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Besteht Kindergeldanspruch?

 
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Igor Entendido
Interessierter


Anmeldungsdatum: 16.04.2008
Beitrge: 19

BeitragVerfasst am: 18.03.09, 22:39    Titel: Besteht Kindergeldanspruch? Antworten mit Zitat

Liebe Helfer,

Tochter, 18, ist ausgezogen, wohnt alleine. Ist in Ausbildung. Erhlt nach Abzug von Werbungskosten (EUR 920,-- und Sozialabgaben EUR 1.704,--) EUR 5.735,-- netto p. a. = monatlich EUR 477,92. Zahlt Miete und sonstige Fixkosten von EUR 350,--. Zum Leben nur EUR 127,92 im Monat.

Zahle ihr Unterhalt von ca. EUR 80,-- monatlich und gebe das Kindergeld von EUR 164,--. Selbst mit dem Unterhalt, ohne Kindergeld, lge sie bei EUR 6.695,-- p. a. unter der Grenze von EUR 7.680,--. Trotzdem hat die Kindergeldkasse die Zahlungen jetzt im Mrz 09 eingestellt mit der Begrndung, " Tochter wohne jetzt nicht mehr im gemeinsamen Haushalt". Soll Zusatzfragebogen ausfllen, wird gefragt, ob ich nur das Kindergeld an Tochter zahle oder auch noch Unterhalt.

Kenne die Bedeutung der Fragen nicht. Darf ich das Kindergeld nicht weiterreichen, oder den Unterhalt zahlen oder beides nicht? Wie ist die Rechtslage und der Fall zu beurteilen?

Mit herzlichen Dank im Voraus
und freundliche Grsse

Igor
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Bernd S.
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied


Anmeldungsdatum: 04.11.2004
Beitrge: 398

BeitragVerfasst am: 19.03.09, 08:09    Titel: Antworten mit Zitat

Nach meiner Einschtzung erfllt die Tochter die Voraussetzungen fr die Zahlung des Kindergeldes. Sie befindet sich in Berufsausbildung und liegt mit ihren Einknften und Bezgen unter der Einkommensgrenze.

Dass die Familienkasse nun ttig wird und das "Fehlen des gemeinsamen Haushaltes" als Grund dafr nennt, kann zwei Grnde haben:

1.
Die Tochter ist kein leibliches Kind, sondern ein Stiefkind. Dann wrde mit einer nicht nur vorbergehenden Lsung aus dem gemeinsamen Haushalt beim Stiefelternteil kein Kindergeldanspruch mehr bestehen. Ich halte die nchste Variante aber fr wahrscheinlicher.

2.
Die Eltern der Tochter leben nicht im selben Haushalt. Dann ist das Kindergeld zwingend an dasjenige Elternteil zu leisten, das den hheren monatlichen Unterhalt zahlt. Und wer das ist (Vater oder Mutter) muss und mchte die Familienkasse herausfinden.

Es geht also nur darum, wem das Kindergeld auszuzahlen ist. Fr den grundstzliche Anspruch knnen weder Unterhaltszahlungen der Eltern noch die Weiterleitung des Kindergeldes schdlich sein. Beides zhlt nicht zu den Einknften und Bezgen.

Gru
Bernd
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Igor Entendido
Interessierter


Anmeldungsdatum: 16.04.2008
Beitrge: 19

BeitragVerfasst am: 19.03.09, 09:49    Titel: Besteht Kindergeldanspruch? Antworten mit Zitat

Herzlichen Dank Bernd,

Die Situation ist die, leibliche Mutter wohnt woanders, ist wiederverheiratet, arbeitet nur wenige Stunden. Zahlt nichts, weil zu geringer Verdienst. Ich, auch wiederverheiratet.Tochter ist mein leibl. Kind. Ist das denn kindergeldschdlich, wenn ich Tochter das Kindergeld gebe, was ich von Kindergeldkasse berwiesen erhalte? Ist daher auf dem Formular " Erklrung zur Anspruchsregelung nach 64 EStG" anzugeben, dass die Tocher von mir EUR 80,-- Unterhalt erhlt und auch das an mich berwiesene Kindergeld? Oder ist der Kindergeldanspruch auch gesichert, wenn ich nur das Kindergeld an Tochter weiter gebe, ohne die EUR 80,-- Unterhalt? Auch angebe, dass Mutter nichts zahlt? Tochter wohnt nur einen Steinwurf von mir entfernt, ist hufig hier und wird mit versorgt, wenn mal wieder ihr Khlschrank leer ist. Der ist meistens leer!! Wie ist die Rechtslage in Sachen Kindergeld, wie hier geschildert? Nochmals vielen Dank fr die bisherige Mhe.

Lieber Gru Igor
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Bernd S.
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied


Anmeldungsdatum: 04.11.2004
Beitrge: 398

BeitragVerfasst am: 19.03.09, 12:46    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Igor,
bei diesem Sachverhalt muss die Familienkasse in Erfahrung bringen, wer den hheren Barunterhalt bezahlt. Ich wrde im Formular (das ich nicht kenne) angeben, dass ich der Tochter regelmig das Kindergeld und auerdem 80,- zukommen lasse. Der Hinweis, dass die Mutter keinen Unterhalt leistet, kann nicht schaden. Genausowenig wrde es schaden, wenn dem Vordruck eine schriftliche Besttigung der Tochter beigefgt wre (also ber den Erhalt von Kindergeld und 80,- und Sachleistungen, Mutter leistet keinen Unterhalt).

Bezahlt keines der Elternteile Unterhalt (also leistet niemand eine regelmige Geldleistung), dann bestimmen Vater und Mutter (einvernehmlich) wer das Kindergeld bekommen soll. Treffen diese keine Bestimmung (aus Desinteresse oder weil sie sich nicht einigen knnen) dann msste - nach dem Wortlaut des Gesetzes - das Vormundschaftsgericht entscheiden. Fr alle Beteiligten ist es also besser, wenn eines der Elternteile Unterhalt zahlt.

Gru
Bernd

P.S.:
Verschoben wurde der Beitrag, weil Kindergeldrecht in (geschtzten) mindestens 99 % der Flle zum Steuerrecht gehrt.
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