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Alter Besitzer verweigert Erlaubnis zur Einschlferung EILT!

 
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danamia1
Interessierter


Anmeldungsdatum: 06.12.2005
Beitrge: 5

BeitragVerfasst am: 06.12.05, 22:18    Titel: Alter Besitzer verweigert Erlaubnis zur Einschlferung EILT! Antworten mit Zitat

Hallo,

ich habe vor 5 Monaten einen Schferhund aus Kln bernommen. Nach zwei Monaten stellte sich heraus, dass er einen schweren Nierentumor hat, der mindestens seit einem Jahr schon da ist. Jetzt muss der Hun bald eingeschlfert werden. Er leidet immer mehr, und es eilt wirklich. Das Problem ist: Im Schutzvertrag wurde vereinbart, dass der Hund nur mit Einverstndnis des ehemaligen Besitzers eingeschlfert werden darf. Ich habe ihm schon eine rtzliche Bescheinigung vom Tierarzt zum Beweis geschickt, aber er verweigert die Erlaubnis zur Einschlferung!
Was kann ih nun tun? Kann ich den Hund trotz der Verweigerung einschlfern lassen, und kommen dann rechtliche Konsequenzen auf mich zu? Es ist doch auch gegen den Tierschutzgedanken, ein Tier so leiden zu lassen!

Bitte um schnelle Antwort.

Mit freundlichen Gren
D. Knig
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Abrazo
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied


Anmeldungsdatum: 30.05.2005
Beitrge: 5941
Wohnort: Kln

BeitragVerfasst am: 07.12.05, 10:28    Titel: Antworten mit Zitat

1.
Zitat:
134 BGB
Gesetzliches Verbot
Ein Rechtsgeschft, das gegen ein gesetzliches Verbot verstt, ist nichtig, wenn sich nicht aus dem Gesetz ein anderes ergibt.

Inwiefern das Einschlferungsverbot einem Gesetz (z.B. Tierschutz) widerspricht, sollte der Tierarzt feststellen.

2.
Zitat:
226 BGB
Schikaneverbot
Die Ausbung eines Rechts ist unzulssig, wenn sie nur den Zweck haben kann, einem anderen Schaden zuzufgen.

Schaden wird dem Hund zugefgt und dir dadurch, dass du ihn leiden sehen lassen musst.
Das heit, wenn der Tierarzt dir bescheinigt, dass die Einschlferung nunmehr geboten ist, um weitere Leiden zu vermeiden, dann ist imho ein dem entgegenstehendes Verbot in einem Schutzvertrag nichtig.
Ich wrde mir das aber zur Sicherheit auf jeden Fall vom Tierarzt bescheinigen lassen.
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danamia1
Interessierter


Anmeldungsdatum: 06.12.2005
Beitrge: 5

BeitragVerfasst am: 07.12.05, 17:06    Titel: Antworten mit Zitat

Danke fr die schnelle Antwort!

Eine Frage htte ich aber noch: Die alten Besitzer bestehen jetzt darauf, dass der Hund nochmal in deren Heimatstadt untersucht wird. Haben die berhaupt das Recht dazu, mich dazu aufzufordern, wenn ihnen von einem Dortmunder Tierarzt die Krankheit bescheinigt wurde? Ist ja alles auch eine Kostenfrage und nicht gerade billig!

MfG
D. Knig
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Raspy
FDR-Mitglied
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Anmeldungsdatum: 10.06.2005
Beitrge: 148

BeitragVerfasst am: 07.12.05, 17:48    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo danamia1,

wenn Du meinst, dass das fr den Hund nicht zu strapazis wre kannst Du den ehemaligen Besitzern ja anbieten, dass sie den Hund auf ihre Kosten dort untersuchen lassen, natrlich wenn sie ihn selber dort hinbringen oder Dir die Fahrtkosten erstatten. Zwingen knnen sie Dich nicht.

Wnsche Dir alles Gute und dass Dein Hund nicht so sehr leiden muss.

MfG,
Raspy
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danamia1
Interessierter


Anmeldungsdatum: 06.12.2005
Beitrge: 5

BeitragVerfasst am: 07.12.05, 18:10    Titel: Antworten mit Zitat

Danke fr die fixe Antwort*g*

Auf ihre kosten wollen sie das nicht machen. Ich msste dann fast zwei Stunden mit dem Zug da hin fahren, und das will ich Sam nicht mehr zumuten.
Ich werde ihn einschlfern lassen sobald es sein muss. Mir ist nur wichtig, dass da keine rechtlichen Konsequenzen auf mich zu kommen, aber das wrde doch jeder Tierschutzverein genauso sehen, oder?

MfG
Dana
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Abrazo
FDR-Mitglied
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Anmeldungsdatum: 30.05.2005
Beitrge: 5941
Wohnort: Kln

BeitragVerfasst am: 07.12.05, 19:02    Titel: Antworten mit Zitat

Die haben sie nicht mehr alle!

Sinn und Zweck eines Einschlferungsverbotes ist es zu verhindern, dass ein Hund ohne dringende Not eingeschlfert wird. Etwa, weil die Tierarztkosten dem Halter zu hoch werden wrden, wenn der Hund weiter behandelt wird. Sinn und Zweck ist es nicht, seine eigene Scheintierliebe damit zu befriedigen.

Dem schwer kranken Hund noch eine Bahnreise zuzumuten wrde ich rigoros ablehnen. Dass das eine Zumutung fr das Tier ist, wird dir der Tierarzt gewiss besttigen. Anbieten wrde ich den ehemaligen Haltern statt dessen, dass dein Tierarzt ber die Notwendigkeit des Einschlferns einzig aus tiermedizinischen Grnden allein entscheidet und dass, wenn sie ihm nicht trauen, du bereit wrest, den Hund einem anderen Tierarzt im nicht zu weit entfernten Einzugsgebiet deiner Wohnung vorzustellen und untersuchen zu lassen - allerdings auf ihre Kosten.

Wenn sie die Einschlferung ablehnen, dann mgen sie bitte dafr einen vernnftigen Grund nennen; mcht ich nich gilt et nich. Du bist bereit, die Notwendigkeit zu belegen, von dir aus kann den Hund auch eine ganze Kompanie von Veterinren begutachten, aber dann bitte bei dir zu Hause in deiner Wohnung und auf ihre Kosten. Mehr kann man imho nicht verlangen.

Letztlich mssen sie m.E. die Klappe halten, denn entscheidend ist, was der Tierarzt sagt, weil der der Fachmann ist und nicht das, was ihnen passt.
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rarichter
FDR-Mitglied
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Anmeldungsdatum: 31.10.2005
Beitrge: 72
Wohnort: Heidelberg

BeitragVerfasst am: 15.02.06, 15:43    Titel: Einwilligung Antworten mit Zitat

M. E. ist die Einwilligung kein Einfallstor fr Willkr, d.h. man hat aus dem vertrag bei gewissen Kostellationen einen Anspruch auf Einwilligung, der gerichtlich durchzusetzen wre - auer in eilbedrftigen Fllen.
_________________
Frank Richter
Rechtsanwalt

Kastanienweg 75a
69221 Dossenheim
- Tierrecht, Vereinsrecht, Strafrecht, Internetrecht, Werberecht -
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Anya
noch neu hier


Anmeldungsdatum: 15.02.2006
Beitrge: 2

BeitragVerfasst am: 15.02.06, 18:40    Titel: Antworten mit Zitat

Knnen Hunde mit Nieren-TU nicht einfach auch so an ihrem Leiden versterben? Wer wei denn, dass Du ihn eingeschlfert hast?
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