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Komisches Gutachten

 
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chefrey
noch neu hier


Anmeldungsdatum: 25.03.2009
Beitrge: 1

BeitragVerfasst am: 25.03.09, 15:48    Titel: Komisches Gutachten Antworten mit Zitat

Hallo, am 01.02.09 habe ich meinen 4-Jahres-Leasing-Wagen abgegeben. Da ich keinen neuen Wagen bei diesem Autohaus bestellt habe, habe ich auch gleich einen ganz anderen Ton entgegen bekommen. Der Wagen hatte einen Unfall, der komplett ber VK von der Versicherung ersetzt wurde. Das reparierende Audi-Autohaus hat den Schadensfall nicht gemeldet. Ich wei bis heute nicht, ob ich das htte machen mssen. Es wurde am 01.02. kein Protokoll erstellt und ich habe den Wagen dort gelassen. Am 04.02. wurde ein Gutachten gestellt mit allen mglichen Sachen vom Kratzer bis zum verschmutzten Bezug und natrlich die reparierte neue Tr in Hhe von 3600 . Der Restwert des Autos liegt bei 10.000 !!! Die Nachricht habe ich erst am 24.03. bekommen. Ich denke, ich zahle gar nichts. Hat da jemand Erfahrungen, speziell wegen dem Gutachter?
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Herzog, Jrg
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Anmeldungsdatum: 30.09.2008
Beitrge: 1108
Wohnort: Kln

BeitragVerfasst am: 28.03.09, 17:40    Titel: Antworten mit Zitat

Die Lsung des Falles wird wohl in den Leasingbedingungen nachzulesen sein: Hat das Fahrzeug bei Ablauf der Leasingzeit nicht die Eigenschaften, die vertraglich vorgesehen sind oder vom Leasinggeber (LG) erwartet werden durften, dann ist der Restwert des Fahrzeuges natrlich geringer als blich. Ein Gutachter stellt das fest. Wenn der Gutachter dem Leasingnehmer (LN) nicht passt oder er die Feststellungen des Gutachters anzweifelt, kann er auf seine eigenen Kosten ein Zweitgutachten anfertigen lassen. Das Sinnvollste drfte aber wohl sein, sich mit dem LG an einen Tisch zu setzen und zu versuchen, mit ihm gemeinsam eine Lsung zu finden.

Ob Schadenflle dem LG zu melden sind oder nicht, wird gleichfalls dem Leasingvertrag und dessen AGBs zu entnehmen sein. Wenn ein Fahrzeug einen Kaskoschaden hatte, braucht sicherlich nicht darber diskutiert werden, dass ein solches Auto einen geringeren Wert hat als ein solches ohne Kaskoschaden, auch dann, wenn der Schaden vollstndig und fachgerecht repariert worden ist. Wenn der LN meint, er kann sich allein mit dem LG nicht einigen, so kann der LN auch auf seine Kosten einen Rechtsanwalt seiner Wahl hinzuziehen.
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pOtH
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Anmeldungsdatum: 07.03.2006
Beitrge: 3729
Wohnort: Ober-Ramstadt | Das Tor zum Odenwald

BeitragVerfasst am: 28.03.09, 19:53    Titel: Antworten mit Zitat

ggf. ganz interessant drften folgende texte sein, aber achtung das sind einzelfall entscheidungen - jedoch kann man so eher "pokern".

Zitat:
Gibt der Kunde nach Ablauf des Leasingvertrags das geleaste Fahrzeug zurck, muss dieser der Leasingfirma nur die Kosten fr Schden und Mngel ersetzen, die auf eine bervertragliche Nutzung zurckzufhren sind. Eine solche liegt jedoch nicht vor, wenn das Fahrzeug lediglich typische Gebrauchsspuren (hier: Kratzer an Dach und Tren, Klappergerusche, leichte Einbeulungen an drei Tren) aufweist, entschied das Landgericht Mnchen (Urteil vom 9.10.1996, Az. 15 S 9301/96, DAR 1998, Seite 19).

Zitat:
Das Landgericht Gieen (NJW RR 95, 687) hat einen verbogenen Stofnger vorne, einen im Innenraum verkratzten Kofferraum, Tren links und rechts leicht eingebeult noch durchgehen lassen und hat gesagt, dass gewisse Lackschden mit der Benutzung eines Pkw immer verbunden sind, weshalb leichte Schrammen, Kratzer und Beulen im Rahmen eines Leasingvertrages zur vertragsgemen Abnutzung gehren und keinen Schaden darstellen.

Zitat:
Nach AG Osnabrck (DAR 99, 556) liegt bei typischen Gebrauchsspuren, wie oberflchlichen Lack- und Blechschden, die bereits auf Grund geringer Berhrung eintreten knnen, keine bervertragliche Abnutzung vor.

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