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Hund in Nachbars Garten

 
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Anne123
FDR-Mitglied


Anmeldungsdatum: 09.05.2005
Beitrge: 64

BeitragVerfasst am: 03.03.06, 23:04    Titel: Hund in Nachbars Garten Antworten mit Zitat

Hallo Zusammen!

Zwei Wohnparteien teilen sich einen Garten. Per Mietvertrag ist festgelegt, wem welche Gartenseite gehrt. Die beiden Grten sind nicht durch einen Zaun voneinander getrennt.
Muss der Mieter dulden, dass Nachbars Hund seinen Garten mitnutzt?

Zusatz: Wer muss ggf. eine Abgrenzung zahlen? Gibt es eine Rechtsnorm oder Urteile?)

LG
Anne 123
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Abrazo
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied


Anmeldungsdatum: 30.05.2005
Beitrge: 5941
Wohnort: Kln

BeitragVerfasst am: 04.03.06, 00:15    Titel: Antworten mit Zitat

Nach mglichen Urteilen zu buddeln habe ich jetzt keine Lust; begegnet ist mir noch keines.

Wenn im Mietvertrag nichts anderes geregelt ist, muss imho die eine Partei nicht den Hund der anderen Partei in ihrem Garten dulden. Kann fr den Nichthundehalter nmlich eine Nutzungsbeschrnkung sein.

Andererseits wre es fr den Hundehalter auch eine Nutzungsbeschrnkung, wenn der Hund nicht mehr in seinen Garten drfte.

Und schlielich kann man von einem Hund nicht verlangen, die Grenze auf dem Plan des Katasteramtes lesen zu knnen.

Also: ohne Abgrenzung der Grundstcke wird die Sache nicht funktionieren. Ich kann beiden Parteien nur raten, sich darber zu einigen.

Eine nicht unbedeutende Rolle drfte dabei spielen, was fr ein Hund das ist. Es gibt Hunde, die verbinden unbndiges Temperament mit schlechter Erziehung; die springen ber alles, wo sie rber kommen und buddeln sich zur Not unter einem Zaun durch. Da kann ein Zaun teuer werden. Und dann wiederum gibt es Hunde (meist sind das die groen Rabauken, meiner ist so einer) die erkennen ein niedriges Buchsbaumheckchen oder ein in 20 cm Hhe angebrachtes Eisenrohr als Grenze an, die zu berschreiten verboten ist.

Erst einmal sollte man sich erkundigen, wie die Sache mit Zunen in der Gegend geregelt ist. Da gibt es z.B. kommunale Regelungen, wonach jeder Grundstckbesitzer immer nur die Einzunung einer Seite bezahlt, z.B. die rechte Seite; die linke Seite zahlt dann der andere Nachbar. Gibt es keine Regelung, sollte man sich ber die Gestaltung einigen und die Kosten teilen, denn der eine hat nen Hund, der andere will ihn nicht, sind also beide betroffen. Allerdings nicht unbegrenzt. Wer so'n Vieh hat, das sich durch alles durchgrbt und -buddelt, kann vom hundelosen Nachbarn imho nicht verlangen, dass der ihm den einbetonierten Stahlzaun hlftig mitfinanziert - allerdings drften solche Flle extrem selten sein.

Bei uns in der Stadt werden 80 cm normal als ausreichend angesehen, um z.B. Kinderspielpltze und Hundewiesen einzugrenzen. Da kommt ein groer Hund natrlich mit Leichtigkeit rber, tut er aber nicht (wenn er nicht dazu angehalten wird). Der Zaun muss auch nicht sonderlich stabil sein; der Hund muss ihn als Grenze erkennen knnen, die er nicht berschreiten darf, das reicht in der Regel. Das kostet nicht viel; paar Meter Maschendraht, paar Pflcke und Eigeneinsatz von Muskelkraft reichen.

Hat der Nachbar sich einen Junghund angeschafft, der mal zu den greren gehren wird und ist ihm eine anstndige Erziehung zuzutrauen, dann knnte man sich z.B. auch auf die Buchsbaumhecke einigen.
_________________
Gre,
Abrazo
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