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Anspruch auf Schadenersatz von Fluggesellschaft

 
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Huler
noch neu hier


Anmeldungsdatum: 28.04.2005
Beitrge: 2

BeitragVerfasst am: 11.08.05, 20:57    Titel: Anspruch auf Schadenersatz von Fluggesellschaft Antworten mit Zitat

Wir waren vor kurzem in den USA und Kanada im Urlaub. Als wir unseren Heimflug von Chicago nach Frankfurt antreten wollten, fanden wir uns einer endlos langen Schlange vor dem Check-In-Schalter wieder und es ging nicht vorwrts. Nach einer Zeit sprach sich unter den Fluggsten herum, dass der Flug um 2 Tage (!!!) versptet starten wrde. Alle Fluggste, die Frankfurt als Zielflughafen gebucht hatten, wurden nach ca. 2 Stunden in eine extra Schlange gebeten. Als wir nach ca. 3 Stunden Wartezeit endlich den Schalter erreichten, wurde uns nichts erklrt. Es wurde lediglich gefragt, ob wir heute noch oder am nchsten Tag fliegen wollen. Letztendlich wurde uns als einzige Lsung, noch am selben Tag loszukommen, ein Flug nach Warschau mit angeblich nur 2,5h Aufenthalt und anschlieendem Weiterflug nach Frankfurt angeboten. Da dies fr uns das kleinste bel zu sein schien, haben wir zugestimmt und wurden umgebucht. Uns wurde jedoch fr die Unannehmlichkeiten keinerlei Gutschriften, Gutscheine oder hnliches angeboten.
Der Flug Richtung Warschau startete ca. 3h nach unserem eigentlichen Flug. In Warschau angekommen mussten wir feststellen, dass wir ber den Anschlussflug nach Frankfurt schlichtweg angelogen wurden: er ging tatschlich erst nach einem Aufenthalt von ca. 7 Stunden.
Durch diese Versptung, konnten wir auf unserem Heimweg mit dem Zug den letzten Teil der Strecke von Stuttgart nach Ulm auch nur mit dem Regionalexpress zurcklegen, da so spt hier kein ICE mehr unterwegs war.
Durch die ganzen Verzgerungen kamen wir letztendlich erst um 1.30 Uhr nachts anstatt um ca. 14 Uhr nachmittags zuhause an und konnten infolge dessen auch unsere bereits lngerfristig gebuchte bernachtung am Bodensee nicht wahrnehmen, fr die wir jedoch spter trotzdem aufkommen mussten.

Inwieweit ist es mglich, die Fluggesellschaft fr die Verzgerung, den unangenehmen Umweg, die Mehrausgaben durch die lngere Reisezeit fr z.B. Getrnke, etc. und fr die Kosten der nicht genutzten bernachtungsmglichkeit (Pensionszimmer inkl. Frhstck) in Regress zu nehmen?
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mosaik
FDR-Mitglied
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Anmeldungsdatum: 22.09.2004
Beitrge: 1055
Wohnort: Anif

BeitragVerfasst am: 12.08.05, 08:03    Titel: Antworten mit Zitat

Es gibt zwar brauchbare Anhaltspunkte fr Entschdigungen bei Pauschalreisen bei Fernflgen (liegen zwischen 0 und 100 Prozent vom Wert eines Reisetages), aber nichts bei reinen Linienflge.

Die Entschdigungsverordnung der EU bei Versptungen steht einem keine Entschdigungen zu - lediglich Essen und Trinken ab einer Versptung von 4 Stunden am Abflughshafen. ber Umsteige"versptungen" kann man gar nichts entnehmen. Auch wre hier die Frage, ob der Anschluss "planmssig" sieben Stunden spter war oder tatschlich in Warschau versptet. Fr falsche Ausknfte, die man nachweisen - beweisen kann - haftet der Unternehmer, der diese Ausknfte erteilt hat.

Was aber sicherlich nicht in den Bereich von Schadenersatz fllt, ist die geplante Nacht am Bodensee. Also hier meine ich, dass es im Bereich des eigenen Risikos liegt, wenn man nach einer Fernreise, die planmssig um 14 Uhr in Frankfurt endet, bereits vier oder fnf Stunden spter wiederum an einem doch etwas weiter entfernten Ort schon wieder eine Verpflichtung geplant hat. Denn es htte ja auch bei einem Direktflug zu Versptungen kommen knnen - bei zumutbaren 4 Stunden wre es also schon 18 Uhr gewesen.

Gru
Peter
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nce
FDR-Mitglied
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Anmeldungsdatum: 13.09.2004
Beitrge: 963
Wohnort: Halle/Saale

BeitragVerfasst am: 12.08.05, 08:53    Titel: Antworten mit Zitat

mosaik hat folgendes geschrieben::
Es gibt zwar brauchbare Anhaltspunkte fr Entschdigungen bei Pauschalreisen bei Fernflgen (liegen zwischen 0 und 100 Prozent vom Wert eines Reisetages), aber nichts bei reinen Linienflge.


Das sehe ich (nach wie vor Winken) etwas anders - bei einer mangelhaft erbrachten Befrderungsleistung sind Ansprche nach dem deutschen Werkvertragsrecht (sofern anwendbar) durchaus denkbar.

Folgeschden wie verpasste Termine sind allerdings zumindest in den einschlgigen internationalen Abkommen ausgeschlossen.
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