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recht.de :: Thema anzeigen - Anwaltspflicht ab 5000 bei Klageerwiderung zeitgem?
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Anwaltspflicht ab 5000 bei Klageerwiderung zeitgem?
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Sengir
FDR-Mitglied


Anmeldungsdatum: 21.09.2006
Beitrge: 62

BeitragVerfasst am: 24.09.06, 15:21    Titel: Antworten mit Zitat

0Klaus hat folgendes geschrieben::
gut, und was ist wenn jemand zu einem Anwalt geht und sagt:

"Hier ist meine Klageschrift, lesen Sie sie durch, bernehmen sie genau diese Rechtsauffassung und geben Sie das so beim Gericht (mit Unterschrift) ab. Ich will nicht beraten werden."


Das wird sicherlich kein Anwalt machen. (Auer natrlich die Anwaltskinder daheim quengeln vor Hunger und der Khlschrank ist leer.)

Damit wrde sich der betreffende Anwalt bei Gericht und in der Kollegenschaft schlicht lcherlich machen. Frderlich fr das berufliche Fortkommen ist sowas dann zudem sicher nicht.

Auerdem wird immer die Haftungsfrage vergessen: Kein (deutsches) Gericht wird den Anwalt aus der Haftung entlassen. Er kann gerne vorbringen, dass er den Schriftsatz nicht selber gemacht hat. Helfen wird ihm das nicht viel, denn mit Unterschrift ist das sein Schriftsatz, fr den er einzustehen hat. Ein Rechtsanwalt kann ja seine Haftung nur in Einzelfllen beschrnken, aber nie ganz ausschlieen.

(Wrde die Berufshaftpflicht in so einem Fall berhaupt zahlen? Fr mich wre es grob fahrlssig "irgendwelche" Schriftstze blind zu unterschreiben.)

Und die Ausrede "der Mandant hat es ja so gewollt" wird auch nicht ziehen. ("Als Anwalt htten sie das aber besser wissen mssen!")

Zitat:

Der Anwalt wird dann nur prfen, ob irgenwas drin steht, wodurch er sich strafbar macht (zB Beleidigungen).

Ich denke, um festzustellen, dass keine abstrakte Straftat mit der Klageschrift realisiert wird, braucht man einen Fall nicht zu durchdenken.


Was ist eine "abstrakte Straftat"? Eine Beleidigung erwischt man vielleicht auch ohne gro in den Fall eingestiegen zu sein, aber (Prozess-)Betrug? Falsche Verdchtigung? ble Nachrede? Wohl kaum ohne den Fall und v.a. die Faktenlage zu kennen.

Zitat:

Im Anschluss an das Verfahren wird der Anwalt seine Gebhren wegen der besonderen Umstnde in der Person des Mandanten = ausdrcklich nicht gewnschte Beratung und uerst geringer Arbeitsaufwand und fehlendes Haftungsrisiko (1 h durchlesen + Porto) in erheblichem Umfang erlassen (egal wer gewinnt).


Rechtsanwlte werden nicht nach Aufwand bezahlt, sondern nach Streitwert. (Sonst wren Streitigkeiten mit geringem Gegenstandswert fr den Brger schlicht nicht mehr finanzierbar.) Das heit der Faktor "Aufwand" darf im Rahmen der Frage 'Erlasse ich in diesem Einzelfall die Gebhren ganz oder teilweise' nicht bercksichtigt werden. ("Aufwand" steht im 49b I S. 2 BRAO eben darum gerade auch nicht drin.)

Das bedeutet, dass der Anwalt gesetzlich verpflichtet ist, die 1,3 Verfahrensgebhr zu nehmen. Und da er daneben auch zum Gerichtstermin kommen mu, fllt auch die 1,2 Terminsgebhr an.

Dass das Haftungsrisiko nicht fehlt: siehe oben

Im brigen: Selbst wenn der Anwalt nach Aufwand abrechnet: 1 Stunde ist nicht ganz billig, fngt blicherweise ab 150 EUR (der Anwalt ist grn hinter den Ohren) an und endet irgendwo jenseits von Gut und Bse.

Zitat:

Ich denke es wird dann auch keinen Sinn machen, wenn der RA die Rechtslage durchdenkt, zumal der Mandant ausdrcklich nicht beraten werden will.


Er soll auf gar keinen Fall beraten, aber trotzdem soll er feststellen, ob mit Einreichung des Schriftsatz strafbar gehandelt wird. Also wenn die Untersuchung eines Schriftstcks daraufhin, ob damit eine Straftat verwirklicht wird oder nicht keine Beratung ist... *g*

Dieses Modell kann in der Praxis nicht funktionieren, da damit ja genau die Grnde umgangen werden sollen, aufgrund derer der Anwaltszwang existiert. Das wird wohl jeder Richter im Lande erkennen und entsprechend handeln. (Von den Reaktionen der restlichen Anwaltschaft ganz zu schweigen.)

Zitat:

Vielleicht sollte auch die Zahl der Richter erhht werden.


Wenn der Anwaltszwang abgeschafft wird muss die Zahl der Richter an den Landgerichten drastisch erhht werden. Wird dazu noch das Amtermittlungsgrundsatz im Zivilprozess eingefhrt, dann darf man wohl gleich noch einmal eine Ecke aufstocken.

Zitat:

Noch eine abschlieende Frage: Wre es sinnvoll den Beibringungsgrundsatz ganz abzuschaffen und das Gericht im Rahmen der gestellten Antrge von Amts wegen ermitteln zu lassen (wie zB bei Ehesachen oder den Verwaltungsgerichten). Knnte man dadurch das Verfahren beschleunigen und vereinfachen?


Die Verfahren wrden lnger dauern und komplizierter werden.

Im Falle eines Amtsermittlungsprinzips mu der Richter den Sachverhalt soweit als ntig aufklren, d.h. er kann sich nicht einfach den Vortrag der Parteien anschauen und dann nach diesen entscheiden, sondern er mu solange weiterforschen, bis er alle notwendigen Fakten fr eine Entscheidung an der Hand hat.

Und fr dieses "Erforschen des Sachverhalts" braucht es Verfahrenswerkzeuge und (v.a.) Zeit. (Beispiel: Keine Partei bringt Fotos des streitgegenstndlichen Hauses bei. Soll der Richter jetzt hinfahren und sich das anschauen? Soll er einen Justizbediensteten hinschicken, der's fotografiert?)

Auerdem - wurde ja schon angesprochen - was geht den Staat der Streit der Nachbarn Meier und Mller an? Was interessiert ihn der Ehestreit zwischen den Ehegatten Schmidt? Oder anders: Welches Recht hat der Staat einen Themenkomplex aus dem Leben der Ehegatten Huber - den keine der beiden Parteien angesprochen haben will - im Scheidungsverfahren auszuforschen, nur weil der Richter der Meinung ist, das sei entscheidungserheblich?

