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Monatskarte vergessen neu zu holen: Erschleichen von Leistun
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DanielB
FDR-Mitglied
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Anmeldungsdatum: 08.06.2005
Beitrge: 1056

BeitragVerfasst am: 19.03.09, 22:30    Titel: Antworten mit Zitat

cmd.dea hat folgendes geschrieben::
Gammaflyer hat folgendes geschrieben::

Und wenn ich morgens in den Zug einsteige wei ich in dem Moment auch noch nicht, ob ich meinen Geldbeutel(mit dem Ticket) zu Hause habe liegen lassen, weil ich ihn bis zu diesem Zeitpunkt noch nicht gebraucht habe und es mir deshalb nicht aufgefallen ist.


Nicht nur das. Ich habe selbst schon mehrfach vergessen, mir eine neue Monatskarte zu kaufen, und bin wie gewhlich einfach in S- oder U-Bahn gestiegen (glcklicher Weise bin ich nur 1 mal kontrolliert worden). Ich sehe da berhaupt nichts besonderes drin, sowas zu vergessen.

Gru
Dea

Vor allem kann es eben auch sein, dass man sich vor lauter Stre gar nicht immer bewut ist, welches Datum man gerade hat. Das kriege ich manchmal sogar mit Wochentag hin, wobei das eher in die andere Richtung...
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Adromir
FDR-Moderator


Anmeldungsdatum: 30.10.2005
Beitrge: 5610
Wohnort: Hannover

BeitragVerfasst am: 19.03.09, 23:05    Titel: Antworten mit Zitat

DanielB hat folgendes geschrieben::

Vor allem kann es eben auch sein, dass man sich vor lauter Stre gar nicht immer bewut ist, welches Datum man gerade hat. Das kriege ich manchmal sogar mit Wochentag hin, wobei das eher in die andere Richtung...


Ich bin manchmal froh, den Monat gerade so auf die Reihe zu kriegen Winken
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rettich
FDR-Mitglied
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Anmeldungsdatum: 28.07.2005
Beitrge: 1053
Wohnort: Baden-Wrttemberg

BeitragVerfasst am: 20.03.09, 11:01    Titel: Antworten mit Zitat

Natrlich lsst sich ohne funktionierende Kristallkugel nicht vorhersagen, ob das Gericht dem Angeklagten glauben wird, dass er ohne Vorsatz gehandelt hat. Allerdigs wrde ich die Tatsache, dass die Monatskarte von einem Dritten bezahlt wird, durchaus als Indiz dafr werten, dass wirklich nur ein Versehen vorlag. Denn in diesem Fall konnte der Angeklagte durch das Schwarzfahren ja keine Ausgaben einsparen und hatte dadurch keinen Anreiz zum Schwarzfahren. (Den Sachverhalt ausschpfen!)
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Redfox
FDR-Mitglied
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Anmeldungsdatum: 31.10.2005
Beitrge: 8443
Wohnort: Am Meer

BeitragVerfasst am: 20.03.09, 11:20    Titel: Antworten mit Zitat

rettich hat folgendes geschrieben::
Natrlich lsst sich ohne funktionierende Kristallkugel nicht vorhersagen, ob das Gericht dem Angeklagten glauben wird, dass er ohne Vorsatz gehandelt hat.


Nach den strafprozessualen Regelungen ist dem Angeklagten der Vorsatz nachzuweisen. Der Angeklagte muss sich gar nicht zur Sache uern.

rettich hat folgendes geschrieben::
Allerdigs wrde ich die Tatsache, dass die Monatskarte von einem Dritten bezahlt wird, durchaus als Indiz dafr werten, dass wirklich nur ein Versehen vorlag. Denn in diesem Fall konnte der Angeklagte durch das Schwarzfahren ja keine Ausgaben einsparen und hatte dadurch keinen Anreiz zum Schwarzfahren.


Was dann dazu fhren knnte, das eben nicht gengend Beweise, von denen auf den Vorsatz geschlossen werden kann, vorliegen.
_________________
Toleranz sollte eigentlich nur eine vorbergehende Gesinnung sein: Sie mu zur Anerkennung fhren. Dulden heit beleidigen. (Goethe, Maximen und Reflexionen).
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maconaut
FDR-Mitglied
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Anmeldungsdatum: 13.11.2006
Beitrge: 3479

BeitragVerfasst am: 20.03.09, 11:23    Titel: Antworten mit Zitat

Trillerpfeiffe hat folgendes geschrieben::

Wenn ich eine Monatskarte habe, dann zahle ich in der Regel nicht die 40 Euro oder 60 Euro sondern nur 7 Euro weil ich meine Monatskarte im Abo nachweisen kann.

