Navigationspfad: Home » Foren
Foren
recht.de :: Thema anzeigen - Werbung mit Selbstverstndlichkeiten als Reiseveranstalter
Forum Deutsches Recht
Foren-Archiv von www.recht.de
Achtung: Keine Schreibmglichkeiten! Zu den aktiven Foren whlen Sie oben im Men "Foren aus!
 
 SuchenSuchen 

Werbung mit Selbstverstndlichkeiten als Reiseveranstalter

 
Neuen Beitrag schreiben   Auf Beitrag antworten    recht.de Foren-bersicht -> Reiserecht
Vorheriges Thema anzeigen :: Nchstes Thema anzeigen  
Autor Nachricht
uzsrb3
FDR-Mitglied


Anmeldungsdatum: 09.04.2005
Beitrge: 37

BeitragVerfasst am: 09.06.05, 13:34    Titel: Werbung mit Selbstverstndlichkeiten als Reiseveranstalter Antworten mit Zitat

Hallo,

die Frage hatte ich zwar schon einmal gestellt, aber keine klare Antwort bekommen. Ob dieser Sachverhalt werbetechnisch geschickt ist oder nicht, bleibe einmal aussen vor.

Generell gibt der Gesetzgeber gewisse Richtlinien in den 651 des BGB vor. Darunter fllt u.a. (glaube ich), dass die Buchungsannahme durch den Reiseveranstalter schnell erfolgen muss und der Reisende bestimmte Gewhrleistungsansprche hat. Zumindest gibt es zu letzterem Punkt zahlreiche Gerichtsentscheide.

Kann man mit Aussagen werbe wie z.B.:

- Buchungsannahme innerhalb von x Tagen
- Gewhrleistungsgarantie
- Bezahlung per Rechnung
- ausfhrliche Programmbeschreibungen
- Anzahlung und sptere Restzahlung
- ...

Oder sind das alles Selbstverstndlichkeiten, die man rechtlich gesehen nicht fr Werbezwecke verwenden darf.

Viele Grsse,

Philip
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
abc
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied


Anmeldungsdatum: 24.12.2004
Beitrge: 365

BeitragVerfasst am: 09.06.05, 14:30    Titel: Antworten mit Zitat

Warum sollte man nicht die Wahrheit sagen drfen, auch wenn es "Selbstverstndlichkeiten" sind? Jemand, der rechtlich versiert ist, wei vielleicht ber den Gewhrleistungsanspruch Bescheid, der immer besteht - ein rechtlich nicht versierter Kunde erfhrt dies vielleicht zum ersten Mal aus dem Prospekt eines Reiseveranstalters. Werbung schliet ja wohl nicht aus, dass man auch informieren darf? Wenn Veranstalter meinen, sie htten dadurch einen Nachteil, steht es ihnen ja frei, genauso ausfhrlich zu informieren wie die Konkurrenz. Als Kunde bin ich froh, wenn ich ber wesentliche Eigenschaften des Vertrags und auch meine rechtliche Situation informiert werde. Wenn ein Veranstalter das dahingehend bertreibt, dass er nur noch mit "Nebenschlichkeiten" wirbt, und das eigentlich Wichtige untergeht, schadet er sich damit letztendlich ohnehin nur selbst.
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
mosaik
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied


Anmeldungsdatum: 22.09.2004
Beitrge: 1055
Wohnort: Anif

BeitragVerfasst am: 09.06.05, 16:08    Titel: Antworten mit Zitat

wie @abc schon schrieb - natrlich kann man mit allem werben und mag auch fr den einen oder anderen interesssant sein, siehe @abc. Die Fragen sind aber:

... was kostet mich dann der Platz fr so viel Werbung?
... verwirrt es nicht den Konsumenten?

ich meine, bei Inseraten, Plakaten usw. (nicht in einer detalierten Reiseausschreibung, wo ja manche Punkte sowieso zwingend vorgeschrieben sind).

Noch zu den Punkten im einzelnen:

-Buchungsannahme innerhalb von x Tagen
--> diesen Vorbehalt haben quasi alle Reiseveranstalter in ihren Bedingungen, wobei die wenigsten wissen, dass die Besttigung im Moment der Buchung im Computersystem des Reiseveranstalters die Annahme darstellt: und zwar die Vergabe einer Vorgangsnummer; meist glauben - auch die Reisebromitarbeiter - erst die schriftliche Besttigung sei bindend; de facto druckt beispielswiese die TUI jeweils ab Mitternacht des Buchungstages die Besttigungen aus - also datumsgleich;

Gewhrleistungsgarantie
--> ist eine im Reiserecht verankerte gesetzliche Pflicht, das heit, diese mssen alle Gewerbetreibenden entsprechend ihrer Produkte geben; egal ob sie damit werben oder nicht, egal ob sie wollen oder nicht - das setze ich eigentlich als Konsument bei jedem Produkt voraus...

Bezahlung der Rechnung
---> auch dies ist eine Selbstverstndlichkeit, die man eigentlich nicht erwhnen muss; interessant wre hier nur, wenn der Kunde erst im Nachhinein zahlen msste... aber davon rate ich dringend ab - die Praxis zeigt, dass so etwas schamlos ausgentzt wrde;

ausfhrliche Programmbeschreibungen
--> das schon eher hervor heben; aus eigener ERfahrung wei ich, dass das doch etliche Kunden schtzen; nur bedenken: schaffe ich es auch, wenn viel los ist? Denn die Kunden pochen dann auf ihr "Recht", egal, ob du es schaffst oder nicht...

Anzahlung und sptere Restzahlung
-> siehe Rechnungszahlung, aber noch was dazu: es knnte problematisch werden, beispielsweise fr Veranstalterbuchungen keine Anzahlung zu verlangen; dies wrde u. U. gegen Agenturvertrge verstoen und beispielsweise bei Zahlungsverzug msste man dann selbst die Anzahlung bezahlen... ebenso Restzahlung spter: verlangt der Veranstalter Bezahlung des Restes sptestens bei bergabe der Reiseunterlagen und man macht dies nicht und der Kunde zahlt dann doch nicht, ist man selbst fr das Inkasso des restlichen Geldes verantwortlich und der Veranstalter kann mit Recht sein Geld einziehen!

Also immer gut berlegen, welche werblichen Vorteile man bieten kann, ohne selbst ein Problem zu bekommen.

Gru
Peter
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden E-Mail senden Website dieses Benutzers besuchen
Beitrge vom vorherigen Thema anzeigen:   
Neuen Beitrag schreiben   Auf Beitrag antworten    recht.de Foren-bersicht -> Reiserecht Alle Zeiten sind GMT + 1 Stunde
Seite 1 von 1

 
Gehen Sie zu:  
Sie knnen keine Beitrge in dieses Forum schreiben.
Sie knnen auf Beitrge in diesem Forum nicht antworten.
Sie knnen Ihre Beitrge in diesem Forum nicht bearbeiten.
Sie knnen Ihre Beitrge in diesem Forum nicht lschen.
Sie knnen an Umfragen in diesem Forum nicht mitmachen.


Powered by phpBB © 2001, 2005 phpBB Group
©  Forum Deutsches Recht 1995-2019. Anbieter: Medizin Forum AG, Hochwaldstraße 18 , D-61231 Bad Nauheim , RB 2159, Amtsgericht Friedberg/Hessen, Tel. 03212 1129675, Fax. 03212 1129675, Mail info[at]recht.de.