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Pferdekaufvertrag Probleme

 
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Nase
Interessierter


Anmeldungsdatum: 29.01.2006
Beitrge: 5

BeitragVerfasst am: 29.01.06, 14:23    Titel: Pferdekaufvertrag Probleme Antworten mit Zitat

Hallo,

Verkufer A verkauft an Kufer B ein Pferd, ohne Papiere, A wei aber bekommt vom Vorbeitzer C aber Kopien der Elterntiere ausgehndigt, somit sagt A B, da das die Eltern sind. Da A ja davon ausgeht, da das tatschlich so ist.

B kauft das Pferd von A, im Kaufvertrag steht keine Namensnennung der angeblichen Elterntiere.

B erkundigt sich beim Zchter Z, B will nun Papiere fr das Pferd beantragen, der Zchter Z behauptet nun, da das Pferd nicht von diesen Eltern abstammt, sondern andere Eltern hat. Daraufhin kann B keine Papiere beantragen.

Nach Rcksprache mit C hat C aber die Kopien damals von Z erhalten.

B will nun eine Kaufpreisminderung wegen arglistiger Tuschung.

Nun will A das Pferd zurcknehmen und den Kaufpreis erstatten aber keine sonstigen Kosten wg. Fahrkostenrckerstattung und Unterstellung des Pferdes.

Kann A das machen?
Wie kann A das Pferd da mglichst schnell rausholen, damit dem Pferd nicht noch ein Schaden entsteht?
Wie kann A sich verhalten um B evt. zivilrechtlich zu belangen?
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Waschbrin
FDR-Mitglied
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Anmeldungsdatum: 28.02.2005
Beitrge: 792

BeitragVerfasst am: 29.01.06, 16:16    Titel: Re: Pferdekaufvertrag Probleme Antworten mit Zitat

Was steht denn im Kaufvertrag? Hat B ein Pferd ohne Ahnentafel gekauft? Oder ein Pferd, fr das der Verkufer zusichert, da nachtrglich einen Ahnentafel ausgestellt werden kann? (In welchem Zuchtverband ist sowas eigentlich mglich...?)

Nase hat folgendes geschrieben::

B will nun eine Kaufpreisminderung wegen arglistiger Tuschung.


Wenn er ein Pferd ohne Ahnentafel gekauft hat knnte er mir als Verkufer den Buckel runterrutschen

Nase hat folgendes geschrieben::

Nun will A das Pferd zurcknehmen und den Kaufpreis erstatten aber keine sonstigen Kosten wg. Fahrkostenrckerstattung und Unterstellung des Pferdes.


D.h. A bietet B einen Rcktritt vom Kaufvertrag an. Sollte vllig ausreichen. Wenn ich meinen Videorecorder aus irgendwelchen Grnden im Mediamarkt zurckgebe oder gegen einen anderen umtausausche, dann erstatten die mir auch nicht die Fahrtkosten. Auerdem konnte B das Pferd in der Zeit, in der es bei ihm war, "nutzen". Reiten tut man ja nicht auf den Papieren, sondern auf dem Pferd.

LG Waschbrin
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Nase
Interessierter


Anmeldungsdatum: 29.01.2006
Beitrge: 5

BeitragVerfasst am: 29.01.06, 16:28    Titel: Re: Pferdekaufvertrag Probleme Antworten mit Zitat

Waschbrin hat folgendes geschrieben::
Was steht denn im Kaufvertrag? Hat B ein Pferd ohne Ahnentafel gekauft? Oder ein Pferd, fr das der Verkufer zusichert, da nachtrglich einen Ahnentafel ausgestellt werden kann? (In welchem Zuchtverband ist sowas eigentlich mglich...?)


Im Kaufvertrag werden keine Namen von Elterntieren genannt und auch nicht vermerkt das B es sich vorbehllt Papiere zu beantragen. Es geht um die AQHA da ist es schon mglich im Nachhinein Papiere zu beantragen nur ist es sehr teuer aber das sollte ja nicht Sorge von A sein.

Denke ja auch das B keine rechtliche Handhabe hat.

Wie kann A denn nun aber am Besten vorgehen? Das Pferd mu definitiv da fort und das unbeschadet, denn sonst will A es ja auch nicht zurck.

