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Apotheke unterschlgt t Rezept

 
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siggi11
FDR-Mitglied
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Anmeldungsdatum: 15.06.2005
Beitrge: 128

BeitragVerfasst am: 19.08.05, 10:32    Titel: Apotheke unterschlgt t Rezept Antworten mit Zitat

folgender Fall (hat sich leich abgewandelt vor lngere Zeit so zugetragen:

Eine schangere Frau hat starke Schmerzen und hat vom Arzt zwei spezielle Medikamente verschrieben bekommen, die sie in ihrem Zustand nehmen darf.
Da man zufllig im Nachbarort ist (10 Km entfernt) geht man zur dortigen Apotheke. Dies gibt das eine Medikament heraus und sagt zu, das andere am Abend vorrtig zu haben. (Der Apotheker behlt das eine Rezept (auf dem beide Positionen vermerkt ) ein, Rezeptgebhr soll dann spter fr alles zusammen entrichtet werden)

Am Abend wird die Apotheke erneut aufgesucht. Das Medikament ist leider nicht eingetroffen. Man soll am nchsten Tag 11 Uhr wiederkommen. - Am nchsten Tag also (es ist ein Samstag) fhrt man erneut in den Nachbarort, mittags 12 Uhr die Auskunft vom Apotheker: Leider sei das Medikament immer noch nicht eingetroffen, nun komme es erst am Montag.

Die Schangere verzweifelt, da die Schmerzen immer schlimmer werden und normale Scherzmittel sie nicht nehmen darf. Schlielich fhrt ihr Mann zurApotheke B in einen anderen Ort und erhlt das Medikament dort gegen Bezahlung (es ist nicht rezeptpflichtig). Man einigt sich, das Rezept spter nachzureichen, um das Geld wieder rckerstattet zu bekommen. Apotheke A wird noch telefonisch unterrichtet, das man das Medikament nun woander geholt habe.

Aufgrund der Krankheit kommt die Schwanger nicht sofort dazu. 3 Wochen spter erhlt sie aber einen unfreundlichen Drohanruf von der Apotheke A, dass sie jetzt sofort ihr Rezeptgebhr bezahlen soll fr das erste Medikament . Die Schwangere argumentiert, dass sie ja einen viel hheren Betrag (etwa 40EUR ) fr den Kauf des zweiten Medikaments in Apotheke B bezahlt hat und diesen Betrag von Apotheke A erstattet bekommen haben mchte oder das Rezept bentigt, um in Apotheke B ihr Geld wiederzubekommen.
Der Apotheker von A weigert sich das Geld fr das Medikament auszuzahlen, da dies nicht blich sei (okay!) Er gibt aber auch das Rezpt nicht heraus, es wre schon abgerechnet.

meine Frage: wieso kann ein Apotheker ein Rezept abrechnen, auf dem eine Position noch offen ist und wenn er dies Position mit derKasse abgerechnet hat, kann er doch das Geld fr das Medikament seinem Kunden erstatten. Es ist nicht Schuld des Kunden gewesen, dass die Apotheke zweimal das zugesagt Medikament nicht da hatte.
Fr mich sieht das ganze Betrug aus, der Apotheker ist entsetzt, wieso man ihn so kritisiere.

Wer kann diese Frage sachkundig beantworten?
Wer ersetzt dem Patienten die 40 EUR?

Kleine Randbemerkung noch. Spter hat sich auch noch herausgestellt, dass Rezeptgebhren nicht zulssig sind, da das Medikament auf eine andere Liste gekommen war.
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FM
FDR-Mitglied
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Anmeldungsdatum: 05.12.2004
Beitrge: 7320

BeitragVerfasst am: 19.08.05, 10:40    Titel: Antworten mit Zitat

Da wrde ich mal bei der Krankenkasse anfragen, wer eigentlich was abgerechnet hat. Wenn der erste Apotheker sich beide Medikamente bezahlen lie, wird er Probleme bekommen.

Sollte das fragliche zweite Medikament nicht abgerechnet sein, aber das Rezept der Kasse vorliegen, mte man von dort das Geld bekommen knnen.
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siggi11
FDR-Mitglied
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Anmeldungsdatum: 15.06.2005
Beitrge: 128

BeitragVerfasst am: 19.08.05, 13:31    Titel: Antworten mit Zitat

wer wei denn, wie das funktioniert. Ich habe von meiner Kasse (eine BKK) in einem anderen Zusammenhang die Info bekommen, da die Kasse die abgerechneten Einzelleistungen gar nicht sieht, da alles ber die Kassenrztliche Vereinigung geht. An wen mu ich mich da wenden?
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cascabel
Interessierter


Anmeldungsdatum: 04.09.2005
Beitrge: 10

BeitragVerfasst am: 04.09.05, 23:09    Titel: Re: Apotheke unterschlgt t Rezept Antworten mit Zitat

[quote="siggi11"] Rezeptgebhr soll dann spter fr alles zusammen entrichtet werden)

davon abgesehen- alle medikamente die whrend einer schwangerschaft verschrieben werden sind gebhrenfrei.
_________________
beste gre cascabel
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T.M.R.
Gast





BeitragVerfasst am: 04.09.05, 23:34    Titel: Re: Apotheke unterschlgt t Rezept Antworten mit Zitat

cascabel hat folgendes geschrieben::

davon abgesehen- alle medikamente die whrend einer schwangerschaft verschrieben werden sind gebhrenfrei.