Zitat:

Von einer Horde RiLGs wrde ich aber erwarten, dass die wissen, dass das illegal ist!


So mancher vom Amtsgericht ans Landgericht entflohene Richter knnte das Gesetz ber sowas vergessen. Sehr bse
_________________
<- kein Anwalt. Mit Vorsicht zu genieen.
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0Klaus
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Anmeldungsdatum: 30.12.2004
Beitrge: 2595

BeitragVerfasst am: 24.09.06, 17:53    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

danke fr die schnelle Antwort.

Soweit mir bekannt ist, ermittelt bei einem Scheidungsantrag das Gericht ja gerade von Amts wegen.

Ich habe im Internet folgendes gefunden:

http://www.recht.com/heymanns/text.xav?SID=anonymous1591408221281&start=%2F%2F*%5B%40dtxmldm:node_id%3D%27752908%27%5D&tf=heymanns_bgh_ed_bghrz_mainFrame&hlf=heymanns_bgh_ed_bghrz_mainFrame&qmf=heymanns_bgh_ed_bghrz_mainFrame&tocf=heymanns_bgh_ed_bghrz_tocFrame&bk=heymanns_bgh_ed_bghrz#xaverTitleAnchore

Danach scheint es in der Praxis sogar vorzukommen, dass Anwlte Schritstze "unbesehen" unterschreiben.

Die Prfung, ob eine Klageschrift eine strafbare Beleidigung, ble Nachrede, usw. enthlt ist doch sicherlich mit weniger Aufwand verbunden, als Kommentare zu durchsuchen und die neueste Rechtsprechung zum aktuellen Fall zu prfen oder sich zu berlegen, wie man sich am besten ausdrckt. Einen Prozessbetrug wird man trotz umfassender Beratung nicht aufdecken knnen.

Woraus soll ein RA haften, wenn die Weisung eines Mandanten dahin geht, den Schriftsatz so zu bernehmen und beim Gericht einzureichen? Der RA kann doch seinem Mandanten keine Beratung aufzwingen, wenn dieser nicht will.

Wrde man Ihrer Auffassung folgen, htte ein Mandant nicht die Mglichkeit exotische Flle zu prozessieren, da er keinen RA finden wrde, der seiner Auffassung folgt, indem er seine Unterschrift unter die Klageschrift setzt.

Nur noch eine Anmerkung: 150 / h trotz der Tatsache, dass angestellte Anwlte teils sittenwidrig niedrige Lhne bekommen, man fast keine Investitionskosten fr Sachgter hat, die meisten Bundesgesetze teilweise sogar mit Kommentierungen im Internet findet und der Ttigkeit theoretisch sogar in seiner Wohnung nachgehen kann, ist ganz schn viel (oder die Versicherung ist sehr teuer). Bei Vollbeschftigung 100 h/ Monat (Urlaub und Krank pauschal abgezogen) sind das 15.000 pro Monat.

Oder umgekehrt unser Forum spart vielen Leuten viel Geld (wenn die Antwort richtig war).
_________________
mfg
Klaus
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Michael A. Schaffrath
FDR-Mitglied
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Anmeldungsdatum: 25.09.2004
Beitrge: 15339
Wohnort: Rom

BeitragVerfasst am: 27.09.06, 00:22    Titel: Antworten mit Zitat

0Klaus hat folgendes geschrieben::
Die Prfung, ob eine Klageschrift eine strafbare Beleidigung, ble Nachrede, usw. enthlt ist doch sicherlich mit weniger Aufwand verbunden


Sie erfordert immer noch eine Einarbeitung. Immerhin kann ein Klger den Beklagten nicht als "notorisch pleite" bezeichnen, wenn er mit der Klage lediglich die Zahlung von Zinsen in zweistelliger Hhe betreiben will.

0Klaus hat folgendes geschrieben::
Woraus soll ein RA haften, wenn die Weisung eines Mandanten dahin geht, den Schriftsatz so zu bernehmen und beim Gericht einzureichen? Der RA kann doch seinem Mandanten keine Beratung aufzwingen, wenn dieser nicht will.


Stichwort Umgehungsvermeidung. Ansonsten wrden sicherlich viele Anwlte sich einen Mandatsauftrag unterschreiben lassen, der in 7 Ziffer 13b) aussagt: "Alle Schriftstze werden auf Wunsch des Mandanten auf dessen eigene Verantwortung eingereicht; in soweit findet lediglich eine berprfung auf Flchtigkeitsfehler statt" und schon wren sie aus der Haftung raus. So funktioniert es nicht.

0Klaus hat folgendes geschrieben::
Wrde man Ihrer Auffassung folgen, htte ein Mandant nicht die Mglichkeit exotische Flle zu prozessieren, da er keinen RA finden wrde, der seiner Auffassung folgt, indem er seine Unterschrift unter die Klageschrift setzt.


Gibt es denn ein Anrecht auf die von Ihnen so genannten "exotischen Flle"? Die knnen doch nur dann vorliegen, wenn die Rechtsauffassung des Mandanten derart verquer ist, da er partout keinen Anwalt findet, der diesen Unsinn mit seiner Unterschrift aufwerten mchte. Und ein Anrecht auf sinnlose Prozesse sehe ich auch in der EMRK nicht.

0Klaus hat folgendes geschrieben::
Nur noch eine Anmerkung: 150 / h trotz der Tatsache, dass angestellte Anwlte teils sittenwidrig niedrige Lhne bekommen, man fast keine Investitionskosten fr Sachgter hat,


Sie gehren also auch zu den Leuten, die meinen, ein Boris Becker bekomme in Wimbledon 1 Million EUR fr "drei mal Bumm-Bumm"? Mit den Augen rollen

0Klaus hat folgendes geschrieben::
die meisten Bundesgesetze teilweise sogar mit Kommentierungen im Internet findet und der Ttigkeit theoretisch sogar in seiner Wohnung nachgehen kann [...] Oder umgekehrt unser Forum spart vielen Leuten viel Geld (wenn die Antwort richtig war).


Jetzt fehlt nur noch die letzte Konsequenz: "Eigentlich kann man das ja alles prima selber mit angelesenem Halbwissen aus dem Internet." Bse

0Klaus hat folgendes geschrieben::
Bei Vollbeschftigung 100 h/ Monat (Urlaub und Krank pauschal abgezogen) sind das 15.000 pro Monat.


