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angebliche Drohung und Belstigung wegen Geldschulden

 
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Hill
noch neu hier


Anmeldungsdatum: 14.02.2009
Beitrge: 1

BeitragVerfasst am: 14.02.09, 16:27    Titel: angebliche Drohung und Belstigung wegen Geldschulden Antworten mit Zitat

Hallo, bin neu hier und habe eine Frage zu einem Rechtsfall.

Ich habe einem Kumpel von mir seit einiger Zeit immer wieder wieder mal etwas Geld geliehen. Da ich wusste dass er nicht viel Geld hat, habe ich keinen Stress gemacht, dass ich das Geld wiederhaben mchte sondern ich habe ihm gesagt, wenn du Geld hast gib es mir oder wenigstens einen Teil davon. Das war fr ihn OK. Ich habe zwar nie etwas bekommen aber habe trotzdem an seinen guten Willen geglaubt das Geld irgendwann zu bekommen. NAchdem ich nun selber etwas Geldprobleme habe (bin noch in der Ausbildung und muss Strafen zahlen wegen zu schnellem Fahren usw.) habe ich mich wieder an ihn gewendet und gesagt dass ich das Geld jetzt brauche. Er hat gesagt er gibt es mir sptestens am 05.01.2009. Seitdem habe ich nichts mehr von ihm gehrt. Es handelt sich um 300 (fr einen Azubi viel Geld). Auerdem sind noch einige Sachen aus meinem Privatbesitz bei ihm (Lautsprecherboxen, DVDs, Computerkabel etc.).

Ich habe mehrfach bei ihm angerufen und auch SMS verschickt und bei ihm zuhause geklingelt. Keine Reaktion. Vor 2 Wochen rief mich seine Mutter an und sagte ich solle aufhren ihren Sohn zu belstigen. Nachdem ich der Mutter den Sachverhalt dargelegt hatte versicherte sie mir mit ihrem Sohn zu sprechen und sich dann bei mir zu melden. Nach einer Woche habe ich dann wieder bei der Mutter angerufen und sie sagte mir dass sie im Moment keine Zeit fr so was htte und da ihr Sohn volljhrig sei solle ich mich an ihn wenden. Daraufhin habe ich wieder angerufen und SMS verschickt. Keine Reaktion. Am 09.02.2009 habe ich ihn zufllig auf dem Sportplatz getroffen und wollte ihn ansprechen. Daraufhin ist er weggerannt.

Nun habe ich einen Brief vom Anwalt datiert auf den 10.02.2009 bekommen. Darin steht: Mein Mandant wird von ihnen durch Nachstellen, sowie Anrufe, SMS belstigt und bedroht. Dies hat er mir durch Vorlage von SMS und Zeugenaussagen besttigt. Mein Mandant hat ihnen bereits mehrfach zu verstehen gegeben, dass er keinen Kontakt zu ihnen wnscht. Ich habe sie daher aufzufordern jegliche Kontaktaufnahme zu Ihm gleich ber welches Medium zu unterlassen und einen Mindestabstand von 100m einzuhalten .Im Falle der Zuwiederhandlung wird fr jeden Fall eine Strafe von 1000 fllig. Aufgrund der Belstigungen haben sie auch die Kosten meiner Inanspruchnahme zu tragen. Durch meine Unterschrift soll ich das akzeptieren.

Ist das rechtens? Darf ein Anwalt sowas? Wie soll ich mich jetzt verhalten?
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rockbender
FDR-Mitglied
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Anmeldungsdatum: 18.09.2008
Beitrge: 386

BeitragVerfasst am: 15.02.09, 23:38    Titel: Antworten mit Zitat

Einfach dem Rechtswanwalt Ihre Sicht werzhlen und auf keinen Fall etwas unterschreiben.
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mymomo
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied


Anmeldungsdatum: 17.09.2005
Beitrge: 320

BeitragVerfasst am: 16.03.09, 01:46    Titel: Antworten mit Zitat

geeeeenial ;o)...
wenn sowas mal nicht dreist ist... der hammer...

persnlich wrde ich nun sagen, da braucht man gar nix befrchten... bei so manchen rechtsentscheidungen wrde mich aber auch nix mehr wundern...

das schreit doch schon nach gegenklage... es ist doch schon das deine sms nachweislich bei ihm angekommen sind...
jeder normaldenkende richter/sachbearbeiter sollte sich im klaren sein, das man jemanden nicht ohne grund anschreibt das man sein geld zurckhaben mchte - man das also nicht aus heiterem himmel verlangt, sondern wohl auch tatschlich so ist...

und wenn sich ein schuldner einfach weigert sich mit mir in kontakt zu setzen, bin ich ja wohl gezwungen mich mit ihm in kontakt zu setzen... wsste nicht was daran auszusetzen ist - solange der schuldner sich aus freien stcken nicht meldet...