Ausserdem, wenn ich ein Abo habe und 2 Tage berziehe, werde ich eigentlich nicht aufgeschrieben.


Der entscheidende Teil ist "Abo"... Man kann Monatsfahrscheine je nach Verkehrsbetrieb auch einfach einzeln kaufen, ohne Abo. Und dann ist "Vergessen, Monatskarte zu kaufen" gleichzusetzen mit "Vergessen, Fahrschein zu kaufen" - und damit kann man sich blicherweise nicht herausreden. Da hilft es auch nichts, die Fahrscheine der letzten 20 Tage nachweisen zu knnen.
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cmd.dea
FDR-Mitglied
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Anmeldungsdatum: 31.05.2008
Beitrge: 1872
Wohnort: Hessen

BeitragVerfasst am: 20.03.09, 13:11    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo

maconaut hat folgendes geschrieben::
Der entscheidende Teil ist "Abo"... Man kann Monatsfahrscheine je nach Verkehrsbetrieb auch einfach einzeln kaufen, ohne Abo. Und dann ist "Vergessen, Monatskarte zu kaufen" gleichzusetzen mit "Vergessen, Fahrschein zu kaufen" - und damit kann man sich blicherweise nicht herausreden. Da hilft es auch nichts, die Fahrscheine der letzten 20 Tage nachweisen zu knnen.


das ist richtig, bezieht sich aber auf ein anderes Thema. Dem "erhhten Befrderungsentgelt" kann man in der Tat nicht mit der Argumentation entgehen, man habe den Fahrschein vergessen, weil hierfr ein "bewusstes" Schwarzfahren nicht notwenig ist.

In dieser Diskussion geht es aber um den Straftatbestand der Leistungserschleichung nach 265a StGB. Und hierfr ist nun einmal ein vorstzliches Handeln erforderlich.

Gru
Dea
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djmugge
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied


Anmeldungsdatum: 12.11.2005
Beitrge: 122
Wohnort: Hannover

BeitragVerfasst am: 22.03.09, 14:52    Titel: Antworten mit Zitat

Gammaflyer hat folgendes geschrieben::
Herzog, Jrg hat folgendes geschrieben::
Die Erschleichung von Leistungen ist ein Vergehen, geregelt in 265 a Strafgesetzbuch (StGB). ...

... und muss vorstzlich begangen werden.
Vorsatz kann ich hier aber keinen erkennen.


Das interessiert die Verkehrsverbund-Firmen aber herzlich wenig. Dort ist die Tatsache, das dich der Kontrolleur ohne gltigen Fahrausweis angetroffen hat. Die VB verpflichten dich indirekt in ihren Befrderungsbestimmungen, dich vor dem Einstieg in Bus oder Bahn davon zu berzeugen, das du einen gltigen Fahrschein mit dir fhrst. Ist das nicht der Fall, unterstellen sie dir "den Versuch, die Leistung zu erschleichen.

Ich war selbst 2 Monate als FAP (Fahrausweisprfer) unterwegs und kenne die Problematik daher nur zu gut.
_________________
ich bin KEINE Signatur, sondern eine moderativ zensierte Unterschrift und diene lediglich der allgemeinen DEKORATION und gesellschaftlichen BELUSTIGUNG!
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Dummerchen
FDR-Mitglied
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Anmeldungsdatum: 21.01.2005
Beitrge: 6447
Wohnort: Prinz Philip seine Frau sein Insel

BeitragVerfasst am: 22.03.09, 17:43    Titel: Antworten mit Zitat

djmugge, cmd.dea hat dazu doch bereits Stellung genommen:

Zitat:
Dem "erhhten Befrderungsentgelt" kann man in der Tat nicht mit der Argumentation entgehen, man habe den Fahrschein vergessen, weil hierfr ein "bewusstes" Schwarzfahren nicht notwenig ist.

In dieser Diskussion geht es aber um den Straftatbestand der Leistungserschleichung nach 265a StGB. Und hierfr ist nun einmal ein vorstzliches Handeln erforderlich.
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Trillerpfeiffe
Interessierter


Anmeldungsdatum: 19.03.2009
Beitrge: 17

BeitragVerfasst am: 25.03.09, 17:30    Titel: Antworten mit Zitat

Wir haben halt nur mit Genies zu tun, die nie was vergessen und sich immer treu und brav an die Gesetze halten.

Das es so was noch gibt.

Ist ja fast wie zu Zeiten von Helmut Kohl, blhende Landschaften, das ist auch so ein ehrlicher Mensch.
_________________
Der Anwalt gewinnt immer. Egal ob Freispruch oder Lebenslang. Die Kohle geht beim Anwalt ein, so oder so.
Erra human est, gilt auch fr die mit den schwarzen Robben.
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