Und? Soll ich Ihnen wirklich ausrechnen, wieviel davon nach Abzug von Steuern, Lohnkosten fr die Angestellten, Kanzleimiete und sonstigen Kosten wirklich im Privatsckel des Anwalts landen? Mal davon abgesehen, da Sie bei 12 Monaten dann auf 2100 billable hours kmen, was schon reichlich hoch gegriffen ist (1500 ist wohl realistischer).
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Biber: N, war nur M.A.S. Aber hier im Forum ist das schon ziemlich dicht dran.

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0Klaus
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Anmeldungsdatum: 30.12.2004
Beitrge: 2595

BeitragVerfasst am: 28.09.06, 20:57    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

ich mchte anwaltliche Ttigkeit nicht irgendwie als einfach darstellen, die jeder machen kann und die es nicht verdienen Geld zu verdienen. Sicherlich soll sich das lange Studium auch finanziell lohnen.

Lt
http://soldaninstitut.de/cms/front_content.php?idcat=115
beginnt der Preis bei 75 . Auffllig ist auch, dass der Preis bei Grokanzleien wesentlich hher ist als bei Einzelanwlten, obwohl es eigentlich umgekehrt sein msste (je grer desto effektiver)

Zitat:
Und? Soll ich Ihnen wirklich ausrechnen, wieviel davon nach Abzug von Steuern, Lohnkosten fr die Angestellten, Kanzleimiete und sonstigen Kosten wirklich im Privatsckel des Anwalts landen? Mal davon abgesehen, da Sie bei 12 Monaten dann auf 2100 billable hours kmen, was schon reichlich hoch gegriffen ist (1500 ist wohl realistischer).


12 Monate x 100 h/Monat = 1200 h
Ich bin bei Honorarstunde davon ausgegangen, dass der RA effektiv eine Stunde fr den Mandanten konkret ttig wird.

Ich wollte damit nur sagen, dass man als Anwalt und Freiberufler keine nennenswerten Investitionen haben muss (anders als zB ein Fuhrunternehmer, der sich ein LKW kaufen muss), keine besonderen Kanzleirume braucht (die Ttigkeit kann als nicht strendes Gewerbe - BauNVO - sogar im eigenen Haus im reinen Wohngebiet ausgefhrt werden), kein Personal beschftigen muss und auch keine Gewerbesteuer bezahlt. Im Prinzip bleiben dann nicht mehr viele Kosten brig und Steuern zahlt jeder. Ich schreibe das nur deshalb, weil Handwerksbetriebe teilweise Kosten von unter 50 haben (auch Angestellte, Brokosten, Investitionen, idR Versicherung). Selbst wenn man einen Zuschlag fr die Hherwertigkeit der Ttigkeit (Uni-Studium) hinzufgt, sind 150 ganz schn viel.

Zum Thema zurck:

Zitat:
da er partout keinen Anwalt findet, der diesen Unsinn mit seiner Unterschrift aufwerten


Darum geht es nicht. Nach Ihrer Auffassung drfte der Anwalt die Unterschrift nicht leisten, weil er sich sonst schadenersatzpflichtig macht.

Zitat:
Stichwort Umgehungsvermeidung. Ansonsten wrden sicherlich viele Anwlte sich einen Mandatsauftrag unterschreiben lassen, der in 7 Ziffer 13b) aussagt: "Alle Schriftstze werden auf Wunsch des Mandanten auf dessen eigene Verantwortung eingereicht; in soweit findet lediglich eine berprfung auf Flchtigkeitsfehler statt" und schon wren sie aus der Haftung raus. So funktioniert es nicht.


Das wre eine AGB (keine Individualabrede) und somit mE unwirksam. Auch meine ich, dass es ein Unterschied ist, ob der Anwalt den Schriftsatz selber produziert und sich dann die Hatung erlassen erlsst oder ob der Mandant den Schriftsatz formuliert und dem RA auffordert diesen einzureichen, ohne Beratungswunsch.

Zitat:
Jetzt fehlt nur noch die letzte Konsequenz: "Eigentlich kann man das ja alles prima selber mit angelesenem Halbwissen aus dem Internet."


Wrde ich nicht unbedingt sagen. Sicherlich wird die Hlfte der Verfahren entweder schief gehen oder erhhter richterlicher Sorgfalt bedrfen.

Zunchst kann man hier auch die immer wieder gleichen Argumente anfhren
- Diplom-Jursiten, kennen sich auch aus
- Volljuristen, insbesondere Zivilrichter auch
- Betriebswirte ggf. auch
- Dipl-Rechts-, -Verwaltungs, -Finanz, -Sozial usw.-Wirte ggf. auch

Dann wird man entgegnen, dass diesen die praktische Prozesserfahrung fehlt (insbesondere den Zivilrichern) und deshalb ein Anwalt unbedingt sein muss.

Auerdem dient der RA der Effektivitt der Rechtspflege
_________________
mfg
Klaus
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Sengir
FDR-Mitglied


Anmeldungsdatum: 21.09.2006
Beitrge: 62

BeitragVerfasst am: 29.09.06, 11:19    Titel: Antworten mit Zitat

0Klaus hat folgendes geschrieben::
Lt
http://soldaninstitut.de/cms/front_content.php?idcat=115
beginnt der Preis bei 75 .


Wohnzimmerkanzleien in denen ein einzelner Anwalt sitzt und bei welchen sich die Betriebskosten im Bereich von ein paar hundert Euro im Monat bewegen, knnen so weit runtergehen. Ob sich dieses Preisdumping fr den betreffenden Anwalt lohnt sei mal dahingestellt.

Eine 'echte' Kanzlei fngt fr den Preis nicht an zu arbeiten, den die hat laufende Kosten von mehreren tausend Euro im Monat.

Zitat:

Auffllig ist auch, dass der Preis bei Grokanzleien wesentlich hher ist als bei Einzelanwlten, obwohl es eigentlich umgekehrt sein msste (je grer desto effektiver)


Wieso 'msste' es umgekehrt sein? Das groe Anwaltskanzleien effizienter arbeiten als kleinere halte ich fr einen Trugschlu. (Wohnzimmerkanzleien mal ausgenommen.) Eine Kanzlei mit drei Anwlten arbeitet wahrscheinlich effizienter als ein Einzelanwalt mit Kanzlei. Aber ob eine Kanzlei mit 15 Anwlten effizienter ist als eine mit drei Anwlten?

(Da braucht es dann pltzlich hier noch einen Buchhalter, da noch zwei Damen fr den Empfang, die Kanzlei erstreckt sich pltzlich ber vier Stockwerke, es werden mehr und mehr Zeitschriften angeschafft, die Hlfte der Anwlte sind dann auch angestellt, d.h. die kosten extra und bringen kaum Mandanten, etc. pp.)

