einzige Problem ist, da es nicht auffallen darf. Wenn sich die Beschwerden hufen und das Gericht ein System bei der sache erkennen wrde, dann wrde es wohl einen Riegel vorschieben.
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nce
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Anmeldungsdatum: 13.09.2004
Beitrge: 963
Wohnort: Halle/Saale

BeitragVerfasst am: 07.04.05, 08:42    Titel: Re: Neuigkeiten Antworten mit Zitat

Hannover10 hat folgendes geschrieben::
Es gibt ein Urteil des LG Frankfurt ...


Welches Urteil meinst Du? Kannst Du das AZ bzw. einen Link posten?

Hannover10 hat folgendes geschrieben::
Wer eine Abweichung vom ursprnglich gebuchten Vertrag zu vertreten hat, der mu den Ersatz beschaffen, der fr den betroffenen Vertragspartner am wenigsten belastend ist und dem ursprnglichen am nchsten kommt. Ggf. mu er dem Kunden ein Wahlrecht einrumen.


Die Frage ist eben nur, ob ein fehlendes Kontingent auf einem theoretisch mglichen Ausweichflug auch bedeutet, dass derartiger Ersatz unmglich ist ... was ich vermute! Einschlgige Urteile sind mir leider nicht bekannt.

Hannover10 hat folgendes geschrieben::
Wir sprechen hier nmlich nicht ber eine Pauschalreise, sondern eben ber eine Befrderung, die Werkvertrag ist.


Nur als Ergnzung fr die Leser: Auch ein Pauschalreisevertrag ist ein Werkvertrag, allerdings einer, fr den ein paar besondere gesetzliche Regelungen existieren.

Hannover10 hat folgendes geschrieben::
Wre es eben nicht. Die Umbuchung ist schnell gemacht und wenn ich 10 Leute umbuche, werden hchsten 2 Konsequenzen ziehen, aber ich habe 8 neue PPltze geschaffen, ls 8 neue Leute die zahlen !


Vielleicht liest ja ein Airliner mit, der diese Frage anonym beantworten kann Winken

Nils-Christian Engel
Moderator des Forums fr Reiserecht
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mosaik
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Anmeldungsdatum: 22.09.2004
Beitrge: 1055
Wohnort: Anif

BeitragVerfasst am: 07.04.05, 10:51    Titel: Re: Neuigkeiten Antworten mit Zitat

Hannover10 hat folgendes geschrieben::

Die Frage ist aber - wie gesagt, in welchem Umfang ?! Und da hat das LG gesagt, da dies in jedem Fall nicht mehr zulssig ist, wenn die Nachtruhe des Passagiers erheblich tangiert wird. Und hier sprechen wir doch recht deutlich von einer solchen, denn, abgesehen von der erheblichen Flugdauer und der Zeitverschiebung, die sich sicherlich zustzlich auswirken, geht es hier um eine Verschiebung von ca. 6 Stunden. D.h. von 18 Uhr auf 24 Uhr, also eben mitten in die Nacht !!


Das ist ein weiteres Problemchen... Um ein Urteil be-urteilen zu knnen, msste man die Langversion kennen, sprich die Erluterungen. Hintergrund: denkbar wre, dass dieses erwhnte Urteil sich auf Pauschalreisen bezieht. Da nmlich, macht es Unterschied, ob ich 9 Uhr Abflug oder 21 Uhr Abflug dann habe (aber auch nur unter bestimmten Umstnden, will heien: auch solche Flugplannderungen sind bei gewissen Voraussetzungen gltig).

Somit kehre ich zur Aussage zurck: Flugplannderungen hier im Forum endgltig rechtlich "zuzuordnen" wird wohl nicht mglich sein: was wurde wann wie zu welchen Bedingungen nachweislich gebucht, welche nderungen haben sich wann in welchem Umfang genau ergeben, welche Bedingungen sind dem Bonussystem zuzuordnen, woraus haben sich diese Bonusmeilen ergeben usw.

Gru
Peter
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mosaik
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Anmeldungsdatum: 22.09.2004
Beitrge: 1055
Wohnort: Anif

BeitragVerfasst am: 07.04.05, 10:52    Titel: Re: Neuigkeiten Antworten mit Zitat

Hannover10 hat folgendes geschrieben::
Wir sprechen hier nmlich nicht ber eine Pauschalreise, sondern eben ber eine Befrderung, die Werkvertrag ist.



--> Jeder Reisevertrag ist ein Werkvertrag...

Gru
Peter
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Hannover10
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Anmeldungsdatum: 04.04.2005
Beitrge: 14

BeitragVerfasst am: 11.04.05, 17:38    Titel: Aktenzeichen kommt ! Antworten mit Zitat

Hallo,

war kurzfristig weg und habe daher erst die Reaktionen gelesen.

Die Fundstellen reiche ich morhgen nach.

Noch zur Erklrung:
Jede Reise ist ein Werkvertrag. Fr Pauschalreisen gelten aber gesonderte Regelungen, die enger, d.h. kundenfreundlicher sind, als die normalen Werkvertragsregelungen.

Zum Problem an sich:
Die Airline hat sich, trotz mehrmaligem Anmahnen, nicht gemeldet, was eine Frechheit ist.
Mit unserem Firmenanwalt hatte ich ein Gesprch und er hat mich auf etwas interessantes hingewiesen:
Die Airlinbe behauptet ja immer, es gbe keinen Vertrag. Nach deren eigenen AGB kommt ein solcher aber nur durch Besttigung der Reise zu Stande. Wird nicht besttigt, wird die Buchung nach 20 Tagen storniert. Dies ist bei mir aber nicht der Fall, so da die Airline anscheinend selbst davon ausgeht, da ein Vertrag gegeben ist.

