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Computer als Richter

 
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Pnktchen
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Anmeldungsdatum: 14.09.2004
Beitrge: 2634

BeitragVerfasst am: 17.09.06, 17:49    Titel: Computer als Richter Antworten mit Zitat

In China soll in einem Pilotprojekt eine Software ber das Strafma entscheiden. Sind Richter und v. a. Gesetzesbcher nicht gladenlos genug?

Quelle: http://www.(Wortsperre: Firma).net/de/themen/computer/hightech/schraegebits/2924416,cc=000000149100029244161CjHaM.html
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jurico
FDR-Moderator


Anmeldungsdatum: 03.08.2005
Beitrge: 6123
Wohnort: Chemnitz

BeitragVerfasst am: 19.09.06, 16:51    Titel: Antworten mit Zitat

... Niemand hat Berufung eingelegt, hob die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua am Freitag als Erfolg des zweijhrigen Versuchsprojekts im Distriktgericht von Zichuan in der Provinz Shandong hervor. ...

Na, dann ist ja alles bestens. Solange sich niemand wehrt ... Mit den Augen rollen Mit den Augen rollen


(Noch unausgegorener) Vorschlag zur Entlastung der Strafjustiz:

Im Strafbefehlsverfahren eine Regelung hnlich der Voranmeldung im USt-Recht einfhren, so da der Angeschuldigte seine Strafe - etwa anhand des Computerprogramms "Meine Strafe leicht gemacht, v1.0" - selbst berechnen mu.
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Heinz.B
Account gesperrt


Anmeldungsdatum: 17.08.2006
Beitrge: 54

BeitragVerfasst am: 19.09.06, 17:49    Titel: Antworten mit Zitat

jurico hat folgendes geschrieben::


(Noch unausgegorener) Vorschlag zur Entlastung der Strafjustiz:

Im Strafbefehlsverfahren eine Regelung hnlich der Voranmeldung im USt-Recht einfhren, so da der Angeschuldigte seine Strafe - etwa anhand des Computerprogramms "Meine Strafe leicht gemacht, v1.0" - selbst berechnen mu.


Im Strafrecht ist es wohl nicht unbedingt ntig, aber es gibt Rechtsgebiete, in die Amtsrichter gar nicht die Zeit haben, sich einzuarbeiten. Ein PC Programm knnte da durchaus eine brauchbare Entscheidungshilfe sein.

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Lassen Sie sich durch das Bewertungssystem nicht irritieren. Wegen diese Beitrags mit Hinweis auf einen Beschluss des Bundesverfassungsgerichts wurde ich von einem Nutzer, der vorgibt Vormundschaftsrichter zu sein, mit dem Begrndung abgewertet , dass der Beitrag nicht ntzlich/wertvoll sei. Hier wird das Bewertungssystem mibraucht.


Zuletzt bearbeitet von Heinz.B am 17.10.06, 20:49, insgesamt 1-mal bearbeitet
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jurico
FDR-Moderator


Anmeldungsdatum: 03.08.2005
Beitrge: 6123
Wohnort: Chemnitz

BeitragVerfasst am: 19.09.06, 20:11    Titel: Antworten mit Zitat

Heinz.B hat folgendes geschrieben::
Im Strafrecht ist es wohl nicht unbedingt ntig, aber es gibt Rechtsgebiete, in die Amtsrichter gar nicht die Zeit haben, sich einzuarbeiten.

Zum Beispiel?
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Vormundschaftsrichter
FDR-Mitglied
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Anmeldungsdatum: 03.01.2005
Beitrge: 2473
Wohnort: Niedersachsen

BeitragVerfasst am: 20.09.06, 10:48    Titel: Antworten mit Zitat

jurico hat folgendes geschrieben::
Heinz.B hat folgendes geschrieben::
Im Strafrecht ist es wohl nicht unbedingt ntig, aber es gibt Rechtsgebiete, in die Amtsrichter gar nicht die Zeit haben, sich einzuarbeiten.

Zum Beispiel?

Das wrde mich auch einmal interessieren, was der gute "Heinz B." jetzt auf Lager hat...
_________________
Gru
Vormundschaftsrichter


der stellvertretende nimmt seine nightstick und beginnt das Schlagen der daylights aus der Anwalt
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Heinz.B
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Anmeldungsdatum: 17.08.2006
Beitrge: 54

BeitragVerfasst am: 22.09.06, 11:00    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
"Es ist zwar nicht von groem Nutzen, den Inhalt einer bewhrten Rechtssprechung ausdrcklich gesetzlich festzuschreiben. Jedoch verdient der Vorschlag angesichts der fundamentalen Bedeutung des abgesprochenen Grundsatz durchaus Zustimmung. Schlielich ist es nicht zu verkennen, dass (...) sich Richter immer wieder neu in das Betreuungsrecht einarbeiten mssen, denen diese Anforderung nicht ohne weiteres vertraut ist (...)"


