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recht.de :: Thema anzeigen - Storno mangels Hinweis auf Reisercktrittsversicherung? eilt
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Storno mangels Hinweis auf Reisercktrittsversicherung? eilt
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smrump
Interessierter


Anmeldungsdatum: 24.09.2005
Beitrge: 10

BeitragVerfasst am: 24.09.05, 19:03    Titel: Antworten mit Zitat

@smile123
Also, ich habe mir das noch mal angesehen und es sieht in der Tat ein wenig so aus, wie Sie schreiben.

Sie haben natrlich recht, eine Reisercktrittsversicherung ist mir bekannt. Nur, wenn ich bei Opodo oder Expedia eine Reise buche, ist jene automatisch drin, und ich mu das Kreuzchen explizit wegklicken, um keine zu wollen.

Nun buche ich nicht sooo oft eine Pauschalreise, und ich wrde schon erwarten, darauf aufmerksam gemacht zu werden. Was aber das Ganze ins Rollen brachte, war eher die schnde Reaktion auf meine Frage hin. Da msse ich mich selber drum kmmern, das wrden sie nie machen, und im brigen sei es ohnehin zu spt.

Das finde ich schon einen schwachen Service. Ich kenne jedenfalls kein Reisebro, wo so mit einem umgesprungen wird. Einfach nur schnelle Kohle ohne Service, da werde ich auch etwas sauer. Nebenbei bemerkt ist die Reise keineswegs billig; ansonsten htte man vielleicht eher Verstndnis.

Den Satz, alles was legal ist, ist auch rechtens, wrde ich persnlich auch nicht ganz unterschreiben. Ich bin immer an gtlichen Einigungen interessiert, auch in diesem Fall. Wir werden sehen, was passiert.
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nce
FDR-Mitglied
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Anmeldungsdatum: 13.09.2004
Beitrge: 963
Wohnort: Halle/Saale

BeitragVerfasst am: 24.09.05, 19:07    Titel: Antworten mit Zitat

@smrump: Da will ich mein sukzessives Posting von BGB 651a ff. mal fortsetzen:

BGB 651k Abs. 2 hat folgendes geschrieben::
(3) 1 Zur Erfllung seiner Verpflichtung nach Absatz 1 hat der Reiseveranstalter dem Reisenden einen unmittelbaren Anspruch gegen den Kundengeldabsicherer zu verschaffen und durch bergabe einer von diesem oder auf dessen Veranlassung ausgestellten Besttigung (Sicherungsschein) nachzuweisen. 2 Der Kundengeldabsicherer kann sich gegenber einem Reisenden, dem ein Sicherungsschein ausgehndigt worden ist, weder auf Einwendungen aus dem Kundengeldabsicherungsvertrag noch darauf berufen, dass der Sicherungsschein erst nach Beendigung des Kundengeldabsicherungsvertrags ausgestellt worden ist. 3 In den Fllen des Satzes 2 geht der Anspruch des Reisenden gegen den Reiseveranstalter auf den Kundengeldabsicherer ber, soweit dieser den Reisenden befriedigt. 4 Ein Reisevermittler ist dem Reisenden gegenber verpflichtet, den Sicherungsschein auf seine Gltigkeit hin zu berprfen, wenn er ihn dem Reisenden aushndigt.


Ein Blick in den Gesetzestext ist keine hinreichende, aber eine notwendige Bedingung zum Verstehen des Reisevertragsrechts Winken
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nebelhoernchen
FDR-Mitglied
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Anmeldungsdatum: 02.01.2005
Beitrge: 6900

BeitragVerfasst am: 30.09.05, 09:38    Titel: Antworten mit Zitat

smrump hat folgendes geschrieben::
Sie haben natrlich recht, eine Reisercktrittsversicherung ist mir bekannt. Nur, wenn ich bei Opodo oder Expedia eine Reise buche, ist jene automatisch drin, und ich mu das Kreuzchen explizit wegklicken, um keine zu wollen.

Das knnte man auch als Umsatz- und Provisionsgeilheit auslegen.

smrump hat folgendes geschrieben::
Nun buche ich nicht sooo oft eine Pauschalreise, und ich wrde schon erwarten, darauf aufmerksam gemacht zu werden. Was aber das Ganze ins Rollen brachte, war eher die schnde Reaktion auf meine Frage hin. Da msse ich mich selber drum kmmern, das wrden sie nie machen, und im brigen sei es ohnehin zu spt.