NIX unterschreiben... das is schonmal wichtig... selbst nen anwalt aufsuchen, der wird den spie schon umdrehen...
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pOtH
FDR-Mitglied
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Anmeldungsdatum: 07.03.2006
Beitrge: 3729
Wohnort: Ober-Ramstadt | Das Tor zum Odenwald

BeitragVerfasst am: 16.03.09, 09:56    Titel: Antworten mit Zitat

da kein "zahlungsziel b.z.w keine raten" ausgemacht wurden, wrde ich einfach einen brief schreiben in dem ich das darlehn kndige u. die herausgabe meiner sachen verlangen - dies von 1-2 zeugen "gegenlesen", unterschreiben u. einwerfen lassen (abschrift mit unterschriften u. datum/uhrzeit fr die eigenen unterlagen).
das einzige problem drfte im fall der flle die beweisbarkeit sein - zwar sind mndliche vertrge auch einzuhalten aber eben recht schwer zu beweisen vor allen dingen was die hhe angeht!-, ggf. gibt es ja einen schriftlichen vertrag od. zeugen.

Zitat:
BGB 608 Kndigung
(1) Ist fr die Rckerstattung der berlassenen Sache eine Zeit nicht bestimmt, hngt die Flligkeit davon ab, dass der Darlehensgeber oder der Darlehensnehmer kndigt.
(2) Ein auf unbestimmte Zeit abgeschlossener Sachdarlehensvertrag kann, soweit nicht ein anderes vereinbart ist, jederzeit vom Darlehensgeber oder Darlehensnehmer ganz oder teilweise gekndigt werden.

http://bundesrecht.juris.de/bgb/__608.html

Zitat:
BGB 985 Herausgabeanspruch
Der Eigentmer kann von dem Besitzer die Herausgabe der Sache verlangen.

http://bundesrecht.juris.de/bgb/__985.html

es gibt noch 488 BGB dieser scheint aber nur bei einem darlehn von unternehmer zu privatperson zu gelten. da in 608 keine kndigungsfrist bestimmt ist bin ich mir nicht sicher wie hoch diese ist - hier kann ggf. jemand anders auskunft geben!
Zitat:

BGB 488
Vertragstypische Pflichten beim Darlehensvertrag

(1) Durch den Darlehensvertrag wird der Darlehensgeber verpflichtet, dem Darlehensnehmer einen Geldbetrag in der vereinbarten Hhe zur Verfgung zu stellen. Der Darlehensnehmer ist verpflichtet, einen geschuldeten Zins zu zahlen und bei Flligkeit das zur Verfgung gestellte Darlehen zurckzuerstatten.

(2) Die vereinbarten Zinsen sind, soweit nicht ein anderes bestimmt ist, nach dem Ablauf je eines Jahres und, wenn das Darlehen vor dem Ablauf eines Jahres zurckzuerstatten ist, bei der Rckerstattung zu entrichten.

(3) Ist fr die Rckerstattung des Darlehens eine Zeit nicht bestimmt, so hngt die Flligkeit davon ab, dass der Darlehensgeber oder der Darlehensnehmer kndigt. Die Kndigungsfrist betrgt drei Monate. Sind Zinsen nicht geschuldet, so ist der Darlehensnehmer auch ohne Kndigung zur Rckerstattung berechtigt.

_________________
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Ab jetzt nurnoch Ringelpitz ohne anfassen!
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sedna
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied


Anmeldungsdatum: 25.08.2005
Beitrge: 141

BeitragVerfasst am: 16.03.09, 17:11    Titel: Antworten mit Zitat

Gr Dich Hill,

also bei den Lautsprechern & dgl. knntest Du vermutlich beweisen, da es sich um Dein Eigentum handelt. Behauptet Dein Gegenber, Du httest ihm diese Dinge geschenkt, siehst Du vermutlich schon alt aus.

