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Taschenkontrollen
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Katzen-Mama
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Anmeldungsdatum: 24.08.2005
Beitrge: 53

BeitragVerfasst am: 30.08.05, 18:38    Titel: Taschenkontrollen Antworten mit Zitat

Guten Abend,

Person A hat in zwei Wochen Urlaub in Tunesien gebucht.
Auf einer Internetseite hat Person A nun gelesen, da in diesem Halbpensionhotel Taschenkontrollen und Strafgelder vorkommen sollen, falls man Lebensmittel mit ins Hotel nimmt.

Person A stellt sich nun die Frage, wie sie reagieren sollte, falls dies wirklich zutrifft, da sie Taschenkontrollen als unzumutbaren Eingriff in die Privatsphre empfindet und nicht jeden in ihrer Handtasche herumwhlen lassen mchte. (In D darf das ja immerhin nur die Polizei.)

Person A wre fr Ratschlge, wie man sich in so einer Situation am besten verhlt (falls es dazu kommen sollte, was hoffenltich nicht der Fall ist) - es geht nicht um eventuelle Reisepreisminderungen nach der Reise, falls das jemand meint, sondern um das Recht auf Privatsphre.

Danke fr Eure Meinungen.

Viele Gre
conny
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mosaik
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Anmeldungsdatum: 22.09.2004
Beitrge: 1055
Wohnort: Anif

BeitragVerfasst am: 31.08.05, 07:40    Titel: Antworten mit Zitat

In einem Urteil wurde das Taschendurchsuchen als Reisemangel anerkannt, sofern der Veranstalter nicht von sich aus darauf hingewiesen hat.

Aber einmal ganz abgesehen von der rechtlichen Seite. Weshalb fhrt man berhaupt in ein Hotel, in dem man nicht essen mchte bzw. zwar die Hoteleinrichtungen - Zimmereinrichtung ntzen mchte, jedoch Essen von auerhalb hereinschaffen mchte? Warum mietet man sich da nicht ein Appartment? Oder weshalb it trinkt man dann nicht eben vor dem Hotel?

Ich verstehe schon, dass da ein Preisunterschied ist. Aber das wei man doch schon vorher.

Denn einmal grundstzlich gesprochen, gibt es und gab es in Deutschland das so genannte Korkengeld (in sterreich Stopplegeld). Demnach ist jeder Gastwirt und Hotelier berechtigt, fr mitgebrachte Speisen einen Betrag zu verlangen, sofern sie im Hotel - Gasthof verzehrt werden. Nur ist diese Sache in Vergessenheit geraten.

Und noch etwas: Tunesische Verhltnisse mit polizeilichen Befugnissen von Deutschland zu vergleichen ist wohl ein wenig viel verlangt - da liegen Welten dawischen...


Gru
Peter
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fjrdriver
noch neu hier


Anmeldungsdatum: 31.08.2005
Beitrge: 1

BeitragVerfasst am: 31.08.05, 08:06    Titel: Taschendurchsuchungen Antworten mit Zitat

Lieber Peter, ich mu dier leider energisch widersprechen.
Ersteinmal ist es normalerweise die Entscheidung des Gastes, ob er das gastronomische Angebot eines Hotels nutzt oder nicht.
Zweitens ist die Buchung eines Hotelzimmers primr die Buchung einer Unterkunft und es ist schon fast sittenwidrig oder zuminsdest beraschend, dem Gast den Vertzehr von selbst mitgebrrachter Nahrung auf dem Zimmer oder pauschal auf dem gesammten Hotelgelnde zu verbieten. (Sonst knnte man ja auch mit Dumping Preisen werben und fr einen Liter Trinkwasser dann 50 Euro verlangen....)

Drittens bezieht sich das Korkgeld zumindest in Deutschland nur auf die Gastronomische Einrichtung und niemals auf das Zimmer selbst.

