Navigationspfad: Home » Foren
Foren
recht.de :: Thema anzeigen - ffentlich-rechtliche Namensnderung
Forum Deutsches Recht
Foren-Archiv von www.recht.de
Achtung: Keine Schreibmglichkeiten! Zu den aktiven Foren whlen Sie oben im Men "Foren aus!
 
 SuchenSuchen 

ffentlich-rechtliche Namensnderung

 
Neuen Beitrag schreiben   Auf Beitrag antworten    recht.de Foren-bersicht -> Verwaltungsrecht
Vorheriges Thema anzeigen :: Nchstes Thema anzeigen  
Autor Nachricht
Thali
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied


Anmeldungsdatum: 29.03.2006
Beitrge: 125
Wohnort: Stuttgart

BeitragVerfasst am: 18.03.09, 18:00    Titel: ffentlich-rechtliche Namensnderung Antworten mit Zitat

Max Mustermann wurde als uneheliches Kind geboren und erhielt zunchst den Namen der Mutter, Eiermann. Kurz darauf heiratet Frau Eiermann Anton Mustermann, der die Vaterschaft bezglich des Max anerkennt. Max erhlt hierbei den Namen des Vaters.
In den folgenden Jahren wird Max Mustermann von seinem Vater stndig verprgelt.

Als Max 40 ist, sterben beide Eltern.
Max hat seinen Nachnamen, da dieser ihn permanent an seinen prgelnden Vater erinnert. Er empfindet den Namen in der Tat als Belastung. Er mchte wieder, wie ganz zu Anfang seines Lebens, Eiermann heien, zumal er zur Familie Eiermann seiner Mutter stets ein sehr gutes Verhltnis hatte.
Er beantragt beim Standesamt die Namensnderung mit der o.a. Begrndung und erledigt auch die hierfr erforderlichen Formalien.

Wird das Standesamt seinem Antrag entsprechen?

Zweite Frage:
Max mchte einen Anwalt beauftragen, den Antrag fr ihn zu stellen und zu begrnden. Ist dies zulssig oder muss Max den Antrag zumindest selbst unterschreiben?

Meines Wissens ist eine Namensnderung nach dem NamndG bei Vorliegen eines wichtigen Grundes mglich. Ich nehme mal an, dass ein solcher vorliegt, wenn das Interesse des Antragstellers an der Namensnderung das Interesse der Allgemeinheit an der Beibehaltung berwiegt.
Ich wrde das hier bejahen.

Wie sehen Sie den Fall?
_________________
Fanden Sie meinen Beitrag ntzlich? Dann klicken Sie bitte auf den grnen Punkt.

Meine Beitrge sind keine Rechtsberatung. Diese kann von einem Forum nicht geleistet werden. Eine Haftung ist daher ausgeschlossen.
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Ronny1958
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied


Anmeldungsdatum: 19.08.2005
Beitrge: 6981
Wohnort: "Kchenjunges" Lndle

BeitragVerfasst am: 18.03.09, 18:29    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

Zitat:
Ich wrde das hier bejahen.


ich auch, wenn....

1. ein psychatrisches Gutachten tatschliche Probleme beim Antragsteller feststellen wrde und gleichzeitig

2. eine Kausalitt zwischen den psychischen Problemen und der aktuellen Namensfhrung nachvollziehbar belegen wrde.

Dann knnte durchaus Anlass bestehen, das Vorliegen eines wichtigen Grundes anzunehmen. Aber nur dann. Winken

Und dann wre immer noch im Ermessenswege zu prfen ob dem Antrag entsprochen werden kann.

Immerhin besteht neben der Beachtung der grundstzlichen Regelungen des deutschen brgerlichen Namensrechts, die da sagen:

Ein legitimiertes Kind erhlt den Ehenamen der Eltern wie ein ehelich geborenes Kind

bei einer fast 40-jhrigen Fhrung des Namens Mustermann ein beachtliches ffentliches Interesse an der Beibehaltung des berkommenen (= jetzt rechtmig zu fhrenden ) Namens.

Der unbestimmte Rechtsbegriff des wichtigen Grundes unterliegt der vollen gerichtlichen Nachprfung, whrend das behrdlicherseits auszubende Ermessen nur beschrnkt nachprfbar ist.

Zitat:

Meines Wissens ist eine Namensnderung nach dem NamndG bei Vorliegen eines wichtigen Grundes mglich. Ich nehme mal an, dass ein solcher vorliegt, wenn das Interesse des Antragstellers an der Namensnderung das Interesse der Allgemeinheit an der Beibehaltung berwiegt.


Die Vorschrift lautet sinngem :

Darf nur gendert werden, wenn....

Und das ist schon eine gesetzimmanente Schranke die es zu berwinden gilt.

So wie Sie es formuliert hatten, wird der Ausnahmecharakter der Vorschrift nicht ausreichend deutlich.

Hier der genaue Wortlaut:

Zitat:
3
(1) Ein Familienname darf nur gendert werden, wenn ein wichtiger Grund die nderung rechtfertigt.
(2) Die fr die Entscheidung erheblichen Umstnde sind von Amts wegen festzustellen; dabei sollen insbesondere auer den unmittelbar Beteiligten die zustndige Ortspolizeibehrde und solche Personen gehrt werden, deren Rechte durch die Namensnderung berhrt werden.



Ob der Anwalt stellvertretend den Antrag stellen kann, habe ich noch nie abschlieend prfen mssen. Ich habe bisher immer auf eigenhndig unterschriebenem Antrag bestanden. Sehe auch keinen nachvollziehbaren Grund diese Praxis aufzugeben.

So konnte mir bislang keiner mit der Ausrede kommen:

Wenn ich gewut htte, wie teuer das wird....

Damit kommen wir noch zu selbigen: 2, 50 bis 1022 sollten schon bereitgehalten werden.

Gre
Ronny Winken
_________________
Vielen Dank auch fr die positiven Bewertungen. Winken
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Beitrge vom vorherigen Thema anzeigen:   
Neuen Beitrag schreiben   Auf Beitrag antworten    recht.de Foren-bersicht -> Verwaltungsrecht Alle Zeiten sind GMT + 1 Stunde
Seite 1 von 1

 
Gehen Sie zu:  
Sie knnen keine Beitrge in dieses Forum schreiben.
Sie knnen auf Beitrge in diesem Forum nicht antworten.
Sie knnen Ihre Beitrge in diesem Forum nicht bearbeiten.
Sie knnen Ihre Beitrge in diesem Forum nicht lschen.
Sie knnen an Umfragen in diesem Forum nicht mitmachen.


Powered by phpBB © 2001, 2005 phpBB Group
©  Forum Deutsches Recht 1995-2019. Anbieter: Medizin Forum AG, Hochwaldstraße 18 , D-61231 Bad Nauheim , RB 2159, Amtsgericht Friedberg/Hessen, Tel. 03212 1129675, Fax. 03212 1129675, Mail info[at]recht.de.