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5 Fragen zum Reiserecht

 
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uzsrb3
FDR-Mitglied


Anmeldungsdatum: 09.04.2005
Beitrge: 37

BeitragVerfasst am: 29.04.05, 21:59    Titel: 5 Fragen zum Reiserecht Antworten mit Zitat

Hallo,

Ich habe gleich fnf Fragen auf einmal. Vielleicht kann mir hierzu jemand weiterhelfen. Wie sind folgende Flle einzuschtzen:

Was passiert, wenn eine Reise durchgehend einen behebbaren Mangel aufweist, aber der Reisende den Veranstalter erst am letzten Tag den Mangel anzeigt, so dass keine oder nur noch eingeschrnkte Abhilfe mglich ist? Steht dem Reisenden ein Gehrleistungsanspruch zu?

Wenn ein deutscher Vermittler Reiseleistungen eines auslndischen Veranstalters vermittelt, der nicht einem Kundengeldsicherungsfonds o.. angeschlossen ist, muss dann der Vermittler eine Insolvenzversicherung abschliessen, die die Kundengelder auch im Falle einer Insolvenz des auslndischen Veranstalters absichert?

Wenn man als Vermittler die Reiseleistungen von Veranstaltern/Leistungstrgern in einem eigenen Katalog (On-/Offline) anbietet, kann man dann generell Discounts auf die offiziellen Preise ermglichen? Stehen Rabatte (z.B. als Gutschein oder Preisherabsetzungen) auf die festen Katalogpreise im Konflikt mit dem Wettbewerbsrecht und wenn ja, in welchem Umfang?

Ist ein Anbieter, der beispielsweise Sprachreisen in einem Katalog (Off- und Online) anbietet, als Vermittler oder Veranstalter einzustufen? Sprachreisen werden i.d.R. vor Ort von der Sprachschule organisiert (d.h. Sprachkurs, Unterkunft in Gastfamilie, Ausflge etc.), so dass die Sprachschule der Veranstalter sein msste und die Agentur vor Ort der Vermittler. Trifft dies auch zu, wenn in den Katalogen der Agentur die Sprachschulen nicht namentlich gekennzeichnet sind, sondern als Partnerschule bezeichnet werden?

Ich bin nicht sicher, ob dies direkt in dieses Forum gehrt, aber vielleicht hat auch hierzu jemand einen Ratschlag:

Reiseleistungen sind inkl. des vollen MwSt.-Satzes (16%) abzurechnen? Inwieweit kann Vorsteuer beim Einkauf von Reiseleistungen bei Leistungstrgern im Ausland (insbes. bersee) hiervon abgesetzt werden? Ist hierfr eine USt.Identifikationsnummer erforderlich?

Viele Grsse,

Philip
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mosaik
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied


Anmeldungsdatum: 22.09.2004
Beitrge: 1055
Wohnort: Anif

BeitragVerfasst am: 30.04.05, 08:28    Titel: Re: 5 Fragen zum Reiserecht Antworten mit Zitat

uzsrb3 hat folgendes geschrieben::

Was passiert, wenn eine Reise durchgehend einen behebbaren Mangel aufweist, aber der Reisende den Veranstalter erst am letzten Tag den Mangel anzeigt, so dass keine oder nur noch eingeschrnkte Abhilfe mglich ist? Steht dem Reisenden ein Gehrleistungsanspruch zu?


--> nach deutscher Rechtslage gilt eine Minderung erst ab dem Zeitpunkt der Mngelrge: letzter Tag = ein Tag Minderung. Es muss dem Veranstalter die Mglichkeit der Abhilfe oder Wandlung geboten werden.

--> nach sterreichischem Recht: mindert es nicht die Ansprche, man muss sich aber Kosten, die vermieden htten werden knnen, aufrechnen lassen.

uzsrb3 hat folgendes geschrieben::

Wenn ein deutscher Vermittler Reiseleistungen eines auslndischen Veranstalters vermittelt, der nicht einem Kundengeldsicherungsfonds o.. angeschlossen ist, muss dann der Vermittler eine Insolvenzversicherung abschliessen, die die Kundengelder auch im Falle einer Insolvenz des auslndischen Veranstalters absichert?


--> nein, er muss nur den Kunden darauf hinweisen, dass der auslndische Veranstalter nicht versichert ist.

uzsrb3 hat folgendes geschrieben::

Wenn man als Vermittler die Reiseleistungen von Veranstaltern/Leistungstrgern in einem eigenen Katalog (On-/Offline) anbietet, kann man dann generell Discounts auf die offiziellen Preise ermglichen? Stehen Rabatte (z.B. als Gutschein oder Preisherabsetzungen) auf die festen Katalogpreise im Konflikt mit dem Wettbewerbsrecht und wenn ja, in welchem Umfang?


