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Arbeitszeit in Zweigniederlassung

 
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Selma23
FDR-Mitglied


Anmeldungsdatum: 07.06.2007
Beitrge: 35

BeitragVerfasst am: 30.03.09, 11:32    Titel: Arbeitszeit in Zweigniederlassung Antworten mit Zitat

Angenommen ein Mitarbeiter muss 2 Tage in einer weiter entfernten Zweigniederlassung arbeiten. Die An- und Abfahrt wird nicht als Arbeitszeit gerechnet.

Nun will der AG, dass fr die eigentliche Arbeitszeit lediglich 8 Stunden abgerechnet werden, auch wenn der MA 9 Stunden im Bro war.

Geht sowas?
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matthias.
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied


Anmeldungsdatum: 07.06.2005
Beitrge: 12402

BeitragVerfasst am: 30.03.09, 12:28    Titel: Antworten mit Zitat

Klassische Standardantwort: Es kommt darauf an (was evtl. vereinbart ist)

Wobei grundstzlich die Arbeitszeit die der AG abruft muss er auch zahlen.

Bei uns ist es auch so, dass bei Dienstreise zhlen z.b. 8h als abgeleistet, quasie ohne Nachweis. Wenn man aber belegen kann, dass man mehr gearbeitet hat (oder das Seminar z.b. lnger gedauert hat) bekommt man natrlich mehr,

MfG
Matthias
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Selma23
FDR-Mitglied


Anmeldungsdatum: 07.06.2007
Beitrge: 35

BeitragVerfasst am: 30.03.09, 12:43    Titel: Antworten mit Zitat

Vereinbart ist in der Betriebsordnung, dass lediglich 8 Stunden gerechnet werden drfen, selbst wenn man eine Stunde lnger gearbeitet hat. Der MA hockt ja dort im Bro und in der Regel ist es ja so, dass man nicht pnktlich nach 8 Stunden den "Griffel" fallen lsst und geht.

Der MA arbeitet also eine Stunde lnger und kann diese Stunde dann nicht mal z. B. am nchsten Tag "abbummeln", weil er sich die gar nicht aufschreiben darf.

Wenn es denn so ist...................... Aber schon irgendwie komisch. Vor allem ungerecht.
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maconaut
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied


Anmeldungsdatum: 13.11.2006
Beitrge: 3479

BeitragVerfasst am: 30.03.09, 13:20    Titel: Antworten mit Zitat

Selma23 hat folgendes geschrieben::
Der MA hockt ja dort im Bro und in der Regel ist es ja so, dass man nicht pnktlich nach 8 Stunden den "Griffel" fallen lsst und geht.


Och - wenn man sich vernnftig organisiert, dann geht das schon.
Aber abgesehen davon - schau mal hier:
https://www.rechtsanwalt.com/282-13993-urteil-arbeitsvertrag-keine-pauschale-abgeltung-von-ueberstunden-im-arbeitsvertrag/

und hier:

http://inhalt.monster.de/10483_de-de_p1.asp

Zitat:
Pauschale Klauseln meist unwirksam

Noch immer sei in Arbeitsvertrgen von nicht tarifgebundenen Unternehmen auch die Formulierung weit verbreitet, dass smtliche berstunden bereits mit dem Gehalt abgegolten seien. "Solche Klauseln sind laut Bundesarbeitsgericht jedoch in der Regel unwirksam", sagt Wurll. Denn dann knne ein Arbeitnehmer nicht seinen Stundenlohn ausrechnen, und sein Einkommen wre damit nicht mehr vergleichbar. Dagegen sind Formulierungen, dass eine konkrete Stundenzahl an Mehrarbeit bereits mit dem Lohn oder Gehalt abgegolten ist, arbeitsrechtlich zulssig.

Im September 2005 urteilte das Bundesarbeitsgericht, dass eine pauschale Abgeltung smtlicher berstunden durch das Bruttogehalt nur die gesetzlich zulssigen berstunden erfasst. Fr darber hinaus geleistete berstunden kann ein Arbeitnehmer dagegen eine gesonderte Vergtung verlangen (5 AZR 52/05). Konkret heit dies: berschreitet die wchentliche Arbeitszeit 48 Stunden, fallen berstunden an, die bezahlt werden mssen.

"Natrlich ist dies auch eine Frage der Position und des Gehalts", gibt Wurll zu bedenken. Beispielsweise bekomme ein Geschftsfhrer tatschlich bereits durch sein Gehalt alle Arbeitsstunden pauschal abgegolten. "Dagegen unterliegen die gewhnlichen Fhrungskrfte eines Unternehmens durchaus der besagten 48-Wochenstunden-Regelung."
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