Zitat:

12 Monate x 100 h/Monat = 1200 h


Immer bedenken: Man mu auch genug Mandanten finden, die bereit sind, diese Menge an Stunden dann zum entsprechenden Tarif zu bezahlen. Winken

Zitat:

Ich wollte damit nur sagen, dass man als Anwalt und Freiberufler keine nennenswerten Investitionen haben muss (anders als zB ein Fuhrunternehmer, der sich ein LKW kaufen muss),


Das Problem sind auch nicht Investitionen. Anwlte werden wenn dann von laufenden Kosten erdrckt, denn die sind gar nicht so leicht reinzuholen jeden Monat.

Zitat:
keine besonderen Kanzleirume braucht (die Ttigkeit kann als nicht strendes Gewerbe - BauNVO - sogar im eigenen Haus im reinen Wohngebiet ausgefhrt werden), kein Personal beschftigen muss und auch keine Gewerbesteuer bezahlt. Im Prinzip bleiben dann nicht mehr viele Kosten brig und Steuern zahlt jeder.


Dann sind wir aber wieder beim Anwalt in der Wohnzimmerkanzlei. (Zu dem - mit Verlaub - keine Schwein geht, weil so eine Klitsche nun mal kein Vertrauen weckt.)


Zitat:

Darum geht es nicht. Nach Ihrer Auffassung drfte der Anwalt die Unterschrift nicht leisten, weil er sich sonst schadenersatzpflichtig macht.


Der Anwalt macht sich gegenber dem Mandanten nur dann schadensersatzpflichtig, wenn er den Schriftsatz ungeprft unterschreibt, oder den Mandanten nicht ber die Risiken aufklrt. Aus dieser Beratungspflicht kann er gerade nicht entlassen werden. Und wenn er gegen diese verstt, macht er sich schadensersatzpflichtig.

Das geht brigens auch aus dem zitierten BGH-Urteil hervor. Im Gegenteil erteilt dieses Urteil gerade dem hier propagierten Modell eine Absage. Die Schriftstze (hier nur bezogen auf Berufungsschriftstze, aber wohl auch auf andere bertragbar) mssen durch den Anwalt geprft werden:

Zitat:

Das Unterschriftserfordernis ist uerer Ausdruck fr die vom Gesetz geforderte eigenverantwortliche Prfung des Inhalts der Begrndungsschrift durch einen postulationsfhigen Rechtsanwalt. So verlangt das Gesetz, da ein bei dem Berufungsgericht zugelassener und deshalb im allgemeinen mit dem Berufungsverfahren vertrauter Rechtsanwalt dem Gericht und dem Gegner zu Beginn des Verfahrens des zweiten Rechtszuges den Sachverhalt unter bestimmter Bezeichnung der im einzelnen anzufhrenden Anfechtungsgrnde nach persnlicher Durcharbeitung des Prozestoffs vortrgt. Die Berufungsbegrndung mu in diesem Sinn Ergebnis der geistigen Arbeit des Berufungsanwalts sein.


Die Unterschrift des Anwalts ist fr dieses Erfordernis grundstzlich unwiderlegliches Indiz:

Zitat:
Aus Grnden der Rechtssicherheit begngt sich das Gesetz insoweit allerdings mit dem ueren Merkmal der Unterschrift und behandelt diese grundstzlich als Nachweis dafr, da der Rechtsanwalt den Prozestoff selbst durchgearbeitet, das Ergebnis seiner Arbeit in dem Schriftsatz niedergelegt hat und die Verantwortung fr den Inhalt des Schriftsatzes tragen will.


Sie reicht aber gerade nicht aus, wenn:

Zitat:

Ausnahmen von diesen Grundstzen hat die Rechtsprechung nur unter zwei Voraussetzungen anerkannt, nmlich einmal fr den Fall, da der Anwalt seiner Unterschrift einen Zusatz beifgt, durch den er die Verantwortung fr den Inhalt des Schriftsatzes ablehnt (RGZ 65, 81 ff.), und zum anderen dann, wenn Form und Inhalt des Schriftsatzes das Fehlen einer eigenverantwortlichen Prfung durch den Rechtsanwalt klar erkennen lassen, dieser also den Schriftsatz erkennbar unbesehen unterschrieben hat.


Das Urteil stellt gerade klar, dass wenn der Anwalt die Verantwortung fr den Schriftsatz ablehnt, bzw. sich aus Inhalt und Form ergibt, dass er diesen nicht geprft hat, das Formerfordernis fr eine Berufungsschrift nicht erfllt ist.

Im brigen findet sich in dem Urteil kein Anhaltspunkt, dass derartiges hufiger vorkommt. Ich kann ehrlich sagen, dass ich noch keinen anwaltlich unterschriebenen Schriftsatz - und sei er auch noch so schlecht - gelesen habe, der nicht erkennbar von einem Juristen bearbeitet worden wre.

Zitat:
Das wre eine AGB (keine Individualabrede) und somit mE unwirksam. Auch meine ich, dass es ein Unterschied ist, ob der Anwalt den Schriftsatz selber produziert und sich dann die Hatung erlassen erlsst oder ob der Mandant den Schriftsatz formuliert und dem RA auffordert diesen einzureichen, ohne Beratungswunsch.


Fr Anwlte gelten so oder so strengere Voraussetzungen hinsichtlich der Haftung. (Lies: 51a BRAO) Ein Anwalt kann seine Haftung nicht ausschlieen, lediglich der Hhe nach beschrnken. Ob AGB oder nicht ist daher irrelevant.

Zitat:
Wrde ich nicht unbedingt sagen. Sicherlich wird die Hlfte der Verfahren entweder schief gehen oder erhhter richterlicher Sorgfalt bedrfen.


Ich tippe auf 'schiefgehen'. Auf richterliche Sorgfalt - insbesondere bei anwaltlich unterschriebenen Schriftstzen - wrde ich nicht zhlen.

Zitat:

Zunchst kann man hier auch die immer wieder gleichen Argumente anfhren
- Diplom-Jursiten, kennen sich auch aus


Ach bitte. Ein Diplom-Jurist tappt genauso in alle in Betracht kommenden Verfahrensfallen, wie jeder Laie auch. (Ich spreche aus Erfahrung.)

Zitat:

- Volljuristen, insbesondere Zivilrichter auch


Die knnen sich auch als Anwalt zulassen lassen. (Und von denen scheinen sich die wenigsten zu beklagen.)

Zitat:

- Betriebswirte ggf. auch


Was haben die bitte mit Rechtswissenschaften zu tun?

Zitat:

- Dipl-Rechts-, -Verwaltungs, -Finanz, -Sozial usw.-Wirte ggf. auch


Rechtspfleger sind fachlich hervorragend auf ihren Gebieten. Volljuristen sind sie aber nicht. (Und das wissen sie auch selber und handeln entsprechend wenn's mal zum Prozess kommt und sei es auch vor dem Amtsgericht.)