-->@Nils --> soweit ich weiss, ist das in Deutschland mittlerweile erlaubt (sofern einem nicht ein Agenturvertrag dies verbietet!


uzsrb3 hat folgendes geschrieben::

Ist ein Anbieter, der beispielsweise Sprachreisen in einem Katalog (Off- und Online) anbietet, als Vermittler oder Veranstalter einzustufen? Sprachreisen werden i.d.R. vor Ort von der Sprachschule organisiert (d.h. Sprachkurs, Unterkunft in Gastfamilie, Ausflge etc.), so dass die Sprachschule der Veranstalter sein msste und die Agentur vor Ort der Vermittler. Trifft dies auch zu, wenn in den Katalogen der Agentur die Sprachschulen nicht namentlich gekennzeichnet sind, sondern als Partnerschule bezeichnet werden?


--> wird kein Veranstalter im Katalog angefhrt und kann der Vermittler auch auf Anfrage nach keinen nennen, so muss sich der Vermittler die Veranstalterttigkeit zurechnen lassen und entsprechend haftet. Sollte er zwar die Sprachschule als Veranstalter anbieten, jedoch aufgrund von Transport- oder sonstigen Leistungen einen hheren Pauschalpreis anbieten als es im Originalkatalog von der Sprachschule der Fall ist, so ist er ebenfalls Veranstalter im Sinne der EU-Richtlinien fr Pauschalreisen.


uzsrb3 hat folgendes geschrieben::

Reiseleistungen sind inkl. des vollen MwSt.-Satzes (16%) abzurechnen? Inwieweit kann Vorsteuer beim Einkauf von Reiseleistungen bei Leistungstrgern im Ausland (insbes. bersee) hiervon abgesetzt werden? Ist hierfr eine USt.Identifikationsnummer erforderlich?


Bei Reiseleitungen gibt es keinen Vorsteuerabzug. Schon gar nicht bei Leistungen aus dem EU-Ausland.

Gru
Peter
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uzsrb3
FDR-Mitglied


Anmeldungsdatum: 09.04.2005
Beitrge: 37

BeitragVerfasst am: 30.04.05, 12:13    Titel: Re: 5 Fragen zum Reiserecht Antworten mit Zitat

Vielen Dank!

uzsrb3 hat folgendes geschrieben::

Wenn man als Vermittler die Reiseleistungen von Veranstaltern/Leistungstrgern in einem eigenen Katalog (On-/Offline) anbietet, kann man dann generell Discounts auf die offiziellen Preise ermglichen? Stehen Rabatte (z.B. als Gutschein oder Preisherabsetzungen) auf die festen Katalogpreise im Konflikt mit dem Wettbewerbsrecht und wenn ja, in welchem Umfang?


mosaik hat folgendes geschrieben::
-->@Nils --> soweit ich weiss, ist das in Deutschland mittlerweile erlaubt (sofern einem nicht ein Agenturvertrag dies verbietet!


Das interessiert mich auf jeden Fall sehr, inwieweit Preisnachlsse, -ndernungen und -rabatte in Deutschland im Rahmen des gltigen Wettbewerbsrechts mglich sind.

uzsrb3 hat folgendes geschrieben::

Ist ein Anbieter, der beispielsweise Sprachreisen in einem Katalog (Off- und Online) anbietet, als Vermittler oder Veranstalter einzustufen? Sprachreisen werden i.d.R. vor Ort von der Sprachschule organisiert (d.h. Sprachkurs, Unterkunft in Gastfamilie, Ausflge etc.), so dass die Sprachschule der Veranstalter sein msste und die Agentur vor Ort der Vermittler. Trifft dies auch zu, wenn in den Katalogen der Agentur die Sprachschulen nicht namentlich gekennzeichnet sind, sondern als Partnerschule bezeichnet werden?


mosaik hat folgendes geschrieben::
--> wird kein Veranstalter im Katalog angefhrt und kann der Vermittler auch auf Anfrage nach keinen nennen, so muss sich der Vermittler die Veranstalterttigkeit zurechnen lassen und entsprechend haftet. Sollte er zwar die Sprachschule als Veranstalter anbieten, jedoch aufgrund von Transport- oder sonstigen Leistungen einen hheren Pauschalpreis anbieten als es im Originalkatalog von der Sprachschule der Fall ist, so ist er ebenfalls Veranstalter im Sinne der EU-Richtlinien fr Pauschalreisen.


