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Kirchensteuer trotz korrekter Angabe der Erklrung

 
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Zitterpappel
FDR-Mitglied


Anmeldungsdatum: 17.06.2006
Beitrge: 96
Wohnort: Essen

BeitragVerfasst am: 25.03.09, 20:42    Titel: Kirchensteuer trotz korrekter Angabe der Erklrung Antworten mit Zitat

Ich bin seit Febr. 2006 nicht mehr in einer Kirche, habe das korrekt angegeben in der Steuererklrung. und auch in den Jahren danach.
Trotzdem wurde mir Kirchensteuer abgezogen fr 2006, 2007 und 2008.
Hab ich noch einen Anspruch auf Rckerstattung? Der Fehler liegt ja wohl beim Finanzamt?
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Ronald
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied


Anmeldungsdatum: 01.11.2004
Beitrge: 3478
Wohnort: Dresden

BeitragVerfasst am: 26.03.09, 08:00    Titel: Re: Kirchensteuer trotz korrekter Angabe der Erklrung Antworten mit Zitat

Zitterpappel hat folgendes geschrieben::
Ich bin seit Febr. 2006 nicht mehr in einer Kirche, habe das korrekt angegeben in der Steuererklrung. und auch in den Jahren danach.
Trotzdem wurde mir Kirchensteuer abgezogen fr 2006, 2007 und 2008.
Hab ich noch einen Anspruch auf Rckerstattung? Der Fehler liegt ja wohl beim Finanzamt?


Die Erstattung der Kirchensteuer, welche im Einkommensteuerbescheid zu hoch festgesetzt wurde, ist mglich, sofern der Bescheid noch nderbar ist.

nderbar ist ein Bescheid z. B. dann, wenn die Einspruchsfrist noch nicht vorbei ist oder ein Vorbehalt der Nachprfung existiert.

Leider ist nichts nheres bekannt, so da auch keine genauen Aussagen getroffen werden knnen.

Mit freundlichen Gren

Ronald
_________________
Vielen Dank fr positive Bewertungen...

Wer lesen kann, ist klar im Vorteil.

"Wer Steuergesetze nicht kennt, mu fr den zahlen, der sie gut kennt." (Louis Verneuil, 1893 - 1952)
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Dipl.-Sozialarbeiter
FDR-Moderator


Anmeldungsdatum: 09.12.2006
Beitrge: 11996

BeitragVerfasst am: 26.03.09, 08:42    Titel: Re: Kirchensteuer trotz korrekter Angabe der Erklrung Antworten mit Zitat

Zitterpappel hat folgendes geschrieben::
...
Trotzdem wurde mir Kirchensteuer abgezogen fr 2006, 2007 und 2008.
Hab ich noch einen Anspruch auf Rckerstattung? Der Fehler liegt ja wohl beim Finanzamt?

Vielleicht hilft ein Blick auf die Lohnsteuerkarte. Falls dort im Feld "Religionszugehrigkeit" eine Konfession eingetragen ist, mu bei der zustndigen Gemeindeverwaltung (Einwohnermeldeamt/Brgerbro etc.) korrigiert werden (Vertiefend: Kirchenaustritt).
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whvceltic
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied


Anmeldungsdatum: 27.03.2007
Beitrge: 1197
Wohnort: Wilhelmshaven

BeitragVerfasst am: 26.03.09, 08:54    Titel: Re: Kirchensteuer trotz korrekter Angabe der Erklrung Antworten mit Zitat

Dipl.-Sozialarbeiter hat folgendes geschrieben::
Zitterpappel hat folgendes geschrieben::
...
Trotzdem wurde mir Kirchensteuer abgezogen fr 2006, 2007 und 2008.
Hab ich noch einen Anspruch auf Rckerstattung? Der Fehler liegt ja wohl beim Finanzamt?