Was der Rest der Aufzhlung von Recht verstehen wrde bleibt mir verschlossen.
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0Klaus
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Anmeldungsdatum: 30.12.2004
Beitrge: 2595

BeitragVerfasst am: 29.09.06, 18:48    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

ich wrde Innen- und Auenverhltnis unterscheiden.

Soweit ein RA bei einem Gericht einen Schriftsatz einreicht (Auenverh.), muss er selbstverstndlich die Verantwortung bernehmen (ein schriftlicher Vermerk, man werde die Verantw. nicht bernehmen fhrt logischerweise zur Unzulssigkeit der Klage). Das bedeutet, er muss die Rechtsauffassung nach auen hin sich zu eigen machen. Diese Verantwortung beschrnkt sich aber darauf, dass der Anwalt damit keine strafbare Handlung begeht und die Schrift berhaupt verstanden werden kann. Die Prozessordnungen stellen insoweit die Vermutung auf, dass mit der Unterschrift diesem Erfordernis genge getan wurde.

Dass man dabei nicht einfach einen Stempel mit Unterschrift auf einen vom Mandanten ggf. noch mit Hand geschriebenen Schreiben setzen kann ist auch klar. Hier msste der RA die Sache in seinen blichen Briefkopf bernehmen und seine bliche Formatierung ebenfalls.

Wenn jetzt der Mandant noch einen halbwegs guten Text formuliert hat, drfte einer Zulssigkeit der Klage nichts im Wege stehen.

Im Innenverhltnis richtet sich die Haftung nach der BRAO. Danach darf die Haftung nur in gewissen Grenzen eingeschrnkt werden. Vorliegend bestand der Inhalt des Auftragsvertrages aber gerade darin, eine fremde Rechtsauffassung zu bernehmen. Dem RA sollte gar nicht die Verpflichtung zukommen, die Auffassung inhaltlich zu prfen (bis auf Strafbarkeit). Wenn jetzt der Mandant nach verlorengehen des Verfahrens darauf sttzen will, dass sein RA ihn nicht beraten hat, drfte das ein treuwidriges Verhalten sein.

Wenn es sich bei diesem RA um einen "Wohnzimmeranwalt" handelt, der am Ende die Gebhren trotzdem reduziert, weil er meint, dass aufgrund der ungewhnlichen Sachlage insbes. der Tatsache, dass von ihm keine rechtliche Bewertung des Falles verlangt wird, wren alle zufrieden.

Der (dumme) Brger der meint, er knne ein landgerichtliches Verfahren selbst fhren, der Rechtsanwalt, der Geld verdient, der Gegner, weil er wahrscheinlich das Verfahren gewinnt und ggf. auch das Gericht, weil das Verfahren schnell vorbei ist, weil der Brger vom Verfahrensrecht keine Ahnung hat und einen Formfehler begeht.

Die Ausbildung der Betriebs-, Sozial-, Verwaltungs- und Finanzwirte umfasst auch das brgerliche Recht (wenn auch nur sehr wenig). Im brigen knnen diese Spezialwissen haben, insbesondere wenn es zB um Amtshaftungssachen geht und der Schwerpunkt eine Vorfrage aus dem Verwaltungsrecht ist.

Zitat:

Zitat:
- Volljuristen, insbesondere Zivilrichter auch

Die knnen sich auch als Anwalt zulassen lassen. (Und von denen scheinen sich die wenigsten zu beklagen.)

Das ist allerdings mit einer Menge Aufwand verbunden, wenn man nur ein privates Verfahren fhren mchte.

Zumindest htte der Gesetzgeber regeln knnen, dass vor Gericht generell Volljuristen berechtigt sind, Verfahren zu fhren. Dann knnten auch Rechtsabteilungen von Unternehmen, Verbnden und Behrden selbst eine Klage fhren (ob der Jurist nun in einer eigenen Kanzlei sitzt oder angestellt ist, ist doch egal).

Ich wage auch abschlieend zu bezweifeln, dass ein Jurist, der seinen Abschluss mit der Note 4,4 geschafft hat, besser ist, als ein Diplom-Jurist, der mit einer 1,0 abgeschlossen hat.
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mfg
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0Klaus
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Anmeldungsdatum: 30.12.2004
Beitrge: 2595

BeitragVerfasst am: 03.10.06, 18:54    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

es wird doch so hufig bemngelt, dass Dipl-Jur. keine Rechtsberatung leisten drften (RBerG). Meines Wissens handelt es sich dabei mageblich um Diplom-Wirtschaftsjuristen von Fachhochschulen/ Fernuniversitten.

Es geht auch hier nicht darum, dass solche Leute andere vor dem Landgericht vertreten drfen sollen, sondern darum, dass diese einen Prozess in eigener Sache fhren.

Zitat:
Dann fiele meines Erachtens eine wichtige Kontrolle weg, nmlich die durch die Anwaltskammern. Das kann man sich wirklich nicht wnschen.


Was soll eine Anwaltskammer bei einem Prozess in eigener Sache kontrollieren.

Zitat:
Bemhen Sie sich doch einmal nur ein wenig, die Perspektive eines Anwalts zu bercksichtigen.
Selbst wenn das ginge, wre damit kein Rechtsanwalt zufrieden, denn er wrde sich zum Gesptt machen und wrde auch sicher nicht mehr lange Geld verdienen.


Warum denn. Er wird seine Prozessakten sicherlich nicht in der Zeitung verffentlichen. Wieso soll ein RA zum Gesptt werden, wenn er einen etwas eigenwilligen Mandanten, seinen Wunsch erfllt. Auerdem knnte es sich um einen Teilzeitrechtsanwalt (zB Rentner) handeln, der eben den Leuten einen Gefallen tut oder bei dem sich herumgesprochen hat, dass er gern solche Leute vertritt.
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Anmeldungsdatum: 30.12.2004
Beitrge: 2595

BeitragVerfasst am: 04.10.06, 20:58    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Zitat:
Es geht auch hier nicht darum, dass solche Leute andere vor dem Landgericht vertreten drfen sollen, sondern darum, dass diese einen Prozess in eigener Sache fhren.



Ist das ein neuer Aspekt? Habe ich den verschlafen?


Darum ging's eigentlich von Anfang an.

Zitat:
Das ist einfach eine sehr eigenwillige konstruierte und am Selbstverstndnis der Rechtsanwaltschaft vorbeigehende Betrachtung.

Es gibt berall "Schwarze Schafe". Auf den Arm nehmen

Zum Abschluss noch ein unsachliches Argument:

Jeder 2-Fach-Linkshnder darf die Bremsen seines Fahrzeugs selber reparieren (zu diesem Zweck gibt's sogar extra Werksttten), und darf dann mit 300 km/h auf der Autobahn fahren.