Kann ein Veranstalter beides (d.h. Veranstalter und Vermittler) sein, insbesondere wenn er nur ein Lokal od. nur eine Website besitzt und darber beide Leistungen anbietet? In diesem Fall msste er Leistungen aus dem Veranstaltungsgeschft durch einen Sicherungsschein abdecken, aber aus dem Vermittlungsgeschft eben nicht. Oder muss eine klare und eindeutige Trennung zwischen Vermittlung und Veranstaltung stattfinden, die der Kunde sofort erkennen kann?

Dann noch eine weitere Frage zum Reise-/Wettbewerbsrecht: Darf man mit Selbstverstndlichkeiten werben? Beispielsweise ist Kundengeldabsicherung in Deutschland gesetzl. vorgeschrieben. Darf man hiermit werben? Oder drfte man dies besonders hervorheben, wenn man in dem Text dann auf die gesetzliche Vorschreibung hinweist?
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uzsrb3
FDR-Mitglied


Anmeldungsdatum: 09.04.2005
Beitrge: 37

BeitragVerfasst am: 30.04.05, 22:01    Titel: Re: 5 Fragen zum Reiserecht Antworten mit Zitat

uzsrb3 hat folgendes geschrieben::

Wenn man als Vermittler die Reiseleistungen von Veranstaltern/Leistungstrgern in einem eigenen Katalog (On-/Offline) anbietet, kann man dann generell Discounts auf die offiziellen Preise ermglichen? Stehen Rabatte (z.B. als Gutschein oder Preisherabsetzungen) auf die festen Katalogpreise im Konflikt mit dem Wettbewerbsrecht und wenn ja, in welchem Umfang?


Eigentlich drfte dem seit der Aufhebung des Rabattgesetzes und der Zugabe-Verordnung keine Probleme geben.
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mosaik
FDR-Mitglied
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Anmeldungsdatum: 22.09.2004
Beitrge: 1055
Wohnort: Anif

BeitragVerfasst am: 01.05.05, 11:03    Titel: Re: 5 Fragen zum Reiserecht Antworten mit Zitat

uzsrb3 hat folgendes geschrieben::
Kann ein Veranstalter beides (d.h. Veranstalter und Vermittler) sein, insbesondere wenn er nur ein Lokal od. nur eine Website besitzt und darber beide Leistungen anbietet? In diesem Fall msste er Leistungen aus dem Veranstaltungsgeschft durch einen Sicherungsschein abdecken, aber aus dem Vermittlungsgeschft eben nicht. Oder muss eine klare und eindeutige Trennung zwischen Vermittlung und Veranstaltung stattfinden, die der Kunde sofort erkennen kann?

Dann noch eine weitere Frage zum Reise-/Wettbewerbsrecht: Darf man mit Selbstverstndlichkeiten werben? Beispielsweise ist Kundengeldabsicherung in Deutschland gesetzl. vorgeschrieben. Darf man hiermit werben? Oder drfte man dies besonders hervorheben, wenn man in dem Text dann auf die gesetzliche Vorschreibung hinweist?


Ein Veranstalter ist ein Veranstalter, ein Vermittler ist ein Vermittler, das Unternehmen kann beides sein - so wre es richtig. Man muss jedoch gegenber den Kunden eine klare Trennung zwischen beiden Ttigkeiten machen - bei den Produkten und dann auf dem Buchungsschein.

Werben kann man damit. Die Frage ist nur, ob es jemanden interessiert. Denn Dinge, die gesetzlich vorgeschrieben sind, als Leistung hervorzuheben, finde ich nicht gerade geistreich.

Gru
Peter
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uzsrb3
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Anmeldungsdatum: 09.04.2005
Beitrge: 37

BeitragVerfasst am: 02.05.05, 13:17    Titel: Informationspflicht von Reiseveranstaltern Antworten mit Zitat

Reiseveranstalter/-vermittler unterliegen der Informationspflicht gegenber Ihren Kunden und mssen in Ihren Katalogen auf die aktuell gltigen Einreise-, Devisen- und Gesundheitsbestimmungen hinweisen. Ist es bei reinen Internet-Angeboten ausreichend, wenn man in der jeweiligen Programmbeschreibung einen Link auf eine Seite mit den entsprechenden Infos setzt oder mssen diese Infos Bestandteil der Programmbeschreibung sein?