Wie sieht es mit einer einstweiligen Verfgung aus?
Besteht gegen A berhaupt der Verdacht der arglistigen Tuschung?
Ich knnte mir vorstellen, da das schon vorher irgendwie geplant war aber wie soll man das Beweisen?

Gru
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Waschbrin
FDR-Mitglied
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Anmeldungsdatum: 28.02.2005
Beitrge: 792

BeitragVerfasst am: 29.01.06, 18:13    Titel: Re: Pferdekaufvertrag Probleme Antworten mit Zitat

Nase hat folgendes geschrieben::

Wie kann A denn nun aber am Besten vorgehen? Das Pferd mu definitiv da fort und das unbeschadet, denn sonst will A es ja auch nicht zurck.


Prinzipiell besteht erst mal ein gltiger Kaufvertrag. D.h. A kann das Pferd da nicht einfach wegholen, gegen Rckerstattung des Kaufpreises, wenn B das nicht mchte.

Ich als Verkufer wrde B in einem eingeschriebenen Brief die Auflsung des Kaufvertrages anbieten. Nicht mehr und nicht weniger. D.h. Geld zurck an B und Pferd zurck an A. Ggf. wrde ich den Brief von meinem Rechtsanwalt schreiben lassen, sowas macht sich immer gut.

Wenn B drauf nicht eingehen mchte ist das sein Problem. Ich denke nicht, da er rechtlich gesehen irgendwelche Chancen hat. Letztendlich hat er ein Pferd ohne Pedigree gekauft und der Verkufer hat lt. Kaufvertrag keine Garantie gegeben, da das Pferd nachtrglich ein Pedigree erhalten wird oder eine bestimmte Abstammung besitzt. Ich denke auch nicht, da der Verkufer irgendwelche Garantien gegeben hat bezglich einer Zuchtbucheintragung des Pferdes. Sprich es wurde ein Pferd zum Reiten, Fahren oder Liebhaben gekauft, nicht zum Zchten. Und Reiten, Fahren und Liebhaben kann man auch ein Pferd ohne Pedigree. Insofern stellen die fehlenden Papiere keinen "Mangel an der Ware" dar, da der Kufer beim Kauf ja darber informiert war, da das Pedigree fehlt.

Im Endeffekt geht es aber um ein Tier. Und da spielen Gefhle auch ein Rolle. In wie weit A deswegen Eingestndnisse machen mchte oder aber gefhlsmig "knallhart" sein kann, davon hngt natrlich auch eine ganze Menge ab.

LG Waschbrin
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Nase
Interessierter


Anmeldungsdatum: 29.01.2006
Beitrge: 5

BeitragVerfasst am: 29.01.06, 18:35    Titel: Antworten mit Zitat

erstmal danke,

da B aber nun bereits einen Anwalt eingeschaltet hat und eine Minderung des Kaufpreises anstrebt sich dabei vorbehllt bei nichterfllung der Minderung vom Kaufvertrag zurckzutreten, knnte dann nicht A sagen: Keine Minderung, sondern Rcktritt?

Davon abgesehen, da es ja eingentlich, so wie Du es auch siehst, keine rechtliche Handhabe gibt, den Kaufvertrag berhaupt anzufechten.

A geht auf jeden Fall kommende Woche zum Anwalt, die Frage ist eben auch, wie kommt das Pferd schadenfrei aus der Sache raus.

A mte ja wahrscheinlich berhaupt nicht darauf eingehen, geht A nun aber darauf ein, da Pferd gegen Kaufpreiserstattung zurckzunehmen, gesteht A sich dann eine gewisse Schuld zu?

Fragen ber Fragen

Auerdem kann A denn nun B in irgendeiner Form zivilrechtlich belangen? Wegen bler Nachrede oder Betrug, denn immerhin wird A ja vorgeworfen arglistig gehandelt zu haben und ferner mte man ja den Zchter Z noch irgendwie belangen knnen, der ja das Pferd mit den Kopien an den Vorbesitzer C verkauft hat, also hat Z doch C schon betrogen?

Gru
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Waschbrin
FDR-Mitglied
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Anmeldungsdatum: 28.02.2005
Beitrge: 792

BeitragVerfasst am: 29.01.06, 19:28    Titel: Antworten mit Zitat

Also was Z mit C gemacht hat, das wrde ich vllig aus der Sache heraushalten.