Dr. Bernhard Knittel, Richter am BayOLG Mnchen, zu dem Vorschlag, dass im Betreuungsrecht verankert wird, dass keine Betreuung gegen den "freien Willen" des Betroffenen eingerichtet werden darf. In: Zusammenstellung der Stellungnahmen der Sachverstndigen, Deutscher Bundestag, Rechtsausschuss, Berlin 2004, Seite 55

Im Abschlubericht der Bund-Lndergruppe wurde damals auch das mangelhafte Wissen vieler Amtsrichter kritisiert.


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Zuletzt bearbeitet von Heinz.B am 17.10.06, 20:49, insgesamt 1-mal bearbeitet
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jurico
FDR-Moderator


Anmeldungsdatum: 03.08.2005
Beitrge: 6123
Wohnort: Chemnitz

BeitragVerfasst am: 22.09.06, 11:20    Titel: Antworten mit Zitat

Siehe jetzt 1896 Abs. 1a BGB, mit Wirkung vom 01.07.2005 ins BGB eingefgt.

Aber inwieweit soll hier ein Computerprogramm helfen?

Und worauf genau bezieht sich die Kritik am "mangelhaften Wissen"?
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Heinz.B
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Anmeldungsdatum: 17.08.2006
Beitrge: 54

BeitragVerfasst am: 22.09.06, 15:00    Titel: Antworten mit Zitat

Von dem im Abschlussbericht der Bund-Lnder Arbeitsgruppe "Betreuungsrecht" ab Seite 100 unter dem Punkt "Modifizierung des 1896 BGB" sind 6 "Fehlinterpretationen" des 1896 BGB erwhnt. Durch die Einfhrung des Absatz 1a ist gerade mal eine beseitigt worden. Ab Seite 159 wird sogar diskutiert bestimmte Medikamente, deren Verabreichung aufgrund der stark schdigenen Nebenwirkungen nach 1904 BGB eigendlich der Genehmigung des Vormundschaftsgerichts bruchten, ins Gesetz einzubringen. Die Bund Lndergruppe bedachte konkret besonders potente Psychopharmake wie Leponex und Litium, die Langzeitbehandlung mit Neuroleptika und Antikonvulsiva, z.B. Glianemon, Atosil und Neurocil, wegen der damit verbundenen Gefahr von Sptfolgen durch eine Liste ins Gesetz aufzunehemen, "um die bedenkenlose (unkontrollierte) Anwendung einzudmmen". Die Idee wurde u.a. mit Begrndung fallen gelassen, dass ja auch stets neue Medikamente auf den Markt kmen. Ich hatte letzten einen Demenz-Fall mit einer befreundeten Fachrztiin besprochen. Dem Betreuten wurden gleichzeitig auf- und abputschgende Medikamente verabreicht. Dazu auch noch ein Neuroleptika (Risperdal), dass gegen Agression verabreicht wird, aber die "Mortalittsrate" steigert. Die vorlufige Betreuuerin hat die Bevollmchtigte vllig ingnoriert und den Betroffenen schubs ab ins Heim gesteckt, wo er sehr schnell abgebaut hat, was typisch fr eine zu frhe Heimunterbringung sein soll.

Die "Fehlinterpretationen" des 1906 und 1901 BGB wurden in der von der Arbeitsgruppe gar nicht erst behandelt. Das Betreuungsrecht kann halt verfassungskonform ausgelegt werden oder noch im Sinne einer Entmndigung des Betreuten, zu seinem "Wohl". Das liegt sicher auch daran, dass sich Betroffene wie Demenzkranke nicht mehr wehren knnen. Die werden dann Teils mit Medikamenten ruhiggestellt ("eingestellt" heit das im Fachjorgon), was auch genehmig werden msste, da freiheitsentziehend, und halt in den Rollstuhl geschnallt, was auch extra durchs Gericht genehmigt werden msste. Eine "Einstellung" ist schn bequem. Begrndet wird das dann damit, dass die Demtkranken sich verletzten knnten. Was aber nur bedingt stimmt, denn es gibt spezielle Hosen, die beim Sturz ein Oberschenkelhalsbruch verhindern und auch Helme.

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Handwerker
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Anmeldungsdatum: 14.12.2006
Beitrge: 18

BeitragVerfasst am: 15.12.06, 09:49    Titel: Re Antworten mit Zitat

Hallo,

wenn man sich so ansieht was sich die deutsche Justiz so alles erlaubt,-siehe www.(nicht erlaubt)-und hier ist vermutlich nur die spitze Spitze eines Eisberges zu erkennen, sollte man die Rechtssprechung vollstndig einem Computer berlassen, vermutlich erhht das die Chancen wirklich Recht zu bekommen.
Selbst ein ehemaliger Verfassungsrichter der auf der oben genannten Seite zitiert wird meinte das man mit Wrfeln besser dran ist, und es billiger kommt.

Heinz B. ich muss deiner Vermutung es handele sich nicht um einen Richter der hier auftritt widersprechen. Die Positionen und sein Verhalten die er einnimmt kann eigentlich nur ein Jurist einnehmen.

mfg

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