Es gibt verschiedene Anbieter, die diese Informationen aufbereitet haben und diesen Content anbieten. Man kann dann gegen eine monatliche Gebhr diesen Content im eigenen Look and Feel in seine Website einbinden. Zum Teil ist dieser Content von denselben Anbietern frei verfgbar im Internet und finanziert sich beispielsweise durch Werbeeinblendung. Kann man einen direkten Link auf die Lnder-FactSheets eines solchen Anbieters setzen?
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mosaik
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Anmeldungsdatum: 22.09.2004
Beitrge: 1055
Wohnort: Anif

BeitragVerfasst am: 02.05.05, 16:22    Titel: Antworten mit Zitat

Der Gesetzgeber schreibt bei einigen Informationspunkten vor, dass der Kunde nachweislich informiert wurde. Das heit, ein Button, der zwingend angeklickt werden muss, bevor die Buchung fix wird, sollte in meinen Augen ausreichen. Wo die Information liegt, ist zweitrangig.

Anders stellt sich die Situation dar fr Informationen, die zum Produkt gehren. Hier muss der Zusammenhang zwischen Buchung und Information vorhanden sein. Das heit, derartige Infos wrde ich direkt bei der Objekt- oder Zielortbeschreibung dazufgen.

Gru
Peter
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nce
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Anmeldungsdatum: 13.09.2004
Beitrge: 963
Wohnort: Halle/Saale

BeitragVerfasst am: 03.05.05, 08:38    Titel: Antworten mit Zitat

Wow, sind das viele Themen in einem Thread Sehr glcklich Noch ein bisschen Senf von mir:

Umsatzsteuer

Die Umsatzsteuer auf Reiseleistungen bringt fast jeden Steuerberater an den Rand des Nervenzusammenbruchs. Grundlage fr die Berechnung der Steuer ist die Marge; kompliziert wird die Sache u.a. dadurch, dass Leistungen im In- und Ausland gesondert betrachtet werden. Letzteres gilt brigens auch fr die Besteuerung von Vermittlungserlsen, also Provisionen und Service-Gebhren. Das nur, um die wichtigsten Stichworte genannt zu haben.

Rabatte

Genau, wettbewerbsrechtlich gibt es keine grundstzlichen Probleme, allerdings verbieten das die meisten Agenturvertrge. Und derzeit luft man Gefahr, von aufgebrachten Konkurrenten gesteinigt zu werden Winken

Informationspflichten

Ich mchte zu bedenken geben, dass das fr einen Reiseveranstalter eine ganz sensible Geschichte ist; ich wrde daher sehr genau darauf achten, dass die Informationen, die ich weitergebe, solide und verlsslich sind. Einfach so etwas aus dem Internet rauszuklauben kann im Falle eines Falles bse ins Auge gehen. Vor allem wenn man selber Pauschalreisen anbietet, sind eigene Recherchen und ein dauernder Kontakt ins Zielland unerlsslich.

Nils-Christian Engel
Moderator
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uzsrb3
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Anmeldungsdatum: 09.04.2005
Beitrge: 37

BeitragVerfasst am: 05.05.05, 16:20    Titel: Antworten mit Zitat

Nils-Christian Engel hat folgendes geschrieben::
Informationspflichten

Ich mchte zu bedenken geben, dass das fr einen Reiseveranstalter eine ganz sensible Geschichte ist; ich wrde daher sehr genau darauf achten, dass die Informationen, die ich weitergebe, solide und verlsslich sind. Einfach so etwas aus dem Internet rauszuklauben kann im Falle eines Falles bse ins Auge gehen. Vor allem wenn man selber Pauschalreisen anbietet, sind eigene Recherchen und ein dauernder Kontakt ins Zielland unerlsslich.

Nils-Christian Engel
Moderator


Sicherlich sollte man sich nur auf sehr verlssliche Partner vor Ort sttzen und die Programmbeschreibung muss den tatschlichen Verhltnissen entsprechen.

Hinsichtlich der Einreise-, Devisen, Gesundheitsbestimmungen usw.: Die Lnderinfos des Auswrtigen Amts stufe ich als sehr verlsslich ein. Wenn ich einen direkten Link auf die Lnderinfos des entsprechenden Landes, mit der Bitte diese sorgfltig zu lesen, in meine Programmbeschreibung aufnehme, ist dies dann ausreichend?
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nce
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FDR-Mitglied


Anmeldungsdatum: 13.09.2004
Beitrge: 963
Wohnort: Halle/Saale

BeitragVerfasst am: 05.05.05, 16:35    Titel: Antworten mit Zitat

uzsrb3 hat folgendes geschrieben::
Die Lnderinfos des Auswrtigen Amts stufe ich als sehr verlsslich ein.