Das Geld betreffend bruchtest Du entweder einen "Darlehensvertrag", und sei es nur im Miniformat, insbesondere aber auch hier zunchst einmal einen Nachweis, da er das Geld in der Grenordnung berhaupt von Dir bekommen hat.

Du bist beweispflichtig.

Solltest Du all dies nicht nachweisen knnen, hast Du schlechte Karten. Den Gang zum Anwalt kannst Du Dir leider sparen, da Du zustzlich zu den bisherigen Verlusten noch weitere Kosten httest.

Also merke: In Zukunft nicht so gutmtig sein und auf das Gute im Menschen (auch eines Freundes) vertrauen, sondern einen kleinen Vertrag aufsetzen und unterschreiben lassen.

Doch ... bei Geld hrt die Freundschaft leider oft auf.

Alles Gute.
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flipmow
Gast





BeitragVerfasst am: 16.03.09, 17:38    Titel: Antworten mit Zitat

sedna hat folgendes geschrieben::

also bei den Lautsprechern & dgl. knntest Du vermutlich beweisen, da es sich um Dein Eigentum handelt. Behauptet Dein Gegenber, Du httest ihm diese Dinge geschenkt, siehst Du vermutlich schon alt aus.


Der "Beschenkte" kann nicht einfach behaupten, dass die Sachen geschenkt wurden, sondern muss dies beweisen oder zumindest glaubhaft versichern.

Warum sollte der Eigentmer dann schlechte Karten haben? Winken

Mit den 300 Euro siehts allerdings in der Tat schlecht aus. Wenn die bergabe nicht per berweisung mit klarem Vermerk erfolgt ist, wird sich das nicht nachweisen lassen.

dreist ist derjenige aber schon ... das muss man sagen Geschockt

lg
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sedna
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied


Anmeldungsdatum: 25.08.2005
Beitrge: 141

BeitragVerfasst am: 16.03.09, 17:45    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo flipmow

also, wenn der "Beschenkte" dreist ist, behauptet der glatt, das wre sein Eigentum. Kann Hill denn berhaupt nachweisen, da die Dinge ihm gehren?

Belege? Quittungen? Zeugen beim Verleihen?

Und wenn die besagte Mutter des "Beschenkten" mit treuherzigem Augenaufschlag behauptet, sie htte ihm die Lautsprecher zum letzten Geburtstag geschenkt - was dann?

Wenn ich so be rdas derzeitige Verhalten des "Freundes" nachdenke, dann wrde ich mit allem rechnen.

Also, ich drcke Hill die Daumen, da er berhaupt noch was von seinen verliehenen Dingen zurckbekommt.
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flipmow
Gast





BeitragVerfasst am: 16.03.09, 17:54    Titel: Antworten mit Zitat

sedna hat folgendes geschrieben::

Also, ich drcke Hill die Daumen, da er berhaupt noch was von seinen verliehenen Dingen zurckbekommt.


Und ich drcke ihm noch die Daumen, dass er fr sein Leben gelernt hat aus der Sache. Cool

Ich habe unterstellt, dass die Eigentumsverhltnisse durch Rechnungen nachgewiesen werden knnen. Ansonsten wrde der "Beschenkte" nmlich sowieso behaupten, dass die Sachen ihm gehren.
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Obermotzbruder
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied


Anmeldungsdatum: 06.09.2005
Beitrge: 3164
Wohnort: In Deutschland. Und das ist gut so.

BeitragVerfasst am: 17.03.09, 20:06    Titel: Antworten mit Zitat

Es gibt drei Sachen, die man nicht verleiht: Sein Geld, sein Auto und seine Frau.
Und alles andere auch nicht., Winken
_________________
Jeden Tag kommt ein neuer Dummer am Bahnhof an, man muss ihn nur abholen.
Dummheit ist auch eine natrliche Begabung (Wilhelm Busch)
Demokratie ist eine Einrichtung, die es den Menschen gestattet, frei zu entscheiden, wer an allem schuld sein soll.
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