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"Forderung versehentlich geklaut"?

 
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I-user
FDR-Mitglied
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Anmeldungsdatum: 27.03.2006
Beitrge: 5309
Wohnort: Dortmund

BeitragVerfasst am: 29.03.09, 13:39    Titel: "Forderung versehentlich geklaut"? Antworten mit Zitat

Hallo zusammen. "Tatort": Supermarkt. Person A ist betrunken und vergisst den Bon aus dem Pfandautomaten zu ziehen, nachdem sie die Flaschen dort reingesteckt hat. Person B kommt dann zum Automaten, um ihr eigenes Leergut abzugeben, ohne das zu bemerken. Sie gibt z.B. eine Flasche ab, bekommt den Bon und sieht, dass dort nicht 0,25, sondern z.B. 1,25 stehen. B denkt kurz nach und versteht den Grund. Aber sie wendet sich nicht an A, um zu fragen, ob A sein Geld nicht doch haben mchte, sondern gibt den Bon an der Kasse ab und geht mit dem Geld nach Hause. Und das, obwohl A irgendwann fehlendes Geld bemerkt, in den Laden zurck kommt und an der Kasse wieder Theater macht (ist ja betrunken). B kriegt das mit, aber lsst sich das nicht anmerken.
Hat sich B strafbar gemacht?
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Recht ist interessant, aber sehr umfangreich; bin kein Fachmann

"Wenn ich schon lge, dann am liebsten indem ich ausschlielich die Wahrheit sage."
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Herzog, Jrg
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Anmeldungsdatum: 30.09.2008
Beitrge: 1108
Wohnort: Kln

BeitragVerfasst am: 29.03.09, 13:54    Titel: Antworten mit Zitat

Betrug zum Nachteil des betrunkenen B? Wie wrs damit?
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I-user
FDR-Mitglied
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Anmeldungsdatum: 27.03.2006
Beitrge: 5309
Wohnort: Dortmund

BeitragVerfasst am: 29.03.09, 18:50    Titel: Antworten mit Zitat

Mglich. Wobei anzumerken ist, dass B nicht betrunken ist Winken. Wo ist dann die Tuschungshandlung?
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Questor
Gast





BeitragVerfasst am: 29.03.09, 19:17    Titel: Antworten mit Zitat

Nh, B verliert erst ab 1,30 ihre Stelle und wird verknackt....... Auf den Arm nehmen Verlegen
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Olidata
FDR-Mitglied


Anmeldungsdatum: 29.03.2009
Beitrge: 87

BeitragVerfasst am: 29.03.09, 21:00    Titel: Antworten mit Zitat

Die Frage sollten man sich doch aber auch selbst beantworten knnen. Man nimmt eine Sache an sich, die einen nicht gehrt und somit ist es Betrug zum Nachteil des anderen.
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mano
FDR-Mitglied
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Anmeldungsdatum: 30.12.2004
Beitrge: 2664

BeitragVerfasst am: 29.03.09, 21:03    Titel: Antworten mit Zitat

Moin,

ich denke da eher an Unterschlagung...

mano
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Olidata
FDR-Mitglied


Anmeldungsdatum: 29.03.2009
Beitrge: 87

BeitragVerfasst am: 29.03.09, 21:05    Titel: Antworten mit Zitat

Htte ich als zweites gesagt. Lachen
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I-user
FDR-Mitglied
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Anmeldungsdatum: 27.03.2006
Beitrge: 5309
Wohnort: Dortmund

BeitragVerfasst am: 29.03.09, 22:11    Titel: Antworten mit Zitat

Olidata hat folgendes geschrieben::
Man nimmt eine Sache an sich, die einen nicht gehrt
Welche Sache hat denn B an sich genommen, die ihm nicht gehrt? Er hat ordnungsgem seine Flasche reingesteckt und den Bon gezogen. Der Bon gehrt schon ihm, nur der Betrag darauf ist teilweise nicht von ihm.
Ich habe keine Vorschrift gefunden, dass die Unterschlagung eines "immateriellen Geldbetrages" strafbar ist. Vielleicht habe ich etwas bersehen.
Und was Betrug angeht, verstehe ich erstmal immer noch nicht, wo die Tuschungshandlung sein soll.
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Eierhahn
Gast





BeitragVerfasst am: 30.03.09, 00:41    Titel: Antworten mit Zitat

Olidata hat folgendes geschrieben::
Die Frage sollten man sich doch aber auch selbst beantworten knnen. Man nimmt eine Sache an sich, die einen nicht gehrt und somit ist es Betrug zum Nachteil des anderen.

Wenn ich eine Sache wegnehme die mir nicht gehrt, besteht grundstzlich erstmal der Verdacht des Diebstahls und nicht des Betruges.
Wegnahme ist nmlich nicht Bestandteil des Tatbestandes des Betruges, sonder des Diebstahls!
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Adromir
FDR-Moderator


Anmeldungsdatum: 30.10.2005
Beitrge: 5610
Wohnort: Hannover

BeitragVerfasst am: 30.03.09, 08:10    Titel: Antworten mit Zitat

Da er aber nicht das Gewahrsam des A bricht wurde, ist es kein Diebstahl, sondern wenn, eine Unterschlagung. Andererseits, handelt es sich nicht um eine bewegliche Sache.
Ich wrde hier eigentlich keine Straftat wirklich erfllt sehen, sondern wrde eher in Richtung 812 BGB gehen.
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Tastenspitz
FDR-Mitglied
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Anmeldungsdatum: 05.07.2007
Beitrge: 4335
Wohnort: Memmingen

BeitragVerfasst am: 30.03.09, 08:23    Titel: Antworten mit Zitat

Sowas passiert bei uns auch von Zeit zu Zeit. Meistens aber sind das nchterne und dem ersten Anschein nach zurechnungsfhige Geschftsleute. Cool
Was ich mich dabei dann frage, ist die Position des Hndlers, der den Automaten aufgestellt hat. Begnstigung einer Straftat wohl nicht Winken , aber was wenn der Herr A auf die Idee kommt zu sagen, der Hndler htte da bessere Manahmen zum Missbrauchsschutz treffen sollen.
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