Wenn er dann allerdings in einem Amtshaftungsprozess 100 fr sein durch ein Schlagloch beschdigtes Fahrzeug mchte, braucht er einen Anwalt (Amtshaftung = Landgericht).[/b]
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Michael A. Schaffrath
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Anmeldungsdatum: 25.09.2004
Beitrge: 15339
Wohnort: Rom

BeitragVerfasst am: 07.10.06, 22:34    Titel: Antworten mit Zitat

0Klaus hat folgendes geschrieben::
Jeder 2-Fach-Linkshnder darf die Bremsen seines Fahrzeugs selber reparieren (zu diesem Zweck gibt's sogar extra Werksttten), und darf dann mit 300 km/h auf der Autobahn fahren.


Dummer Vergleich, denn wenn man ihn daran hindern knnte, wrde man es tun.
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Pnktchen
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Anmeldungsdatum: 14.09.2004
Beitrge: 2634

BeitragVerfasst am: 08.10.06, 20:18    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:

Jeder 2-Fach-Linkshnder darf die Bremsen seines Fahrzeugs selber reparieren (zu diesem Zweck gibt's sogar extra Werksttten), und darf dann mit 300 km/h auf der Autobahn fahren.

Ja, aber nur solange die Bremsen einwandfrei (repariert) sind.Winken Wenn sie das sind, ist es mir egal, ob das ein Einarmiger, ein Bilder oder ein 2-Fach-Linkshnder war. Winken
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Wintermute*
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Anmeldungsdatum: 27.10.2005
Beitrge: 910

BeitragVerfasst am: 17.10.06, 13:51    Titel: Antworten mit Zitat

jananatali hat folgendes geschrieben::


Wie gesagt - im Zivilrecht geht es bis 5000 € und im Strafrecht geht es so oder so.




Auch wenn dieser Thread schon ziemlich alt ist und vor allem Sengir schon alles
Wichtige gesagt hat:

Der Threadersteller hat hier wirklich selbst das beste Beispiel dafr geliefert, warum es
diesen Anwaltszwang gibt. Er hat seine eigene Argumentation dadurch ausgehebelt,
dass er gezeigt hat, dass sich ein Laie trotz der allgemein zugnglichen
Informationen eben doch nicht ausreichend selbst informieren kann.

Denn das von ihm bentzte, sogar fett gedruckte Hauptargument (im Strafrecht gbe
es schlielich auch keinen Anwaltszwang) ist schlichtweg juristisch falsch.

Das htte der Threadersteller allerdings auch selbst leicht nachprfen knnen.
Schlielich muss man nicht mal in eine juristische Fachbibliothek gehen, um zu
erfahren, dass es das Institut der Pflichtverteidigung gibt und dass man diesen
Pflichtverteidiger im Falle einer Verurteilung auch selbst bezahlen muss. (Letzteres
wei praktisch kein Laie. Das Institut der Pflichtverteidigung wird flschlich immer mit
der Prozesskostenhilfe gleichgesetzt.)

Htte er sich also vor dem Posten richtig informiert, htte er gewusst, dass der
Anwaltszwang im Strafrecht unter den Voraussetzungen der Pflichtverteidigung sogar
noch viel weiter als im Zivilrecht geht. Denn anders als meistens im Zivilrecht kann
man sich im Strafrecht schlielich nicht aussuchen, ob man sich auf ein Verfahren
einlsst oder nicht. Man kann nicht sagen, oooch, die Pflichtverteidigerkosten wren
mir zu hoch, da lass ich das mit dem Strafverfahren doch lieber mal sein, liebe
Staatsanwaltschaft.

Allerdings: Um sich ausreichend und fundiert zu informieren, htte er berhaupt erst
mal auf die Idee kommen mssen, seine Aussage zu berprfen. Und genau da liegt
der Hund begraben!

Ein Laie kann sich nmlich trotz des riesigen, fr alle zugnglichen
Informationsmaterials in aller Regel deswegen nicht fundiert rechtlich informieren, weil
er gar nicht wei, wo und zu welchem Thema er nachlesen soll! Er erkennt mangels
Grundwissen nmlich gar nicht, was die eigentlichen Probleme eines Falles sind, wo
die Fallstricke liegen und welche Wissenslcken er berhaupt zu schlieen htte.

Man muss nmlich erst mal eine ganze Menge wissen, um zu erkennen, was man
alles noch nicht wei und wo man noch Informationsbedarf hat.

Fazit: Das Vorhandensein von Informationsquellen alleine bringt noch gar nichts. Man
muss sie auch ntzen knnen. Und das kann man ohne entsprechendes
grundlegendes Fachwissen nicht.


PS: Wenn man den berlangen Link im Posting von OKLaus mal krzen knnte, wre
diese Seite auch wieder lesbar.
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Redfox
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Anmeldungsdatum: 31.10.2005
Beitrge: 8443
Wohnort: Am Meer

BeitragVerfasst am: 17.10.06, 14:37    Titel: Antworten mit Zitat

Wintermute* hat folgendes geschrieben::

Der Threadersteller hat hier wirklich selbst das beste Beispiel dafr geliefert, warum es
diesen Anwaltszwang gibt. Er hat seine eigene Argumentation dadurch ausgehebelt,
dass er gezeigt hat, dass sich ein Laie trotz der allgemein zugnglichen
Informationen eben doch nicht ausreichend selbst informieren kann.


Vor allen Dingen hat er dies auch noch selbst zugegeben als er im Posting vom 21.09.06, 10:04 geschreiben hat
jananatali hat folgendes geschrieben::
Es interessiert mich daher - wie eine diesbezgliche Verfassungsbeschwerde aufbaut werden knnte.


berflssige Frage, wenn man alles rechtliche schon im Internet findet.

Allerdings bin ich kein Befrworter des Anwaltszwangs und hier hat m.E. niemand ein berzeugendes Argument fr die Beibehaltung geliefert.

brigens: Wei jemand berhaupt, wie viele Klagen/Erwiderungen auch bei Gerichten ohne Anwaltszwang von den Parteien ohne Anwlte gefhrt werden? Meiner Beobachtung nach drfte es sich ohnehin nur um einen kleinen Teil handeln.
_________________
Toleranz sollte eigentlich nur eine vorbergehende Gesinnung sein: Sie mu zur Anerkennung fhren. Dulden heit beleidigen. (Goethe, Maximen und Reflexionen).
無爲 / 无为
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Wintermute*
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Anmeldungsdatum: 27.10.2005
Beitrge: 910

BeitragVerfasst am: 17.10.06, 14:58    Titel: Antworten mit Zitat

Ja, natrlich knnte man auch sagen, dass wirklich jeder selbst seines Glckes Schmied ist.
Wenn jemand halt riskieren mchte, eine Klage, bei der es um hohe Betrge geht, zu verlieren oder eine Freiheitsstrafe zu kassieren, weil er sich keinen Anwalt nimmt, bitte schn.