Morgen mehr.
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mosaik
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Anmeldungsdatum: 22.09.2004
Beitrge: 1055
Wohnort: Anif

BeitragVerfasst am: 11.04.05, 18:42    Titel: Re: Aktenzeichen kommt ! Antworten mit Zitat

Hannover10 hat folgendes geschrieben::
Jede Reise ist ein Werkvertrag. Fr Pauschalreisen gelten aber gesonderte Regelungen, die enger, d.h. kundenfreundlicher sind, als die normalen Werkvertragsregelungen..


Bei dir scheint es sich aber nur um einen Transport, nicht aber um eine Pauschalreise zu handeln...

Hannover10 hat folgendes geschrieben::
Die Airlinbe behauptet ja immer, es gbe keinen Vertrag. Nach deren eigenen AGB kommt ein solcher aber nur durch Besttigung der Reise zu Stande. Wird nicht besttigt, wird die Buchung nach 20 Tagen storniert. Dies ist bei mir aber nicht der Fall, so da die Airline anscheinend selbst davon ausgeht, da ein Vertrag gegeben ist...



Tja, das mit dem Vertrag ist so eine eigene Sache. Wrde hier eine lngere Abhandlung bedeuten.

Aber vielleicht bringen deine morgigen Infos "Licht ins Dunkel".

Gru
Peter
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Hannover10
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Anmeldungsdatum: 04.04.2005
Beitrge: 14

BeitragVerfasst am: 12.04.05, 07:02    Titel: So die Fundstellen: Antworten mit Zitat

Vorab:
Es handelt sich um einen Linienflug, d.h. es ist streitig, ob die speziellen Regelungen der 651aff BGB eingreifen (wohl eher nein, da man davon ausgeht, da nur die Befrderung geschuldet ist).

LG Berlin ( RRa 95,111 ) und LG Frankfurt ( NJW-RR 89,48 ) haben entschieden, da nderungen der Flugzeiten und des Abflugortes grundstzlich unzulssig und ausnahmsweise nur dann statthaft sind, wenn sie aus Sicherheitsgrnden geboten sind. Wirtschaftliche Grnde, den Flug nicht oder mit einer anderen Route durchzufhren, sind danach nicht zulssig. In jngerer Zeit ist daher zu beobachten, da allgemeine Flugplannderungsvorbehalte wegen Verstoes gegen 9 AGBG57 fr unwirksam erklrt wurden.

Hinzu kommt, whrend die Rechtsprechung bei Linienflgen davon ausgeht, da die vereinbarten Flugzeiten ziemlich genau einzuhalten sind, ist bei Charterflgen im Rahmen eines Pauschalarrangements der Flugtransport nur eine von mehreren Leistungen, die Einhaltung der Flugzeit steht daher nicht so sehr im Vordergrund wie beim Linienflug (LG Mnchen 5.12.1989, 32 S 12313/89). Entscheidend ist der erste Teile fr die Linienflge.

Als dies, zusammen mit dem Ryan- Air- Urteil, drfte es einer Airline nicht so einfach machen, eine Flugzeitennderung durchzusetzen.
Wie gesagt, das Entscheidende ist m.E., da die Airline eben Mglichkeiten genug hat, hier anders zu disponieren, als sie es tun. Der Nachtflug ist hier nur angeboten worden, weil der fast unverkuflich ist.
Wirtschaftliche Betrachtungen drfen aber eben nicht zu Lasten des Kunden gehen.

Im brigen hat es die Airline bisher nicht fr ntig gehalten sich zu melden.
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mosaik
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Anmeldungsdatum: 22.09.2004
Beitrge: 1055
Wohnort: Anif

BeitragVerfasst am: 12.04.05, 08:55    Titel: Antworten mit Zitat

Guten Morgen Hannover10,

das habe ich schon so verstanden und ich kenne derartige Urteile. Ich meine aber, in dem von dir geschilderten Fall:

a) es nicht um eine Verschiebung des Abflugs in Europa geht - wofr diese Urteile stehen, sondern um

b) nderung eines Anschlussfluges und

c) um einen "nicht bezahlten" Bonusflug [mir schon klar, dass die Bonuspunkte nur aufgrund bezahlter Tickets zustande kamen, aber hier erhebt sich noch eine Nebenfrage: wer ist der rechtliche Besitzer der Bonuspunkte: eine Firma, die die Flge bezahlt hat oder du selbst, weil du sie bezahlt hast]

Was eigentlich auch klar ist, dass bei einer ber das zumutbare Ma hinaus gehende Flugverschiebung, fr den Kunden ein kostenfreies Rcktrittsrecht bedeutet.

In deinem Fall geht es dir aber darum, zum ursprnglich vereinbarten Flugtermin befrdert zu werden.

Somit stellt sich fr mich der Fall so dar:
Fluglinie kann aus welchen Grnden immer, die ursprnglich gebuchten Flugzeiten nicht einhalten
Kunde akzeptiert diese nderung nicht = rechtlich gesehen ein neues Angebot der Fluglinie
dann hat er kostenfreies Rcktrittstrecht

Nochmals: ob und sofern und wenn er es ist, war der Befrderungsvertrag nur fr die Befrderung von A ber B nach C, nicht aber ber nachgelagerte, der Fluggesellschaft nicht bekannte und nicht bei ihr gebuchte Leistungen. Somit meine ich auch, dass hier die Fluggesellschaft keine Schadenersatzpflicht trifft.

Sind wir also gespannt, wie die Sache fr Dich ausgeht - danke fr Info dann! Und alles Gute
Peter
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