Dass es Reisercktrittskostenversicherungen gibt, weiss jeder Normalbegabte.
Und die mit Betreuer buchen ihre Reisen wohl nicht selbst.
Ob man so eine abschliessen mchte, muss jeder Kunde fr sich entscheiden.

Ich persnlich empfnde es als extrem aufdringlich, wenn man mir bei jedem alltglichen Geschft gleich noch die passende Versicherung mit aufschwatzen wollte.
Man stelle sich das doch mal vor:
- Im Autohaus: Wir empfehlen den Abschluss einer Kaskoversicherung.
- Im Mbelhaus: Wir empfehlen den Abschluss einer Hausratversicherung.
- Im Fahrradgeschft: Wir empfehlen den Abschluss einer Diebstahlversicherung.
- Im Sportgeschft: Wir empfehlen den Abschluss einer Unfallversicherung.
- Im Bekleidungsgeschft: Wir empfehlen den Abschluss einer Hausrat- und einer Reisegepckversicherung.
- Am Mandelstand auf der Kirmes: Wir empfehlen den Abschluss einer Zahnzusatzkostenversicherung.
...
Mit den Augen rollen
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mosaik
FDR-Mitglied
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Anmeldungsdatum: 22.09.2004
Beitrge: 1055
Wohnort: Anif

BeitragVerfasst am: 30.09.05, 10:43    Titel: Antworten mit Zitat

@nebelhoernchen

man muss aber zwei Dinge beim "Aufschwatzen" unterscheiden:

a) der Gesetzgeber verlangt eindeutig und unmiverstndlich den nachweislichen Hinweis gegenber dem Kunden auf die Abschlussmglichkeit einer Reisestornoversicherung und Rcktransportversicherung im Fall einer Erkrankung im Urlaub.

Dieser Punkt ist ein Fakt und wenn er nicht erfllt wird, so Fhrlich "Reiserecht" Ausgabe 2005, kann daraus ein Reisemangel entstehen, fr den u. U. Schadenersatz beansprucht werden kann.

b) die einen sehen es in der Tat als "Aufschwatzen", wenn ein Verkufer noch eine zustzliche Leistung oder -s Produkt anbietet. Allerdings hat mir die Praxis gezeigt, dass eine andere Gruppe dies sehr wohl schtzt - ja vielleicht gerade deshalb ein bestimmtes Geschft aufsucht, weil eben die dort an alles denken und nicht den Kunden denken lassen...

Es ist in diesem Fall mglich, dass der Kunde nach Buchung nach einen Ausweg sucht, weil er persnliche Grnde nun fr einen Nichtantritt der Reise hat. Es ndert aber nichts daran, dass er - gesetzlich legale - "Schlupflcher" fr sich ausntzen wrde. Ebenso wie es ja die Veranstalter umgekehr ja auch drfen.

Da ich mir die "Buchungsgrundlage" (=Homepage) des betroffenen "Veranstalters" genau angesehen habe, neige ich eher dazu, dass hier ein "begrndetetes Bedrfnis nach Sicherheit im Sinne des Reiserechts" von Seiten des Konsumenten her gegeben ist.

Soviel vielleicht noch dazu.

Gru
Peter
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smrump
Interessierter


Anmeldungsdatum: 24.09.2005
Beitrge: 10

BeitragVerfasst am: 30.09.05, 11:23    Titel: Antworten mit Zitat

Vielleicht interessiert die Auskunft eines Rechtsanwalts, spezialisiert auf Reiserecht, in dieser Angelegenheit:

- Der Vertrag (Buchungsbesttigung) ist in diverser Hinsicht unvollstndig und fehlerhaft. Trotzdem gilt er als geschlossen.

- Der Hinweis auf Reisercktrittsversicherung ist notwendig, die Notiz auf der Buchungsbesttigung ist dafr ausreichend.

Also, der Gesetzgeber macht dem Reiseveranstalter diverse Auflagen. Die kann er aber getrost ignorieren, der Vertrag kommt so oder so zustande. Geschockt

Das scheint ganz in der Linie mit diversen postings: Reiseveranstalter kann beliebig Flug ndern, verspten, stornieren, was auch immer, schlimmstenfalls berweist er den Reisepreis zurck. Kunde macht irgendeine Kleinigkeit, schon sind Stornokosten fllig.

