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Progressionsvorbehalt

 
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Stefan_bkk
noch neu hier


Anmeldungsdatum: 07.04.2005
Beitrge: 3
Wohnort: Bangkok

BeitragVerfasst am: 07.04.05, 09:50    Titel: Progressionsvorbehalt Antworten mit Zitat

Hallo,

soweit ich verstehe, ist es seit einiger Zeit so, dass ein auslaendisches Einkommen zur Ermittlung der Steuerhoehe im Inland herangezogen wird (Progressionsvorbehalt). Angeblich entstehen hierdurch keine Nachteile.

Meine Situation ist folgende:
Ich bin Mitte 2004 fuer eine Auslandstaetigkeit nach Thailand gezogen. Es handelt sich nicht um eine "Entsendung", da ich hier ein lokales Gehalt beziehe. Es besteht auch keine Sozialversicherungspflicht.
Fuer meine Steuererklaerung muss ich nun wohl zur Ermittlung des Steuersatzes mein thailaendisches Gehalt angeben.
Mein thailaendisches Bruttogehalt beinhaltet jedoch auch den AG Anteil zur Sozialversicherung. Da ich nicht Sozialversicherungspflichtig bin, muss ich fuer meine Absicherung selbst sorgen. Dieses Gesamtpaket wird in Thailand versteuert.

Mit Angabe des auslaendischen Bruttogehalts zur Ermittlung des inlaendischen Steuersatzes wird in keiner Weise die auf dem auslaendischen Einkommen liegende Steuerlast beruecksichtigt.
Stellt dies nicht eine Benachteiligung dar? Gibt es Ausnahmeregelungen?

Vielen Dank!
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Indiajo
Interessierter


Anmeldungsdatum: 03.05.2005
Beitrge: 9

BeitragVerfasst am: 07.05.05, 13:31    Titel: Antworten mit Zitat

Wrde da wirklich eine Steuerberater konsultieren, da gibt's jede Menge Fallstricke.
Aus eigener Erfahrung mit Auslandsttigkeit in Indien sollten Sie folgende Details bercksichtigen:
1. Existiert zwischen Thailand und Deutschland ein Doppelbesteuerungsabkommen?
( ich denke mal ja )

2. Sind Sie in Deutschland ausgesteuert? ( Mehr als 186 Tage am Stck whrend des thailndischen Steuerjahres dort Lebensmittelpunkt, einfacher Antrag)

3. Geben Sie eine Steuererklrung in D ab, mssen Sie Ihr "Welteinkommen" angeben, bei existierendem Doppelbesteuerungsabkommen D-TH werden lokal entrichtete Steuern bercksichtigt, das Einkommen geht allerdings in den Progressionsvorbehalt ein. Das ist nicht erst seit neuestem so.
z.B. Ihr Einkommen besteht dann aus Lohn versteuert in TH, plus von mir aus Mieteinnahmen oder anderen Kapitaleinknften in D.
Ihre EK wird dann von den Gesamteinknften berechnet ( Progressionsvorbehalt), die entrichtete EKSt in TH absolut von Ihrer Steuerschuld abgezogen.

4. Sozialversicherungsbeitrge (bezahlt oder nicht) werden m.E. pauschal bercksichtigt, aber dieses Thema wird auch stetig komplizierter.

5. Wenn Sie ber Einknfte verfgen, die diesen Progressionsvorbehalt begrnden, mssten Sie diese vermutlich auch in Thailand angeben. ( So sehr unterscheiden sich die Finanzbehrden dieser Welt nicht ).
Allerdings sind Schwellen- ud Entwicklungslnder aus pragmatischen Grnden oftmals bereit, bei Expats lediglich das direkte lokale Einkommen als Besteuerungsgrundlage zu akzeptieren.

Nochmals der dringende Rat: guter Steuerberater, der sich mit Auslandseinknften auskennt.
_________________
Zwei Dinge sind unendlich: das Universum und die menschliche Dummheit. Beim Universum bin ich mir allerdings nicht sicher...( A.E.)
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Stefan_bkk
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Anmeldungsdatum: 07.04.2005
Beitrge: 3
Wohnort: Bangkok

BeitragVerfasst am: 07.05.05, 17:14    Titel: Antworten mit Zitat

Danke fr die Hinweise!

1. Doppelbesteuerungsabkommen gibt es.

2. Was heisst, "in Deutschland ausgesteuert"? Ich war in 2004 die meiste Zeit in Thailand. Hatte fr den kleineren Teil des Jahres Einknfte in D.

3. Das ist eine wertvolle Information, also knnen meine in TH errichteten Steuern von meiner Steuerschuld in D (fr die ja der Progressionsvorbehalt angewandt wurde) abgezogen werden. Das wute ich nicht, das verbessert die Lage.

Ich versuche, einen Steuerberater zu finden. Dies ist aber von Thailand aus nicht so einfach. Daher wollte ich selbst erst mal die wichtigsten Grundlagen in Erfahrung bringen.
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