Irrtum! Diese Informationen gehren sicherlich zu den am besten recherchierten Infos im Netz, haben aber z.B. diesen Haken: Gerade die Einreisebestimmungen (Pass, Visa) sind nicht amtlich! Verbindliche Info dazu bekommt man nur bei den zustndigen Behrden des jeweiligen Landes - bzw. bei Informationsquellen, die diese Infos genau dort recherchieren (und fr Fehler den Kopf hinhalten).

Und zum Thema Gesundheit sind die AA-Infos oft unzureichend. Sie sttzen sich hauptschlich auf den jeweiligen Kenntnisstand der Vertretungen vor Ort - und auch die haben zuweilen ein unvollstndiges oder verzerrtes Bild der Lage.

Wie gesagt: das AA macht ganz hervorragende Arbeit und der Infodienst ist sehr ntzlich. Fr die Bedrfnisse eines Reiseveranstalters reicht er aber schlichtweg nicht aus.

Nils-Christian Engel
Moderator
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mosaik
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Anmeldungsdatum: 22.09.2004
Beitrge: 1055
Wohnort: Anif

BeitragVerfasst am: 06.05.05, 11:24    Titel: Antworten mit Zitat

Nils-Christian Engel hat folgendes geschrieben::
Verbindliche Info dazu bekommt man nur bei den zustndigen Behrden des jeweiligen Landes - bzw. bei Informationsquellen, die diese Infos genau dort recherchieren (und fr Fehler den Kopf hinhalten).


Bin ich nicht ganz einverstanden mit diesem Hinweis.

1. Hatte ich in der Praxis bereits schon mehrmals den Fall, dass eine Auskunft bei der jeweiligen Botschaft falsch war...

2. Gibt es beispielsweise im Reisebro den TIM (Travel Manuel Information), gespeist aus verschiedenen Quellen, hauptschlich Fluglinien - diese Quelle wird anerkannt bei Problemen - sprich: wenn man nachweisen kann, dass man sich auf den TIM bezogen hat, dann haftet man nicht. Hintergrund: es heit in den Vorgaben: ...hat das RB den Kunden auf die notwendigen Personalpapiere hinzuweisen, sofern es ihm mglich und zumutbar ist... Gleiches gilt auch fr auslndische Staatsbrger. Und im brigen sind die Reisenden immer selbst fr die Einhaltung verantwortlich...

Aus diesen Informationen heraus bin ich der Ansicht, dass ein Link zum Auswrtigen Amt sehr wohl ausreichen muss, um dieser Informationspflicht nachzukommen. Auch aus der berlegung heraus, dass eine Botschaft meist keine schriftlichen Ausknfte erteilt, sondern nur mndliche. Wie da den Beweis erbringen?

Gru
Peter
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nce
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Anmeldungsdatum: 13.09.2004
Beitrge: 963
Wohnort: Halle/Saale

BeitragVerfasst am: 06.05.05, 13:31    Titel: Antworten mit Zitat

mosaik hat folgendes geschrieben::
Nils-Christian Engel hat folgendes geschrieben::
... bzw. bei Informationsquellen, die diese Infos genau dort recherchieren (und fr Fehler den Kopf hinhalten).


... Gibt es beispielsweise im Reisebro den TIM (Travel Manuel Information)


Genau, das TIM meine ich zum Beispiel.

Worin wir uns ja einig sind: es kommt fr Dich als RB oder RV darauf an, dass die jeweilige Stelle im Zweifel fr die Info haftet. Und das ist beim AA mit gutem Grund nicht der Fall, denn:

auswaertiges-amt.de hat folgendes geschrieben::
Das Auswrtige Amt bernimmt fr die Aktualitt und Vollstndigkeit der vorstehend aufgefhrten Einreisebestimmungen keine Gewhr.
Abschlieende und verbindliche Ausknfte zu Einreisebestimmungen knnen nur die zustndigen Botschaften und Konsulate der jeweiligen Staaten erteilen.


Wenn die jeweilige Behrde bockt oder zweifelhafte Infos rausgibt, dann bin ich als RV nun mal in der Pflicht, alles zu tun, um an korrekte Info zu kommen. Wenn ich das nicht will, sollte ich davon absehen, die Reise zu veranstalten. So hart ist das Leben ...

Und es geht ja nicht nur um die Passvorschriften. Gerade die Einschtzung der Sicherheitslage und Gesundheitsfragen ist fr RV sehr sensibel - und andererseits sind die diesbezglichen Infos des AA manchmal sehr unzureichend.

Nils-Christian Engel
Moderator
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