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Scheidung, Haus, Trschlo

 
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TomTom
Gast





BeitragVerfasst am: 16.10.04, 14:03    Titel: Scheidung, Haus, Trschlo Antworten mit Zitat

Hallo und Hilfe bitte bitte !

Ich habe folgendes Problem: Scheidung steht vor der Tr. Meine Ex Frau und ich haben ein gemeinsames Haus und beide sind zu 50% im Grundbuch. Kosten fr Haus usw. wurden je zu 50% von jedem selbst getragen. Meine Frau ist vor einem Jahr ausgezogen und zahlt seither auch keinen Abtrag mehr fr des Hausdarlehn. Dieses wird nur noch von mir getragen. Da sie noch einen Schlssel hat kommt sie unregelmig in meiner Abwesenheit vorbei und hinterlt mir nette Botschaften... Kann ich einfach das Trschlo auswechseln? Wie ist die rechtliche Lage? Hat sie wegen der Nichtzahlung ihr Anrecht auf das Haus verloren? Wie wird das bei der Berechnung herangezogen wenn ich das Haus komplett bernehmen mchte?
Wird bei der Berechnung des Trennungsunterhalts bercksichtigt, dass ich die Kosten fr das Haus alleine tragen mu (mir bleiben noch 250 Euro im Monat zum Leben)?
Ich wei, viele Fragen; bin fr jede Antwort dankbar.
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Melly
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied


Anmeldungsdatum: 13.09.2004
Beitrge: 1595

BeitragVerfasst am: 16.10.04, 15:42    Titel: Re: Scheidung, Haus, Trschlo Antworten mit Zitat

TomTom hat folgendes geschrieben::
Hallo und Hilfe bitte bitte !

Ich habe folgendes Problem: Scheidung steht vor der Tr. Meine Ex Frau und ich haben ein gemeinsames Haus und beide sind zu 50% im Grundbuch. Kosten fr Haus usw. wurden je zu 50% von jedem selbst getragen. Meine Frau ist vor einem Jahr ausgezogen und zahlt seither auch keinen Abtrag mehr fr des Hausdarlehn. Dieses wird nur noch von mir getragen. Da sie noch einen Schlssel hat kommt sie unregelmig in meiner Abwesenheit vorbei und hinterlt mir nette Botschaften... Kann ich einfach das Trschlo auswechseln? Wie ist die rechtliche Lage? Hat sie wegen der Nichtzahlung ihr Anrecht auf das Haus verloren? Wie wird das bei der Berechnung herangezogen wenn ich das Haus komplett bernehmen mchte?
Wird bei der Berechnung des Trennungsunterhalts bercksichtigt, dass ich die Kosten fr das Haus alleine tragen mu (mir bleiben noch 250 Euro im Monat zum Leben)?
Ich wei, viele Fragen; bin fr jede Antwort dankbar.


Hallo Tom,

ich wrd das Trschloss auswechseln. Hat mein Mann damals auch gemacht, als die Ex den Schlssel nicht rausrcken wollte.
Sicher ist sicher, am ende rumt sie noch die Bude aus!
Durch die Nichtzahlung hat sie nicht die Rechte verloren, sie steht ja im Grundbuch.
Beim Auszahlen des Hauses wird der Wert des Hauses heran gezogen, die Schulden abgezogen und natrlich die Tilgungen, die Sie geleistet haben abgezogen.
Wenn die nicht im Trennungsunterhalt bercksichtigt worden sind.
Hat man dann die Restsumme vom Haus, stehen ihr 50% davon zu.
Erbschaften oder Kapital das noch vor der Ehe da war wird auch gleich noch mit abgezogen.
Aber ich sag gleich mal..es macht oft keinen Sinn ein Haus zu halten, wenn man dann noch Ehegattenunterhalt zu zahlen hat.
Nach der Scheidung werden die Schulden nicht bercksichtigt und man bekommt noch nen Wohnvorteil (ortsbliche Miete) aufgebrummt.