Erinnert mich an David und Goliath, obwohl, manchmal geht es ja doch wie in der Bibel aus. Smilie
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mosaik
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied


Anmeldungsdatum: 22.09.2004
Beitrge: 1055
Wohnort: Anif

BeitragVerfasst am: 30.09.05, 11:43    Titel: Antworten mit Zitat

smrump hat folgendes geschrieben::

- Der Vertrag (Buchungsbesttigung) ist in diverser Hinsicht unvollstndig und fehlerhaft. Trotzdem gilt er als geschlossen.


--> das wage ich zu bezweifeln, dass ein unvollstndiger Vertrag als geschlossen gilt.

smrump hat folgendes geschrieben::
Der Hinweis auf Reisercktrittsversicherung ist notwendig, die Notiz auf der Buchungsbesttigung ist dafr ausreichend..


--> BGB Informationspflichten

Zitat:
4 Prospektangaben

(1) Stellt der Reiseveranstalter ber die von ihm veranstalteten Reisen einen Prospekt zur Verfgung, so muss dieser deutlich lesbare, klare und genaue Angaben enthalten ber den Reisepreis, die Hhe einer zu leistenden Anzahlung, die Flligkeit des Restbetrages und auerdem, soweit fr die Reise von Bedeutung, ber folgende Merkmale der Reise:

1. Bestimmungsort,

2. Transportmittel (Merkmale und Klasse),

3. Unterbringung (Art, Lage, Kategorie oder Komfort und Hauptmerkmale sowie soweit vorhanden ihre Zulassung und touristische Einstufung),

4. Mahlzeiten,

5. Reiseroute,

6. Pass- und Visumerfordernisse fr Angehrige des Mitgliedstaates, in dem die Reise angeboten wird, sowie ber gesundheitspolizeiliche Formalitten, die fr die Reise und den Aufenthalt erforderlich sind,

7. eine fr die Durchfhrung der Reise erforderliche Mindestteilnehmerzahl sowie die Angabe, bis zu welchem Zeitpunkt vor dem vertraglich vereinbarten Reisebeginn dem Reisenden die Erklrung sptestens zugegangen sein muss, dass die Teilnehmerzahl nicht erreicht und die Reise nicht durchgefhrt wird. Die in dem Prospekt enthaltenen Angaben sind fr den Reiseveranstalter bindend. Er kann jedoch vor Vertragsschluss eine nderung erklren, soweit er dies in dem Prospekt vorbehalten hat. Der Reiseveranstalter und der Reisende knnen vom Prospekt abweichende Leistungen vereinbaren.

(2) Absatz 1 gilt entsprechend, soweit Angaben ber die veranstalteten Reisen in einem von dem Reiseveranstalter zur Verfgung gestellten Bild- und Tontrger enthalten sind.



5 Unterrichtung vor Vertragsschluss

Der Reiseveranstalter ist verpflichtet, den Reisenden, bevor dieser seine auf den Vertragsschluss gerichtete Willenserklrung (Buchung) abgibt, zu unterrichten ber

1. Pass- und Visumerfordernisse, insbesondere ber die Fristen zur Erlangung dieser Dokumente; diese Verpflichtung bezieht sich auf die Erfordernisse fr Angehrige des Mitgliedstaates, in dem die Reise angeboten wird,

2. gesundheitspolizeiliche Formalitten, soweit diese Angaben nicht bereits in einem von dem Reiseveranstalter herausgegebenen und dem Reisenden zur Verfgung gestellten Prospekt enthalten und inzwischen keine nderungen eingetreten sind.



6 Reisebesttigung, Allgemeine Reisebedingungen

(1) Der Reiseveranstalter hat dem Reisenden bei oder unverzglich nach Vertragsschluss eine Urkunde ber den Reisevertrag (Reisebesttigung) auszuhndigen.

