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Unterhaltszahlung als Rentner?

 
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Irene
Gast





BeitragVerfasst am: 17.10.04, 19:52    Titel: Unterhaltszahlung als Rentner? Antworten mit Zitat

Hallo,

meine Schwiegermutter (60Jahre) will sich scheiden lassen, mein Schwiegervater (65Jahre) bekommt eine Rente von ca. 1500,-- und verdient sich nebenbei noch 320,--.
Meine Schwiegermutter hat sich vor etlichen Jahren Ihre Rente auszahlen lassen und ist chronisch Krank, so das sie nicht mehr arbeiten kann.

Die Miete betrgt warm 600,-- dann kommen noch 2 Kredite dazu die mein Schwiegervater abzahlen mu.

Was wird er ca. an meine Schwiegermutter zahlen mssen, mu er auch die Mietkosten fr sie bernehmen?

Er hat gestern ein Schreiben von Ihrer Anwltin bekommen das er zunchst 200,-- sogenanntes Taschengeld zahlen soll und sich sofort um eine neue Wohnung fr sich bemhen soll, da die jetzige meine Schwiegermutter behalten soll, (aufgrund Ihrer Krankheit ist Ihr ein Umzug nicht zuzumuten).
Desweiteren soll er fr dies Aufgesetzte Schreiben 190,-- an die Anwltin zahlen, das kann doch mit Sicherheit nicht richtig sein.

Kann es soweit kommen das mein Schwiegervater aufgrund der bevorstehenden Scheidung soviel Geld an meine Schwiegermutter zahlen mu das er selbst vom Sozialamt leben mu??
Das Auto welches ber einen Kredit luft kann verlangt werden das er dieses verkaufen mu??
Was steht IHR Rechtlich zu??


Ich hoffe mir kann jemand helfen und bedanke mich im voraus fr die Antworten

Irene
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Hans_Kln
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied


Anmeldungsdatum: 14.09.2004
Beitrge: 236
Wohnort: Kln

BeitragVerfasst am: 17.10.04, 20:07    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Irene,

im Fall einer Trennung bzw. Scheidung beluft sich der Unterhaltsanspruch der Schwiegermutter auf 0,5 * (1500 - Kredite) im Monat. Die weiteren 320,00 EUR stammen aus einer nicht zumutbaren Beschftigung und finden daher unterhaltsrechtlich keine Bercksichtigung. Mindestens muss Deinem Schwiegervater 730,00 EUR monatlich nach Abzug der Kredite verbleiben.

Hinsichtlich der Wohnung sollte man nichts berstrzen. Wer ist Mieter der Wohnung? Beide Eheleute oder nur Dein Schwiegervater? Falls nur Dein Schwiegervater, sollte er sich schon einmal nach einer kleineren - billigeren - Wohnung umsehen und danach das Mietverhltnis ber die jetzige Wohnung kndigen. Falls beide Eheleute Mieter sind, sollte versucht werden, Deine Schwiegermutter im Wege eines Wohnungszuweisungsverfahrens als alleinige Mieterin einzusetzen, wenn sie denn unbedingt allein in der Wohnung bleiben will. Dann haftet Dein Schwiegervater nicht fr die spteren Mieten.

Die Anwaltsrechnung wrde ich nicht bezahlen, wohl aber die Taschengeldforderung, weil der Unterhaltsanspruch wesentlich hher liegen drfte.

Gruss Hans
_________________
Fragt den, der was davon versteht.
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Melly
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied


Anmeldungsdatum: 13.09.2004
Beitrge: 1595

BeitragVerfasst am: 17.10.04, 20:11    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Irene,

der Schwiegervater mu erstmal Trennungsunterhalt zahlen.
Heit also...von den 1500 Euro bleiben ihm nicht sonderlich viel.

Der Trennungsunterhalt wird grob so gerechnet:
1500 Euro abzglich der Kredite, was dann brig bleibt wird so geteilt, da der Schwiegervater nicht unter den Selbstbehalt kommt.
Der liegt bei Rentnern niedriger als bei Berufsttigen.
Mte so um die 750 euro sein. Beim Arbeitnehmer liegt er bei 860 Euro!

Nach der Scheidung mu er bis er unter die Erde kommt Aufstockungsunterhalt zahlen.
Wie das mit dem Versorgungsausgleich geht wenn man sich hat die Rente auszahlen lassen wei ich nicht genau.
Wrde ein Ausgleich statt finden und der Schwiegervater Anwartschaften an die Frau abtreten mssen, wrde er dann..wenn die Frau in Rente geht weniger Geld haben.
Bis dahin mu er Aufstockungsunterhalt zahlen.

Die Anwltin hat auch nicht ganz unrecht, wenn sie vom Schwiegervater Prozesskostenvorschu verlangt.
Das steht einer Frau zu, die nix verdient.
In welchem Rahmen das aber zumutbar ist...keine Ahnung.
Da der Schwiegervater jetzt eh wenig Geld in der Tasche hat....sollte er zu einem Anwalt gehen und Prozesskostenhilfe beantragen.
Dann wirds nicht so teuer und sein Anwalt kann den Berechnungen der Gegenanwltin was anderes vorlegen.

Aber klar ist...beide werden am Ende nicht viel Geld haben.
So eine Trennung in hohem Alter, noch dazu wo die Frau nie selbst Bezge erhlaten wird, ist oft ein Genickbruch.
Gru
Melly
Guck doch auch mal da:
www.familienrecht-ratgeber.de
_________________
Smilie Melly
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