Gru

Uwe
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Soweitweg
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Anmeldungsdatum: 01.03.2005
Beitrge: 190

BeitragVerfasst am: 31.08.05, 08:15    Titel: Antworten mit Zitat

mosaik hat folgendes geschrieben::

Aber einmal ganz abgesehen von der rechtlichen Seite. Weshalb fhrt man berhaupt in ein Hotel, in dem man nicht essen mchte bzw. zwar die Hoteleinrichtungen - Zimmereinrichtung ntzen mchte, jedoch Essen von auerhalb hereinschaffen mchte? Warum mietet man sich da nicht ein Appartment?


Na ja Peter, das ist aber schon eine recht eigenartige Einstellung. Natrlich kme ich nicht auf die Idee, meinen bei McDoof gekauften Hamburger im Hotelrestaurant zu verzehren. Wenn ich das aber im gemieteten Hotelzimmer tun mchte, geht das meines Erachtens den Hotelier berhaupt nichts an. Und wenn ich die Pepsi in der Minibar nicht mag, weil ich - aus welchem Spleen heraus auch immer - nur Coke trinke, dann will ich die auch im Hotelzimmer haben. Was geht das den Hotelier an?

Spinnen wir doch deine nette Argumentation mal etwas weiter und unterstellen, ein cleverer Hotelmanager kme pltzlich auf die Idee, kein Toilettenpapier, keine Zahncreme und auch keine sonstigen Toilettenartikel mehr ins Zimmer zu legen, sondern all diese Artikel in Automaten bereit zu halten. 5 Euro rein, dann gibt's auch Klopapier. Taschen werden gefilzt und wer mit ner Packung Tempos erwischt wird, muss die abliefern. Wrdest du dann auch fragen, warum jemand berhaupt in ein Hotel geht, wenn er von dem dort verkauften Drogeriesortiment keinen Gebrauch machen mchte und sich seinen Hintern lieber mit den mitgebrachten Tempos abwischt?

Nee Peter, ich schliee mit dem Hotelier einen Beherbergungsvertrag, keinen Bewirtungsvertrag und erst recht keinen Vertrag darber, dass ich whrend des Aufenthaltes im Hotel smtliche Ge- und Verbrauchsartikel des tglichen Bedarfs in dessen Shops zu kaufen habe.

Gruss
Soweitweg
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questionable content
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Anmeldungsdatum: 14.02.2005
Beitrge: 6312
Wohnort: Mein Krbchen.

BeitragVerfasst am: 31.08.05, 08:23    Titel: Re: Taschendurchsuchungen Antworten mit Zitat

fjrdriver hat folgendes geschrieben::

Ersteinmal ist es normalerweise die Entscheidung des Gastes, ob er das gastronomische Angebot eines Hotels nutzt oder nicht.


Worauf grnden Sie das? Sollte die Antwort nicht "Auf meine Expertenkenntnisse um Tunesischen Recht" sein, wrde ich vor der nchsten Antwort etwas mehr nachdenken. Den tunesischen Hotelier wird es evtl. gar nicht kmmern, wie die Rechtslage in Dt. wre. Immerhin ist er in...Tunesien?

Und dann klagen Sie mal.

Dass man danach ggf. die Kosten als Schadenersatz oder per Minderung als generellen Reisemangel geltend machen kann, hilft in der Situation der Durchsuchung jedenfalls nicht.
fjrdriver hat folgendes geschrieben::

Zweitens ist die Buchung eines Hotelzimmers primr die Buchung einer Unterkunft

Interessante Auffassung. Ich wrde sagen, dass das auf den konkreten Vertrag ankommt und im Regelfall ein gemischt-typischer Vertrag ist.
fjrdriver hat folgendes geschrieben::

und es ist schon fast sittenwidrig

bersetzt : Es ist selbst Ihrer Auffassung nach eben NICHT sittenwidrig.
fjrdriver hat folgendes geschrieben::

oder zuminsdest beraschend, dem Gast den Vertzehr von selbst mitgebrrachter Nahrung auf dem Zimmer oder pauschal auf dem gesammten Hotelgelnde zu verbieten.