(2) Die Reisebesttigung muss, sofern nach der Art der Reise von Bedeutung, auer den in 4 Abs. 1 genannten Angaben ber Reisepreis und Zahlungsmodalitten sowie ber die Merkmale der Reise nach 4 Abs. 1 Nr. 2, 3, 4, 5 und 7 folgende Angaben enthalten:

1. endgltiger Bestimmungsort oder, wenn die Reise mehrere Aufenthalte umfasst, die einzelnen Bestimmungsorte sowie die einzelnen Zeitrume und deren Termine,

2. Tag, voraussichtliche Zeit und Ort der Abreise und Rckkehr,

3. Besuche, Ausflge und sonstige im Reisepreis inbegriffene Leistungen,

4. Hinweise auf etwa vorbehaltene Preisnderungen sowie deren Bestimmungsfaktoren ( 651 a Abs. 4 des Brgerlichen Gesetzbuchs) und auf nicht im Reisepreis enthaltene Abgaben,

5. vereinbarte Sonderwnsche des Reisenden,

6. Namen und ladungsfhige Anschrift des Reiseveranstalters,

7. ber die Obliegenheit des Reisenden, dem Reiseveranstalter einen aufgetretenen Mangel anzuzeigen, sowie darber, dass vor der Kndigung des Reisevertrages ( 651 e des Brgerlichen Gesetzbuchs) dem Reiseveranstalter eine angemessene Frist zur Abhilfeleistung zu setzen ist, wenn nicht die Abhilfe unmglich ist oder vom Reiseveranstalter verweigert wird oder wenn die sofortige Kndigung des Vertrages durch ein besonderes Interesse des Reisenden gerechtfertigt wird,

8. ber die nach 651 g des Brgerlichen Gesetzbuchs einzuhaltenden Fristen, unter namentlicher Angabe der Stelle, gegenber der Ansprche geltend zu machen sind,

9. ber den mglichen Abschluss einer Reisercktrittskostenversicherung oder einer Versicherung zur Deckung der Rckfhrungskosten bei Unfall oder Krankheit unter Angabe von Namen und Anschrift des Versicherers.

(3) Legt der Reiseveranstalter dem Vertrag Allgemeine Geschftsbedingungen zugrunde, mssen diese dem Reisenden vor Vertragsschluss vollstndig bermittelt werden.

(4) Der Reiseveranstalter kann seine Verpflichtungen nach den Abstzen 2 und 3 auch dadurch erfllen, dass er auf die in einem von ihm herausgegebenen und dem Reisenden zur Verfgung gestellten Prospekt enthaltenen Angaben verweist, die den Anforderungen nach den Abstzen 2 und 3 entsprechen. In jedem Fall hat die Reisebesttigung den Reisepreis und die Zahlungsmodalitten anzugeben.

(5) Die Abstze 1 bis 4 gelten nicht, wenn die Buchungserklrung des Reisenden weniger als sieben Werktage vor Reisebeginn abgegeben wird. Der Reisende ist jedoch sptestens bei Antritt der Reise ber die in Absatz 2 Nr. 7 bezeichnete Obliegenheit und die in Absatz 2 Nr. 8 bezeichneten Angaben zu unterrichten.





Wenn man diese Pflicht durchliest, fehlen etliche Punkte im vorliegenden Fall. Was fr mich aber hier ein wesentlicher Punkt ist: zwischen Buchung und Ausstellung der Buchungsbesttigung bzw. Zugang per Fax sind volle Werktage verstrichen. Der auslsende Faktor lag jedoch zwischen mndlicher Buchung und schriftlicher Besttigung. Der Reiseantritt nicht in weiter Ferne. Somit htte der Veranstalter eine erhhte Informationspflicht gehabt, da ja die Stornogebhren nicht mehr als unbedeutend zu bezeichnen sind.

Fraglich auch, dass der Veranstalter auf Nachfrage nach einer Versicherung sinngemss Auskunft gab, dafr nicht zustndig zu sein und der Kunde sich anderweitig zu informieren htte. Hier liegt meines Erachtens auch ein Verletzung einer geschuldeten Nebenpflicht des Veranstalters vor. berhaupt, wenn man sich Punkt 9 - Bei Vertragsabschluss genau durchliest!

Gru
Peter
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smrump
Interessierter


Anmeldungsdatum: 24.09.2005
Beitrge: 10

BeitragVerfasst am: 30.09.05, 12:06    Titel: Antworten mit Zitat

Tja, das sehe ich alles ein. Zunchst, die Frage nach Reisercktrittsversicherung scheint jetzt nebenschlich, da ich den Vertrag storniert habe. Es geht mir zwar schon wieder besser, knnte wahrscheinlich reisen und vielleicht auch tauchen (noch eine kleine Schwierigkeit, Reisefhigkeit heit noch lange nicht Tauchfhigkeit).

Trotzdem habe ich storniert, weil ich von dem Reiseveranstalter alles andere als berzeugt und nicht neugierig bin auf etwaige berraschungen in gypten.

