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Betrugsfall Internet- Buchung einer Reise;Geld+Reise futsch

 
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surfer-ms
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Anmeldungsdatum: 12.03.2009
Beitrge: 3

BeitragVerfasst am: 12.03.09, 21:58    Titel: Betrugsfall Internet- Buchung einer Reise;Geld+Reise futsch Antworten mit Zitat

Folgender Fall: Habe bei Internetauktionshaus [Name gendert] von einem Internet-Reisebro einen Reisegutschein ber 100Euro ersteigert.Buchung der Reise erfolgte durch dieses Reisebro bei grossem Reiseveranstalter. Reisebro schickte mir Rechnung ber Reise mit Abzug der 100Euro. .Habe 234 Euro berwiesen. Bekam dann vom Reiseveranstalter noch eine Rechnung ber den vollen Reisepreis. Reisebro hat mein Geld einbehalten-bis heute. Reise wurde heute von Reiseveranstalter storniert und mir eine Stornorechnung ber 102 Euro zugesandt. Inzwischen ist es 46 Internetauktionshaus [Name gendert]- Kunden ebenso wie mir ergangen. Mein Schaden: 234 Euro berwiesen, 100Euro Reisegutschein nicht erhalten, 22Euro Gutschein-Ersteigerung, keine Reise, Stornoforderung vom Reiseveranstalter 102 Euro. Wie ist die Rechtslage?
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Herzog, Jrg
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Anmeldungsdatum: 30.09.2008
Beitrge: 1108
Wohnort: Kln

BeitragVerfasst am: 12.03.09, 22:57    Titel: Antworten mit Zitat

Mglicherweise steht dem Reisenden R gegenber dem Reisebro B ein Schadenersatzanspruch nach den Vorschriften des Brgerlichen Gesetzbuches (BGB) zu. Das wre im Einzelnen zu prfen. Ob sich B auch wegen Betruges strafbar gemacht hat oder nicht, kann zivilrechtlich im Wesentlichen dahinstehen. Dem R wird es sicherlich nicht in erster Linie darum gehen, dass der Verantwortliche von B durch die zustndige Strafjustiz mit Geld- oder Freiheitsstrafe bestraft wird, sondern ihm wird daran gelegen sein, sein Geld von B wiederzubekommen. Sollte B vertragsrechtsschutzversichert sein, sollte er m. E. seine Rechtsschutzversicherung kontaktieren und dort um Kostendeckungszusage fr eine anwaltliche Erstberatung bei einem Rechtsanwalt seiner Wahl nachsuchen.
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AntoniaW
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Anmeldungsdatum: 01.03.2008
Beitrge: 173

BeitragVerfasst am: 13.03.09, 08:41    Titel: Antworten mit Zitat

Sollte nicht auch der Reiseveranstalter Interesse daran haben seine Kunden vor solchen (hoffentlich EX-)Agenturen zu schtzen? Vertragsrechtlich kann natrlich je nach Veranstalter der Kunde fr die direkte Bezahlung verantwortlich sein. Ausnahmen sind im Sinne der Kundenfreundlich jedoch mglich.

Die Reaktion des Reisebros wre interessant: Begrndung fr die Einbehaltung der geleisteten Zahlung? Fr die Nichtverrechnung des Gutscheins? Fr die (So nehme ich an.) Nichtverrechnung der Internetauktionshaus [Name gendert]-Summe?

Einen kleinen Appell an die Selbstverantwortung der 47 geprellten Reisenden kann ich allerdings nicht zurckhalten. Wie glaubwrdig ist eine ber 30-prozentige Ersparnis?! Wovon soll der Veranstalter, wovon das Reisebro leben? Was 30-prozentige-Rendite-Versprechen einbringen, sieht ja jetzt die ganze Welt ....
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surfer-ms
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Anmeldungsdatum: 12.03.2009
Beitrge: 3

BeitragVerfasst am: 13.03.09, 15:51    Titel: keine Rechtsschutzversicherung: Vorgehen ohne Anwalt? Antworten mit Zitat

Herzog, Jrg hat folgendes geschrieben::
Mglicherweise steht dem Reisenden R gegenber dem Reisebro B ein Schadenersatzanspruch nach den Vorschriften des Brgerlichen Gesetzbuches (BGB) zu. Das wre im Einzelnen zu prfen. Ob sich B auch wegen Betruges strafbar gemacht hat oder nicht, kann zivilrechtlich im Wesentlichen dahinstehen. Dem R wird es sicherlich nicht in erster Linie darum gehen, dass der Verantwortliche von B durch die zustndige Strafjustiz mit Geld- oder Freiheitsstrafe bestraft wird, sondern ihm wird daran gelegen sein, sein Geld von B wiederzubekommen. Sollte B vertragsrechtsschutzversichert sein, sollte er m. E. seine Rechtsschutzversicherung kontaktieren und dort um Kostendeckungszusage fr eine anwaltliche Erstberatung bei einem Rechtsanwalt seiner Wahl nachsuchen.