Im Prinzip kann man selbstverstndlich ber alle Frsorgepflichten des Staates diskutieren, denke ich. Das wurde im Thread ja auch schon angesprochen. Stichwort Pflichtversicherungen.
Allerdings natrlich nur dann, wenn smtliche Folgen dann auch jeweils immer nur vom Einzelnen getragen werden wrden und diese Folgen dann nicht doch auf Umwegen den Steuerzahler treffen.

Aber dafr sehe ich in diesem unseren Vollkasko-Staat ehrlich schwarz.
Die Mehrheit der Bevlkerung schreit doch im Gegenteil nach immer mehr Rundumversorgung. Selbstverantwortung ist doch hierzulande praktisch vllig unbekannt. Es wird doch wirklich wegen jedem Fliegendreck sofort nach dem Staat gerufen, der's wieder richten soll.

Dann muss der Staat aber natrlich auch nach Krften dafr sorgen, dass sich niemand selbst schdigt und damit mglicherweise wieder der Gesellschaft auf der Tasche liegt.
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0Klaus
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Anmeldungsdatum: 30.12.2004
Beitrge: 2595

BeitragVerfasst am: 17.10.06, 19:48    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

nach Art 6 Abs. 2 Buchst. c EMRK hat der Angeklagte das Recht sich selbst zu verteidigen. Insoweit gibt es keine Postulationsfhigkeit wie im Zivilprozessrecht.

Im Strafprozess kann der Angeklagte sogar selbst Revision einlegen und zu Protokoll des Urkundsbeamten begrnden.

Ein Pflichtverteidiger dient im StP-Recht dem ffentlichen Interesse, nmlich, dass der Angeklagte nicht durch Beeinflussung der Staatsanwaltschaft in seinen Verteidigungsrechten beschnitten wird.

Ungeachtet dessen erscheinen einige uerungen hier ziemlich berheblich. Woher wollen Sie wissen, dass "Laien" (die auch Leute sein knnen, die 30 Jahren in einer Kanzlei/Behrde/Rechtsabteilung einem Unterschriftsberechtigten die Schriftstze unterschriftsreif zugearbeitet haben) alles falsch machen? Noch ein sinnloser Vergleich: Es gibt Leute, die sind Jahrzehnte ohne Fhrerschein gefahren oder haben eine leitende Stellung als Arzt inne gehabt, ohne dass es jemand gemerkt hat. Es wre mal interessant zu wissen, ob das auch bei Anwlten passiert und ob diese ihre ganzen Verfahren verloren haben.

(Ich hoffe das ist jetzt richtig Smilie ) Man muss meines Erachtens nur bestimmte Grundstze beachten:
- einen halbwegs ordentlichen Ausdruck haben
- Fristen nicht versumen
- den Tatbestand darlegen
- Beweismittel fr den Tatbestand anbieten
- die falschen uerungen des Gegners unverzglich bestreiten
- einen bestimmten Antrag stellen
- seine Rechtsauffassung darstellen (wie bereits geschrieben ist das, wofr man mehrere Jahre studiert, allerdings nicht zwingend notwendig)
siehe http://de.wikipedia.org/wiki/Da_mihi_factum%2C_dabo_tibi_ius

Das soll nicht heien, dass man als Partei gut beraten ist, ohne Anwalt vorzugehen. Aber fr einen einfachen Schriftsatz, dass man ein Versumnis- oder Verzichtsurteil beantragt oder den Klageanspruch anerkennt einen Anwalt zu verlangen ist meines Erachtens Arbeitsbeschaffungsmanahme.
_________________
mfg
Klaus
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Sengir
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Anmeldungsdatum: 21.09.2006
Beitrge: 62

BeitragVerfasst am: 18.10.06, 09:28    Titel: Antworten mit Zitat

0Klaus hat folgendes geschrieben::

nach Art 6 Abs. 2 Buchst. c EMRK hat der Angeklagte das Recht sich selbst zu verteidigen. Insoweit gibt es keine Postulationsfhigkeit wie im Zivilprozessrecht.


Er kann sich natrlich (auch) selbst verteidigen. Und es existiert tatschlich keine "Postulationsfhigkeit" wie im Zivilprozess. Das ist es auch, was Art. 6 EMRK allein garantiert.

Nichtsdestotrotz stellt man ihm zwingend (!) - auch gegen seinen Willen - einen Verteidiger zur Seite. (Den er, wie Wintermute richtig bemerkt hat, im Falle einer Verurteilung auch selbst bezahlen mu.) Art. 6 EMRK ist in dieser Hinsicht vllig irrelevant.

Zitat:

Im Strafprozess kann der Angeklagte sogar selbst Revision einlegen und zu Protokoll des Urkundsbeamten begrnden.


*seufz*
Die Revision ist wohl das Paradebeispiel fr Rechtsmittel, die nur jemand begrnden sollte, der sich auch tatschlich damit auskennt. Eine zulssige Revision bringt nicht einmal die Mehrzahl der nicht spezialisierten Anwlte zustande, geschweige denn ein Laie. Der Angeklagte selbst mag die Revision einlegen. Aber wenn er sie nicht durch einen Anwalt begrnden lsst, dann ist sie zum Scheitern verurteilt.

Zitat:

Ein Pflichtverteidiger dient im StP-Recht dem ffentlichen Interesse, nmlich, dass der Angeklagte nicht durch Beeinflussung der Staatsanwaltschaft in seinen Verteidigungsrechten beschnitten wird.


Mit Verlaub, aber diese Aussage zeigt, dass du keine groe Ahnung hast.

Es mag sein, dass eine funktionierende Strafverteidigung generell im ffentlichen Interesse liegt. Aber der Strafverteidiger im Einzelfall dient nicht dem ffentlichen Interesse, sondern den Interessen seines Mandanten. Und seine Aufgabe besteht mitnichten darin, zu vermeiden, dass "der Angeklagte nicht durch Beeinflussung der Staatsanwaltschaft in seinen Verteidigungsrechten beschnitten wird".

Es wre mir schon vllig neu, dass die Staatsanwaltschaft Verteidigungsrechte beschneiden wrde oder knnte. Und dass der Aufgabenkreis eines Strafverteidigers derart eingeschrnkt wre brigens auch.

Auch hier pauschaliert der Staat wieder und berlsst es der Verantwortung jedes einzelnen, ob er sich allein verteidigen will, wenn die Voraussetzungen des 140 StPO nicht vorliegen. Wenn aber z.B. die Gefahr besteht, dass der Angeklagte mehr als 2 Jahre einfhrt - die tatschliche Grenze liegt eher bei einem Jahr dank 140 II StPO -, dann wird ihm eben zwangsweise jemand zur Seite gestellt, der sich damit auskennt.