Und selbst wenn es in Dt. so wre: Urlaubort ist nicht die Schwbische Alp.
fjrdriver hat folgendes geschrieben::

(Sonst knnte man ja auch mit Dumping Preisen werben und fr einen Liter Trinkwasser dann 50 Euro verlangen....)


Nein. Selbst in Dt. wird problemlos unterschieden zwischen OB und HHE einer Forderung. Zudem schliet es den Nahrungskonsum auerhalb nicht aus.
fjrdriver hat folgendes geschrieben::

Drittens bezieht sich das Korkgeld zumindest in Deutschland nur auf die Gastronomische Einrichtung und niemals auf das Zimmer selbst.


Ich vermute mal stark, dass es darum gin, aufzuzeigen, dass auch der deutschen und sterreichischen Rechtsordnung der Gedanke einer Kompensation fr den Verzehr Mitgebrachter Nahurngsmittel/getrnke im Gastgewerbe durchaus gibt.
_________________
Few people are capable of expressing with equanimity opinions which differ from the prejudices of their social environment. Most people are even incapable of forming such opinions.
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mosaik
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Anmeldungsdatum: 22.09.2004
Beitrge: 1055
Wohnort: Anif

BeitragVerfasst am: 31.08.05, 09:25    Titel: Antworten mit Zitat

Vielen Dank fr die bereits vielen Anstze und Gesichtspunkte. Genau das wollte ich ja mit meinen geuerten Gedanken!

...primr bucht man eine Unterkunft...

Dies, so meine ich, ist nicht ganz richtig so gesehen. Denn man bucht in einem Unternehmen eine Gesamtleistung. Wie man dann diese nutzt, bleibt selbstverstndlich jedem berlassen. Sozusagen: das Zimmer ist ein integrierter Bestandteil der Zusage des Beherberungsbetreibers, der die Nutzung des in seinem Besitzer oder Vewaltung stehenden "Objekts" gegen Bezahlung anbietet.

Aber rechtlich gesehen ist es sehr wohl zulssig, wenn ein Hotelier, bleiben wir einmal in Mitteleuropa:

... im Zimmer ein Schild mit dem Hinweis: der Verzehr von Mahlzeiten ist verboten: denn er muss ja auch das Zimmer reinigen... und wenn ich jetzt fjrdriver hier zitiere: es wurde ja nur die Unterkunft gebucht...

... die Mitnahme von Getrnke und oder Mahlzeiten "von der Strae" (wie es so schn heit) ist verboten... denn er bietet ja im Haus eine entsprechende Versorgung an, die ihn ja auch Erhaltung kostet - es kann ja der Gast selbst entscheiden, ob er in ein Hotel-garni (nur Frhstck) oder in einen Vollbetrieb absteigt;

Der Ansatz von soweitweg bzgl. Toilettenpapier usw. ist gar nicht mal so schlecht. Denn ein Beherberger knnte argumentieren, dass es Gste gibt, die nur Pipi machen, sich nicht waschen mssen und daher er die Miete gnstiger macht, aber alle Extras sich bezahlen lsst. Denken wir an die Billigflieger, bei denen alle Getrnke verkauft werden.

Nein ganz im Ernst: es ist schon klar, dass die primr mit dem Zweck des gemieteten Objekts notwendigen Grundbedrfnisse vorhanden sein sollten. Sollten deswegen, weil Seife und Zahnpasta sicher nicht als absolut vorhanden vorausgesetzt werden mssen, sondern als "blicher Standard" zu sehen wre. Aber ein WC ohne Toilettepapier und dann bei eigener Mitnahme und nicht aus dem Automaten - ok, das wre dann sicher auch berzogen.

Es ist eben irrig die Annahme, man mit der Bezahlung einer "Hotelmiete" alles in diesem Unternehmen dann tun und lassen darf.