Besten Dank fr Ihre Antwort!
Ich bin Student und verfge ber keine Rechtsschutzversicherung. Wie kann man in solchem Fall ohne Anwalt vorgehen? Und noch eine Frage: Die Reise wurde nicht von mir beim Reiseveranstalter gebucht, sondern von der Geschftsfhrerin des Reisebros, das meine berweisung nicht an den Reiseveranstalter weitergeleitet hat. Jetzt hat der Reiseveranstalter mir -als ohnehin Geschdigtem- auch noch eine Stornorechnung ber 102 Euro geschickt, obwohl er ber die Sachlage informiert ist und selbst schon mit dem Reisebro (erfolglos) Kontakt aufgenomen hat. Ich mchte noch anfgen, dass der Reiseveranstalter bisher einen Vertrag mit dem Reisebro hatte, den er jetzt gekndigt hat. Wie ist hier die Rechtslage?


Zuletzt bearbeitet von surfer-ms am 13.03.09, 16:18, insgesamt 1-mal bearbeitet
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surfer-ms
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Anmeldungsdatum: 12.03.2009
Beitrge: 3

BeitragVerfasst am: 13.03.09, 16:11    Titel: Reisegutschein pauschal versteigert Antworten mit Zitat

AntoniaW hat folgendes geschrieben::
Sollte nicht auch der Reiseveranstalter Interesse daran haben seine Kunden vor solchen (hoffentlich EX-)Agenturen zu schtzen? Vertragsrechtlich kann natrlich je nach Veranstalter der Kunde fr die direkte Bezahlung verantwortlich sein. Ausnahmen sind im Sinne der Kundenfreundlich jedoch mglich.

Die Reaktion des Reisebros wre interessant: Begrndung fr die Einbehaltung der geleisteten Zahlung? Fr die Nichtverrechnung des Gutscheins? Fr die (So nehme ich an.) Nichtverrechnung der Internetauktionshaus [Name gendert]-Summe?

Einen kleinen Appell an die Selbstverantwortung der 47 geprellten Reisenden kann ich allerdings nicht zurckhalten. Wie glaubwrdig ist eine ber 30-prozentige Ersparnis?! Wovon soll der Veranstalter, wovon das Reisebro leben? Was 30-prozentige-Rendite-Versprechen einbringen, sieht ja jetzt die ganze Welt ....

Der Inhaber des Reisebros ist nicht erreichbar und hat die Gelder fr sich behalten.
Seine Geschftsfhrerin sagt am Telefon, sie knne sich die Angelegenheit nicht erklren.
Die Gutscheine wurden im Internet unabhngig vom Wert der gebuchten Reise versteigert. Ich bin Student und wollte den Gutschein fr eine Kurzreise benutzen,
die ich mir ohne Gutschein nicht htte erlauben knnen. Nur in meinem Fall machte der Gutscheinwert etwa ein Drittel des Reisepreises aus. Die von den anderen Geschdigten gebuchten Reisen hatten z.T. einen Wert von mehreren tausend Euro.
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AntoniaW
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Anmeldungsdatum: 01.03.2008
Beitrge: 173

BeitragVerfasst am: 13.03.09, 16:31    Titel: Antworten mit Zitat

Dass der Reiseveranstalter die Agentur gekndigt hat, ist gut. Dass das Unternehmen jedoch nicht bereit ist, den Kunden zu untersttzen ist schmhlich.

Wenn mit der Geschftsfhrerin oder dem Inhaber keine Kommunikation mehr mglich ist, sehe ich wirklich nur den Weg der Anzeige/Anklage. Hierzu ist allerdings eine fachkundige Rechtsberatung ntig. An meiner Hochschule gab es einen juristischen Dienst, eine Anwltin bot kostenfreie Erstberatung fr die Studenten. Auch Prozesskostenhilfe wre vielleicht ein Thema.
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