Ich wrde, wenn ich Person A wre, den bereits erwhnten Brief mit dem Angebot, da der Kaufvertrag aufgelst wird, nachweislich (= z.B. als Einschreiben) an Person B schicken. Egal ob dieser bereits beim Anwalt war oder nicht. Sollte ein Brief vom Anwalt von Person B kommen, dann wrde ich diesem noch mal die Situation klar darstellen. Da B das Pferd ohne Pedigree gekauft hat und ihm von A keine Versprechungen etc. gemacht wurden, da das Pferd jemals ein Pedigree erhalten wird, als Zuchtpferd genutzt werden kann etc. Und dem Anwalt dann auch noch mal anbieten, da der Kaufvertrag aufgelst werden knnte = Pferd zurck/Geld zurck. WEIL es um ein Lebenwesen geht, NICHT weil man irgend einen Mangel an der Ware eingesteht.

Gegen evtl. bele Nachrede wrde ich, wenn diese erfolgt, separat vorgehen, auf dem blichen Weg.

LG Waschbr
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Nase
Interessierter


Anmeldungsdatum: 29.01.2006
Beitrge: 5

BeitragVerfasst am: 29.01.06, 19:46    Titel: Antworten mit Zitat

Ich wrde, wenn ich Person A wre, den bereits erwhnten Brief mit dem Angebot, da der Kaufvertrag aufgelst wird, nachweislich (= z.B. als Einschreiben) an Person B schicken

wrdest Du es direkt an B schicken? oder lieber an dessen Anwalt?

Das eben eine Wandlung oder eine Minderung aufgrund der Rechtslage nicht in Frage kommt. A aber insofern bereit ist das Pferd gegen Kaufpreis, ohne Anspruch von B auf Schadenersatzansprche, zurckzunehmen.

Vielleicht noch mit dem Zusatz, da A sich vorbehllt eine Gesundheitsuntersuchung zu veranlassen, sollte der Zustand des Pferdes nicht mehr dem Zustand zum Verkaufszeitpunkt ensprechen kommt diese Rcknahme nicht zustande.

Sollte man dann auch schon schreiben, da A es sich vorbehllt ein zivilrechtliches Verfahren wegen bler Nachrede anzustreben?

Gru und Danke schonmal
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Waschbrin
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied


Anmeldungsdatum: 28.02.2005
Beitrge: 792

BeitragVerfasst am: 29.01.06, 22:03    Titel: Antworten mit Zitat

Nase hat folgendes geschrieben::
wrdest Du es direkt an B schicken? oder lieber an dessen Anwalt?


Beides. Ich wrde es B schriftlich anbieten, so, da ich es nachweisen kann (z.B. durch Einschreiben, oder persnlich bergeben in Anwesenheit von Zeugen). Und dann, wenn der Anwalt sich meldet, diesem schreiben, da man B bereits schriftlich angeboten hat.

Nase hat folgendes geschrieben::

Vielleicht noch mit dem Zusatz, da A sich vorbehllt eine Gesundheitsuntersuchung zu veranlassen, sollte der Zustand des Pferdes nicht mehr dem Zustand zum Verkaufszeitpunkt ensprechen kommt diese Rcknahme nicht zustande.


Das wre natrlich sinnvoll. Theoretisch kann sich das Pferd ja inzwischen ein Bein gebrochen haben o..

Nase hat folgendes geschrieben::

Sollte man dann auch schon schreiben, da A es sich vorbehllt ein zivilrechtliches Verfahren wegen bler Nachrede anzustreben?


Das halte ich nicht fr sinnvoll. Ich wrde erst mal den Rcktransfer der Pferdes ber die Bhne bringen wollen. Sowie das Pferd dann alle Beine auf meinem Hnger oder in meinem Stall htte, wrde ich das dem gegenerischen Rechtsanwalt stecken, da er doch besser auf seinen Mandanten diesbezglich einwirken sollte. Wenn er dann doch bele Nachrede betreibt bleibt Dir immer noch eine Klage.

Lieben wird Person B Person A deswegen warscheinlich nicht und auch keine Lobreden ber sie singen, das ist klar...

LG Waschbrin
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Nase
Interessierter


Anmeldungsdatum: 29.01.2006
Beitrge: 5

BeitragVerfasst am: 30.01.06, 14:25    Titel: Antworten mit Zitat

ok, vielen lieben Dank erstmal
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