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Unberechtigtes Ausweisen der MwSt.

 
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Grass
Interessierter


Anmeldungsdatum: 11.09.2005
Beitrge: 7

BeitragVerfasst am: 12.09.05, 15:06    Titel: Unberechtigtes Ausweisen der MwSt. Antworten mit Zitat

Ich habe eine Frage:

Person A (Schler 17 Jahre) hat aus Unwissenheit im Jahr 2004 Rechnungen mit einer Gesamtsumme 4700 an 3 verschieden Unternehmen gestellt. Diese ensprechen aber nicht den Vorschriften und er hat ca. 650 MwSt unberechtigter Weise ausgewiesen.
Ausgaben hatte Person A in Hhe von 3200 blieben 850 brig. Von diesen Geldern hat Person A aber nichts gemeldet.

Was kann passieren, wenn diese Vorgehen, z.B. bei einer Betriebsprfung einer der 3 Kleinunternehmer, auffllt?
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showbee
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Anmeldungsdatum: 12.01.2005
Beitrge: 1524
Wohnort: Berlin

BeitragVerfasst am: 13.09.05, 21:37    Titel: Antworten mit Zitat

hi,

lies mal:
http://bundesrecht.juris.de/bundesrecht/ustg_1980/__14c.html

"Hat der Unternehmer in einer Rechnung fr eine Lieferung oder sonstige Leistung einen hheren Steuerbetrag, als er nach diesem Gesetz fr den Umsatz schuldet, gesondert ausgewiesen (unrichtiger Steuerausweis), schuldet er auch den Mehrbetrag."


http://bundesrecht.juris.de/bundesrecht/ustg_1980/__13.html

"Die Steuer entsteht [...] im Fall des 14c Abs. 1 in dem Zeitpunkt, in dem die Steuer fr die Lieferung oder sonstige Leistung nach Nummer 1 Buchstabe a oder Buchstabe b entsteht, sptestens jedoch im Zeitpunkt der Ausgabe der Rechnung;"


http://bundesrecht.juris.de/bundesrecht/ao_1977/__370.html

"Mit Freiheitsstrafe bis zu fnf Jahren oder mit Geldstrafe wird bestraft, wer [...] die Finanzbehrden pflichtwidrig ber steuerlich erhebliche Tatsachen in Unkenntnis lsst [...] Steuern sind namentlich dann verkrzt, wenn sie nicht, nicht in voller Hhe oder nicht rechtzeitig festgesetzt werden;"


insoweit wrde ich rasch die kohle zusammen kratzen und abfhren, eine betriebsprfung bei nur einem der empfnger und es gibt rger, der die kohle nicht wert ist!!!

gruss vom

showbee
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Grass
Interessierter


Anmeldungsdatum: 11.09.2005
Beitrge: 7

BeitragVerfasst am: 13.09.05, 22:22    Titel: Antworten mit Zitat

Person A fragt sich wie sie es anstellen soll, den Betrag ans Finanzamt abzufhren.
Denn sie hat das Geld und wrde es auch gerne abfhren, wenn das noch ohne greren Aufwand und Kosten geht.

Dem Finanzamt zu schreiben man htte da noch 650 von 2004, die einem nicht zustehen wird wohl nicht funktionieren.

Was ist mit dem Gewinn von 850 wird sich das Finanzamt nicht auch dafr interessieren?
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showbee
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied


Anmeldungsdatum: 12.01.2005
Beitrge: 1524
Wohnort: Berlin

BeitragVerfasst am: 17.09.05, 11:47    Titel: Antworten mit Zitat

hallo,

umsatzsteuererklrung:
http://cdl.niedersachsen.de/blob/images/C7145390_L20.pdf
anleitung dazu: http://cdl.niedersachsen.de/blob/images/C7145536_L20.pdf

einkommensteuererklrung, am besten programm von www.elster.de runterladen, der gewinn ist auf der anlage GSE einzutragen. eine abgabepflicht fr die EStE ergibt sich aber nur unter gewissen voraussetzungen, hierzu:

nichtarbeitnehmer:
http://bundesrecht.juris.de/bundesrecht/estg/__25.html
http://bundesrecht.juris.de/bundesrecht/estdv_1955/__56.html

arbeitnehmer:
http://bundesrecht.juris.de/bundesrecht/estg/__46.html

gruss vom

showbee
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Marco Romswinkel
FDR-Mitglied


Anmeldungsdatum: 07.11.2005
Beitrge: 85

BeitragVerfasst am: 07.11.05, 19:21    Titel: Re: Unberechtigtes Ausweisen der MwSt. Antworten mit Zitat

Grass hat folgendes geschrieben::
Ich habe eine Frage:

Person A (Schler 17 Jahre) hat aus Unwissenheit im Jahr 2004 Rechnungen mit einer Gesamtsumme 4700 an 3 verschieden Unternehmen gestellt. Diese ensprechen aber nicht den Vorschriften und er hat ca. 650 MwSt unberechtigter Weise ausgewiesen.
Ausgaben hatte Person A in Hhe von 3200 blieben 850 brig. Von diesen Geldern hat Person A aber nichts gemeldet.

Was kann passieren, wenn diese Vorgehen, z.B. bei einer Betriebsprfung einer der 3 Kleinunternehmer, auffllt?


Warum entsprechen die Rechnungen nicht den Vorschriften? Fehlt die Steuernummer (oder etwas anderes)? Oder ist alles "formell" korrekt und nur wollte der Schler gar keine Umsatzsteuer ausweisen? Wenn ersteres vorliegt => kein problem, es liegt kein unberechtigter Ausweis von Umsatzsteuer vor, sofern nicht alle Rechnungsbestandteile vorhanden sind, denn der Empfnger darf hieraus ohnehin keine Vorsteuer ziehen. Es ist dann fr die Umsatzsteuer nichts zu veranlassen.

Waren die Rechnungen aber formell korrekt, muss einfach eine Umsatzsteuererklrung abgegeben werden und der Betrag abgefhrt werden. Von diesem kann aber noch etwaige Vorsteuer aus den Kosten von 3.200,- abgezogen werden (Tip: pauschale Vorsteuer prfen).

Wenn der Schler sonst keine Einknfte hat, muss er Einkommensteuerlich nichts machen.

Gru

M.R.
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