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Steuernachzahlung bei Erbschaft?

 
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Wanda
FDR-Mitglied


Anmeldungsdatum: 22.05.2005
Beitrge: 90
Wohnort: Kln

BeitragVerfasst am: 15.03.09, 14:16    Titel: Steuernachzahlung bei Erbschaft? Antworten mit Zitat

Hallo,

ich habe doch sicher Recht, wenn ich annehme, dass das Finanzamt im Fall einer Erbschaft prft, ob der Verstorbene sein Vermgen ordentlich versteuert hat.
Htte er das nicht getan, msste doch der Erbe Steuern nachzahlen, was das Finanzamt freut und natrlich korrekt ist.

Liebe Gre und vielen Dank
Wanda
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Heide
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied


Anmeldungsdatum: 14.11.2005
Beitrge: 737

BeitragVerfasst am: 15.03.09, 16:58    Titel: Re: Steuernachzahlung bei Erbschaft? Antworten mit Zitat

Das ist im Ergebnis ( meist) richtig, aber der Gedanke ist falsch:
Das Erbe mindert sich um die nachzuzahlenden Steuern.
Z.B. Erbe 1000 abzgl. Steuernachzahlung 100 . Dann unterliegen 900 der ErbSt.
_________________
Gru
Heide
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Wanda
FDR-Mitglied


Anmeldungsdatum: 22.05.2005
Beitrge: 90
Wohnort: Kln

BeitragVerfasst am: 15.03.09, 19:26    Titel: Antworten mit Zitat

Ja, so ist es wohl. Alles klar, Danke! Wenn ich Finanzamt wre, wrde ich den Verstorbenen auch berprfen.

Erbschaftssteuer wird der Erbe nicht zahlen mssen. Aber er traut seinem Vater zu, dass er nicht so korrekt mit den Angaben beim Finanzamt war, und er befrchtet eine hhere Minderung seiner Erbschaft. Er htte sicher besser auf seinen Vater aufpassen sollen.

Liebe Gre
Wanda
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Heide
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied


Anmeldungsdatum: 14.11.2005
Beitrge: 737

BeitragVerfasst am: 15.03.09, 22:32    Titel: Antworten mit Zitat

Hinzu kommt, das der Erbe u.U. nach 153 AO verpflichtet ist, eine Richtigstellung der Bescheide in die Wege zu leiten.
Er sollte umgehend fachkundigen Rat einholen!
_________________
Gru
Heide
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bavarian tax collector
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied


Anmeldungsdatum: 30.03.2008
Beitrge: 655
Wohnort: Bayern

BeitragVerfasst am: 16.03.09, 15:49    Titel: Antworten mit Zitat

Solange es im Rahmen der ErbSt nicht zu Unstimmigkeiten kommt (z.B. hohe Bankguthaben, aber keine Einknfte aus KapVerm), besteht fr das FA kein Anlass fr eine Prfung bereits abgegebener Jahre!

taxpert
_________________
Your friendly bavarian tax collector

Motto: "Das Leben ist zum Lachen da, drum nehm' ich Psychopharmaka!" Die rzte: "Jazz ist anders"

"Bitte, Danke und Verzeihung wandern auf die Liste der bedrohten Wrter!"
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Heide
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied


Anmeldungsdatum: 14.11.2005
Beitrge: 737

BeitragVerfasst am: 17.03.09, 05:32    Titel: Antworten mit Zitat

@bavarian tax
Die Verpflichtung des Gesamtrechtsnachfolgers zur Berichtigung/ Erstellung von Steuererklrungen hat doch nichts mit der Mglichkeit einer Prfung zu tun.
Mit den Augen rollen
_________________
Gru
Heide
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Wanda
FDR-Mitglied


Anmeldungsdatum: 22.05.2005
Beitrge: 90
Wohnort: Kln

BeitragVerfasst am: 17.03.09, 14:06    Titel: Antworten mit Zitat

Er wird sich beim Finanzamt melden, damit alles seine Richtigkeit hat, und die mglicherweise nicht gezahlten Betrge nachzahlen.