Die Folgen dieser Entscheidung habe ich natrlich zu tragen. Hier war die eindeutige Antwort des Rechtsanwalts: Vertrag geschlossen, trotz diverser Mngel.

Z.B. 5, Pa, Visum, gesundheitspolizeiliche Formalitten. Kein Hinweis seitens des Veranstalters. Aber, was macht das schon? Natrlich wei ich, da ich fr gypten einen Pa brauche, will aus einem entgangenen Hinweis auch niemand einen Strick drehen. So, what?

Die Liste knnte ich eine Weile fortsetzten, lauter Verste seitens des Veranstalters gegen oben zitierte Paragraphen. Allein, keine rechtliche Auswirkung, so der Anwalt. That's life.
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nce
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Anmeldungsdatum: 13.09.2004
Beitrge: 963
Wohnort: Halle/Saale

BeitragVerfasst am: 30.09.05, 12:14    Titel: Antworten mit Zitat

smrump hat folgendes geschrieben::
Allein, keine rechtliche Auswirkung, so der Anwalt. That's life.


Keine rechtliche Auswirkung auf das Zustandekommen des Vertrags - ansonsten knnte das schon erhebliche Auswirkungen haben!

Danke fr die Mitteilung! Sehr glcklich
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mosaik
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Anmeldungsdatum: 22.09.2004
Beitrge: 1055
Wohnort: Anif

BeitragVerfasst am: 30.09.05, 12:25    Titel: Antworten mit Zitat

und ich gebe nicht auf:

es wurden ja keine AGB rechtskrftig vereinbart - weil es ja gar keine beim VA gibt.

Somit kann der VA nur nachweisliche Kosten und entgangenen Gewinn geltend machen.

Nur das Beispiel, dass der VA 70 % Stornogebhr verlangt, obwohl zum Stornozeitpunkt rechtlich maximal 50 % zulssig wren (wenn in Ihrem Fall berhaupt).

Und nochmals: der Hinweis auf die Stornoversicherung kam meines Erachtens erst nach Vertragsabschluss, da der Vertragsabschluss am 20.9. mndlich erfolgte, die schriftliche Besttigung - per Fax - jedoch erst am 23.9. einlangte, nachdem Sie bereits einen mglichen Rcktritt dem VA angekndigt hatten.

Hat er mittlerweile eine Insolvenzversicherung nachweisen knnen?
Gibt es eine Gewerbeberechtigung fr Reisen - die Tauchfirma verkauft laut Internet Tauchausrstungen...

Wr ich Anwalt, ich tt da jetzt tfteln bis die Luft aus den Flaschen vom Tauch-VA drauen wr'...

Gru
Peter
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nce
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Anmeldungsdatum: 13.09.2004
Beitrge: 963
Wohnort: Halle/Saale

BeitragVerfasst am: 30.09.05, 12:36    Titel: Antworten mit Zitat

mosaik hat folgendes geschrieben::
Somit kann der VA nur nachweisliche Kosten und entgangenen Gewinn geltend machen.


Sowieso! Das gilt selbst dann, wenn eine Pauschalierung vereinbart worden ist - sofern der Reisende darauf besteht.

mosaik hat folgendes geschrieben::
Hat er mittlerweile eine Insolvenzversicherung nachweisen knnen?
Gibt es eine Gewerbeberechtigung fr Reisen - die Tauchfirma verkauft laut Internet Tauchausrstungen...

Wr ich Anwalt, ich tt da jetzt tfteln bis die Luft aus den Flaschen vom Tauch-VA drauen wr'...


Nur damit das richtig verstanden wird - diese Fragen haben mit dem Vertragsschluss an sich nichts zu tun. Das fllt mehr unter die Kategorie Folterwerkzeuge ... Winken Ob deren Androhung oder Anwendung sinnvoll ist, mag smrump nach Rcksprache mit seinem Anwalt entscheiden ...


Zuletzt bearbeitet von nce am 30.09.05, 13:08, insgesamt 1-mal bearbeitet
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smrump
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Anmeldungsdatum: 24.09.2005
Beitrge: 10

BeitragVerfasst am: 30.09.05, 13:03    Titel: Antworten mit Zitat

In der Tat, kein Einflu auf das Zustandkommen des Vertrags, in bezug auf Stornogebhren u.U. erheblicher Einflu.