Wenn die Frau noch keinen Trennungsunterhalt verlangt hat...erstmal still sein, da man nur ab Aufforderung zum Unterhalt zahlen mu.
Da werden natrlich die jetzigen Tilgungszahlungen bercksichtigt.
Gru
Melly
_________________
Smilie Melly
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TomTom
Gast





BeitragVerfasst am: 17.10.04, 12:37    Titel: Re: Scheidung, Haus, Trschlo Antworten mit Zitat

Hallo Melly
Danke fr die schnelle Antwort. Da nach ca. 3 1/4 Ehejahren (inclusive Trennungsjahr) hoffentlich mit nachehelichen Unterhalt nicht zu rechnen ist, geht es vorwiegend um die Frage ob berhaupt Trennungsunterhalt zu zahlen ist. Wenn die Darlehnszahlungen bercksichtigt werden, verbleiben mir (auch wenn ein Wohnwert angerechnet wird) weniger als 840 Euro (und zwar die schon besagten 250, mit Wohwert 800 Euro).

Weiterhin interessiert mich nach wie vor, ob es rechtlich einwandfrei ist wenn ich die Schlsser auswechsel. Kann die Ex Frau noch darauf bestehen eines Nachts vor der Tr zu stehen und eingelassen zu werden?
Es sei noch erwhnt das sie ausgezogen und seit ber einem Jahr in einer anderen Stadt wohnt und dort auch gemeldet ist.
Danke allen im vorraus und hoffe das alle die sich in einer hnlichen Lage befinden die Kraft haben diese unmenschliche Zeit durchzustehen. Nach Regen kommt hoffentlich auch wieder Sonne!!!
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Hans_Kln
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied


Anmeldungsdatum: 14.09.2004
Beitrge: 236
Wohnort: Kln

BeitragVerfasst am: 17.10.04, 20:16    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo TomTom,

Melly hat ausnahmsweise einmal Recht. Der Austausch der Schlsser ist nicht nur faktisch ein Weg, die Ex aus dem Haus zu halten, sondern aus rechtlich zulssig. Wer den Besitz durch Auszug aufgegeben hat, kann ein Jahr spter nicht wieder verlangen, in die Wohnung bzw. das Haus gelassen zu werden.

Aus dem Umstand, dass bisher kein Unterhalt geltend gemacht wurde, schliesse ich, dass kein Unterhaltsbedarf besteht. Das drfte wohl auch fr einen nachehelichen Unterhalt gelten.

Hinsichtlich der monatlichen Raten besteht die Mglichkeit, bereits vor der Scheidung einen Ausgleichsanspruch entsprechend dem Miteigentumsanteil geltend zu machen, also die Hlfte der gezahlten Raten. Allerdings muss man nach Ablauf des Trennungsjahres dann damit rechnen, dass mit einer anteiligen Miete gegengerechnet wird.

Gruss Hans
_________________
Fragt den, der was davon versteht.
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TomTom
Gast





BeitragVerfasst am: 18.10.04, 07:54    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo und guten Morgen

Danke fr diese Antwort Hans. Unterhalt wurde zwar geltend gemacht und auch 6 Monate je 600 Euro bezahlt (Trennungsunterhalt), konnte dann aber wegen der Hauskosten nicht weiter bezahlt werden. Es besteht aber aufgrund der Tatsache das mir weniger als 840 Euro bleiben (wenn man die Abzahlung des Darlehns bercksichtigt), nach der Ansicht meines RA kein Anspuch auf Trennungsunterhalt.
Die Gegenseite versuchte daraufhin per einstweiliger Verfgung 1200 Euro Trennungsunterhalt und PKH geltend zu machen. Wurde von dem Gericht abgewiesen da derzeit keine Aussicht auf Erfolg besteht, mit dem freundlichen Hinweis das meine EX fr Ihren Lebensunterhalt selbst sorgen kann. Ihre Einknfte sind leider schwer ermittelbar, da sie freiberuflich und auch nur zeitweise ttig ist.
Habe also so lange ich konnte Unterhalt bezahlt der ihr wahrscheinlich noch nicht einmal zusteht. Ist aber OK und werde ich auch nicht zurckfordern. Nur leider versteht sie nicht das man nicht bezahlen kann was man nicht hat. Nun, das Gericht wird diese Woche entscheiden und deshalb war die Frage ob die Hauskosten von den Einknften abgezogen werden knnen. Bitte drckt mir die Daumen.

Danke noch mal an alle die den Menschen in solch schwierigen Lagen durch ihren Rat weiterhelfen und Mut machen. Riesen Respekt !!!!!!!!!!!!
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