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Reiserecht Mssen wir zahlen? Haben kein Urlaub angetretten

 
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Michaela83
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Anmeldungsdatum: 22.08.2005
Beitrge: 3

BeitragVerfasst am: 22.08.05, 08:17    Titel: Reiserecht Mssen wir zahlen? Haben kein Urlaub angetretten Antworten mit Zitat

Hallo.
Ich hoffe ihr knnt mir helfen. Meine Freundin hat einen Urlaub per e-mail Kontakt gebucht. Sie konnte den Urlaub nicht antretten, daher sie fr den 01.09.2005 einen Ausbildungsvertrag unterschriben hat. 1 Woche bevor wir in den Urlaub fahren wollten bekam sie ein schreiben das sie in unseren Urlaub auf 2 Seminare mte. Wir haben uns dann alle gegen den Urlaub entschieden. In den e-mail Kontakt mit der Frau wurde auch nichts wegenn Reisercktritt oder hnlichen von ihr geschrieben. Wir mussten auch nichts anzahlen. Meine Freundin teilte der Frau dann telefonisch mit wieso wir den Urlaub nicht antretten knnen. Die Frau wurde sofort ausfallend und verlangte das wir den Urlaub komplett zahlen mten. Meine Freundin rief dann 1 oder 2 Tage spter noch mal bei der Frau an um das noch mal in ruhe zu klren. Die Frau verlangte dann das wir 3 Tage von unseren Urlaub zahlen mssten und das wir das Geld innerhalb von 1 Woche zahlen mten und gab sofort ihre Bankverbindung durch. Sie schickte uns dann auch noch mal eine e-mail mit ihren Bakdaten. Was mssen wir jetzt machen???? Wie gesagt wir haben nichts angezahlt und sie hat auch nichts von wegen Reisercktritt geschrieben. Bitte helft mir.
Danke
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Egli
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Anmeldungsdatum: 24.05.2005
Beitrge: 196

BeitragVerfasst am: 22.08.05, 08:45    Titel: Antworten mit Zitat

Erste Frage: Haben Sie den Urlaub bei Privatleuten gebucht oder bei einem Reisebro?

Zu allererst wrde ich - bei einem Reisebro - auf die Internetseite des Anbieters gehen und mir die AGB - Allgemeine Geschftsbedingungen - anschauen, dort steht zu 99% drin, was man bei Nichtantritt der Reise blechen muss.

Bezglich Buchung bei Privatleuten: Soweit ich wei, haben Privatleute natrlich auch die Mglichkeit von Ihnen Schadensersatz zu fordern. Schlielich haben diese mit Ihrem Kommen fest gerechnet und womglich schon Vorbereitungen getroffen. Es kann auch sein, dass nach Ihrem kurzfristigen Absagen kein Ersatz mehr gefunden werden konnte und Sie deshalb deshalb 3 Tage voll zahlen mssen.

MfG
Marcel
_________________
Ein vernnftiger Mensch erholt sich bei einer Arbeit von der anderen.

Helmuth von Moltke (1800-91), preu. Feldherr
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Michaela83
noch neu hier


Anmeldungsdatum: 22.08.2005
Beitrge: 3

BeitragVerfasst am: 22.08.05, 08:59    Titel: Antworten mit Zitat

Wir haben das privat gebucht.
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nce
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Anmeldungsdatum: 13.09.2004
Beitrge: 963
Wohnort: Halle/Saale

BeitragVerfasst am: 22.08.05, 09:19    Titel: Antworten mit Zitat

Nun ist die Frage, was "Urlaub gebucht" heit - im "Reiserecht" knnen damit Befrderungsvertrge (z.B. Bahnfahrkarte, Flugticket), Mietvertrge (Hotelbuchung etc.) und Reisevertrge (Kombination mehrerer Reiseleistungen, z.B. Flug und Hotel) gemeint sein, um nur die wichtigsten Vertragstypen zu nennen.

Entsprechend unterschiedlich verhlt es sich mit den "Rcktrittsbedingungen", die entweder im Vertrag geregelt sind (z.B. mit AGB) oder sich einfach nach den gesetzlichen Bestimmungen richten.

Bei allen aber gilt: Vertrge mssen eingehalten werden! Wenn eine Partei "zurcktreten" will, darf die andere Partei dadurch keinen Schaden erleiden.

Im Fall von Reisevertrgen regelt das BGB das so:

BGB 651i hat folgendes geschrieben::
(2) Tritt der Reisende vom Vertrag zurck, so verliert der Reiseveranstalter den Anspruch auf den vereinbarten Reisepreis. Er kann jedoch eine angemessene Entschdigung verlangen. Die Hhe der Entschdigung bestimmt sich nach dem Reisepreis unter Abzug des Wertes der vom Reiseveranstalter ersparten Aufwendungen sowie dessen, was er durch anderweitige Verwendung der Reiseleistungen erwerben kann.


Im Fall von Mietvertrgen funktioniert das hnlich - sprich: der Anbieter kann 100% des vereinbarten Preises verlangen, abzglich ersparter Aufwendungen. Dabei kann es sich um die Kosten fr die Zimmerreinigung handeln u. dgl., dann wird man fast den vollen Preis zahlen mssen. Wenn der Anbieter das stornierte Zimmer aber anderweitig vermieten kann, dann muss er sich die dabei erzielten Einnahmen anrechnen lassen. Sprich: man zahlt gar nichts, wenn das Zimmer zum selben Preis weitervermietet werden konnte.
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