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Berufsbliche berstunden unterhaltsrelev. Einkommen

 
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dirk_w
Interessierter


Anmeldungsdatum: 29.06.2007
Beitrge: 8

BeitragVerfasst am: 25.03.09, 18:21    Titel: Berufsbliche berstunden unterhaltsrelev. Einkommen Antworten mit Zitat

Cool Hallo,

bei der Berechnung des unterhaltsrelevanten Einkommens werden in der Regel berstunden in vollem Umfang mitbercksichtigt, wenn sie berufsblich sind.
Woher wei man aber, wieviel berstunden in einer ausgebten Ttigkeit berufsblich sind?
Nehmen wir mal als Beispiel einen Ingenieur, der auf Montage arbeitet.
Man kann sich durchaus Vorstellen, dass bei einem ingenieur einige berstunden durchaus berufsblich sind. Arbeitet er zudem noch auf Montage ist die Zahl der geleisteten berstunden in der Regel noch deutlich hher und vermutlich alles andere als Regelmig.
Noch schwieriger wrde es sich gestalten, wenn ein Teil der berstunden nicht ausbezahlt wird, sondern wenn jeweils eine geleistete berstunde in ein Freizeitguthaben verbucht wird.
Fr die Berechnung des unterhaltsrelevanten Einkommens des Ingenieurs aus dem Beispiel wren also erst einmal einige grundstzliche Fragen zu klren:

1. Fllt er nun eher unter die allgemeine Bezeichnung Ingenieur, oder eher unter die Bezeichnung Monteur (knnte Aufgrund seiner Montagettigkeit davon ausgegangen werden, dass die Anzahl seiner berfsblichen berstunden hher liegt)?

2. Woher wei er, wie hoch die Anzahl seiner berufsblichen berstunden betrgt (gibt es hier Tabellen, oder nur Einzelurteile; wie wrde ein Richter dies Bewerten)?

3. Wie wrden die nicht ausbezahlten berstunden in die Berechnung mit einflieen?

Vielleicht hat ja jemand von euch entsprechende Erfahrungen oder Hinweise auf Literatur / Internetseiten.

Ich bedanke mich fr euer Interesse

Dirk
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Holzschuher
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied


Anmeldungsdatum: 18.02.2006
Beitrge: 6354
Wohnort: Nrnberg

BeitragVerfasst am: 25.03.09, 19:52    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

in der Regel wird das ganze anders herum angegangen.

Unterhalt wird z.B. ab 01.01.09 gefordert. Auf der Grundlage des Einkommens in 2008 - unter Einbeziehung von berstundenvergtungen, Steuererstattungen etc. - wird ein durchschnittliches monatliches Einkommen ermittelt und zwar als Prognose fr ein Einkommen, das auch in Zukunft erzielt wird und daher der Unterhaltsberechnung zugrunde gelegt werden kann.

Sind in 2008 berstunden vergtet worden, werden diese eben mit in die Berechnung eingestellt, wenn sie berufsblich sind und damit zu rechnen ist, dass derartige Vergtungen auch zuknftig erzielt werden.

Es kommt also weniger auf die Berufszuordnung an, als auf die tatschlichen, zu erwartenden Verhltnisse.
_________________
Gru
Peter H.
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dirk_w
Interessierter


Anmeldungsdatum: 29.06.2007
Beitrge: 8

BeitragVerfasst am: 27.03.09, 12:40    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

ja, in der Regel wird so verfahren, aber keine Regel ohne Ausnahme.
Deshalb finde ich ja grade das Beispiel mit dem Ingenieur so interessant. Hier verhlt es sich ja nun mal so, dass in machen Monaten nur geringe, oder keine berstunden anfallen (35Std-Woche), whrend in anderen Monaten das gesetzliche Hchstmass (im Falle von Notarbeit 7x12Std = 84 Std pro Woche = 49 berstunden pro Woche) anfallen knnen.
Das OLG Hamm schreibt in seiner Richtlinie, dass berstunden als Einkommen gelten, wenn sie in geringem Masse anfallen, oder berufstypisch sind.
Von geringem Masse kann bei 49Std/Woche wohl kaum die Rede sein. Aber das Wort "berufstypisch" muss ja auch einen Sinn haben. Wenn immer nur der Durchschnittswert genommen wrde, wre diese Bezeichnung ja berflssig.

Hierbei taucht gleich eine weitere Frage auf. In manchen Monaten knnte durch die hohe Anzahl der berstunden das Nettoeinkommen als "hoch" gelten. Inwieweit knnte dann noch Kosten fr die Vermgensbildung abgezogen werden?

Weiterhin danke frs Interesse

Gru Dirk
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Holzschuher
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied


Anmeldungsdatum: 18.02.2006
Beitrge: 6354
Wohnort: Nrnberg

BeitragVerfasst am: 27.03.09, 18:00    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

dirk_w hat folgendes geschrieben::
Inwieweit knnte dann noch Kosten fr die Vermgensbildung abgezogen werden?


...weniger fr bloe Vermgensbildung, als fr Vermgensbildung, die der Altersvorsorge dient; hierbei kann neben der gesetzlichen Altersvorsorge ein Betrag fr sog. sekundre Altersvorsorge in Hhe von maximal 4% des Bruttoeinkommens abgesetzt werden.
_________________
Gru
Peter H.
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