N cascabel, das stimmt so nicht.

"Bei Schwangerschaftsbeschwerden und im Zusammenhang mit der Entbindung erhalten Versicherte Arznei-, Verband- und Heilmittel, ohne Zuzahlung."

Quelle: http://www.aok.de/berl/rd/8963.htm

MfG
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Letofred
Interessierter


Anmeldungsdatum: 10.01.2006
Beitrge: 12

BeitragVerfasst am: 11.01.06, 00:24    Titel: Re: Apotheke unterschlgt t Rezept Antworten mit Zitat

siggi11 hat folgendes geschrieben::
Aufgrund der Krankheit kommt die Schwanger nicht sofort dazu. 3 Wochen spter erhlt sie aber einen unfreundlichen Drohanruf von der Apotheke A, dass sie jetzt sofort ihr Rezeptgebhr bezahlen soll fr das erste Medikament . Die Schwangere argumentiert, dass sie ja einen viel hheren Betrag (etwa 40EUR ) fr den Kauf des zweiten Medikaments in Apotheke B bezahlt hat und diesen Betrag von Apotheke A erstattet bekommen haben mchte oder das Rezept bentigt, um in Apotheke B ihr Geld wiederzubekommen.
Der Apotheker von A weigert sich das Geld fr das Medikament auszuzahlen, da dies nicht blich sei (okay!) Er gibt aber auch das Rezpt nicht heraus, es wre schon abgerechnet.

meine Frage: wieso kann ein Apotheker ein Rezept abrechnen, auf dem eine Position noch offen ist und wenn er dies Position mit derKasse abgerechnet hat, kann er doch das Geld fr das Medikament seinem Kunden erstatten. Es ist nicht Schuld des Kunden gewesen, dass die Apotheke zweimal das zugesagt Medikament nicht da hatte.
Fr mich sieht das ganze Betrug aus, der Apotheker ist entsetzt, wieso man ihn so kritisiere.

Wer kann diese Frage sachkundig beantworten?
Wer ersetzt dem Patienten die 40 EUR?

Kleine Randbemerkung noch. Spter hat sich auch noch herausgestellt, dass Rezeptgebhren nicht zulssig sind, da das Medikament auf eine andere Liste gekommen war.


Ein schwieriger Fall. Trotzdem alles sehr unerfreulich gelaufen ist knnte alles korret sein (dazu bedarf es einiger Mutmaungen, die wir im Bedarfsfall erlutern mten - besonders irritiert mich, das 2005 keine Schmerzmittel freiverkuflich und trotzdem erstattungsfhig waren, es sei denn die Patientin war unter 18 und hatte Wachstumsstrungen ?!?)

Szenario 1 (der ehrlichste Fall):
Apotheke A hat sich ernsthaft bemht das AM (Arzneimittel) zu bekommen und nochmals am Sa. bestellt. Bei inigen AM gab es in letzter Zeit Lieferprobleme, so das eine schnelle Versorgung u.U. schwierig war, wobei B im Vorteil war und noch Vorrte besa.
Nachdem A Apotheke B besttigte, da das AM rztlich verornet wurde htte er es im Notfall im Auftrag von A beliefern knne. B konnte dies nur als Privat-Rezept tun, da A nur AM vom Rezept streichen kann und nicht Teilbelieferungen durchfhren kann, da das Rezept als Abrechnungsbeleg dient.
A htte am Mo. das Arzneimittel an B liefern knnen und den Gewinn (bei verschreibungspflichtig ~6,10, sonst weniger) fr seine Bemhungen erstattet. B htte das AM an seinen Grohandel zurckgeschickt und alle wren glcklich Winken

Scenario 2 (der warscheinlichste Fall)
Anfang wie oben, doch nach dem Anruf hat A das AM vom Rezept (als nicht mehr bentigt) gestrichen und nur eins mit der Krankenkasse verrechnet (schlielich sollte ja nur die Zuzahlung fr ein AM beglichen werden).
Die Patientin htte sich ein neues Rezept vom Arzt holen mssen und dies B nachgereicht, der ihr dann aus Kulanz die Kosten zurckerstatten knnte.
A htte am Mo. sein bestelltes AM an den Grohandel zurckgeschickt und alle wren glcklich Winken

Scenario 3 (der (von Ihnen) vermutete Fall)
... ne Leute, den mal ich euch nicht aus - das geht gegen meine Berufsehre und bei Schwangeren vergeht mir auch der Spa an einer schnen Ironie ... vieleicht sollte man es mehr mit Kulanz versuchen als mit Juristerei.

Was die Erstattung der 40,- angeht: Htte A das Rezept an B gefaxt oder telefonisch die rztliche Verordnung besttigt, htte er sich (besonders weil Kundschaft vor Ort) mit der Option auf eine Rezeptnachreichung zufriedengegeben. Weder GKV, noch Apotheke oder Arzt tragen hier Schuld, doch htten ALLE Beteiligten sich besser bemhen knnen.

Mit freundlichem Gru
Apotheker A. Strmpel
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