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berbuchung mit gewonnenem Ticket

 
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Mc.Killain
noch neu hier


Anmeldungsdatum: 26.04.2005
Beitrge: 1

BeitragVerfasst am: 26.04.05, 20:36    Titel: berbuchung mit gewonnenem Ticket Antworten mit Zitat

Hallo,

ich war gerade mit meiner Frau in Thailand in Urlaub. Auf dem Hinflug wurde uns beim einchecken erzhlt, dass die Maschine leider berbucht ist und meine Frau, die das Ticket gewonnen hatte (ich habe mein Ticket regulr gebucht) nicht mitfliegen knne.

Ohne meine Frau mochte ich aber auch nicht in den Urlaub fahren Winken .
Wir sind deswegen erst am nchsten Tag geflogen.

Ich habe mich jetzt soweit schon mal schlau gemacht, dass bei einem Flug ber 3500 km Entfernung in einem solchen Fall normalerweise rechtlich 600,- Erstattung vorgesehen sind.

Da ich ja nun aber theoretisch htte fliegen knnen und meine Frau das Ticket ja gewonnen hat, ist meine Frage :

haben wir rechtliche Ansprche auf eine Erstattung, oder sind wir auf die Kulanz der Fluglinie angewiesen ?
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mosaik
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Anmeldungsdatum: 22.09.2004
Beitrge: 1055
Wohnort: Anif

BeitragVerfasst am: 27.04.05, 07:19    Titel: Antworten mit Zitat

Gewinne unterliegen dem Reiserecht insoferne, dass die Leistungen einwandfrei erbracht werden mssen.

Mangels einer Zahlung jedoch, ergeben sich keine finanziellen Ansprche. Denn finanzielle Ansprche sollten den Kunden schadlos halten, im Fall von Schlechterleistung. Hat der Kunde aber nichts bezahlt, ist ihm kein Schaden entstanden. Theoretisch knnte man natrlich bei extremen Mngel Entschdigung wegen entgangenen Urlaubsfreuden einklagen - mir ist aber ein derartiges Urteil noch nicht bekannt.

Nun kenne ich die Bestimmungen des Wettbewerbs und des gewonnenen Tickets nicht. Ich wei beispielsweise, dass Reisebromitarbeiter, die bei Lufthansa so genannte "PEP-Flge" buchen knnen, also fr RB-mitarbeiter ermigte Flugtarife, dasselbe Problem haben: ist die Maschine mit "Normalzahler"ausgebucht, muss der RB-Angestellte auf die nchste, freie Maschine warten. Diese Bestimmungen jedoch kennt er.

So gesehen bestehen also keine Ansprche...

Gru
Peter
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nce
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Anmeldungsdatum: 13.09.2004
Beitrge: 963
Wohnort: Halle/Saale

BeitragVerfasst am: 27.04.05, 08:51    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Peter,

hast Du dafr nhere Anhaltspunkte?

a) Mitarbeiterrabatte unterliegen in der Regel besonderen Tarifbedingungen, aber wenn eine Reise z.B. bei einem Preisausschreiben gewonnen wird, kann doch ein ganz normaler Reise- bzw. Befrderungsvertrag zustande kommen.

b) Warum sollte dann nicht auch die neue EU-Verordnung greifen, auf die Mc.Killain anspielt? Inwieweit die dort vorgeschriebenen Leistungen im Nachhinein einklagbar sind, wre eine eigene Frage.

c) Ein "finanzieller" Schaden knnte weiterhin darin gesehen werden, dass der Wert des Gewinns gemindert wird.

Nils-Christian Engel
Moderator
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mosaik
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Anmeldungsdatum: 22.09.2004
Beitrge: 1055
Wohnort: Anif

BeitragVerfasst am: 27.04.05, 11:34    Titel: Antworten mit Zitat

Laut Verordnung...

"... (3) Diese Verordnung gilt nicht fr Fluggste, die kostenlos
oder zu einem reduzierten Tarif reisen, der fr die ffentlichkeit
nicht unmittelbar oder mittelbar verfgbar ist. Sie gilt
jedoch fr Fluggste mit Flugscheinen, die im Rahmen eines
Kundenbindungsprogramms oder anderer Werbeprogramme
von einem Luftfahrtunternehmen oder Reiseunternehmen
ausgegeben wurden..."

bzgl. des "finanziellen Schadens" muss ich noch auf Suche gehen - da hab ich irgendwo zu Hause ein Urteil: wer nix zahlt, kann auch nix bekommen - selbst wenn der Wert des Urlaubs geschmlert wurde (nach dem Prinzip: es muss ein Schaden entstanden sein, als ein Geldwerter Nachteil fr den Kunden). Ich meld mich da nochmals.

Gru
Peter
[/b]
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nce
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Anmeldungsdatum: 13.09.2004
Beitrge: 963
Wohnort: Halle/Saale

BeitragVerfasst am: 27.04.05, 11:46    Titel: Antworten mit Zitat

mosaik hat folgendes geschrieben::
... die kostenlos oder zu einem reduzierten Tarif reisen, der fr die ffentlichkeit nicht unmittelbar oder mittelbar verfgbar ist ...


Es kommt also auf den Gewinn an - wenn z.B. Unternehmen A ein Preisausschreiben veranstaltet, bei dem eine Reise mit Reiseveranstalter B zu gewinnen ist, und A dann fr den Gewinner C bei B zu einem ffentlichen Tarif bucht, kommt IMHO ein ganz normaler Reisevertrag zustande. Keine so unwahrscheinliche Konstellation!

Bis spter,

Nils-Christian Engel
Moderator
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mosaik
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Anmeldungsdatum: 22.09.2004
Beitrge: 1055
Wohnort: Anif

BeitragVerfasst am: 27.04.05, 11:49    Titel: Antworten mit Zitat

hier htte ich mal ein Urteil, das Nils' berlegungen untermauern wrde:

Knnen Minderungsansprche auch bei einer gewonnener Reise geltend gemacht werden?
Ja, wie nachfolgender Fall zeigt. Ein Reiseteilnehmer hatte bei einem vom Reiseveranstalter durchgefhrten Verkaufsveranstaltung eine zehntgige Spanienreise im Wert von 774 EUR gewonnen. Es stellte sich jedoch heraus, dass es sich nicht, wie versprochen, um ein gehobens Mittelklassehotel sondern lediglich um ein Dreisternehotel handelte. Auerdem enthielt das Appartment nicht die zugesicherte Kochnische, so dass der Klger im Hotel die Halbpension in Anspruch nehmen musste. Auch die angekndigten Sonderveranstaltungen 'Zigeunermarkt, Piratentour und Paella-Essen mit Orangenpflcken' waren ausgefallen. Wegen der angesprochenen Mngel sprach das Amtsgericht Bremen (Az: 23 C 0477/98 ) 40 % Reisepreisminderung zu.


Da hab ich im Moment keine Argumente meinerseits, zumal die Rechtsliteratur von mir zu Hause lagert... Aber ich red mich raus: ... um ein endgltiges Urteil zu sprechen, fragen wir den Richter oder schauen uns vorher die Teilnahmebestimmungen des Preisausschreibens an...


Peter
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