Denn auch unter dem Aspekt, man htte ja einen Beherbergungsvertrag geschlossen, meine ich, dass damit aber noch keine[ Genehmigung fr etwas anderes als Schlafen erfolgte. Also wiederum nicht die Erlaubnis, in einer "Schlafunterkunft" auch etwas zu essen, weil dies ja nicht typisch fr ein Schlafzimmer wre...

Aber bleiben wir noch ein wenig bei der ursprnglichen Frage der Taschenkontrolle - hier meine ich, theoretisch gesprochen - wenn ein deutscher oder sterreichischer Betreiber eines Beherberungsbetriebes mit Gastronomie eine solche Vorgehensweise in "geeigneter Weise" seinen Gsten ankndigt oder zur Kenntnis brchte, es durchaus zulssig wre.

Denken wir nur an Vorschriften wie:
... ab 22 Uhr geschlossen...
... bis 22 Uhr Schankbetrieb...
... wir akzeptieren keine Kreditkarten...

das alles sind individuell zulssige "Vereinbarungen".

Der wunde Punkt bei Pauschalreisen ist es im Moment, dass solche Aktionen dem Kunden vor Buchen mitgeteilt werden mssen. Ansonsten stellt es - im Pauschalreisesektor - einen Reisemangel dar.

Ein Thema, das sicherlich noch viele Pro und Contra bringen mag!

Gru
Peter[/b]
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Soweitweg
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Anmeldungsdatum: 01.03.2005
Beitrge: 190

BeitragVerfasst am: 31.08.05, 10:04    Titel: Antworten mit Zitat

Ob die dargestellte Vorgehensweise nach tunesischem Recht in Ordnung ist, wei ich nicht. Auch wei ich nicht, ob es sich hier um einen Reisemangel handelt und wenn ja, ob das in einem anderen Land nicht vielleicht wieder ganz anders wre.

Doch wenn Peter schon fragt, warum berhaupt im Hotel bernachten, wenn man dort selbst Mitgebrachtes verzehren will, dann frage ich auch mal ganz provokativ: Warum berhaupt in einem Land Urlaub machen, in dem man mit derartigen Problemen rechnen muss? Was ist an einem Land so schn, in dem einen die Hotelbetreiber bereits beim Betreten ihrer Huser unmissverstndlich klar machen, dass man berhaupt nicht als Gast sondern ausschlielich als Melkkuh willkommen ist? Muss man denn unbedingt dort Urlaub machen, wo sich Hotelbetreiber erdreisten, einem in die Tasche zu schauen? Es gibt doch gengend Alternativen!

Hier in meiner thailndischen Wahlheimat findet man in den meisten Mittelklasseanlagen leere (!) Khlschrnke in den Zimmern. Nicht ganz leer, 2 kostenlose Flaschen Trinkwasser stehen schon drin und es werden auch jeden Tag 2 neue reingestellt. Sonst sind die Khlschrnke aber dafr gedacht, dass man irgendwo gekaufte Speisen und Getrnke schn khl lagern kann.

Bringt man eine irgendwo an einer Garkche gekaufte Suppe oder einen Hhnerschenkel mit in ein (einfaches) Restaurant und bestellt sich dort ein Bier, dann ist es gar nicht auergewhnlich, wenn einem der Kellner einen Teller und Besteck frs Mitgebrachte bringt. Oft sieht man auch, dass sich ein Grppchen Thais eine oder zwei Flaschen Mekhong Schnaps mit in den Nachtclub nehmen und dort dann lediglich die Cola, das Wasser und das Eis dazu bestellen. Darber regt sich hier kein Mensch auf, das ist hier vllig normal.

Warum also in einem Land Urlaub machen, in dem sich Hoteliers wie Halbgtter aufspielen? Wenn die mich da nicht haben wollen, dann muss ich da auch nicht hin.