Und wenn man schon gesehen hat, welche Strafen sich so manch unverteidigter Angeklagter vor dem Strafrichter eingefangen hat, weil er eben die falsche Taktik gewhlt hat, weil er eine Aussage oder eben keine Aussage gemacht hat, ein Gestndnis abgelegt hat, obwohl es nicht ntig gewesen wre, oder eben kein Gestndnis abgelegt hat, obwohl es dringend notwendig gewesen wre...

Nun gut, es ging ja um den Anwaltszwang vor Landgerichten im Zivilprozess, also vertiefen wir das lieber nicht weiter.

Zitat:

Ungeachtet dessen erscheinen einige uerungen hier ziemlich berheblich.


Als ein Arzt letztens zu mir meinte, er glaube nicht, dass ein Laie erfolgreich einen Blinddarm entfernen kann, dann habe ich mich auch ber dessen berheblichkeit gergert. Wei doch jedes Kind, dass das eine absolut banale Standardoperation ist.

Zitat:

Woher wollen Sie wissen, dass "Laien" (die auch Leute sein knnen, die 30 Jahren in einer Kanzlei/Behrde/Rechtsabteilung einem Unterschriftsberechtigten die Schriftstze unterschriftsreif zugearbeitet haben) alles falsch machen?


Wow. Da bekommt das Wort "Laie" ja eine ganz neue Bedeutung! Wieso definieren wir nicht auch noch ein paar andere Begriffe um?

"Ausgebildeter Arzt" - jemand der ber keine Kenntnisse der Medizin verfgt; "Steuerberater" - Gelernter Automechaniker; usw.

Die von dir angesprochenen Berufsgruppen sind wohl kaum "Laien"! Und wenn diese ber entsprechende Kenntnisse verfgen, dann sollen sie halt die zugehrigen Prfungen ablegen und sich zulassen lassen. Es ist ja nicht so, als wre die Anwaltschaft ein geheimer Zirkel, in den nur Auserwhlte eingelassen werden.

Zitat:

Noch ein sinnloser Vergleich: Es gibt Leute, die sind Jahrzehnte ohne Fhrerschein gefahren oder haben eine leitende Stellung als Arzt inne gehabt, ohne dass es jemand gemerkt hat. Es wre mal interessant zu wissen, ob das auch bei Anwlten passiert und ob diese ihre ganzen Verfahren verloren haben.


Es gibt (einige wenige) Anwlte, da fragt man sich tatschlich... Mit diesem - wie du zu Recht anmerkst - sinnlosen Vergleich knnte man natrlich jede Berufszulassungsbeschrnkung aufheben.

Zitat:

Man muss meines Erachtens nur bestimmte Grundstze beachten:


Du hast das bisher zu dieser Diskussion Gesagte nicht wirklich begriffen, oder?

Zitat:

- einen halbwegs ordentlichen Ausdruck haben


Hilfreich, aber keineswegs Voraussetzung.

Zitat:

- Fristen nicht versumen


Da liegt schon der erste Hase im Pfeffer. Wie lange laufen die Fristen? Wie berechnen sie sich? Kann man sie verlngern? Was ist, wenn man mal eine verpasst hat? Was ist mit Verjhrung? Wie lange luft diese (Anspruchsgrundlage!)? Wurde die Verjhrungsfrist vertraglich verkrzt? Ist die Verkrzung in AGB wirksam? usw. etc. pp.

Zitat:

- den Tatbestand darlegen


Was lege ich dar? Welche Tatsachen mu ich vortragen, um den Tatbestand zu erfllen?

Zitat:

- Beweismittel fr den Tatbestand anbieten
- die falschen uerungen des Gegners unverzglich bestreiten


Was mu ich denn berhaupt beweisen? Wer trgt die Beweislast, wenn etwas nicht erweislich ist? Findet sich irgendwo eine Beweislastumkehr? (Sehr praktisch!) Kann ich argumentativ eine Beweislastumkehr begrnden? (Sehr schwierig, manchmal jedoch der letzte Ausweg.) Hat der Gegner jetzt berhaupt wirksam bestritten? Kann er hier mit Nichtwissen bestreiten? usw. etc. pp.

Zitat:

- einen bestimmten Antrag stellen


Hrt sich so einfach an, nicht wahr? Wrde mich interessieren, wieviele Millionen EUR Gerichtskosten jedes Jahr fr wertlose Titel verpulvert werden. (Der Antrag mu bestimmt im Sinne von vollstreckbar sein.)

Zitat:

- seine Rechtsauffassung darstellen (wie bereits geschrieben ist das, wofr man mehrere Jahre studiert, allerdings nicht zwingend notwendig)
siehe http://de.wikipedia.org/wiki/Da_mihi_factum%2C_dabo_tibi_ius


Danke, den Grundsatz kennen wohl alle an der Diskussion hier Beteiligten bereits. ndert nichts daran, dass man ohne Kenntnis der Rechtslage ein hohes Risiko hat auf dem Bauch zu landen, da man dann den eigenen Tatsachenvortrag, das eigene Beweisangebot, die eigenen Antrge nicht steuern kann, sondern blind durch die Nacht gurkt.

Im brigen ist es immer wieder erstaunlich wie fix mancher Richter auf eine bestimmte Linie umschwenkt, wenn man ihm diese Rechtsauffassung mit guten Argumenten schmackhaft macht.

Zitat:

Das soll nicht heien, dass man als Partei gut beraten ist, ohne Anwalt vorzugehen.


blicherweise stellt man hier die Mandanten darauf ein, dass beim Gegner nichts zu holen sein wird, wenn dieser ohne eigenen Anwalt vor dem Amtsgericht auftritt.

Zitat:

Aber fr einen einfachen Schriftsatz, dass man ein Versumnis-


Sie beantragen ausschlielich Versumnisurteil? Mutig, mutig.

Zitat:

oder Verzichtsurteil


Vielleicht htte man dann die Klage sein lassen sollen?

Zitat:

beantragt oder den Klageanspruch anerkennt


Vielleicht htte man es dann nicht zur Klage kommen lassen sollen?

Zitat:

einen Anwalt zu verlangen ist meines Erachtens Arbeitsbeschaffungsmanahme.


Die Anzahl der Prozesse, die ohne Anwalt vor den Landgerichten gefhrt wrden, bliebe verschwindend gering. Nur die PKH wrde wohl gestrichen. (Wenn ich's mir recht berlege: Fr die Anwlte knnte das unter'm Strich sogar noch ein Gewinn sein.)
_________________
<- kein Anwalt. Mit Vorsicht zu genieen.
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