Vielleicht hilft ein Blick auf die Lohnsteuerkarte. Falls dort im Feld "Religionszugehrigkeit" eine Konfession eingetragen ist, mu bei der zustndigen Gemeindeverwaltung (Einwohnermeldeamt/Brgerbro etc.) korrigiert werden (Vertiefend: Kirchenaustritt).


dadurch kriegen Sie aber ja rckwirkend nicht die Kirchensteuer wieder.
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Bernd S.
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied


Anmeldungsdatum: 04.11.2004
Beitrge: 398

BeitragVerfasst am: 26.03.09, 09:29    Titel: Antworten mit Zitat

Wenn in der Einkommensteuererklrung tatschlich angegeben ist, dass keine Kirchenzugehrigkeit besteht und trotzdem Kirchensteuer festgesetzt wurde, dann ist das nach meinem Rechtsempfinden ein Fall des 129 AO (Berichtigung einer offenbaren Unrichtigkeit) . Damit drfte es unerheblich sein, ob ein bestandskrftiger Bescheid vorliegt oder nicht, das Geld scheint jedenfalls noch nicht "verloren".

Gehaltsabrechnungen und Steuerbescheide gibt es in schriftlicher Form, damit der Empfnger (auch der ungebte) einen Blick drauf werfen und etwaigen Zweifeln nachgehen kann.

Gru
Bernd
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ulli
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied


Anmeldungsdatum: 18.01.2007
Beitrge: 541

BeitragVerfasst am: 26.03.09, 09:39    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

in der Rechtsbehelfsbelehrung jedes ESt-Bescheides ist ein Hinweis zur Kirchensteuerfestsetzung: Widerspruch an "die und die Stelle", die fr den jeweiligen bereich gilt!
Dahin muss der Widerspruch geschickt werden - natrlich auch innerhalb der Rechtsbehelfsfrist! Legen Sie einen Beleg ber den Kirchenaustritt bei!

Ulli
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Zitterpappel
FDR-Mitglied


Anmeldungsdatum: 17.06.2006
Beitrge: 96
Wohnort: Essen

BeitragVerfasst am: 26.03.09, 14:41    Titel: Antworten mit Zitat

Ich bedanke mich fr die Hinweise.
Nach einem Anruf beim Finanzamt konnte der Sachbearbeiter besttigen, dass ihm die Information ber den Kirchenaustritt zum Februar 2006 vorliegt.
Die Lohnateuerkarten waren immer korrekt.
Es war also keine Kirchenzugehrigkeit eingetragen (2006 gendert ab Febr.,2007 und 2008).
Der Widerspruch muss also nicht ans Finanzamt gehen? An das Landeskirchenamt gemeinsame Kirchensteuerstelle?
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Bernd S.
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied


Anmeldungsdatum: 04.11.2004
Beitrge: 398

BeitragVerfasst am: 26.03.09, 15:14    Titel: Antworten mit Zitat

Zitterpappel hat folgendes geschrieben::
I ... Nach einem Anruf beim Finanzamt konnte der Sachbearbeiter besttigen, dass ihm die Information ber den Kirchenaustritt zum Februar 2006 vorliegt.
Die Lohnateuerkarten waren immer korrekt. Es war also keine Kirchenzugehrigkeit eingetragen (2006 gendert ab Febr.,2007 und 2008).

Wenn das mir (in Baden-Wrttemberg) passiert wre, wrde ich dem Finanzamt einen kleinen Brief mit ungefhr folgendem Text schreiben.

SgDuH,
ich bitte, den ESt-Bescheid 2006 vom xx.xx.xxxx, den ESt-Bescheid 2007 vom xx.xx.xxxx und den ESt-B vom xx.xx.xxxx gem 129 der Abgabenordnung zu korrigieren. In allen Bescheiden wurde KiSt festgesetzt, obwohl ich seit 2/2006 keiner erhebungsberechtigten Kirche mehr angehre.
MfG
BS


Das msste gengen. Wie ich schon erwhnt habe, ist kein Rechtsmittel (schon gar kein "Widerspruch" gegenber dem Finanzamt) notwendig. Ob sich in NRW auch das Finanzamt darum kmmert oder ein "Landeskirchenamt" existiert und zustndig ist msste sich aus dem Steuerbescheid (dem "Kleingedruckten" nach der eigentlichen Festsetzung) ergeben.
Im Zweifel hilft auch ein nochmaliger Anruf beim Sachbearbeiter des Finanzamts. Vielleicht erklrt der sogar, dass er die Angelegenheit sofort und ohne weiteres Zutun erledigt. Ich sehe - jedenfalls fr die mir gelufigen Verfahrensablufe - keinen Grund, weshalb er das nicht tun sollte.

Gru
Bernd
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