Gruss
Soweitweg
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Katzen-Mama
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Anmeldungsdatum: 24.08.2005
Beitrge: 53

BeitragVerfasst am: 31.08.05, 10:32    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Peter,

ich habe keineswegs behauptet, da wir Lebensmittel von auerhalb mitnehmen mchten.
Doch - Trinkwasser. Aber nicht zum Trinken, oh nein, sondern fr unseren 4jhrigen Sohn zum Zhneputzen, da er leider die Angewohnheit hat, nach dem Zhneputzen immer noch Wasser in den Zahnputzbecher zu gieen und zu trinken - und da halte ich tunesisches Leitungswasser nicht fr wirklich optimal. Und das soll verweflich sein? Dafr soll ich dann die teuren Hotelpreise bezahlen? Eigenartige Ansichten ...

Ausserdem hatte ich in meinem Ursprungsposting nicht behauptet, da wir irgendetwas mitnehmen wollen - sondern nur, da ich meine Handtasche nicht von jedermann durchsuchen lassen mchte. Schon mal was von dem Wort Privatsphre gehrt? Da da auch persnliche Dinge drin sind?

Gru
conny
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peterO
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Anmeldungsdatum: 10.10.2004
Beitrge: 1080

BeitragVerfasst am: 31.08.05, 10:52    Titel: Antworten mit Zitat

Dat mit den Taschenkontrollen kenn ich auch aus der Trkei: Je mehr Sterne, desto mehr /strengere Kontrollen / Restriktionen. Teilweise war auch die Mitnahme eines Eises - bereits angeleckt - nicht gestattet.
Und: Bei Kreuzfahrten inner Karibik - bei "amerikanischen Schiffen" - darf der Gast keinen heimischen Alk mit an Bord nehmen; wir konfisziert und wenn man Glck hat, bekommt man am Ende der Reise 'seine' Flasche auch unversehrt wieder.
In D habe ich in den Hotels immer meine Getrnke problemlos mitmehmen knnen, es gab dafr meist extra Eiswrfelmaschinen.
Auch in Spanien: No Probs. Nur einmal, und das ausgerechnet in einem AI-Hotel.
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smile123
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Anmeldungsdatum: 31.08.2005
Beitrge: 21

BeitragVerfasst am: 31.08.05, 10:53    Titel: Antworten mit Zitat

mosaik hat folgendes geschrieben::

Denken wir nur an Vorschriften wie:
... ab 22 Uhr geschlossen...
... bis 22 Uhr Schankbetrieb...
... wir akzeptieren keine Kreditkarten...

das alles sind individuell zulssige "Vereinbarungen".


Dies auf eine Kontrolle von Handtaschen auszuweiten ist aber sehr gewagt. Ich mchte nur daran erinnern, auch in einem Supermarkt die Tasche nur bei begrndetem Tatverdacht kontrolliert werden darf. Ein Schild am Eingang, das auf Kontrollen hinweist (Vereinbarung) gengt nicht!

Die Eingangsfrage, warum man in ein Hotel geht wenn man dort nicht essen mag, ist doch bestimmt scherzhaft gemein, oder irre ich?
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mosaik
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Anmeldungsdatum: 22.09.2004
Beitrge: 1055
Wohnort: Anif

BeitragVerfasst am: 31.08.05, 11:34    Titel: Antworten mit Zitat

wie ich mehrmals schrieb: Taschenkontrollen an sich finde ich bedenklich, im Zusammenhang mit einer Pauschalreise ein Reisemangel.

@soweitweg

Deinen Beitrag finde ich sehr passend, weil er zeigt, wie unterschiedlich auf der Welt Dinge gehandhabt werden. Aber es ist halt auch wichtig zu wissen, dass es eben Unterschiede auf der Welt gibt. Ob wir die nun richtig oder falsch finden.

Zur Frage: ja, warum reist man dann in so ein Land?

Wenn ich von vorne herein wei, dass in einem Land eine Sache so gehandhabt wird, kann ich entscheiden, ob ich dort Urlaub machen will oder nicht. Es hat keinen Sinn darber zu schimpfen, ob sie sich so erdreisten drfen oder nicht - andere Lnder, andere Sitten.

In Russland muss man in jedem Hotel seinen Pass samt Visum abgeben. Und dafr zahlt man seit einigen Jahren extra - jawohl richtig gelesen, fr das Abgeben des Passes zahlt man zwischen einem und zwei Euro.