Er erzhlt mir: Sein Vater war Rentner, der wegen seiner kleineren Rente gar keine Steuern bezahlen musste. Er hatte noch sogenannte Tafelpapiere, mit deren Zinsscheine man die Zinsen jhrlich bar abholen konnte, und da er einen Freund in Luxemburg hatte, keimte im Sohn so eine gewisse Befrchtung auf. Tafelpapiere, so lerne ich, brauchten (frher?) nicht ins Depot. Zinsen gab es bar.
Er hat bisher keinerlei Steuerbelege gefunden. Sein Vater hat ihn immer gefoppt, sodass er nie wusste, was Dichtung und Wahrheit ist.

Falls der alte Herr die Steuern nicht bezahlt hat, dann geschieht doch sicher Folgendes:
Das Finanzamt stellt die Summen der jhrlichen Zinsausschttungen zusammen und fordert die Steuern fr x Jahre nach.

Frage: Fr wieviel Jahre kann das Finanzamt die Steuern nachfordern, wenn es denn tatschlich so gewesen ist.

Gre
Wanda
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Redfox
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied


Anmeldungsdatum: 31.10.2005
Beitrge: 8443
Wohnort: Am Meer

BeitragVerfasst am: 17.03.09, 15:26    Titel: Antworten mit Zitat

Wanda hat folgendes geschrieben::
Frage: Fr wieviel Jahre kann das Finanzamt die Steuern nachfordern, wenn es denn tatschlich so gewesen ist.


"Die Festsetzungsfrist betrgt zehn Jahre, soweit eine Steuer hinterzogen, und fnf Jahre, soweit sie leichtfertig verkrzt worden ist." 169 Abs. 2 S 2 AO --> http://bundesrecht.juris.de/ao_1977/__169.html

Der Beginn der Verjhrung findet sich in 170 AO --> http://bundesrecht.juris.de/ao_1977/__170.html
_________________
Toleranz sollte eigentlich nur eine vorbergehende Gesinnung sein: Sie mu zur Anerkennung fhren. Dulden heit beleidigen. (Goethe, Maximen und Reflexionen).
無爲 / 无为
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Wanda
FDR-Mitglied


Anmeldungsdatum: 22.05.2005
Beitrge: 90
Wohnort: Kln

BeitragVerfasst am: 18.03.09, 07:17    Titel: Antworten mit Zitat

Gut, nun kann er anfangen zu rechnen oder besser gleich das Finanzamt dies tun lassen.
Jedenfalls wird das Finanzamt auch wissen, ob das Geld wirklich nicht versteuert wurde oder ob der Herr Papa seinen Sohn auf den Arm genommen hat.

Das jhrliche Zinseinkommen lag wohl bei 2500 bis 3000 . Htte der Herr Papa bei einer Rente von 1200 berhaupt Steuern zahlen mssen?

Nette Gre
Wanda
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Redfox
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied


Anmeldungsdatum: 31.10.2005
Beitrge: 8443
Wohnort: Am Meer

BeitragVerfasst am: 18.03.09, 09:19    Titel: Antworten mit Zitat

Hier findet man einen Abgabenrechner, mit dem man zumindest berschlgige Berechnungen anstellen kann. --> https://www.abgabenrechner.de/
_________________
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無爲 / 无为
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Wanda
FDR-Mitglied


Anmeldungsdatum: 22.05.2005
Beitrge: 90
Wohnort: Kln

BeitragVerfasst am: 18.03.09, 19:00    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

ich habe die Tabellen bemht und denke, dass der Vater sowieso keine Steuern htte bezahlen mssen. Die Rente war steuerfrei und die Zinsen abzglich Sparerfreibetrag
waren zu niedrig. Dann muss der Sohn sich doch auch wegen einer Nachzahlung keine Sorgen machen.

Gre
Wanda
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