Laut Rechtsanwalt brigens die Limitierung auf 50 % so nicht ohne weiteres haltbar. Eine Insolvenzversicherung ist mittlerweile nachgewiesen worden; das hatte ich auch nicht bezweifelt, nur die Reihenfolge von Zahlung und Nachweis ist ungesetzlich.

Etc. pp. mchte ich sagen, eine Unkorrektheit nach der anderen, aber letzlich ohne Auswirkung. Ob eine Gewerbebescheinigung fr Reisen vorliegt, wei ich nicht, wrde ich aber zunchst mal annehmen. Im Internet heit es ja auch Tauchausrstungen und Tauchreisen.

Wie dem auch sei, die Sache wird mit Sicherheit in den nchsten Wochen weitergehen. Wirklich entstandene Kosten mssen nachgewiesen werden. Wenn Interesse besteht, berichte ich gerne weiter.

P.S.: Folterwerkzeuge, frchte ich, stehen meiner pazifistischen Grundeinstellung diametral entgegen. Da gehe ich lieber nach dem Motto: Sometimes you win, sometimes you loose.
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mosaik
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Anmeldungsdatum: 22.09.2004
Beitrge: 1055
Wohnort: Anif

BeitragVerfasst am: 30.09.05, 14:16    Titel: Antworten mit Zitat

Lieber Herr Professor,

wir bitten hier alle stets um Info, wie eine Sache ausgegangen ist. Fr mich ist Ihr Fall sehr interessant und lehrreich - meine Frau hat schon mehrmals bedauert, dass ich nicht Rechtsanwalt sondern den schnden Beruf eines Touristikers ausbe.

Schne Gre
eter
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mosaik
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Anmeldungsdatum: 22.09.2004
Beitrge: 1055
Wohnort: Anif

BeitragVerfasst am: 30.09.05, 14:31    Titel: Antworten mit Zitat

die Hoffnung stirbt zuletzt:

Zitat:
9. ber den mglichen Abschluss einer Reisercktrittskostenversicherung oder einer Versicherung zur Deckung der Rckfhrungskosten bei Unfall oder Krankheit unter Angabe von Namen und Anschrift des Versicherers.


... hat er aber nicht!

Zitat:
(3) Legt der Reiseveranstalter dem Vertrag Allgemeine Geschftsbedingungen zugrunde, mssen diese dem Reisenden vor Vertragsschluss vollstndig bermittelt werden.


... hat er aber nicht

wieso daher von einem rechtskrftig abgeschlossenen Vertrag die Rede sein kann, bezweifle ich nach wie vor!

Gru
Peter
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nce
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Anmeldungsdatum: 13.09.2004
Beitrge: 963
Wohnort: Halle/Saale

BeitragVerfasst am: 30.09.05, 15:09    Titel: Antworten mit Zitat

mosaik hat folgendes geschrieben::
wieso daher von einem rechtskrftig abgeschlossenen Vertrag die Rede sein kann, bezweifle ich nach wie vor!


Wieso nicht? Die Mngel, die Du aufzeigst, betreffen doch nicht den Kern des Vertrags - nur die Details.
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smrump
Interessierter


Anmeldungsdatum: 24.09.2005
Beitrge: 10

BeitragVerfasst am: 30.09.05, 22:27    Titel: Antworten mit Zitat

Langsam bekomme ich den Eindruck, da sich beim Reisen eine Art Rechts-Enklave gebildet hat. Jedenfalls kontrastiert vieles diametral mit heute blichen Gepflogenheiten.

Beim heute blichen 14-tgigen Rcktrittsrecht von Vertrgen kann der Kufer ohne Angabe von Grnden einen geschlossenen Vertrag kndigen. Eine sehr einseitige Regelung. Beispiel: ein Kunde bestellt einen 'custom-designed' computer, also aus ausgesuchten Einzelteien. Hndler bestellt einzelne Teile, baut alles zusammen, installiert Software usw., kann eine ganze Weile dauern, und - simsalabim - Kunde storniert.

Jetzt entstehen (dem Hndler) u.U. erhebliche Kosten, Arbeitszeit und Teile, auf denen er sitzen bleibt. Finde ich persnlich brigens zu einseitig in die andere Richtung. Eine Reise ist ein ebensolcher Vertrag, aber es greift ein spezielles Recht.
Hat das historische Grnde, warum das im Reiserecht so anders gehandhabt wird, oder ist man da noch nicht so weit?
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