Wer nach Venedig-Tronchetto zum Busparkplatz mit einem Reisebus fahren will, zahlt nur fr die Zufahrtsbewilligung pro Tag 175.-- - dann kommen noch die Parkgebhren dazu...

Wer in Singapur seinen Kaugummi ausspuckt, kann dafr bestraft werden...

Die Liste kann man wahrscheinlich auf jedes Land ausweiten. Und trotzdem reisen wir alle herum. Ich glaube, das Problem "Essen - Trinken mitnehmen ins Zimmer" hngt vielmehr mit unserem inneren Wunsch nach Freiheit, nach Uneingeschrnktheit zusammen. Wir sind solchen Situationen ohnmchtig gegenber, wollen irgendwie uns wehren und suchen nach Auswegen.

@Katzen-Mama habe ich schon gut verstanden als Vater von drei Kindern. Trinkwasser in heien Lndern brauchen die Kleinen und davon auch viel. Auch ich hatte, wie meine Kinder noch klein waren, einmal das Problem, dass man mir die Mitnahme von Getrnken in die Anlage verwehrt hat - es war damals Magic World in Kemer, noch als Vollpensionsclub gefhrt, Getrnke waren extra zu bezahlen. Nun, ich habe dann gegenber der Anlage meine Familie "getrnkt", bevor wir ins Hotel zurck gingen. Zugegeben, die Kleinste war auch schon ein paar Jahre alt. So dass wir im Zimmer nicht noch extra Wasser brauchten (zum Zhneputzen war zumindest damals das direkt aus den Bergen stammende Leitungswasser unbedenklich zu bentzen).

Mit meinen eingangs erwhnten - durchaus provakant gemeinten - Stzen wollte ich die Diskussion zu diesem sehr interessanten Thema ein wenig in Gang bringen.

Mir ist schon bewut, dass man sich sein Urlaubshotel nach mehreren Kriterien aussucht. Meine Frage, warum man in ein Hotel geht, wenn man dort nicht essen mag, sei so zu verstehen: wenn man gerne im (Schlaf-) zimmer it, sollte man halt nicht in Hotels absteigen oder umgekehrt, wenn man in einem Hotel wohnt, sollte man entweder in dessen Restaurant essen oder auer Haus gehen.

Es wird sicherlich auch nirgendwo ein Problem sein, mal seine Wurstsemmel im Zimmer samt ner Cola zu verzehren. Aber bitte seht auch die andere Seite: da bringt einer vom Supermarkt eine komplette Mahlzeit aufs Zimmer und ruft dann in der Reception an: Ach, knnten Sie mir mal zwei Teller, Besteck und zwei Weinglser bringen? Und einen Korkenzieher bitte auch!....

Der Hotelier wird wahrscheinlich bei einem Mal auch kein wirkliches Problem haben. Aber es ist wie mit dem unerlaubten Halten vor der Trafik im Halteverbot: jeder denkt, ich bin eh gleich wieder weg - nur das denken sich tagein und tagaus hunderte und daher ist es stndig vor der Trafik zugeparkt. Gleiches in einem Hotel: wenn dann jeden Tag immer wieder mehr oder weniger Gste den "Room-Service" verlangen, wird es dem Wirt sicher auch irgendwann mal zu viel.

Aber Trkei und Tunesien sind, was Taschenkontrollen anbelangt, hier sicher auch die unrhmlichen Ausnahmen. Wie @soweitweg schrieb: wenn die mich nicht wollen, fahr ich halt nicht hin - anders wird sich dieses Problem auch nicht lsen lassen..

Danke nochmals fr alle Anregungen, berlegungen, Provokationen (wichtig! nur so berlebte die Kunst die Jahrhunderte!) und einen schnen Tag auch noch

Peter
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Fipsi
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Anmeldungsdatum: 28.01.2005
Beitrge: 42

BeitragVerfasst am: 31.08.05, 12:25    Titel: Antworten mit Zitat

Bei einem unserer Urlaube in der Trkei wurde nur nach Lebensmitteln geguckt, nicht nach Getrnken. Und das auch nur, wenn man mit Plastiktten vom rtlichen Supermarkt ins Hotel ging (ja, so bescheuert waren einige). Erklrt wurde uns das damit, dass die Lebensmittel Ungeziefer anziehen wrden. Aber normale Handtasachen oder kleine Ruckscke wurden nicht geprft. Aber es war irgendwie kein Thema, ich wrde mich auch nicht darber aufregen.
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peterO
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Anmeldungsdatum: 10.10.2004
Beitrge: 1080

BeitragVerfasst am: 31.08.05, 13:29    Titel: Antworten mit Zitat

mosaik hat folgendes geschrieben::
Wer in Singapur seinen Kaugummi ausspuckt, kann dafr bestraft werden...
Wer sein Geschft, neben / ber einer Eisdiele / Pizzabude hat, wrde das auch in D + A sehr begren Mr. Green

Zitat:
Es wird sicherlich auch nirgendwo ein Problem sein, mal seine Wurstsemmel im Zimmer samt ner Cola zu verzehren. Aber bitte seht auch die andere Seite: da bringt einer vom Supermarkt eine komplette Mahlzeit aufs Zimmer und ruft dann in der Reception an: Ach, knnten Sie mir mal zwei Teller, Besteck und zwei Weinglser bringen? Und einen Korkenzieher bitte auch!.... [
Wieso? Hast Du das nicht dabei Frage
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mosaik
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Anmeldungsdatum: 22.09.2004
Beitrge: 1055
Wohnort: Anif

BeitragVerfasst am: 31.08.05, 15:42    Titel: Antworten mit Zitat

-->peterO

... als alter Reiseleiter habe ich immer a Feuerzeug, a Messa samt Korkenzieha und no a poar sochn dabei...

Gru
Peter

PS: es ist schrecklich, allein durch die Wste zu gehn
es muss frchterlich sein, nie die Heimat zu sehn
aber nichts ist so schrecklich fr mich auf Welt,
als wenn ich steh' an der Bar und habe kein Geld... (oder Korkenzieher...)
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Katzen-Mama
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Anmeldungsdatum: 24.08.2005
Beitrge: 53

BeitragVerfasst am: 01.09.05, 06:06    Titel: Antworten mit Zitat

[quote="mosaik"]Wenn ich von vorne herein wei, dass in einem Land eine Sache so gehandhabt wird, kann ich entscheiden, ob ich dort Urlaub machen will oder nicht. Es hat keinen Sinn darber zu schimpfen, ob sie sich so erdreisten drfen oder nicht - andere Lnder, andere Sitten. [/quote]

Und da liegt ein wichtiger Punkt - "wenn ich von vorne herein wei" ... das wei eben nicht jeder!
Wir wuten es z.B. von der Trkei und wrden unter anderem aus diesem Grund keinen Trkeiurlaub buchen. Klar, Trkei kme fr uns auch aus anderen Grnden nicht infrage - z.B. wegen der Gefahr, wegen eines lcherlichen Steins ins Gefngnis zu wandern, und das mit einem Kind, das nichts lieber tut als Steine zu sammeln.

Keiner wei alles - wenn jemand im Tourismusbereich ttig ist, mag ihm das bekannt sein, und man kann nicht davon ausgehen, da das dann jedermann wei.
Zum Zeitpunkt der Buchung gab es auch in den Berichten bei holidaycheck o.. keine Hinweise darauf, erst jetzt ... Und da ist dann eben schon gebucht.

Ich persnlich empfinde Taschenkontrollen als Verletzung der Menschenwrde - unabhngig davon, was drin ist.
Ich kma auch in Deutschland niemals auf die Idee, eine Verkuferin in meine Tasche schauen zu lassen - solche Aufforderungen habe ich immer sehr bestimmt zurckgewiesen.

Gru
conny
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